„Komponieren mit Kindern und Jugendlichen – klangspuren mobil 2.0“ (Pflichtfach: Musikpädagogisches Projekt, PT Semesterstunden 2/ECTS 3, empfohlen für das 8.Semester)

Umgesetztes Projekt

Ziele

Das Komponieren als eigentätiges Musik erschaffen, ist in (musik-)pädagogischen Kontexten (sowohl schulisch wie auch universitär) ein vernachlässigtes Thema, was der musikpädagogische Fachdiskurs v.a. in Analogie zum Bildnerischen Unterricht (vgl. Wienecke 2011) zeigt. Kompositionspädagogik gilt als Trend in den Angeboten für pädagogische Fort- und Weiterbildung, kommt jedoch im Lehramtsstudium Musik nur marginal vor. Kompositionsprojekte werden daher oft in Form außerschulischer Veranstaltungen von Kulturträgern angeboten, wo sie nur eine spezifische Zielgruppe erreichen oder nur eine kurzfristige Beschäftigung ermöglichen. Hier gilt es aktiv Schnittmengen zwischen Musikpädagogik und Musikvermittlung zu bestimmen, um Synergien sinnvoll zu nutzen.

Als Ziel des Projekts wurde daher die Produktion von zeitgenössischer Musik mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 10-15 Jahren unabhängig ihrer musikalischen Vorbildung formuliert. Rund um einen Kleinbus vollbeladen mit unterschiedlichsten Orchesterinstrumenten soll eine Workshopreihe entstehen, in der die Kinder und Jugendlichen an Schulen bzw. in außerschulischen Einrichtungen (z.B. Jugendzentren) eigenverantwortlich Komponieren, ihre Stücke in Kleingruppen proben und diese im Plenum selbst mit Instrumenten zur Aufführung bringen. Dabei sollen sie sich auf das Experimentieren und den den Experimentierprozess einlassen sowie Aushandlungsprozesse in der Gruppe zulassen. Der Zugang zu einem Instrumentarium, das üblicherweise nicht in den Musiksälen vorhanden ist oder an Laien ausgehändigt wird und die Möglichkeit sich unabhängig der musikalischen Vorbildung sowohl als Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten zu erleben, sind Grundpfeiler des Projekts. Die Verantwortungsübernahme über ein Instrument und das Erleben der Selbstwirksamkeit im Klassenorchester sind Erfahrungsmomente kultureller Teilhabe, die demokratische Zugänge für alle zu einer oft als elitär dargestellten Welt der „Hochkultur“ schaffen. Die Thematik des Komponierens, die mit Kindern und Jugendlichen realisiert wird, ist seit jeher in der Musikgeschichte eine gendersensible. In dem Projekt sollen Schülerinnen und Schüler sowie Studierende gleichgestellt die Rollen der Komponistin, des Komponisten erfahren und werden zu Instrumentalisten wie auch zu Dirigentinnen und Dirigenten. Zudem will die Lehrveranstaltung Beispiel für innovative Konzepte für den Übergang zwischen Studium und Berufseinstieg geben. Der Praxiseinstieg erfolgt über die Lehrveranstaltung an Schulen und außerschulischen Einrichtungen. Nach Ende der Lehrveranstaltung erfolgt eine Weiterbeschäftigung der Studierenden in Trägerschaft der klangspuren, sodass die Lehramtsstudierenden in der Entwicklung ihrer eigenen Lehrerpersönlichkeit bereits im Studium durch dieses neuartige Lehrkonzept längerfristig begleitet werden können und darüber hinaus kontinuierlich reale Berufserfahrungen sammeln, die theoriegeleitet und systematisch ausgewertet werden.

Kurzzusammenfassung (dt.)

Als Kooperation (Universität Mozarteum Salzburg /Dep.Musikpädagogik Innsbruck und den klangspuren Schwaz) erwuchs das Projekt „Komponieren mit Kindern und Jugendlichen – klangspuren mobil 2.0“. Rund um das klangspuren mobil, ein mit Orchesterinstrumenten vollbeladener Kleinbus, wurden von Studierenden didaktische Bausteine für das Komponieren mit Kindern und Jugendlichen entwickelt und in der Praxis an Schulen sowie außerschulischen Einrichtungen (z.B. Jugendzentren) umgesetzt. Dabei wurde die Produktion zeitgenössischer Musik in die Eigenverantwortung der Kinder und Jugendlichen gelegt und dieser Experimentierprozess begleitet. Im Verlauf der Workshops haben die 10 bis 15 Jährigen Naturphänomene, Gegenständliches und Gefühle auf den Instrumenten ausgedrückt, wurden in die grafische Notation eingeführt und erfanden eine Geschichte, deren Vertonung sogleich notiert, geprobt und unabhängig von der eigenen musikalischen Vorbildung mit den Instrumenten aufgeführt wurde. Elementares Komponieren findet oft auf Alltagsgegenständen statt, nicht so beim klangspuren mobil 2.0. Dies bedeutete auch für die Studierenden ihre anfänglichen Berührungsängste mit „fremdem“ Instrumentarium und dem Komponieren abzubauen, ihre Erwartungshaltungen sowie den künstlerischen Perfektionsanspruch des universitären Alltags kritisch zu hinterfragen, um die Definitionsgrenzen der eigenen fachlichen Expertise neu zu ziehen. Über 1.000 Kinder und Jugendliche konnten 2017 mit diesem Projekt erreicht werden.

