Stakeholder Engagement_Umweltaktivismus, Nachhaltigkeit und soziale Bewegungen (T1 & 2)

Umgesetztes Projekt

Ziele

Mein Ziel als Pädagogin insbesondere im Fach Kommunikationswissenschaft ist es, Studierende dabei zu begleiten,

• andere in Konversationen zu engagieren,

• ein „change agent“ in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft werden zu wollen,

• andere inspirieren zu wollen,

• und die Welt und aktuelle Entwicklungen (Klimawandel, Digitalisierung, soziale Ungerechtigkeit etc.) kritisch zu hinterfragen.

 

Dabei verstehe ich eine Lehrveranstaltung als „Lernraum“, in dem

1) in einem ersten Schritt die Erwartungen geklärt und die gemeinsamen Werte, die die Grundlage des gemeinsamen Arbeitens darstellen, zu Beginn der LV ausgehandelt werden.

2) Darüber hinaus werden in einem Lernraum die Lernziele individuell formuliert (Fokus Kompetenzorientierung und Learning Outcomes) und

3) das Lehrveranstaltungsformat vereinfacht und durch unterschiedliche Interaktionsformate (open space, world cafe, design thinking, Kunstprojekte, activism) bereichert; spielerisches Lernen führt hier zu einer lernergebnisorientierten Prüfungskultur.

 

Aus Studierenden-Perspektive stehe ich für die folgenden drei sich komplementär ergänzenden Lehr- und Lernelemente:

1) Themenzentriertes Lernen,

2) die Wahrnehmung der eigenen Kompetenzen und

3) die Umsetzung dieser in Form eines eigenen forschungsgeleiteten Projektes (hier durch einen Ecoculture jam als spezielle Kommunikationsaktion/-kampagne).

 

Dies führt dazu, dass die Lernumwelt der Studierenden sich – im vorliegenden Fall über ein ganzes Studienjahr hinweg – erweitert. Nur in einer derartig erweiterten Lernumwelt lassen sich auch der individuelle Fortschritt der Studierenden und die entsprechenden Lernergebnisse tiefgreifend und vor allem kontinuierlich erheben (Assessment/Prüfung).

 

Hinzu kommt meine persönliche Begeisterung für Themen der Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit, die ich gerade aus medien- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive sehe, sich mit Klimawandel und damit verbundenen Herausforderungen (Konsum- und Wegwerfmuster, Müll, Plastik/Verpackungen, Entsorgungsprobleme etc.) auseinanderzusetzen und die Studierenden hier in kritischer Reflexion in Bezug auf die Idee einer nachhaltigen Entwicklung zu stimulieren und zu üben.

Kurzzusammenfassung (dt.)

Die hier präsentierte Lehrveranstaltung, die in den medien- und kommunikationwissenschaftlichen Bachelor eingebettet ist und einen Bezug zu Organisationskommunikation und Public Relations und in diesem Falle Nachhaltigkeit hat, soll als „Projektmanagement“ (Curriculum) Studierende anregen, kreative Mittel und Wege zu finden, um ein speziell formuliertes Kommunikationsziel zu erreichen.

Zur Umsetzung der kompetenzorientierten Lehrveranstaltung diente dementsprechend die Planung, Umsetzung und Evaluation eines Ecoculture jams einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Form des Aktivismus.

 

Aufbau der Lehrveranstaltung:

 

Semester 1 (WS 2017/2018)

Schritt 1: Vermittlung von Wissensbausteinen: Umweltkommunikation, Nachhaltigkeit, Kampagnen, soz. Bewegungen, Aktivismus, culture jam, storytelling, framing;

Schritt 2: Themenfindung: open space/world café: Konsum- und Wegwerfmuster, Müllprobleme nachhaltiger Frauenhygieneartikel;

Schritt 3: Lernumwelten der Studierenden erweitern (Interviews & Auswertung; Assessment 1)

 

Semester 2 (SS 2018)

Schritt 4: Umsetzung erworbener Kompetenzen: Der durchschnittliche Lebensumsatz einer Frau an Hygieneartikeln (Tampons, Binden/311 Schachteln) wurde in der Innenstadt von Klagenfurt gestapelt (Ecoculture jam). Ziel: direkte & indirekte Kommunikation zum „Berg aus Plastik(müll)“ und Kauf-, Nutzungs- und Wegwerfmustern anregen;

Schritt 5 Innovative Lernergebnisorientierung: Analyse und Auswertung der (medien)öffentlichen Diskurse (Assessment 2).

