Kooperatives Lernen in rein online-gestützten Lernsettings: Konzept, Umsetzung und Evaluierung des Studienkonzepts zum UMIT-Universitätslehrgang „Health Information Management“

Umgesetztes Projekt

Ziele

Technologien in der Lehre können innovative und moderne Hochschullehre unterstützen. Online-gestützte Lernsettings können dabei im Rahmen von Blended Learning-Szenarios den Präsenzunterricht ergänzen. Sie haben aber auch als eigenständiges Format eine zunehmende Relevanz auch in der Hochschullehre.

 

Online-gestützte Lernsettings ermöglichen das Lernen unabhängig von Zeit und Ort und geben Freiraum und Flexibilität, was die individuelle Lerngeschwindigkeit betrifft. Dies ermöglicht die bessere Berücksichtigung unterschiedlicher fachlicher Vorkenntnisse, Motivationen sowie Lebenssituationen. Dies ist insbesondere für berufstätige Studierende oder für Studierende mit familiären Verpflichtungen oder herausfordernden Lebenssituationen eine wichtige Voraussetzung für die Studierbarkeit.

 

Online-gestützte Lernsettings bieten aber auch einige Herausforderungen. So besteht die Gefahr, dass kein Gruppengefühl entwickelt wird und Studierende das Gefühl haben, alleine und ohne soziale Unterstützung durch eine Studierendengruppe lernen zu müssen. Hierdurch kann auch der notwendige Austausch und der fachliche Diskurs zwischen Studierenden, aber auch mit den Lehrenden, reduziert werden, was sich negativ auf die Lernmotivation und sohin den Lernerfolg auswirken kann. Auch ist das Zeit- und Selbstmanagement sowie die eigenverantwortliche Arbeitsorganisation für viele online-Studierende eine höhere Herausforderung als im Präsenzunterricht, wo regelmäßige Präsenzzeiten helfen, das Lernen zu strukturieren.

 

Mit dem ULG „Health Information Management“ wurde nun ein Konzept entwickelt, wie erfolgreiches gemeinsames Lernen auch in rein online-gestützten Lernsettings funktionieren kann.

Das Konzept hat zum Ziel, einerseits flexibles, individuelles Lernen zu ermöglichen, andererseits aber auch das gemeinsame Lernen innerhalb einer Gruppe zu fördern.

Das Konzept ist im Rahmen des Universitätslehrgangs „Health Information Management“ seit Wintersemester 2017/2018 implementiert und wird seitdem begleitend wissenschaftlich evaluiert.

 

Kurzzusammenfassung (dt.)

Der Universitätslehrgang „Health Information Management“ ist ein berufsbegleitender Master-Studiengang. Es findet 100% online statt und basiert auf einem Konzept, welches gemeinsames Lernen in der Gruppe unter Berücksichtigung der individuellen Lerngeschwindigkeit und Lernumstände ermöglicht. Dadurch verbinden wir die Flexibilität des online-basierten Lernens mit den Vorteilen des gemeinsamen Lernens.

 

Das Konzept basiert auf folgenden Bausteinen, wobei die konstruktivistische Lernphilosophie die Basis bildet. Der erste Baustein ist die Community of Inquiry, ein Rahmenwerk, welches beschreibt, wie gemeinsames online-Lernen funktioniert. Der zweite Baustein sind die E-Tivities, welche eine klare Struktur für kooperative und aktivierende Lernaufgaben vorgeben. Der dritte Baustein ist die Selbstregulationsfähigkeit der Studierenden. Studierende werden eingeladen, eigene Lernziele zu definieren und den eigenen Lernprozess zu reflektieren. Dadurch werden jene individuellen Lernwege möglich, die eine Flexibilität im gemeinsamen Lernen erlauben

 

Alle Module in diesem ULG sind entsprechend des didaktischen Konzept aufgebaut. Alle Lehrenden durchlaufen eine mehrstufige Einschulung in dieses Konzept und werden begleitend gecoacht. In einer begleitenden wissenschaftlichen Evaluierung wurde untersucht, ob erfolgreiches Lernen möglich ist. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit und ein hohes Engagement der Studierenden.

 

Kurzzusammenfassung (engl.)

