Lern-/Lehrarrangements gestalten und begleiten - LV-übergreifendes Konzept Bachelorstudium Lehramt SEK BB Fachbereich Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe

Umgesetztes Projekt

Ziele

Die Lehrer/innen des Fachbereichs „Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe“ (Sekundarstufe Berufsbildung) werden an der Pädagogischen Hochschule Tirol in einem berufsbegleitend organisierten Bachelorstudium ausgebildet, was optimale Bedingungen für die Theorie-Praxis-Verzahnung bietet. Allerdings stellen sich in berufsbegleitend organisierten Studien zusätzliche Herausforderungen, die sich aus den Lern- und Studienbedingungen der bereits im Schuldienst stehenden Studierenden ergeben und in den hochschuldidaktischen Konzeptionen ihren Niederschlag finden müssen. Um die Studierbarkeit in einem berufsbegleitenden Setting gewährleisten zu können, kommen unter anderem auch via Moodle begleitete Flipped-Classroom Arrangements zum Einsatz. Diese dienen zur Vorbereitung auf die Präsenzphasen, die durchaus auch Lehrveranstaltungs-übergreifend konzipiert sind. Ziele des durchgeführten Projektes am Institut für Berufspädagogik an der PH Tirol sind einerseits die Forcierung des Einsatzes neuartiger Lehrkonzepte und Lehrmethoden sowie die gemeinsame Erarbeitung derselben durch interdisziplinäre Teams. Andererseits sollen die Medien- und fachdidaktischen Kompetenzen der Studierenden gefördert werden und ihnen mehr Sicherheit in Bezug auf die Digitalisierung in ihrer Unterrichtstätigkeit geben. Zudem werden die von den studierenden Lehrer/innen erstellten Lernvideos an ihren Stammschulen eingesetzt und ermöglichen so den Schüler/innen, ihre Kompetenzen zu erweitern und zu festigen. Des Weiteren werden die Lernvideos für die Schüler/innen in sehr speziellen fachwissenschaftlichen Bereichen erstellt, die weder bis dato im WWW abrufbar sind, noch die notwendige fachliche Richtigkeit aufweisen. So verfügen die Schüler/innen über fachlich richtige "Nachschauwerke", die sie jederzeit zum Erwerben von Fachkompetenzen oder zur Wiederholung und Festigung des Gelernten verwenden können.

Kurzzusammenfassung (dt.)

Die Lehrer/innen des Fachbereichs „Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe“ (Sekundarstufe Berufsbildung) werden an der Pädagogischen Hochschule Tirol in einem berufsbegleitend organisierten Bachelorstudium ausgebildet. Dies bietet optimale Voraussetzungen für einen Theorie-Praxistransfer, in dem grundlegende Inhalte aus den Bildungs- und Fachwissenschaften sowie den Berufsfeld- und Fachdidaktiken mit der beruflichen Praxis verknüpft werden können. Unter Berücksichtigung der Anforderungen der neuen Curricula (PBneu) wurde von einem Dozierenden-Team ein Lehrveranstaltungs-übergreifendes, neuartiges Lehrkonzept mit innovativen Lehrmethoden in die Ausbildung implementiert. Dabei werden in dem Seminar „Lern-/Lehrarrangements gestalten“ das Lehren und Lernen unter besonderer Berücksichtigung von Medien, Methoden und Strategien in den Blick genommen sowie thematisch relevante Lernvideos für Schüler/innen erstellt. In einer weiteren Lehrveranstaltung („Übung Lern-/Lehrarrangements gestalten | PPS“ ) werden die Lernprodukte fachübergreifend in den Pädagogisch-praktischen-Studien in inklusive Unterrichtskonzepte überführt und in weiterer Folge in der beruflichen Lehrer/innen-Praxis umgesetzt. Der hochschuldidaktischen Konzeption der Lehrveranstaltungen liegen die Konzepte Flipped Classroom (Ebner & Schön, 2013), constructive alignement (Biggs, 2003) sowie die Stufen der vollständigen Handlung (Bauer, H. G., Munz, D., Schrode, N., & Wagner, J., 2011) zugrunde.

Kurzzusammenfassung (engl.)

