Political Science Goes International!

Umgesetztes Projekt

Ziele

In den Jahren 2015-2017 führte die Abteilung Politikwissenschaft an der Universität Salzburg umfangreiche Reformen ihres Masterstudiums durch, die das Ziel verfolgten, das Studium sowohl inhaltlich zu erneuern als auch wesentlich stärker international auszurichten.

 

Im Einzelnen umfasste dieses Projekt die folgenden Reformen und Initiativen:

- die Neugestaltung der Inhalte des Masterstudiums (insbesondere durch die Einführung von neuen, modularisierten Themenbereichen, die Verstärkung der methodischen Ausbildung und die Betonung von kompetenzorientierten Lernzielen) und, im Wesentlichen, dessen Umstellung auf Englisch als Unterrichtssprache;

- die Einführung eines im Rahmen von Erasmus+/CBHE erstellten Joint Degree-Programms, das in Kooperation mit Universitäten des westlichen Balkans umgesetzt wird ("Political Science – Integration & Governance" [PoSIG]), eines der umfangreichsten Programme dieser Art darstellt und als erstes Programm mit der neu eingeführten Europäischen Akkreditierung ausgestattet wurde;

- die Anpassung von Lehrinhalten an eine deutlich internationalere Studierendengruppe;

- die verstärkte internationale Bewerbung der umgestalteten bzw. neu eingeführten Programme;

- die enge Kooperation mit dem Internationalen Büro und der Studienabteilung in Hinblick auf die Kommunikation mit und die Begleitung von internationalen Studierenden, wobei es zahlreiche administrative Herausforderungen zu bewältigen galt;

- die Anstellung einer Person in der Verwaltung, die diese Aufgaben federführend trägt und eine Liaison zum Lehrkörper bildet;

- die Bereitstellung eines/r Studienassistent/Innen/position als „cultural ambassador“, Tutor/In und Betreuer/In für internationale Studierende, beginnend mit dem „International Welcome Evening“;

- Aufbau eines Netzwerkes von Partneruniversitäten in Regionen, aus denen durch diverse Erasmusprogramme zum Zwecke des Austausches und zur Qualitätssicherung Studierende rekrutiert werden. Durch die Übernahme von Qualitäts- und Ausbildungsstandards des Salzburger PW-Curriculums im Rahmen des PoSIG können internationale Studierende leichter in das Salzburger Programm wechseln.

 

Zentrales Motiv der Neugestaltung des Masterstudiums war es, den Studierenden ein anspruchsvolles und international konkurrenzfähiges Masterstudium in Politikwissenschaft anzubieten. Es baut auf dem Bachelorstudium auf, das vor allem die Funktion eines politikwissenschaftlichen Bildungsangebots für das regionale Umfeld der Stadt Salzburg erfüllt (was sich in der regionalen Herkunft der Studierenden widerspiegelt), hebt sich aber hinsichtlich seiner Themenbereiche und des wissenschaftlichen Niveaus davon ab.

 

Die Umstellung auf Englisch als Unterrichtssprache und die Einführung des Joint Degree-Programms sollen vor allem ausländische Studierende motivieren, ihr Masterstudium (oder Teile davon) an der Universität Salzburg zu absolvieren. Damit wird eine Internationalisierungsstrategie weiter verfolgt, die eng mit dem Salzburg Center for European Union Studies (SCEUS) verknüpft ist, an dem Mitarbeiter/Innen der Abteilung Politikwissenschaft führend mitarbeiten. Vom SCEUS wird nicht nur das 2005 eingerichtete, interdisziplinäre Masterstudium European Union Studies durchgeführt, sondern auch das 2008 eingerichtete Doktorand/Innenkolleg, an dem im Dreijahresrhythmus internationale Studierende ausgebildet werden.

 

Die Reformen werden getragen von einem wissenschaftlichen Personalstab, der sich in den letzten Jahren umfassend erneuert hat, sodass er inzwischen in der Mehrzahl aus Personen besteht, die längere Abschnitte ihrer wissenschaftlichen Karriere an namhaften ausländischen Universitäten (u. a. Dublin, Amsterdam, Bremen, Montreal, Mannheim, Zürich, Florenz, Harvard, Pittsburgh) verbracht haben.

Kurzzusammenfassung (dt.)