The University Training Course „Health Information Management“ is a postgraduate master program. It is a fully online-based program and based. It is based on an instructional design that supports cooperative learning while maintaining flexibility to respond to individual aims, needs and living contexts.

 

The instruction designs is built on three pillars, with the constructivist learning philosophy as basis for all three: The first pillar is the Community of Inquiry, a framework describing how to promote successful online-based learning. The second pillar are the E-tivities by Gilly Salmon that provide a clear structure for cooperative, engaging online-based learning activities. The third pillar is the self-regulation of the students; students are invited to define own learning objectives and to reflect on their learning process. This allows individual learning path within a cooperative learning setting.

 

All courses are designed based on this instruction design. All instructors are trained and coached to be able to implement this instructional design. A scientific evaluation of the instructional design investigated whether we are able to foster successful learning. Results show high satisfaction and high engagement of the students.

 

Nähere Beschreibung

Warum ein online-gestützter Universitätslehrgang?

 

Derzeit fehlt es an Fachleuten im Bereich Medizinisches Informationsmanagement. Die UMIT hat daher entschieden, einen berufsbegleitenden Universitätslehrgang (ULG) anzubieten, der Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen adressiert. Absolventen sollen als Brückenbauer zwischen „Informatik“ und „Anwendung“ fungieren und die Sprachen beider Welten sprechen. Aufgrund der berufsbegleitenden Ausrichtung wurde entschieden, ein 100% online-basiertes Studium anzubieten.

 

Der ULG basiert auf einschlägigen Ausbildungsempfehlungen und wurde von der AQ Austria akkreditiert, das Konzept wurde dabei in einem internationalen Begutachtungsverfahren als zukunftsweisend angesehen. Der ULG führt in fünf Semestern zum akademischen Grad „Master of Arts (M.A.)“.

 

Anforderungen an erfolgreiches online-gestütztes Lernen

Der ULG ist das erste Studienangebot der UMIT, welches 100% online angeboten wird. Am Anfang stand daher die Frage, wie erfolgreich online-gestütztes Lernen funktionieren kann. Es wurden folgende wesentlichen Anforderungen festgehalten:

Wir verstehen Lernen als konstruktiven und sozialen Prozess, welcher am besten in Interaktion mit anderen Personen funktioniert. Der Lernende soll sich also Wissen aktiv erarbeiten (konstruieren) und nicht nur passiv konsumieren. Den fachlichen Austausch mit Mitstudierenden sehen wir dabei als essentiell für das tiefe Lernen, also dem Verständnis des Erlernten. Dieser Diskurs fördert auch Lernmotivation und das „Durchhalten“ im Studium. Der Aufbau des Gruppengefühls muss dabei im online-Lernsetting speziell gefördert werden, um trotz weitgehend asynchroner Kommunikation das gemeinsame Lernen zu ermöglichen. Schließlich soll es der ULG den berufstätigen Studierenden ermöglichen, ihre Vorerfahrungen in den Lernprozess einbringen, an authentischen Problemen zu lernen das Erlernte im Beruf anwenden können.

Insgesamt ergeben sich also folgende Kernanforderungen für online-gestütztes Lernen im ULG:

+ Zeit- und ortsunabhängiges Lernen, um Berufstätigen eine Teilnahme zu ermöglichen

+ Aktive Konstruktion von Wissen statt passive Konsumation

+ Gemeinsames Lernen zur Förderung des Wissenserwerbs, des Diskurses und der Motivation

+ Aufbau eines Gruppengefühls als Basis gemeinsamen Lernens in einem asynchronen Setting

+ Lösen relevanter Probleme und Anwendung des Erlernten im beruflichen Umfeld

+ Ermöglichung des Einbringens eigener Vorerfahrungen in den Lernprozess

 

Gewähltes didaktisches Konzept: Fokus auf gemeinsamen Lernen

 

Unser Konzept adressiert genau diese Anforderungen. Unsere grundsätzliche Lernphilosophie orientiert sich an dem sozialen Konstruktivismus. Ausgehend davon basiert unser Konzept auf folgenden drei Bausteinen:

+ Community of Inquiry (Garrison): Erfolgreiches Lernen in online-basierten Settings basiert auf drei Bedingungen: Der kognitiven Präsenz, also das Ausmaß, mit dem Studierende Wissen durch Reflektion und Austausch konstruieren können; der sozialen Präsenz, also der Fähigkeit, Mitstudierende als reale Personen wahrzunehmen und mit ihnen zielgerichtet und vertrauensvoll zu kommunizieren; und der Lehrendenpräsenz, also der Ermöglichung und Steuerung individuell bedeutsamer Lernergebnisse.