Kurzzusammenfassung (engl.)

The lecture used the planning, implementation as well as evaluation of an ecoculture jam as innovative teaching method to realize our competence and skills-oriented curricula. Furthermore, an ecoculture jam stimulates a “crack” in existing patterns of behavior/consumption and reflections of (un)sustainable behavior.

 

Structure and process of the lecture:

 

Semester 1 (WS 2017/2018)

Step 1: Knowledge transfer (Environmental communication, sustainability, campaigning, social movements, activism, culture jam, storytelling, framing);

Step 2: Issue monitoring & specialization (open space/world cafe: waste, sustainable products for female hygiene: tampons & pads);

Step 3: Expanding students learning environment: interviews and evaluation (assessment 1).

Semester 2 (SS 2018)

Step 4: Realization and implementation of skills and competences: ecoculture jam, 311 boxes of tampons and pads (amount an average woman needs throughout her lifetime) were stapled in the inner city of Klagenfurt, invitation to all people passing by to join in (direct communication) and stimulation of the discourse via social media and comments in newspapers (indirect communication) about this “mount of plastic(waste)” during and after the jam;

Step 5: Qualitative content analysis of the stimulated discourses (assessment 2).

Nähere Beschreibung

Ein “culture jam” ist ein Akt kreativen Widerstands gegen hegemoniale Muster und dominante “Normen”, die insbesondere in der medialen Öffentlichkeit kreiert und am Leben gehalten werden. Ein Ecoculture jam geht darüber hinaus. Er richtet sich insbesondere gegen bestehende Konsum-, Nutzungs- und Wegwerfmuster in einer vom Klimawandel bedrohten Gesellschaft.

Seit der „Veröffentlichung“ der Agenda 21 in Rio de Janeiro (Godemann & Michelsen, 2011) ist Nachhaltigkeit ein Begriff, der nicht nur in politischen und ökonomischen Diskursen Einzug gehalten hat. Es ist zu einem „Schlagwort“ des „guten“, „grünen“ Lebens geworden, der nicht selten für werbliche Zwecke benutzt wird.

 

Geht es grundsätzlich um eine Entwicklung, die die bestehenden Ressourcen nur soweit nutzt, dass die zukünftigen Generationen nicht gefährdet sind (WCED, 1987, p. 43), sind heute die 17 Ziele der Vereinten Nationen, die so genannten Sustainable Development Goals (UN, 2018) eine deutlich konkreter Form und quasi ein normatives Rahmenwerk für vor allem organisationales bzw. unternehmerisches Handeln.

 

Dennoch ist Nachhaltigkeit zumindest in unseren Breitengraden auch auf individueller Ebene schon fast zu einem Reizwort geworden, einer Filterblase, in der wir uns gegenseitig in unserem Ärger über Plastikverpackungen und die Verschmutzung der Meere oder auch in unserem Veganismus bestätigen. Nachhaltigkeit bleibt so „öko“ und wird immer wieder als „Öko-Schmäh“ verachtet, vor allem wenn wir durch die Werbung moralisch korrumpiert werden (Gardiner, 2015). Kommunikationsstrategen helfen hier in der öffentlichen Kommunikation, dass wir uns bei der Wahl der Bananen, des Joghurts oder auch des „Weniger-Verbrauch-Autos“ in moralischer Prokrastination üben, a la: Ich fliege zwar für eine Woche all inclusive nach Ägypten, aber dafür fahre ich ja jeden Samstag mit dem Fahrrad auf den Markt. Hier hat sich also ein „Common Sense“ etabliert (Weder, 2017) bis zu einem „point of trivialization” (Ott, Muraca & Baatz, 2011, p. 13). Und doch gibt es noch Bereiche, in denen wir nicht – oder nur in seltenen Ausnahmefällen über nachhaltige Produktalternativen und insbesondere veränderte Konsummuster nachdenken. Einer ist der Bereich der Frauenhygieneartikel, konkret: die vielfach in Plastik eingepackten Tampons und Binden und damit verbundene Nutzungs- und Entsorgungsmuster.