In den Jahren 2015-2017 führte die Abteilung Politikwissenschaft an der Universität Salzburg gleichzeitig mehrere umfangreiche Reformen ihres Masterstudiums durch, mit dem Ziel, das Studium sowohl inhaltlich zu erneuern als auch deutlich stärker international auszurichten. Das Projekt „Political Science Goes International“ folgte einer ganzheitlichen Konzeption: einerseits sollte allen Studierenden ein internationalen Standards politikwissenschaftlicher Forschung entsprechendes, kompetenzorientiertes Studium an einem österreichischen Studienort geboten, andererseits die internationale Sichtbarkeit der Abteilung und der Universität erhöht werden. So wurde durch die konsequente Internationalisierung des Curriculums ein neuer englischsprachiger MA Political Science ins Leben gerufen. Daran anschließend wurde im Rahmen von Erasmus+/CBHE ein Joint Degree-Programm erstellt, das in Kooperation mit Universitäten des westlichen Balkans umgesetzt wird ("Political Science – Integration & Governance" [PoSIG]) – eines der umfangreichsten Programme dieser Art, das auch als erstes eine Europäische Akkreditierung erhielt. Im Sinne einer kontinuierlichen Internationalisierung erweitern wir zudem fortlaufend unsere Austausch-programme mit renommierten Partneruniversitäten. Parallel zu diesen Aktivitäten wurde die Verwaltung an der Abteilung neu organisiert, um aktive Rekrutierungs-, Betreuungs- und Beratungsmaßnahmen in einer zentralen Servicestelle zu bündeln.

Kurzzusammenfassung (engl.)

During the period between 2015-2017, the Department of Political Science at the University of Salzburg carried out several extensive reforms of its Master's program, with the aim of both renewing the content of the courses and at the same time significantly increasing its international orientation. The project "Political Science Goes International" followed a holistic concept of internationalization: on the one hand, all students should be offered the possibility to profit from the highly competence- oriented study at an Austrian study location, on the other hand, the international visibility of the department and of the university itself should be increased as well. As a result of a continuous internationalization of the curriculum, a new English-language MA Political Science was launched. Subsequently, within the framework of Erasmus + / CBHE, a new Joint Degree Program ("Political Science - Integration & Governance"/ PoSIG) was developed, which is implemented in cooperation with Western Balkan Universities, is one of the most comprehensive programs of its kind and the first having received an European accreditation. In accordance with the perception of internationalization as a continuous process, we are actively expanding our exchange programs with new partner universities. Simultaneously with these activities, the administration was reorganized to bundle recruitment, counseling and support activities at a central service point located at the department.

Nähere Beschreibung

Das Projekt der Internationalisierung des Masterstudiums der Politikwissenschaft lässt sich in drei Teilprojekte einteilen, die in weiterer Folge näher dargestellt werden:

1. Neugestaltung der Inhalte des Masterstudiums und dessen Umstellung auf Englisch als Unterrichtssprache;

2. Einführung eines im Rahmen von Erasmus+/CBHE erstellten Joint Degree-Programms ("Political Science – Integration & Governance" [PoSIG]); sowie

3. Verstärkte internationale Bewerbung der umgestalteten bzw. neu eingeführten Programme;

 

Ad 1. NEUGESTALTUNG DER INHALTE DES MASTERSTUDIUMS UND DESSEN UMSTELLUNG AUF ENGLISCH ALS UNTERRICHTSSPRACHE

 

Auf der Grundlage von Analysen über Bologna-Reformen in Westeuropa im Rahmen des Europäischen Netzwerks für Politikwissenschaft wurde das Curriculum für das (damals noch deutschsprachige) Masterstudium Politikwissenschaft im Jahr 2015 mit dem Ziel der Internationalisierung reformiert:

 

- Die Lehrveranstaltungen des Curriculums wurden in Modulen zusammengefasst, um einheimischen wie ausländischen Studierenden die Anrechenbarkeit von inhaltlich-thematischen oder Methoden-Blöcken zu erleichtern.

- Bei den inhaltlichen Schwerpunkten wurde ein neuer Themenbereich "Democracy and Legitimacy" geschaffen, der sich zum einen aus dem klassischen, interpretativ ausgerichteten Kernfach "Politische Theorie und Ideengeschichte" und zum anderen aus dem empirisch-analytisch ausgerichteten Kernfach "Vergleichende Politikwissenschaft" speist. Darüber hinaus wurde das im Bachelorcurriculum enthaltene Kernfach "Österreichische Politik" mit dem Kernfach "Politik der Europäischen Union" zusammengeführt und daraus der neue Themenbereich "Multilevel Politics – Austria and Europe" gebildet.

- Neben der inhaltlichen Fokussierung wurden im neuen Mastercurriculum die Methodenausbildung ausgeweitet, indem Studierende auch Spezialkurse über weiterführende Methoden auswählen können.