In the field „Duale Berufsausbildungn sowie Technik und Gewerbe“ (Vocational Training) the students of the Pedagogical University of Tyrol study alongside their work. This situation is ideal for the theory-practice-transfer whereby the content from the areas of educational science, specialist science and teaching methodology are interlinked with the professional practice. Taking into account the new curricula a new teaching concept with innovative teaching methods was implemented by a team of staff. In the Seminar “Creating learning and teaching-settings” learning and teaching included media, methods, strategies and the production of relevant learning videos. Within another seminar (“Übung Lern-/Lehrarrangements gestalten | PPS”) the produced learning-products will be transferred into practice. The basic concepts of the didactics in higher education are flipped classroom (Ebner & Schön, 2013), constructive alignment (Biggs, 2003) and the levels of complete action (Bauer, H. G., Munz, D., Schrode, N., & Wagner, J., 2011).

Nähere Beschreibung

Die Lehrer/innen des Fachbereichs „Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe“ (Sekundarstufe Berufsbildung) werden an der Pädagogischen Hochschule Tirol in einem berufsbegleitend organisierten Bachelorstudium ausgebildet. Grundvoraussetzung für die Zulassung zum Studium ist u. a. eine vollverantwortliche Lehrtätigkeit im Ausmaß von mindestens fünf Wochenstunden, bspw. an einer Berufsschule. Dies bietet optimale Voraussetzungen für einen Theorie-Praxistransfer, in dem grundlegende Inhalte aus den Bildungs- und Fachwissenschaften sowie den Berufsfeld- und Fachdidaktiken mit der beruflichen Praxis verknüpft werden können. Alle Seminare dienen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Inhalten und Methoden eines Faches in der gemeinsamen erfahrungs- und anwendungsorientierten Erarbeitung, die Übungen ermöglichen den Erwerb und die Vertiefung von Fähigkeiten und Fertigkeiten durch selbstständiges Arbeiten und fördern den auf praktisch-berufliche Ziele der Studien ausgerichteten Kompetenzerwerb. Die PH Tirol mit dem Institut für Berufspädagogik versteht sich als lernende Organisation, die sich der Forcierung und Umsetzung innovativer Hochschuldidaktik verpflichtet sieht. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde unter Berücksichtigung der Anforderungen der neuen Curricula (PBneu) von einem Dozierenden-Team ein neuartiges Lehrkonzept mit innovativen Lehrmethoden in die Ausbildung implementiert. Dabei werden in dem Seminar „Lern-/Lehrarrangements gestalten“ das Lehren und Lernen unter besonderer Berücksichtigung von Medien, Methoden und Strategien in den Blick genommen sowie thematisch relevante Lernvideos für Schüler/innen erstellt. Dieses Seminar umfasst einen Arbeitsaufwand von 1 ECTS-AP, wobei dafür 15 Einheiten in Präsenz vorgesehen sind. In einer weiteren Lehrveranstaltung („Übung Lern-/Lehrarrangements gestalten | PPS“) werden die geförderten Kompetenzen und Qualifikationen fachübergreifend in den Pädagogisch-praktischen-Studien in Unterrichtskonzepte überführt und in weiterer Folge in der beruflichen Lehrer/innen-Praxis umgesetzt. Für die Übung wird ein Arbeitsaufwand von 2 ECTS-AP veranschlagt (15 Einheiten in Präsenz).

Der hochschuldidaktischen Konzeption dieser beiden Lehrveranstaltungen liegen zwei zentrale Konzepte zu Grunde. Zum einen das constructive alignments nach Biggs (2003) und zum anderen das Flipped-Classroom-Konzept (Ebner & Schön 2017). Das constructive alignment lässt sich verkürzt mit der Kohärenz zwischen Lernzielen, Lehr-/Lernformen und Prüfungen bzw. auch als didaktischer Dreisprung beschreiben (Bachmann, 2014). Ausgehend vom intended learning outcome (intendiertes Lernergebnis) werden die Lehr- und Lernformen so gewählt, dass diese das intendierte Lernergebnis bestmöglich unterstützen. Ebenfalls soll die Prüfung oder Überprüfung der Lernergebnisse auf diese abgestimmt werden. In Sinne des geforderten integrierten Praxistransfers ist die Grundlage beider Lehrveranstaltungsprüfungen das Anwenden und Evaluieren der konzipierten E-Learning-Lehr- und Lernsettings mit den selbsterstellten Lehr-/Lernvideos. Eine notwendige theoretische Auseinandersetzung im Bereich der Erstellung von Lernvideos für ein schulisches Setting wird mit der Flipped-Classroom-Methode (Ebner & Schön 2017) durchgeführt. Die üblichen Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Seminarraums werden umgedreht. Die Lernenden eigenen sich die von den Lehrenden digital zur Verfügung gestellten Inhalte eigenständig an. In der Präsenzveranstaltung wird zur gemeinsamen Vertiefung das Gelernte angewendet.

