Global Case Study Challenge: Developing digital leadership and collaboration competencies

Würdigung der Jury

Die Veranstaltung von Frau Covarrubias Venegas adressiert digitale Skills des aktuellen und des zukünftigen Arbeitsmarktes. Das Lehrprojekt ist eine Kooperation von 12 Hochschulen rund um den Globus und macht International Management den Studierenden direkt erlebbar. Es greift unterschiedliche Formen der Online-Lehre – sowohl synchron wie auch asynchron – und des Offline-Lernens auf und schafft für die Studierenden eine Lernumgebung, welche der Realität der späteren internationalen Berufspraxis sehr nah ist. Die Heterogenität der Studierenden aus unterschiedlichen Studienbereichen und mit unterschiedlichem Vorwissen unterstützt ein verstärktes Voneinander- und Miteinander-Lernen und macht für die Studierenden die Thematik der interkulturellen und globalen Zusammenarbeit in verteilten Arbeitsgruppen direkt erlebbar. Das didaktische Konzept der Veranstaltung kombiniert interkulturelle Kommunikation mittels digitaler Technologien und internationale Managementpraxis in einer digital gestützten Arbeitsumgebung.
Dabei werden Ergebnisse der erfahrungsbasierten Lernforschung berücksichtigt, und das Projekt stellt eine ideale Möglichkeit der Internationalisierung@Home dar.
Besonders gelungen ist die Durchführung einer virtuellen Konferenz, bei der das Setting einer wissenschaftlichen Konferenz mit Keynotes im Plenum und thematischen Tracks in Kleingruppen virtuell nachgebildet wird.

Univ.-Prof. Dr. Karsten Morisse
Hochschule Osnabrück

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Umgesetztes Projekt

Ziele

Das Lehrprojekt ist eine Kooperation von zwei Hochschulen in Österreich und weiteren 10 Hochschulen aus aller Welt, von Chile über Russland und Japan, um das Lernerlebnis in ihren „International Management“-Lehrveranstaltungen zu verbessern. Die Studiengänge bzw. Lehrangebote richten sich an unterschiedliche Studierendengruppen aus unterschiedlichen Studienbereichen, sowie Berufstätige, Vollzeit und Incoming Studierende. Dies hat, zusätzlich zu der Zeitverschiebung zwischen den verschiedenen Ländern, weitere Implikationen auf die Verfügbarkeit der einzelnen Studierenden für virtuelle Gruppentreffen. Um die Konzipierung und Planung dieses Projekts bestmöglich zu gewährleisten, wurden die Ziele, Profile und erforderliche Kompetenzen der verschiedenen Programme bzw. Lehrveranstaltungen verglichen und aufeinander abgestimmt. Dabei war es besonders wichtig abzusichern, dass die Ziele des Projekts mit den Kompetenzprofilen der einzelnen Lehrveranstaltungen übereinstimmen. Alle teilnehmenden Studierenden wurden virtuellen, internationalen Teams zugeteilt, die über einen Zeitraum von 2 Monaten gemeinsam an Case Studies gearbeitet haben. Jede Case Study enthielt Literaturempfehlungen, sowie Fragen, welche es zu bearbeiten galt. Die Verwaltung und Koordination, sowie Frequenz der virtuellen Zusammenarbeit wurde den Gruppen selbst überlassen mit dem Ziel, die Selbstorganisationskompetenz der Studierenden zu fördern.

Ziele des Projekts zur globalen, virtuellen Teamarbeit (GVT) war

  • Kennenlernen und Anwenden verschiedener digitaler Tools zur Kommunikation und Kooperation in globalen und/oder (teilweise) remoten nationalen Teams
  • Erwerb von neuen digitalen Kompetenzen für Arbeitsplätze, die zeit- und ortsunabhängig sind
  • Erwerb von interkulturellen Kompetenzen
  • Entwicklung einer globalen Perspektive („the big picture“), indem Einblicke in Verantwortlichkeiten, Strukturen und Herausforderungen in globalen virtuellen Teams gewonnen werden
  • Entwicklung von Strategien zur Berücksichtigung kultureller Unterschiede, um in globalen und virtuellen Teams (GVT) erfolgreich zu sein
  • Entwicklung zur Eigenständigkeit durch selbstgesteuertes Lernen

Kurzzusammenfassung

Digitale und Interkulturelle Kompetenzen werden oft in Lehrveranstaltungen vermittelt, welche von Theorieinputs geprägt sind. Die vorliegende Einreichung beschreibt ein innovatives und erfahrungsbasiertes Konzept, welches Studierenden die Möglichkeit bietet, reale Erfahrungen in der virtuellen Zusammenarbeit und interkulturellen Kommunikation aus erster Hand zu sammeln.