- Für alle Module wurden, entsprechend den Vorgaben für Niveau 7 des Europäischen Qualifikationsrahmens, inhaltliche Beschreibungen formuliert, die kompetenzorientierte Lernziele in den Vordergrund rückten.

 

Die 2016 vorgenommene Umstellung auf Englisch als Unterrichtssprache erfolgte mit dem erklärten Ziel, vermehrt ausländische Studierende anzuziehen. Vor diesem Zeitpunkt wurden bereits von einigen Lehrenden regelmäßig Lehrveranstaltungen in Englisch abgehalten und englischsprachige Fachliteratur bildete selbstverständlich auch in Lehrveranstaltungen, die auf Deutsch abgehalten wurden, das Gros der Pflichtlektüre. Damit war sichergestellt, dass die Umstellung auf Englisch als Unterrichtssprache auch für einheimische Studierende, die ihr Studium noch vor der Umstellung begonnen hatten, keine besonderen Probleme mit sich bringen würde. Eine wichtige Voraussetzung für die angestrebte höhere Attraktivität des neuen Mastercurriculums ist, dass die Mitarbeiter/Innen der Abteilung, die durchwegs in internationalen, peer-reviewed Journals publizieren, für höchste Qualität auch in der Lehre bürgen. Aufgrund der zumeist eher kleinen Kursgrößen ist auch eine intensive Betreuung der Studierenden gewährleistet.

 

Ad 2. EINFÜHRUNG EINES IM RAHMEN VON ERASMUS+/CBHE ERSTELLTEN JOINT DEGREE-PROGRAMMS ("POLITICAL SCIENCE – INTEGRATION & GOVERNANCE" [POSIG])

 

Aufgrund von langjährigen Erfahrungen mit dem akademischen Austausch von Studierenden und Professor/Innen mit Universitäten des Westbalkans (Erasmus Mundus SIGMA und SIGMA Agile) konnte das akademische Niveau von Partnereinrichtungen und die Vorbildung von Studierenden kennengelernt werden. Nach der Identifikation von möglichen Kooperationspartnern auch auf Ebene der Faculty für Politikwissenschaft wurde 2015 mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums im Rahmen eines "Austria Mundus"-Projekts ein umfangreiches Erasmus+-Curriculum Development-Projekt "Joint European Political Science MA – EuroPS" mit folgenden Partnern erfolgreich eingereicht:

- University of Ljubljana

- University of Sarajevo

- Sarajevo School for Science and Technology

- University of Tirana

- European University of Tirana

- Cyril and Method University of Skopje

- University of Business and Technology – Prishtina

- FAMA College – Prishtina.

 

Zielsetzung von EuroPS waren die Entwicklung eines Curriculums für einen Joint Master und seine Akkreditierung sowie die Etablierung einer institutionellen Vereinbarung zwischen den Mitgliedern des Konsortiums für die Durchführung eines Joint Degree-Programms. Im Zuge der Umsetzung des Projekts 2015-2017 gelang es, die Struktur des gemäß EU-Standard neu definierten Salzburger MA-Curriculums als Grundstruktur für das PoSIG-Curriculum zu etablieren und "Public Administration and Policy" als weiteres Prüfungsfach ergänzend mit einzubeziehen. Dem Ansatz des "Mulitlevel Governance" folgend umfasst das Prüfungsfach Europäische Integration die Spanne von der lokalen bis zur supranationalen Politikformierung.

 

Durch umfangreiche Teacher Trainings in allen Prüfungsfächern und eine Reihe von "Seminars of Excellence" unter Einbeziehung von Studierenden aller Partnerinstitutionen wurde die notwendige Arbeitsbasis auch zwischen den Lehrenden hergestellt und zugleich ein gemeinsamer Standard an Anforderungen in der Lehre etabliert.

 

PoSIG-Bewerber/Innen werden auf Basis einer öffentlichen Ausschreibung via Website ausgewählt und müssen einen BA in Politikwissenschaft oder Internationale Beziehungen mit einer Methodenausbildung von mindestens 15 ECTS nachweisen.

 

Die Studierenden wählen zwei der fünf angebotenen Module als Schwerpunkte, die sie im ersten Studienjahr aus den Pflicht- und Wahlpflichtfächern in Salzburg und Ljubljana absolvieren, wo auch die verpflichtende Methodikausbildung stattfindet. Im zweiten Studienjahr werden an Partneruniversitäten am Westbalkan die noch ausstehenden Seminare, ein Masterseminar und eine Pflichtpraxis von vier Wochen absolviert. Das Programm erlaubt damit den Studierenden die Entwicklung einer individuellen Qualifikationsstrategie, in der neben dem inhaltlichen Profil auch die komplementären akademischen Profile der Partner einbezogen werden können.