 

Hier setzt ein Ecoculture jam als Lehr- und Lernform an, die die Studierenden dazu befähigt, bestehende Muster zu entdecken, sie durch eine gezielte Aktion aufzubrechen und sich dabei selbst als “change agent” in Bezug auf eine sich verändernde Gesellschaft zu verstehen. In einer kollaborativen Form wird durch die Planung und Umsetzung dieses Aktivismus bzw. Aktionismus Transformation quasi generiert (Milstein & Pulos, 2015, p. 395; Woodside, 2001; Nome, 20012; Dery, 1999).

 

Wie weiter oben beschrieben, irritiert ein Ecoculture jam, weckt auf und thematisiert etwas, das als normal betrachtet wird. Dementsprechend gibt es unterschiedliche direkte und indirekte Kommunikationsstrategien, die “wachrütteln”. Die Lehrveranstaltung, die in den medien- und kommunikationwissenschaftlichen Bachelor an der Universität Klagenfurt eingebettet ist und einen Bezug zu Organisationskommunikation und Public Relations hat, stimulierte dementsprechend die Studierenden, kreative Mittel und Wege einzusetzen um das folgende Ziel zu erreichen: to “create cracks in underlying systems of power, and to promote unsettling moments of reflection and debate” (Milstein & Pulos, 2015, p. 397; de Certau, 1988) – hier im Themenfeld Frauenhygiene, genauer zu Kauf-, Nutzungs- und Wegwerfmustern von Frauenhygieneartikeln.

 

Das Ziel des forschungsgeleiteten Lernprojektes war es,

- bestehende Normen und Muster, wie beispielsweise die Entsorgung von Tampons in der Toilette zu identifizieren,

- diese Muster zu hinterfragen,

- diese Muster dadurch aufzubrechen, dass mit den Tampons und Binden etwas anderes als das „Normale“ gemacht wird,

- und dadurch einen durch die kommunikative Aktion stimulierten Diskurs zu beobachten und zu analysieren.

 

Zur Umsetzung der hier beschriebenen kompetenzorientierten Lehrveranstaltung diente dementsprechend die Planung, Umsetzung und Evaluation eines Ecoculture jam.

 

Im Folgenden der konkrete Aufbau der Lehrveranstaltung:

 

Semester 1 (WS 2017/2018)

Schritt 1: Vermittlung von Wissensbausteinen (Lernraum: Umweltkommunikation, soziale Bewegungen, Kampagnen, Aktivismus, storytelling, framing)

 

Schritt 2: Themenfindung (open space; worldcafe): Müllprobleme, nachhaltige Frauenhygieneartikel; Titel der Aktion: #mybloodywaste

 

Schritt 3: Lernumwelten der Studierenden erweitern:

- Interviews der Studierenden zum Thema Frauenhygieneartikel und Nachhaltigkeit mit Hilfe der folgenden Forschungsmethoden:

a) Korrespondentensystem on-campus (Interviews an der Uni mit dem eigenen Handy während der Lehrveranstaltung mit gleich anschließender Auswertung und Diskussion);

b) qualitative Leitfadeninterviews off-campus (jeweils zwei Interviewpartnerinnen.

- Auswertung der qualitativen Leitfadeninterviews mit Hilfe der Kategorisierung nach P. Mayring (2002) (Assessment 1)

 

Semester 2 (SS 2018)

Schritt 4: Umsetzung erworbener Kompetenzen:

4.1. Unterstützt durch die Universität Klagenfurt/das Vizerektorat für Personal bzw. das EMAS Programm wurde der durchschnittliche Lebensumsatz einer Frau an Hygieneartikeln (Tampons, Binden, im Ganzen 311 Schachteln) von den Studierenden in Kleingruppen gekauft.