Aus den Erfahrungen des bereits umgesetzten ersten Semesters in der neuen Lehramtsausbildung von Berufsschullehrer/innen und den Lehrer/innen der Fachpraxis an BMHS hat sich gezeigt, dass die Studierenden zum Teil nicht immer auf Anhieb den Mehrwert von digitalen Einsatzszenarien – insbesondere für die Erstellung von Lernvideos für den eigenen Unterricht – erkennen. Viele studierende Lehrer/innen verfügen hierfür über noch wenig bis kein KnowHow sowie Unsicherheiten in Bezug auf die Einschätzung des Zeitaufwandes zur Erstellung von Unterrichtssequenzen unter Einbezug von neuartigen Methoden bzw. digitalen Tools. Eine Zielsetzung ist durchaus, den Studierenden zu zeigen, wie mit einer gängigen, an Schulen vorherrschenden Infrastruktur und den oftmals recht beschränkten Ressourcen einer Lehrkraft, die Umsetzung eines dennoch qualitativ hochwertigen Lernvideos möglich ist. Dabei kommt den aus den verschiedensten Berufsfeldern kommenden Studierendengruppe (Holztechnik, Floristik, Tourismus, …) das Lehrveranstaltungssetting sehr entgegen. Die Studierenden können ihr Vorwissen, ihre Interessen sowie ihre fachwissenschaftlichen Hintergründe in die individuell zu erstellenden Lernprodukte (Lernvideos für ihre Schüler/innen an ihren Stammschulen) einfließen lassen. Dabei werden die Studierenden ermutigt, Videos für den inklusiven Unterricht zu erstellen. Insbesondere können die Lernmaterialien Aspekte der Sprachförderung bzw. dem Ausgleich von Benachteiligungen dienen. Die Videos könnten von den Schüler/innen bspw. beliebig oft angesehen werden und zur Festigung des Gelernten dienen. Das hier beschriebene Konzept geht von der Annahme aus, dass Lernvideos durch den vielfältigen Einsatz, wie beispielsweise von Ebner (2017) beschrieben, durchaus auch in spezialisierten Bereichen eine methodische Aufwertung des Unterrichts und damit des Lernens herbeiführen können. Außerdem sind die fachwissenschaftlichen Inhalte oftmals sehr spezifisch, sodass keine Videos aus dem Netz verfügbar sind, bzw. diese auch fachlich z. T. nicht richtig sind.