 

Die 30 ECTS umfassende Masterarbeit wird von einem Lehrenden aus dem ersten Studienjahr und einem aus dem zweiten Studienjahr betreut. Die Arbeitsfortschritte werden in einem MAHARA-ePortfolio dokumentiert. Die Studierenden sind eingeladen, auch Stakeholder aus dem Themenfeld ihrer Arbeit mit einzubeziehen. Damit soll eine enge Anknüpfung an mögliche Empfänger von Ergebnissen der studentischen Forschungsarbeit und Arbeitgeber nach dem Abschluss des Studiums angeregt werden.

 

Die Masterprüfung erfolgt als gemeinsame Prüfung durch Lehrende der von den Studierenden im Laufe des PoSIG-Programms besuchten Partneruniversitäten. Diese Universitäten verleihen auch gemeinsam den akademischen Titel eines "MA Political Science – Integration & Governance".

 

BESONDERHEITEN UND ERSTE ERFAHRUNGEN:

 

Joint MA eines multilateralen Konsortiums

Anders als die meisten anderen Joint MA-Programme ist das PoSIG-Konsortium durch eine multilaterale Governance-Struktur gekennzeichnet. Alle Partner haben dasselbe Stimmrecht im Coordinators Board, welches alle wesentlichen Entscheidungen trifft und auch einen Executive Director bestimmt. Ein Quality Board überwacht die Entscheidungen des CB und handhabt die laufenden Qualitätssicherungssysteme (Kursevaluation, gemeinsame Plagiatssoftware). Aktuell wird die Aufnahme von Partnern aus Serbien und Montenegro vorbereitet.

 

Kooperation und Wettbewerb

Eine starke gemeinsame Governance und Qualitätskontrolle erlauben auch einen Wettbewerb um Studierende mittels individueller Studiengebührenpolitik und verfügbarer Stipendien der Partner. Zugleich besteht eine starke gemeinsame eLearning-Infrastruktur (Plagiatssoftware, eLibrary, eLearning-Plattform, ePortfolio MAHARA), um vergleichbare Standards in der Lehre zu ermöglichen.

 

Flexibilität und individuelle Qualifikationsprofile für Studierende

Die Studierenden können im Rahmen des Curriculums individuelle Qualifikationsstrategien durch die Wahl ihrer Module verfolgen, mit ihrer Mobilität zwischen Partnern des Konsortiums deren Stärken auswählen und ihre Masterarbeit mit einer starken Verankerung in der Anwendungswelt im Rahmen des Pflichtpraktikums und ihres MAHARA e-Portfolios ausstatten. Die Erfahrungen mit der ersten Studierendenkohorte 2017/18 zeigen, dass die Studierenden diese Wahlmöglichkeiten sehr intensiv nutzen.

 

Europäische Akkreditierung (Bologna Declaration Yerevan 2015)

Als erstes akademisches Joint MA-Programm wurde PoSIG mit einer Europäischen Akkreditierung basierend auf dem European Approach for the Quality Assurance of Joint Studies ausgestattet. Dieses seit Mai 2017 mögliche Verfahren wurde für das PoSIG-Programm von der AQ Austria durchgeführt und schloss eine internationale Evaluation von Curriculum und PoSIG-Management ein.

 

„Internationalisation at Home“

Die Internationalisierungsstrategie der Universität Salzburg setzt auch auf die Internationalisierungseffekte von internationalen Studierendengruppen in der Lehre. Die ersten Erfahrungen mit PoSIG-Studierenden zeigen, dass diese mit einer überdurchschnittlichen Studienmotivation eine qualitative Verbesserung der Lehr- und Lernatmosphäre in Lehrveranstaltungen unseres MA-Programms bewirkt haben.

 

AD 3. VERSTÄRKTE INTERNATIONALE REKRUTIERUNG UND MARKETING

Die dritte Säule unserer ganzheitlichen Internationalisierungsstrategie setzt auf die aktive Rekrutierung und Betreuung qualifizierter internationaler Bewerber/Innen für unseren MA Political Science dar. Parallel mit der Veränderung des Curriculums in Richtung eines englischsprachigen MA-Programms wurde dementsprechend auch die Verwaltung der Abteilung Politikwissenschaft neu organisiert. Hauptziel war die Zusammenlegung der Beratungs- und Betreuungsbereiche für internationale Studierende, der internationalen Werbung und Rekrutierungsmaßnahmen qualifizierter Bewerber/Innen sowie des Qualitätsmanagements in eine abteilungsinterne Servicestelle.