+ E-tivities (Salmon): Beschreiben den strukturierten Aufbau aktivierende, kooperativer Lernaufgaben in online-gestützten Settings. Ziel ist es, dem Studierenden bzw. der Studierendengruppe klare Rahmenbedingungen zum Lernen zu geben. Die Rolle des Lehrenden ist hier eher Lerncoach und Lernprozessbegleiter und weniger Fachexperte.

+ Selbstregulation (Badura): Die Ermöglichung und Förderung der Selbstregulationsfähigkeit der Studierenden ist der Schlüssel für erfolgreiches Lernen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Studierende Wahlmöglichkeiten hat, z.B. was Ziel, Zeit, Ort und Inhalt des eigenen Lernens angeht.

Umsetzung des didaktischen Designs und Aufbau der Lernaufgaben

Jedes der online-Module im ULG dauert 6 Wochen. Als virtuelle Lernumgebung wird „Moodle“ eingesetzt. In jedem Modul werden zunächst Metainformationen (z.B. zu Lernzielen, erwartetem Arbeitsaufwand, didaktischem Ansatz) bereitgestellt.

Jedes Modul ist in Wochenblöcke aufgeteilt. Diese klare Modulstruktur hilft bei der Zeitplanung und unterstützt beim "Durchhalten". Jeder Wochenblock begann mit einer kurzen Einführung durch die Lehrenden, z.B. einem Video. In jedem Wochenblock erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann Lernaufgaben, welche zu bearbeitet sind. Die Kommunikation erfolgt überwiegend asynchron.

Die Lernaufgaben basieren auf dem Prinzip der Etivities. Jede Lernaktivität umfasst dabei folgende Elemente in strukturierter Form:

+ Titel, der Neugier weckt

+ Kurze Beschreibung von Hintergrund und Motivation des Themas

+ Kompetenzorientierte Lernziele: Was kann oder weiß der Studierender nach dem Bearbeiten dieser Lernaufgabe?

+ Konkrete Aufgabenstellung, welche die Studierenden bearbeiten müssen

+ Erwartungen zur Kommunikation und Kooperation mit Mitstudierenden bei der Lösung der Lernaufgabe (z.B. Peer-Feedback, Vergleich individueller Lösungen, Entwicklung von Konzepten in Kleingruppen, gemeinsames Erstellen themenspezifischer Wikis oder FAQs)

+ Notwendigen Materialien zur Bearbeitung (Videos, Skripte, Bücher, Artikel, Software etc.)

+ Rolle des Lehrenden: Wie wird der Lehrende die Studierenden unterstützen?

 

Lernaufgaben umfassen dabei anspruchsvolle und anwendungsorientierte praxisnahe Situationsbeschreibungen, Fragen oder Probleme. Typische Lernaufgaben betreffen z.B. den Austausch von Vorerfahrungen, die kritische Analyse einer Situation, der Vergleich von Optionen, die Erstellung von Konzepten oder die Umsetzung von Lösungsideen. Jede Lernaufgabe beinhaltet auch den Austausch in der Gruppe, insbesondere die Bereitstellung und den kritischen Diskurs der Lösungen.

Die Lernaufgaben sind praxisnah gestaltet, ermöglichen das Entwickeln eigener Gedanken und Lösungen, erlauben die unmittelbare Anwendung theoretischer Konzepte, fördern den interdisziplinären Austausch in der Gruppe und ermöglichen das Anknüpfen und Weiterentwickeln eigener Vorerfahrungen.