Das Lehrprojekt ist eine Zusammenarbeit von 12 Hochschulen aus Österreich und aller Welt, um das Lernerlebnis in ihren „International Management“-Lehrveranstaltungen zu verbessern und verfolgt die Philosophie des Internationalisation@Home-Ansatzes kombiniert mit einer COIL (Cooperative Online International Learning) Strategie. Rund 300 Studierende wurden virtuellen, internationalen Teams von 7-8 Mitgliedern zugeteilt, die über einen Zeitraum von 2 Monaten gemeinsam an einer Case Study mit Bezug zum Internationalen Management gearbeitet haben. Während der zwei Monate erhielten die Studierenden virtuelle Vorträge, virtuelle Gruppenarbeiten, erlebten und reflektieren virtuelle Team Building Aktivitäten und arbeiten selbständig an der Ausarbeitung der Case Studies. Die Case Study Präsentationen fanden im Rahmen einer virtuellen Konferenz statt, welche mit einer kurzen Keynote zum Thema Global Virtual Teams (GVT) eröffnet wurde. In weiterer Folge fanden die Gruppenpräsentationen in zehn Sub-Tracks statt. Eine Debriefing session mit internationalen Managern rundete das Design der Lehrveranstaltung ab.

Summary

Digital and intercultural competences are often taught in courses that are characterized by theoretical inputs. This submission describes an innovative concept that gives students the opportunity to gain first-hand experience in virtual cooperation and intercultural communication, putting theory into practice.

The project is a collaboration of twelve universities from Austria and across the globe to enhance the learning experience in their International Management courses, following the Internationalisation@Home and COIL (Cooperative Online International Learning) approach. In the second round in the winter semester 2019/2020, some 300 students took part in the project. The participating students were assigned virtual, international teams and worked together on a case study over a period of 2 months. During the two months, the students received virtual lectures, virtual group work, experienced and reflected on virtual team building activities and worked independently on the development of the case studies. The case study presentations took place in a virtual conference, which was opened with a short keynote on GVT. Subsequently, the group presentations took place in ten sub-tracks. For many students, this was their first experience of working on case studies based on real problems, and this in addition to working in international, virtual teams. A debriefing session with international managers and the students to reflect on their learnings added to the design of the course.

Nähere Beschreibung

Ziele des Projekts zur globalen, virtuellen Teamarbeit (GVT) war

- Kennenlernen und Anwenden verschiedener digitaler Tools zur Kommunikation und Kooperation in GVTs

- Erwerb von neuen digitalen Kompetenzen für Arbeitsplätze, die zeit- und ortsunabhängig sind

- Erwerb von interkulturellen Kompetenzen

- Entwicklung einer globalen Perspektive („the big picture“), indem Einblicke in Verantwortlichkeiten, Strukturen und Herausforderungen in globalen virtuellen Teams gewonnen werden

- Entwicklung von Strategien zur Berücksichtigung kultureller Unterschiede, um in globalen und virtuellen Teams (GVT) erfolgreich zu sein

 

 

Didaktisches Konzept

Bei dem hier beschriebenen Projekt handelt es sich um ein innovatives didaktisches Lehrkonzept, welches persönliche, fachübergreifende und digitale Kompetenzen fördert und in den letzten zwei Jahren erheblich weiterentwickelt wurde. Das Lehrkonzept berücksichtigt die neuesten Ergebnisse der Lernforschung, die zeigen, dass interkulturelle Kompetenz am besten entwickelt wird, wenn kulturelle Interaktionssituationen gezielt stattfinden und erlebt und reflektiert werden können. Das Lehrprojekt stellt eine optimale Möglichkeit für Internationalisation@Home und Cooperative Online International Learning Initiativen dar. Die Lernmethode ist stark studierendenzentriert ausgerichtet und orientiert sich dabei an dem Ansatz des „erfahrungsbasierten Lernens“ nach dem Modell von Kolb (1984), welches ein zyklisches erfahrungsbasiertes Lernens darstellt (concrete experience, observation and reflection, abstract conceptualization, and active experimentation). Lernen wird dadurch als ein ganzheitlicher Prozess aus Erfahrung, Denken und Verhalten bezeichnet, wobei Wissen durch die Transformation von Erfahrung in der virtuellen und kulturellen Interaktionssituation kreiert wird. Das didaktische Konzept kombiniert interkulturelle Kommunikation mithilfe digitaler Technologien, und internationale Managementpraxis in einer digitalen Arbeitsumgebung und hat dadurch eine klare internationale und digitale Ausrichtung (siehe DigCompEdu Kompetenzenrahmen).