 

All-inclusive Serviceangebot

Mit dem Ziel der Optimierung des Serviceangebots ist seit 2016 neben der zentralen Einrichtung der Universität für internationale Studierende und Bewerber/Innen für unseren MA Political Science an der Abteilung Politikwissenschaft eine All-inclusive Serviceanlaufstelle vorhanden. Diese bietet inhaltlichen und administrativen Support für internationale Studierende von der Bewerbung bis zum Übergang in das aktive Studienleben an. Durch eine starke Vernetzung mit den zentralen Serviceeinrichtungen der Universität und internes Capacity Building ist es uns möglich, schnell und unbürokratisch allgemeine administrative Fragen (Akkreditierung ausländischer Abschlüsse, Anmeldeformulare, Bewerbungsverfahren, Lehrveranstaltungsplanung usw.) sowie studienspezifische Fragen (Prüfungsanrechnungen, Studienplan, inhaltliche Anforderungen) zu beantworten und Beratungsangebote bereitzustellen, die die Qualität und den Verlauf des Bewerbungsprozesses für internationale Studierende wesentlich verbessern und beschleunigen.

 

Internationale Rekrutierung und Marketingmaßnahmen

Um die Qualitätsmerkmale des neuen Curriculums und des Studienstandorts profilierter hervorheben und so die Außendarstellung gezielt zu verbessern, leiteten wir eine umfassende digitale Offensive ein. Unter anderem wurden englischsprachige Broschüren und Werbefolder mit Native Speakers für den MA-Studiengang Political Science inhaltlich neugestaltet. Zudem wurde die Web-Präsenz in Hinsicht auf englischsprachige Informationen dezentral und in Kooperation mit dem Internationalen Büro und der Serviceeinrichtung Studium auch zentral verbessert und ausgeweitet. Alle Internetauftritte sind nunmehr auch in der Tiefenstruktur vollständig auch in englischer Sprache gehalten. Im Rekrutierungsprozess der internationalen Bewerber/Innen setzten wir auf ein nachfrageorientiertes Verfahren über eine internationale, CRM-ähnliche Plattform für Hochschulmarketing, über die Bewerber/Innen nach Eingabe ihrer Kontaktdaten und gegebenenfalls Fragen unsere Servicestelle direkt kontaktieren können, um rasch alle notwendigen Informationen zu erhalten. Die Plattform dient darüber hinaus der Aktualisierung und Anpassung unserer Zielländerauswahl. Ergänzend werden klassische Kommunikationsinstrumente (Plakate und Folder in Papierform oder Telefongespräche) weiterhin eingesetzt, womit wir eine noch höhere Reichweite der notwendigen Informationen zu unserem Studium gewährleisten können.

 

Quality Management

Zur Umsetzung der in der Internationalisierungsagenda vorgenommenen Maßnahmen und zum Zweck der Qualitätssicherung wurde auch eine abteilungsinterne Arbeitsgruppe einberufen. Diese hat die Aufgabe, die internationalisierungsbezogenen Aktivitäten zu koordinieren, die Zieldefinition sowie Ressourceneinsätze zu definieren und gegebenenfalls anzupassen. Um positive Effekte zu verstärkenwerden regelmäßig interne Evaluationen der Maßnahmen sowie Studierendenbefragungen durchgeführt.

Positionierung des Lehrangebots

Im Vergleich zum 2016 reformierten Bachelorstudium, dessen inhaltliche Struktur weitgehend dem internationalen Kanon des Fachs entspricht, ist das 2015 gemäß Niveau 7 des Europäischen Qualifikationsrahmens reformierte und 2016 auf Englisch als Unterrichtssprache umgestellte Masterstudium stärker inhaltlich fokussiert. Es ist in die vier folgenden Themenbereiche untergliedert: - Democracy and Legitimacy - Comparative Politics - Multilevel Politics: Austria and Europe - International Relations Das Joint Degree-Programm "Political Science – Integration & Governance" (PoSIG) folgt in seiner Struktur und Kompetenzorientierung dem Curriculum des Masterstudiums Political Science. Stipendienvereinbarungen im Rahmen von Erasmus KA 103 und Drittstaatenprogramme, wie Erasmus+ KA 107, schaffen weitere Anreize, die die Universität Salzburg als Standort für ein Masterstudium attraktiv erscheinen lassen.

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2018 nominiert.