Um den individuellen Lern- und Studienbedingungen der berufsbegleitend Studierenden entsprechen zu können, bildet der zentrale Lernort in den Nicht-Präsenzphasen ein Moodle-Kurs, indem alle Materialien für die Präsenz- und Blended-Learning-Phasen gebündelt werden. Das darin enthaltene Forum „Learner’s Cafeteria“ dient den Studierenden und der Lehrveranstaltungsleitung zur Kommunikation zu offenen inhaltlichen und organisatorischen Fragen. Die Studierenden werden vor Beginn der Lehrveranstaltungen von den Lehrenden per Mail über das geplante Lehr-Lernsetting informiert und starten sofort mit der ersten Online-Phase (Pre-Studies). Sie können den Wissenserwerb selbstgesteuert und eigenverantwortlich gestalten. Die erste Flipped-Classroom-Einheit dient dem Kennenlernen der Lernumgebung (Moodle) und der zusätzlichen verwendeten Applikationen wie z. B. Padlet. In der anschließenden Präsenzveranstaltung werden die Lernziele der Lehrveranstaltung vereinbart. Bei der Darlegung der Prüfungsmodalitäten wird besonders auf den integrierten Praxistransfer hingewiesen. Auch Urheberrechtsbestimmungen in Bezug auf das Erstellen von Lehr-/Lernvideos im schulischen Setting sowie die Verwendung von Creative-Common-lizenzierten Materialien werden thematisiert. Die nächste Pre-Study-Einheit beschäftigt sich mit lerntheoretischen Ansätzen in Bezug auf Lehr-/Lernvideos und die Studierenden lernen dabei unterschiedliche Video-Formate und Erstellungsmöglichkeiten kennen. Die Studierenden nähern sich mittels Reflexionsfragen der Entwicklung eines für ihre Berufspraxis nutzbaren Lernvideos an (Analyse, was die Schüler/innen unter Berücksichtigung deren Vorwissens mit dem Video lernen sollen). In der darauffolgenden Präsenzphase werden die ersten individuellen Ideen besprochen und gemeinsam Qualitätsmerkmale definiert. Begleitend dazu werden laufend Webtools vorgestellt, die die Studierenden beim Einsatz des Lehr-/Lernvideos im Unterricht unterstützen könnten. Bei der Auswahl der Webtools wird seitens der Lehrenden darauf geachtet, dass sie vor allem für das E-Learning im Klassenraum mittels eines mobilen Endgerätes geeignet sind. Neben Realtime-Feedback-Tools wie z. B. Kahoot, Office Forms, … werden auch Anwendungen gezeigt, die eine Interaktivität bei den Videos ermöglichen wie z. B. H5P, EDpuzzle. Um einen analogen-digitalen-Methoden-Mix zu ermöglichen, bekommen die Studierenden Tools gezeigt wie QR-Code-Maker bzw. URL-Shrinker, damit aus einem klassischen analogen Arbeitsblatt ein interaktives Unterrichtsmaterial entsteht. Die nächste Pre-Study-Einheit ist geprägt von der Konkretisierung der Ideen in Bezug auf Veröffentlichung des Lehr-/Lernvideos, die Video-Machart, dem Produktionsort, notwendige Zusatzmaterialen und mögliche technische Hilfsmittel. Zur Unterstützung bekommen die Studierenden den Auftrag, die Lernsequenz, die sie im Video darstellen wollen, mittels eines Storyboards zu planen. Bevor es an die Produktion geht, lernen die Studierenden in der Präsenzphase ausgewählte Produktionstechniken kennen. Mittels eines Stationenbetriebes haben die Lernenden die Möglichkeit die Produktion ausgewählter Videotechniken wie das Erstellen von Screencasts, Animation- und Trickfilm und das Filmen eines Vortrages mittels (Web-)-Kamera zu testen. Die Studierenden erwerben in diesem Lernsetting Kompetenzen im Umgang mit der Technik und wissen aufgrund der gemachten Erfahrungen, worauf sie bei ihrer Produktion besonders achten müssen. Das Erstellen des Lehr-/Lernvideos erfolgt eigenständig durch die Studierenden. Die Ergebnisse werden auf einer Austauschplattform abgelegt. Neben der eigenen reflexiven Betrachtung des Lehr-/Lernvideos geben sich die Studierenden gegenseitig Peer-Feedback.

Für die beiden Lehrveranstaltungen wurden von dem Dozierendenteam eine Vielfalt von unterschiedlichen Einsatzszenarien vorbereitet und sowohl in den Präsenzphasen als auch in den begleiteten Selbstlernphasen demonstriert. Das Format des Flipped-Classrooms wird einerseits ebenfalls mithilfe von Lernvideos durchgeführt, andererseits werden aber auch konkrete Aufgabestellungen mit Hilfe von wissenschaftlichen Texten, Vorlagen, Beschreibungen etc. definiert. Dieses Format ermöglicht den Fokus in den Lehrveranstaltungen auf die Erarbeitung der Fertigkeiten in Bezug auf die Produktion von Lernvideos zu setzen wie z. B. Legetechniken, Animationen, Vorträge, Screencasts etc. (Ebner, 2017).

In der zweiten Lehrveranstaltung („Lern-/Lehrarrangements gestalten | PPS“ ) liegt der Fokus auf der Entwicklung von didaktischen Materialien und der Auswahl und Begründung von geeigneten Methoden und Medien zur Unterstützung von individuellen Lernprozessen aller Lernenden, die insbesondere auch bei leistungsschwächeren Schüler/innen den Erwerb von Basiskompetenzen für den lebenslangen Lernprozess unterstützen. Es sollen zudem Lern- und Lehrarrangements zur Steuerung und Förderung individueller und kollektiver sozialer Lernprozesse im Rahmen des Fachunterrichts und unter Berücksichtigung digitaler Möglichkeiten (E-Learning) gestaltet, begründet und evaluieret werden. In Kombination mit der oben beschriebenen Lehrveranstaltung erscheint das sinnvolle Einbetten des erstellten Lernvideos in ein für die eigene Stammschule geeignetes Unterrichtssetting besonders geeignet. Hierfür wurde als Ziel die Konzeption einer Unterrichtsvorbereitung unter Berücksichtigung einer vollständigen Handlung (Bauer, Munz, Schrode & Wagner (2011) definiert. Das Modell der vollständigen Handlung in der beruflichen Bildung umfasst die Stufen „Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Beurteilen“. Beispielsweise erhielten die Schüler/innen an der Stammschule als Auftrag der vollständigen Handlung einen Blumenstrauß zu binden (Berufsschule Floristik) bzw. Servietten für einen festlich gedeckten Tisch zu falten (Tourismusschule). Diesen Schüler/innen wurden im Prozess der „Information“ von den studierenden Lehrer/innen die Lernvideos zur Verfügung gestellt (Lernvideo zum Binden eines Biedermeier-Blumenstraußes, professionelle Techniken des Serviettenfaltens). Aber auch im Bereich der Technik zeigten sich Lernvideos als besonders gute Möglichkeit zur Kompetenzerweiterung bei den Schüler/innen, die die zu erlernenden Inhalte mit CAD-Programmen mittels Unterstützung mit Lernvideos leichter bewältigen können. So dient die Produktion von Lernvideos im hochschuldidaktischen Setting und den Einsatz derselbigen in der schulischen Praxis zur Kompetenzerweiterung aller Akteur/innen sowie der Verbindung von Theorie und praktischer Anwendung des Gelernten.