*** Beispiele für Lernaufgaben finden sich bei den separat angegebenen Links. ***

Der Aufbau der Etivities und die dabei erforderliche Interaktion erfüllt damit die Anforderungen an Kooperation, kognitiver Präsenz und sozialer Präsenz der Community of Inquiry. Die Lehrenden-Präsenz wird durch den Lehrenden in seiner Rolle als Experte und Lerncoach sichergestellt. Zusätzlich werden die Studierenden ermutigt, voneinander und miteinander zu lernen, also selber auch immer wieder die Rolle eines Lehrenden einzunehmen, entsprechend eigener Vorerfahrungen.

Zur Unterstützung der sozialen Präsenz finden zu Beginn des Studiums freiwillige Präsenz-Netzwerktage dar. Diese dienen der atmosphärischen Einführung in das Studium, der Klärung organisatorischer Fragen, der Vorstellung der notwendigen Softwareprodukte sowie dem Aufbau eines Gruppengefühls. Die weitere Kommunikation erfolgt dann weitgehend asynchron in den einzelnen Modulen.

Zur Förderung der Selbstregulation werden die Studierenden in allen Modulen aufgefordert, ihre Vorerfahrungen zum Thema und ihre Lernmotive und Lernziele zu benennen. Immer wieder werden sie auch zur Reflexion eigener Lernprozesse und Lernergebnisse eingeladen. Schließlich gibt es immer die Wahlmöglichkeit bezüglich Zeit und Ort der Bearbeitung der Etivities; die Wochenstruktur ist aber verbindlich, um die Gruppe im Lernprozess zusammenzuhalten. Viele Module erlauben es Studierenden darüber hinaus, in Abhängigkeit eigener Vorerfahrungen und Lernziele einen eigenen Pfad durch ein Modul zu definieren, also bei einzelnen Etivities Schwerpunkte zu setzen.

 

Alle Module adressieren neben fachlichen auch überfachliche Lernziele. So werden in unterschiedlicher Ausprägung auch Fähigkeiten im akademischen Schreiben, in Präsentationstechniken, in der Verwendung verschiedener Medien, in Kommunikationsfähigkeit, in kritischer Literaturanalyse und in Englisch und durch die aktivierenden Lernaufgaben Problemlösefähigkeit vermittelt. Durch das Studiensetting selber erwerben Studierende Kompetenzen in Zeitmanagement und Arbeitsorganisation.

 

Die Lernerfolgsüberprüfung findet modulbegleitend und kompetenzorientiert statt. Einzelne Etivities sind prüfungsrelevant. Prüfungsleistungen prüfen Verständnis, Anwendung und Transfer in die Praxis, z.B. durch die Präsentation von Analyse oder Konzepten. Formative Zwischentests in Modulen ermöglichen den Studierenden eine (nicht benotete) Wissensüberprüfung. Das Engagement im Kursraum, also z.B. die Relevanz von Diskussionsbeiträgen, fließen in allen Modulen in die Note ein. Für die summative Lernerfolgsüberprüfung werden den Studierenden Bewertungsraster („Rubrics“) bereitgestellt.

Das didaktische Konzept wurde vor Start des ULGs in drei online-gestützten Pilotmodulen erprobt, validiert und finalisiert. Zwei Beispielmodule sind unter den unten angegebenen Links einsehbar.

 

Qualifizierung der Lehrenden

 

Für die Lehrenden verschiebt sich in dieser Art des Lehrens die Rolle vom Fachexperten zum Lernprozessbegleiter. Neben fachlicher Begleitung muss der Lehrenden auf die individuellen Bedürfnisse und Lernprozesse eingehen. Lehrende werden daher auf diese neue Rolle von uns gezielt vorbereitet:

+ Jeder Lehrende durchläuft eine 3-wöchige online-gestützte Ausbildung in e-Moderation; hier wird die Begleitung online-gestützter Lerngruppen vermittelt.

+ Jeder Lehrende erhält eine individuelle Einschulung in das didaktische Design.

+ Neue Lehrende erhalten die Möglichkeit, die Durchführung eines anderen Moduls zu beobachten und sich mit erfahrenen Lehrenden auszutauschen.

+ Alle Module starten mit einer einheitlichen Struktur, auf die der Lehrende aufbauen kann.

+ Bevor ein Modul erstmals startet, erfolgt ein Peer-Review der Inhalte und Lernaufgaben durch einen erfahrenen Lehrenden.