 

Nach einem virtuellen Kick-Off werden Gruppen gebildet. Es folgt eine virtuelle Lehrveranstaltung zum Thema Kooperation in GVTs und eine Einführung in diverse digitale Tools, damit im Rahmen der zwei Monate eine effiziente virtuelle Teamarbeit erfolgen kann. Die Wahl der finalen Tools wird den Gruppen selbst überlassen. Im Rahmen der virtuellen Vorträge wird auch ein interaktives Design verfolgt, welches den Vortrag durch Break-out Sessions ergänzt, in denen die Studierenden auch Gruppenübergreifend an der Themenstellung des Vortrages arbeiten. In weiterer Folge gibt es auch ein kurzes Online-Wissensquiz zu den Themen, welche in den Case Studies behandelt werden. Ab Woche zwei sind die Studierenden aufgefordert virtuelle Teambuilding Aktivitäten selbst umzusetzen und basierend auf den Erfahrungen eine schriftliche oder Video-Gruppenreflexion einreichen. Mehrere virtuelle Q&A zu den Cases werden mit den Lehrenden gehalten und die Ergebnisse der Gruppenarbeit zu den Cases wird im Rahmen einer virtuellen Konferenz präsentiert. Den Abschluss bildet eine Online Debriefing session mit ManagerInnen und/oder Consultants von GVT, welche die erlebten Erfahrungen im Hochschulkontext mit den Studierenden in den Untenehmenskontext reflektieren. Das innovative Design ist in einem diesem Antrag beigefügten Link übersichtlich dargestellt.

 

Der Austausch und das Feedback der Lehrenden erfolgt entweder durch ein virtuelles Diskussionforum, wo Studierende Fragen stellen können, durch die virtuellen Q&A Sessions, aber auch durch die Präsenzlehrveranstaltungen, in welchen alle Lehrenden vor Ort mit den Studierenden debriefen.

Durch die Case Studies wird einerseits die Problemlösungskompetenz entwickelt, aber auch die Fähigkeit komplexe Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Die Case Studies wurden basierend auf den Kriterien Relevanz und Praxisnähe ausgewählt (Barmeyer & Franklin, 2016), und es wurde darauf geachtet, dass diese auch die geographische Vielfalt und die Diversität der Mitwirkenden reflektieren.

Durch das beschriebene innovative Design ist es gelungen, Aspekte der interkulturellen und virtuellen Zusammenarbeit erlebbar zu machen. Den Studierenden selbst wurde der konzeptionelle Hintergrund des Lernprozesses und die zugrundeliegende didaktische Struktur transparent vermittelt, um eine gemeinsame Gestaltung und Weiterentwicklung des Prozesses zu ermöglichen.

 

Lehrprojektinhalte & Kompetenzentwicklung

 

Das Konzept des Lehrpojektes wurde auf zwei Hauptlernfeldern aufgebaut: Digitale Arbeitswelten, Virtuelle Interkulturelle Kooperation.

 

Lernfeld 1: Digitale Arbeitswelten

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist längst nicht mehr nur eine abstrakte Zukunftsvision. Vielmehr befinden wir uns bereits mitten in einer tiefgreifenden Transformation, die Wirtschaft, Arbeitswelt und Alltag nachhaltig verändert, demnach ist die Stärkung von digitalen Skills DAS Zukunftsthema. Technologien und digitale Kommunikations- und Kooperationsplattformen sind nicht mehr wegzudenken, aber der effiziente Umgang und effektive Einsatz lässt oft noch zu wünschen übrig. Da bei diesem Projekt selbst-organisiertes Lernen im Vordergrund steht, wurde es den Gruppen überlassen, welche digitalen Tools zur Anwendung kommen. Abgesehen von der Moodle-Plattform, welche die wichtigsten Kurzinformationen enthielt und als Kommunikationsmedium von Lehrenden an Studierende und viceversa genutzt wurde. Die Gruppen selbst entschieden sich in der Kooperation für unterschiedliche Filesharing, Cloudworking und Kommunikations-Tools. Dies trägt auch dem Trend Neuer Arbeitswelten hin zu (teilweise)remotem Arbeiten, welches sich in vielen Organisationen weltweit durchsetzt, aber sich aufgrund fehlender Kompetenzen oft nicht optimal entfalten kann.