4.2. Der Prozess des Kaufens wurde mit Hilfe der eigenen Mobilgeräte als Video und mit Fotos dokumentiert.

4.3. Am geplanten Aktionstag wurden in der Innenstadt von Klagenfurt („Alter Platz“) die Schachteln ausgebreitet (ausgeschüttet) und anschließend gestapelt. Betitelt als „Weltrekordversuch“ diente diese Aktion dazu,

1) direkte Kommunikationen anzuregen: Passanten wurden eingeladen, mitzustapeln und ihre persönlichen Geschichten zu erzählen zum Umgang mit den Produkten, Müllproblem, der generellen Entsorgungsthematik und anderen persönlichen Erlebnissen;

2) indirekte Kommunikation unter dem hashtag #mybloodywaste als forschungsgeleiteten Diskurs anzuregen:

Die lokalen Medien berichteten über die Aktion und in den entsprechenden Kommentaren, Leserbriefen etc. entstand eine lebhafte Debatte; hier wurden sowohl Nutzungs- und Entsorgungsprobleme visibel und kritisch hinterfragt. Ebenso entstand ein erweiterter Diskurs zu sozialer Ungerechtigkeit (u.a. Besteuerung der Produkte, Geschlechterungleichheit, Alternativlosigkeit zu Plastikverpackungen).

4.4. Auch die Aktion wurde wie der Einkauf und der Transport auf Video aufgenommen und anschließend aus dem Material eine Videoreportage geschnitten. Diese wurde über Youtube verbreitet. Und auch hier entstand eine Diskussion in den Kommentaren (s.o.: Alternativlosigkeit, Fehlen an „nachhaltigen Produkten“, aber auch Anschuldigungen, Kritik an dem Projekt).

4.5. Auf der mit Projektbeginn eingerichteten Facebookplattform #mybloodywaste entstand ebenfalls eine rege Debatte um Tabuisierung, Feminismus (Freebleeding Community) sowie Müll- und Entsorgungsprobleme.

4.6. Die Hygieneartikel wurden abschließend an die Caritas gespendet.

 

Schritt 5: Innovative Lernergebnisorientierung: Am Ende wurden diese öffentlichen Diskurse von den Studierenden analysiert und ausgewertet (Abschlussarbeit/final assessment). Dabei wurde mit P. Mayrings Methode der Kategorisierung narrativer Interviews (aus Semester 1) und von Diskursen (Kommentare auf Facebook, im digitalen Auftritt der Zeitungen oder auch in Bezug auf das Youtube-Video) gearbeitet.

 

Generell hat sich die Vorbereitung, Planung, Umsetzung und Evaluation eines Ecoculture jams als hier eingesetzte innovative Lehr- und Lernform bewährt. Dieses pädagogische Instrument dient insbesondere der Umsetzung kompetenzorientierter Curricula und im Rahmen von Bachelor-Programmen dazu, dass Studierende sich ihrer eigenen Kompetenzen und Kommunikations-skills aber auch ihres Potenzials, ein „change agent“ zu sein und Transformationsprozesse anstoßen zu können, bewusst werden. Das bedeutet, dass sie Studierenden einen eigeneständigen Diskurs anregen, diesen im Prozess reflektieren und selbständig erforschen können. Dies wurde vor allem an den beiden folgenden Aspekten deutlich:

- in der ersten Phase (Semester 1) haben die Studierenden ihre eigenen Kauf-, Nutzungs- und auch Wegwerfmuster in Bezug auf Frauenhygieneartikel reflektiert und ihr eigenes Handeln verändert;

- in der zweiten Phase (Semester 2/bei und nach der Aktion) haben die Studierenden das Thema Nachhaltigkeit neu verarbeitet und verstanden. Dabei forderte sie insbesondere der folgende Aspekt in den direkten und indirekten Kommunikationen und Debatten rund um die Stapelaktion auf dem Klagenfurter Hauptplatz: Es gibt einen Unterschied zwischen nachhaltige(re)n Produkten und veränderten Nutzungs- und Wegwerfgewohnheiten. Nachhaltigkeit in der öffentlichen Kommunikation und vor allem Werbung verkauft uns den – immer noch in Plastik eingewickelten – Tampons aus Biobaumwolle als nachhaltig. Eine Transformation, als verändertes Verhalten im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bedeutet aber, Handlungsmuster zu verändern (z.B. eine Menstruationstasse zu verwenden oder auf in Plastik verpackte Produkte zu verzichten).