Literatur:

Bachmann, H. (2014). Formulieren von Lernergebnissen - learning outcomes. In H. Bachmann (Hrsg.), Kompetenzorientierte Hochschullehre: Die Notwendigkeit von Kohärenz zwischen Lernzielen, Prüfungsformen und Lehr-Lern-Methoden (2. Aufl., Bd. 1, S. 34–49). Bern: hep verlag

Bauer, H. G., Munz, D., Schrode, N., & Wagner, J. (2011). Die vollständige Arbeitshandlung (VAH), Ein erfolgreiches Modell für die kompetenzorientierte Berufsbildung. Heft 3. Berlin: R & W Verlag der Editionen KG

Biggs, J. (2003). Aligning teaching for constructing learning. Abgerufen von www.heacademy.ac.uk/system/files/resources/id477_aligning_teaching_for_constructing_learning.pdf

Ebner, M. & Schön, S. (2017). Lern- und Lehrvideos. Gestaltung, Produktion, Einsatz. In Handbuch E-Learning

Mehrwert

- Lehrveranstaltungs-übergreifende Zusammenarbeit von Dozierenden an der PH Tirol, Institut für Berufspädagogik

- Möglichkeit der Erprobung von neuartigen Lehrkonzepten und Lehrmethoden an der PH Tirol, Institut für Berufspädagogik

- Förderung von fachübergreifenden Kompetenzen (Dozierende der PPS konnte die eigenen Kompetenzen im Bereich der e-education erweitern)

- Miteinbezug des fachwissenschaftlichen Vorwissens der Studierenden bei der Erstellung der Lernvideos, die einen hohen fachwissenschaftlichen Bezug vorweisen können

- Studierende können in den Blended-learning-Sequenzen die Zeit selbst einteilen, was dem berufsbegleitend organisierten Studieren sehr entgegenkommt

- die Studierenden lernen Lernvideos zu erstellen, die sofort im Unterricht eingesetzt werden können. Es existieren in diesen Spezialbereichen keine bzw. kaum Videos im WWW, die fachwissenschaftlich richtig sind und zu den Unterrichtsthemen der Berufsschule, HTL oder Tourismusschulen 1:1 anwendbar wären

- die Studierenden können aus mehreren Möglichkeiten die für sie passenden Tools wählen

- Verknüpfung von Theorie und Praxis

- Steigerung der Akzeptanz von e-learning-Elementen bei den Studierenden durch sinnvolles Einbinden in ihre Unterrichtstätigkeit an ihren Stammschulen

- Mehrwert für die Schüler/innen an den Stammschulen, da sie die Lernvideos jederzeit erneut zur Wiederholung des Gelernten verwenden können.

Aufwand

- Das Projekt hat keine zusätzlichen Kosten verursacht. Allerdings entstand folgender zusätzlicher Aufwand:

- Absprachen zwischen den involvierten drei Dozierenden an der PH Tirol zur gemeinsamen Konzepterstellung, Besprechungen über den Verlauf der Fernlehre-Sequenzen und Präsenzphasen, Nachbesprechung

Positionierung des Lehrangebots

Berufsbegleitend organisiertes Bachelorstudium für das Lehramt im Fachbereich Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe. Die Lehrveranstaltungen finden im dritten Semester (von acht) statt.

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2019 nominiert.