>> Digitale Kompetenzentwicklung: Anwendung von Filesharing Tools und/oder anderer Cloudworking Kommunikations- und Kooperationstools, Kommunikationskompetenzen im virtuellen Kontext (Präsentieren); Führung von remoten Teams, E-Konferenz Know-How.

 

Lernfeld 2: Virtuelle Interkulturelle Kooperation

Globale virtuelle Kommunikation ist im internationalen Geschäftsumfeld von heute fast selbstverständlich, wird jedoch selten in Managementprogramme integriert. Globale virtuelle Kooperation beschreibt Teams, die über regionale, nationale, kulturelle, sprachliche Grenzen sowie Zeitzonen hinweg zusammenarbeiten. In dieser Art von virtueller Zusammenarbeit sind interkulturelle Kommunikationskompetenzen besonders wichtig, um die Kommunikation im virtuellen Team effizient und effektiv zu gestalten. Besondere Herausforderungen der virtuellen Zusammenarbeit umfassen unter anderem die passenden Kommunikations- und Kooperationsmedien auszuwählen, die Arbeitsabläufe, Zielsetzungen und Aufgabenteilung entsprechend zu definieren. Als Basis ist jedoch das Teambuilding mit dem Vertrauensaufbau als der wichtigste Schritt zu sehen. Durch die reflektierte Bearbeitung einer interkulturellen Case Study, wollten wir den Studierenden einen Anreiz geben, um sich mit neuen/anderen Perspektiven auseinanderzusetzen. Die Case Studies bauen auf betriebswirtschaftlichem Wissen auf, das heißt nur durch Kombination, der von ihnen in verschiedenen vorangegangenen Lehrveranstaltungen erworbenen Fach- und Sozialkompetenzen können die Case Studies gelöst werden. Die Notwendigkeit interdisziplinären und vernetztes Denkens wurde damit ebenso gefordert und gefördert. Durch die internationalen Projektgruppen wurde der Ansatz verfolgt, eine authentische interkulturelle Interaktion zu ermöglichen.

>> Kompetenzentwicklung: Problemlösungskompetenz; Kritisches/Vernetztes Denken; Selbstgesteuertes Lernen; persönliche Organisation; Kommunikations- und Kooperationskompetenz;

 

Das große digitale Finale: Präsentation der Case Studies im Rahmen einer virtuellen Konferenz

Die Studierenden zeigten große Unterschiede hinsichtlich ihrer Präferenzen und Anwendungen digitaler Medien. Dies ist auf die unterschiedliche Erfahrung im Bildungs- und beruflichen Kontext sowie auch auf kulturell bedingte Faktoren zurückzuführen. Moodle wurde von den Lehrenden als Projekt- und Lernplattform ausgewählt, um den Informationsaustausch zwischen Lehrenden und den 300 Studierenden zu koordinieren. Zoom wurde als digitale Plattform für die virtuelle Konferenz gewählt. Die virtuelle Konferenz war sozusagen der krönende Abschluss der virtuellen Zusammenarbeit, wobei das Setting einer realen wissenschaftlichen Konferenz entsprach. Die Organisation der E-Konferenz wurden von den zwei Lehrenden und mit Unterstützung des E-Learning der FHWien der WKW organisiert. Die E-Konferenz startete mit einer 15-minütigen Keynote eines Geschäftsführers eines internationalen Startups, welches zu 95% virtuell zusammenarbeit. Nach dem offiziellen Start wurden die Studierenden im virtuellen Raum den zehn Sub-Tracks zugeordnet, welche von den Lehrenden moderiert wurden (session chair). Jeder Sub-Track wurde von einem Zoom Expert für technische Fragen unterstützt. Jede Gruppe präsentierte im virtuellen Raum die Case Study, worauf eine Diskussion mit dem session chair und den Teilnehmenden folgte. Nach den Präsentationen in den Sub-Tracks „trafen“ sich alle E-Konferenz Teilnehmenden wieder im Hauptraum zur Plenary Session, wobei ebenso eine kurze Mentimeter Umfrage durchgeführt wurde, um das Stimmungsbild der Studierenden zur virtuellen Zusammenarbeit, der E-Konferenz und dem Lerneffekt zu bekommen. Ein Konferenz-Selfie zum Abschluss hat den virtuellen Moment nochmals eingefangen. Die Lehrenden haben vor Ort in den jeweiligen Kursen nochmals ein Debriefing mit den größten Learnings seitens der Studierenden und Lehrenden gemacht, aber auch Verbesserungsmöglichkeiten für die nächsten Jahre diskutiert.