 

Für mich als Lehrende bedeutet es über diese themenspezifischen Aspekte hinaus, dass ich über den Verlauf von zwei Semestern die Studierenden und ihren Lernprozess deutlich intensiver begleiten kann, in dem und durch den sie ihre eigene Lernumwelt und Kompetenzen erweitern. Die Kombination aus zwei Assessments, die sich methodisch gleichen (Auswertung von Interviews und Diskursen mit einer qualitativen Inhaltsanalyse), ist in sich konsistent und damit gut vorzubereiten. Darüber hinaus ermöglicht dies den Studierenden eine Methode in Bezug auf Material anzuwenden, das sie, wie oben erwähnt, nicht nur selbst zusammengestellt haben, sondern zu dem auch ein besonderer Bezug besteht und zwar auf Grund der eigenen Umsetzung des Ecoculture jams und dem eigenen Involvement in die Diskussionen und Gespräche während der „künstlerischen“ Aktion.

 

Dementsprechend lassen sich Ecoculture jams als einzigartiges, innovatives pädagogisches Instrument beschreiben, mit dem auch ich als Lehrende im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation meiner “ethical duty” (Cox, 2009) gerecht werden kann. Diese „Verpflichtung“ treibt mich in meinem Interesse an Kommunikationsprozessen in der transformativen Gesellschaft und einer sich ständig verändernden Medienökologie immer weiter. Gemeinsam mit den Studierenden lerne ich Wege und Taktiken, Bewusstsein zu verändern, Reflexionen zu stimulieren und kritische Wachsamkeit gegenüber den gesellschaftlich wohl brisantesten Themen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit zu fördern (Darts & Tavin, 2010; Harold, 2007) und im gleichen „wissenschaftlichen Atemzug“ zu erforschen.

 

Die Universität Klagenfurt ist durch viele first-generation und eher lokal gebundene Studierende geprägt. Durch die Einführung eines Ecoculture jams als valide, forschungsbezogene Lehr- und Lernmethode können gerade diese Studierenden unterstützt und motiviert werden, selber aktiv zu werden, sich und andere zu mobilisieren und sich aktiv mit ihrer (Lern-)Umwelt zu engagieren und Momente zu kreieren, in denen und durch diese gesellschaftlichen Veränderungen eintreten. Eine Erforschung und Auswertung dieser stellt dann einen auch für die Studierenden befriedigenden Abschluss im Sinne einer forschungsbezogenen, transdisziplinären und direkt lernergebnisorientierten “Prüfung” dar, der weniger den Charakter einer tatsächlichen Prüfung als eines kompetenzorientierten Assessments hat.

Positionierung des Lehrangebots

Die Lehrveranstaltung wird im Bachelor Medien- und Kommunikationswissenschaften (SKZ: 641, Version: 16W.2) angeboten. Es handelt sich dabei um eine prüfungsimmanente LV, genauer ein Projektseminar (§ 8 Ziffer 2). Hier stehen insbesondere Medien- und Kommunikationskompetenzen im Fokus der Lehre sowie deren Einsatz und Umsetzung. Die LV fordert neue Konzepte in Lehre sowie Lernergebnisorientierung, Prüfungsformen und an den Kompetenzerwerb angepasste Studierbarkeit. Dies soll insbesondere durch die Herstellung und Anleitung eines Forschungsdiskurses und die kritische Reflexion in diesem Diskurs erreicht werden. Das Seminar kann in einem Semester (4 SWS) oder über zwei Semester angeboten werden; in diesem Falle wurde es zur Umsetzung der Lernergebnisorientierung und insbesondere durch den Einsatz eines forschungsbezogenen innovativen Lehr- und Lernformates auf zwei Semester verteilt (jeweils 2 SWS).

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2019 nominiert.