+ Alle Module werden durch die Studierenden evaluiert, die Ergebnisse werden in der Studien- und Prüfungskommission genau gesichtet, um Unterstützungsbedarf für Lehrenden zu identifizieren.

+ Ein Leitfaden zur Gestaltung der Kurse, zur Begleitung der Studierenden und für kompetenzorientierte Prüfungsformen unterstützt alle Lehrenden.

+ Einmal im Semester findet ein halbtägiger Workshop mit allen Lehrenden statt, um Erfahrungen, Best practice-Beispiele und Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren. Ein detailliertes Protokoll dient der Dokumentation und Weitergabe der erarbeiteten Erkenntnisse.

 

Start des ULG Health Information Management

Der ULG startete im Wintersemester 2017/2018 mit 13 Studierenden. Derzeit studieren etwa 45 Studierende im ULG. Die Gruppengröße ist 12 – 20 Personen, um die persönliche Begleitung aller Studierenden durch den Lehrenden sicherzustellen.

Insgesamt besteht das Studium aus 14 Modulen und einer Masterarbeit (siehe www.umit.at/him ).

 

Wissenschaftliche Evaluierung

Der ULG wurde von Beginn an wissenschaftlich begleitend evaluiert. Ein positives Votum des zuständigen RCSEQ-Gremiums und Einverständniserklärungen der Studierenden wurden hierfür eingeholt. Die Evaluierung umfasst u.a. folgende Aktivitäten:

+ Tägliche Workload-Erfassung aller Studierenden sowie der Lehrenden in der ersten Kohorte zur Überprüfung von Studierbarkeit und Arbeitsbelastung

+ Analyse der Lernzeiten über den Tag und über die Woche auf Basis von Log-Daten zur Erkennung von Aktivitätsmustern

+ Befragung der Studierenden am Ende jedes Moduls mit dem „Community of Inquiry“ Survey, einem standardisierten Fragebogen zur Überprüfung, ob Lehrendenpräsenz, soziale Präsenz und kognitive Präsenz erfolgreich hergestellt wurden.

+ Anonyme Lehrevaluierung aller Module durch die Studierenden

+ Analyse des studentischen Engagements auf Basis von Log-Daten, wie z.B. online-Zeit, Anzahl geschriebener/beantworteter Posts, Anzahl der Interaktionsbeziehungen mit Mitstudierenden.

+ Erste Untersuchung des Zusammenhangs zwischen studentischem Engagement und Lernerfolg

Die Ergebnisse zeigen, dass erfolgreiches Lernen in einem rein online-gestützten Setting möglich ist (siehe auch Testimonials unter www.umit.at/page.cfm)

Details zur Methodik und Ergebnisse wurden mehrfach publiziert, siehe iig.umit.at/index.php/en/publications.

 

Fazit

Unser Konzept ermöglicht erfolgreiches Lernen in rein, asynchronen online-gestützten Lernsettings. Besonders innovativ ist dabei, dass wir die Flexibilität eines berufsbegleitenden online-Studiums mit der Möglichkeit, gemeinsam in einer interdisziplinären und internationalen Gruppe zu studieren, verbinden. Dabei werden die Studierenden zur aktiven und vertieften Auseinandersetzung mit relevanten Problemen sowie zum fachlichen Diskurs angeleitet, statt nur passiv Wissen zu konsumieren. Die positiven Rückmeldungen unserer Studierenden bestätigen das Konzept.

Positionierung des Lehrangebots

Das Konzept für kooperatives Lernen in online-gestützten Lernsettings wurde für die Master-Ebene konzipiert, implementiert und evaluiert. Das Konzept kann aber auch im Bachelor-Bereich und hier insbesondere im Blended-Learning-Format eingesetzt werde; erste positive Erfahrungen liegen hierzu an der UMIT bereits vor. Das Konzept kann ebenfalls im Doktorats-Bereich eingesetzt werden, auch hier liegen erste positive Erfahrungen mit rein online-gestützten Modulen bereits vor. Der Fokus der folgenden Ausführungen konzentriert sich auf den Master-Bereich, da hier die größten Erfahrungen vorliegen.

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2019 nominiert.