 

Ausblick

Neben den bereits beschriebenen Lerneffekten für Studierende und Lehrende wurde ein neues inter-universitäres und internationales Netzwerk aufgebaut, welches durch den dritten Durchgang im Wintersemester 2020 erweitert wird. Im Rahmen der global Case Study Challenge wurde mit Fallstudien aus „Christoph Barmeyer & Peter Franklin (2016): Intercultural Management. A Case-Based Approach to Achieving Complementarity and Synergy, Palgrave.“ gearbeitet. Die Möglichkeit, in der Zukunft mit externen Auftraggeber/innen zusammenzuarbeiten, wird in Betracht gezogen. Ein weiterer Aspekt ist die Messung der interkulturellen Kompetenz, aber auch der Kompetenzentwicklung in Bezug auf digitale Kooperation/digitale Führung, um besser zu verstehen, inwiefern sich diese über den Zeitraum durch die virtuelle globale Zusammenarbeit verändert (hat). In Bezug auf die digitalen Tools wird ab dem Wintesemester 2020 ebenso eine virtuelle Plattform (Remo) für die gemeinsame Arbeit und das gruppenübergreifen Vernetzen integriert. Diese wird der digitalen Lernumgebung mehr Interaktion verleihen, aber insbesondere eben auch das Kennenlernen über Gruppengrenzen hinweg, fördern.

Mehrwert

Das innovative Lehrkonzept „Global Case Study Challenge“ hat bereits zweimal stattgefunden und wurde von den Studierenden mit positiven Gefühlen angenommen. Der größte Mehrwert für die Studierenden ergibt sich durch die virtuelle, globale Zusammenarbeit an Case Studies, welche für viele eine erstmalige Erfahrung darstellte. Der effiziente und effektive Umgang mit Technologie in der (virtuellen) Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg ist von äußerst großer Bedeutung, diese Erfahrung wurde von der Mehrheit der Studierenden als immenser Lerneffekt hervorgehoben. An dieser Stelle ist anzumerken, dass obwohl alle Studierenden der Generation der Digital Natives angehören, das Wissen über digitale Kommunikations- und Kooperationstools, insbesondere aber dem effizienten und effektiven Einsatz eher als beschränkt zu beurteilen ist. Durch die Teilnahme an einer virtuellen Konferenz wurde ebenso ein Lernraum eröffnet, welcher in dieser Form einzigartig für alle beteiligten Hochschulen ist.
Die Rückmeldungen von Studierenden werden an den beteiligten Hochschulen systematisch durch die Lehrveranstaltungsevaluierungen qualitativ und quantitativ erhoben und die Ergebnisse fließen in die konzeptionelle Weiterentwicklung des GCSCs hinein. Die Rückmeldungen hiervon als auch von ergänzenden persönlichen Gesprächen können klar wie folgt zusammengefasst werden:
? Die Möglichkeit in einem virtuellen, globalen Team zu arbeiten war für die Studierenden einzigartig und wurde somit auch sehr begrüßt, insbesondere in Anbetracht steigender Internationalisierung.
? Bemerkenswert ist, dass die Studierenden der digitalen Zusammenarbeit durchaus differenziert gegenüberstehen. Daher ist es aus motivationaler Perspektive besonders wichtig, diese Feedbacks aufzunehmen und den Fokus auf den Aufbau und die Entwicklung digitaler Kompetenzen speziell im Bereich Cloudworking zu legen.
? Die Lerneffekte in einem hoch selbstorganisierten und noch dazu virtuellen Team zu arbeiten, welche sich eben aus sehr heterogenen Studierenden zusammensetzen waren enorm.
? In einigen vereinzelten Fällen war auch klar zu erkennen, dass die digitale Zusammenarbeit durch die teilweise fehlenden digitalen Kompetenzen der Studierenden erschwert wurde.
? Das Interesse an der Global Case Study Challenge ist sehr groß, bedingt durch die Medienberichte aber auch die Social Media Postings der teilnehmen Lektoren sowie Studierenden. Hochschulen fragen bereits an, um an der 3. Edition teilzunehmen, was wiederum auch zeigt, dass solche Projekte von Internationalisation@Home oder Cooperative Online International Learning genau den Bedürfnissen von Hochschulen Rechnung tragen.

Ist das Konzept auf andere Lehrveranstaltungen bzw. Lehrsituationen übertragbar? Wird das Konzept längerfristig eingesetzt und weiterentwickelt?

Das innovative Lehrkonzept „Global Case Study Challenge“ hat bereits zweimal stattgefunden und wurde von den Studierenden mit positiven Gefühlen angenommen. Das Projekt wird weitergeführt und weiterentwickelt. Das Interesse an der Global Case Study Challenge ist sehr groß, bedingt durch die Medienberichte aber auch die Social Media Postings der teilnehmen Lektoren sowie Studierenden. Hochschulen fragen bereits an, um an der 3. Edition teilzunehmen, was wiederum auch zeigt, dass solche Projekte von Internationalisation@Home oder Cooperative Online International Learning genau den Bedürfnissen von Hochschulen Rechnung tragen. Die Übertragbarkeit auf andere Lehveranstaltungen bzw. Lehrsituationen ist gegeben. Die Lehrenden würden auch bereits von anderen Hochschulen eingeladen das Konzept zu präsentieren.

Ist die Akzeptanz des Projekts gegeben? Welche Evidenzen (z.B. Evaluierungsergebnisse) gibt es hierfür?

Die Rückmeldungen von Studierenden werden an den beteiligten Hochschulen systematisch durch die Lehrveranstaltungsevaluierungen qualitativ und quantitativ erhoben und die Ergebnisse fließen in die konzeptionelle Weiterentwicklung des GCSCs hinein. Die Rückmeldungen hiervon als auch von ergänzenden persönlichen Gesprächen können klar wie folgt zusammengefasst werden:

- Die Möglichkeit in einem virtuellen, globalen Team zu arbeiten war für die Studierenden einzigartig und wurde somit auch sehr begrüßt, insbesondere in Anbetracht steigender Internationalisierung.

- Bemerkenswert ist, dass die Studierenden der digitalen Zusammenarbeit durchaus differenziert gegenüberstehen. Daher ist es aus motivationaler Perspektive besonders wichtig, diese Feedbacks aufzunehmen und den Fokus auf den Aufbau und die Entwicklung digitaler Kompetenzen speziell im Bereich Cloudworking zu legen.

- Die Lerneffekte in einem hoch selbstorganisierten und noch dazu virtuellen Team zu arbeiten, welche sich eben aus sehr heterogenen Studierenden zusammensetzen waren enorm.

-In einigen vereinzelten Fällen war auch klar zu erkennen, dass die digitale Zusammenarbeit durch die teilweise fehlenden digitalen Kompetenzen der Studierenden erschwert wurde.

Aufwand

Die Koordination der zwei österreichischen Hochschulen und der weiteren zehn globalen Hochschulpartner, die inhaltliche Konzeption und insbesondere auch die technische Umsetzung der Global Case Study Challenge hat in einem ersten Schritt einen deutlichen Mehraufwand für alle Beteiligten bedeutet. Jedoch kann in weiteren Semestern auf nun bereits verschriftlichte Konzepte, Unterlagen und Lernplattformen zurückgegriffen werden, welche den auch in weiteren Semestern entstehenden Mehraufwand jedenfalls verringern wird.

Ab Wintersemester 2020 fallen zusätzliche Kosten für Plattformen an.

Positionierung des Lehrangebots

FH Kärnten: Pflichtlehrveranstaltung im Masterstudiengang „Business Development & Management“ im dritten Semester, LV Titel: Cooperating across Borders FHWien: Pflichtlehrveranstaltung im Masterstudiengang „Organisations- und Personalentwicklung“ im ersten Semester, LV Titel: Organisational Culture & Intercultural Management Pflichtlehrveranstaltungen in diversen Bachelor-/Master-/Doktorat-Programme Weltweit: Chile - Universidad del Desarrollo;Chile Universidad Finis Terrae Slovakia - J. Selye University Netherlands - Amsterdam University of Applied Sciences France - Uni Catholic Lille Russia - Ranepa Moscow Spain - Universitat Autònoma de Barcelona ; Geneva Business School Japan - Sophia University Bosnia - International Burch University

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2020 in der Kategorie Digitale Transformation in der Lehre nominiert.