Kurzzusammenfassung (engl.)

The project "Composing with children and young people – klangspuren mobil 2.0" arose in cooperation between the University Mozarteum Salzburg/Department for Music Pedagogy in Innsbruck and the festival for contemporary music klangspuren Schwaz. Around the klangspuren mobil, a small van filled with orchestra instruments, students developed teaching materials for composing with children and young people, then put them into practice in schools and extracurricular facilities (such as youth centers). Guided by the students, the children and young people composed their own contemporary music. During the workshops, the 10- to 15- year-olds expressed natural phenomena, objects and feelings on the instruments, were introduced to graphic notation, and invented a story whose musical realization was immediately notated, rehearsed and performed on the instruments—regardless of the children’s previous musical skills. Elementary composing often takes place with everyday objects—not so in this project, klangspuren mobil 2.0. The students, on the other hand, were thus challenged to reduce their initial fears of composing on a wide range of instruments and to critically question their expectations and claim to artistic perfection in order to redefine their own specialist expertise. In turn, they got precious practical training of teaching in a great variety of contexts. Since 2017, the project has reached already more than 1,000 children and young people and is still going strong.

Nähere Beschreibung

Die Lehrveranstaltung „Komponieren mit Kindern und Jugendlichen – klangspuren mobil 2.0“, die im Sommersemester 2017 am Department für Musikpädagogik in Innsbruck unter der Leitung von Christine Peham stattfand, ist das follow-up Projekt der erfolgreichen (kostenneutralen) Kooperation zwischen dem renommierten Tiroler Festival für zeitgenössische Musik klangspuren und der Universität Mozarteum.

Nachdem das klangspuren mobil bereits 2015 durch eine Lehrveranstaltung an der Universität Mozarteum unter der Leitung von Christine Peham ein völlig neues Profil erhalten hatte, wurde die Nachfrage nach einer Fortsetzung laut: Erneut stand dafür das klangspuren mobil im Mittelpunkt, ein mit Instrumenten vollbeladener Kleinbus, jedoch sollten in diesem Semester die Anforderungen gesteigert werden und das sehr erfolgreiche Projekt von 2015 wurde inhaltlich gänzlich neu konzipiert und die Ansprüche neu definiert: Einerseits formal, indem die Altersgruppe auf 10-15jährige sowie die Ansprechpartner (neben schulischen, auch außerschulische Einrichtungen wie Jugendzentren etc.) erweitert wurden, und andererseits inhaltlich, indem der Fokus auf das Erschaffen von Musik, genauer auf die Produktion von zeitgenössischer Musik in Eigenverantwortung der Kinder und Jugendlichen gelegt wurde.

Als besondere Herausforderung galt die inhaltliche Ausrichtung um die Thematik des Komponierens mit Kindern und Jugendlichen, die in der Literatur zum einen als „Trend“ (Allwardt 2012) und zum anderen als „Wurzel der Musikvermittlung“ (Wimmer in Morre 2017) dargestellt wird. Im Rahmen schulischen Musikunterrichts kommt die Umgangsweise Komponieren, Musik erfinden oder wie bei Venus (1969, 27) Musikproduktion, oft zu kurz und eine erste Introspektion ließ auch die Studierenden ihre eigenen kompositorischen Erfahrungen im Verlauf ihres Studiums der Musikerziehung mit der Lupe suchen. Während in anderen Kunstrichtungen das eigentätige Erschaffen (vgl. bspw. Bildnerische Erziehung) einen wesentlich höheren Anteil hat, ist das Musik erfinden, das Komponieren, eine vernachlässigte musikalische Umgangsweise in pädagogischen Kontexten. Daher wurde die Studierendengruppe in dieser Lehrveranstaltung vor neue thematische und auch formal-strukturelle Herausforderungen gestellt:

Wie sich also zunächst selbst dem Komponieren und in weiterer Folge der Vermittlung des Musik Erfindens nähern? Wie bringt man 10-15jährige in 90 Minuten zum selbsttätigen Komponieren? Wie schafft man in der Kürze der gebotenen Zeit Ergebnisse zu erzielen und diese sogar selbst – unabhängig der musikalischen Vorbildung der Schülerinnen und Schüler – instrumental aufführen zu können? Welche Rahmenbedingungen müssen bei der Ausarbeitung der didaktischen Bausteine für außerschulische Einrichtungen (wie zum Bsp. Jugendzentren) mitgedacht werden, sodass ein Workshop für schulische wie auch außerschulische Gegebenheiten angepasst werden kann?

Für das klangspuren mobil 2.0 lautete die Zielvorgabe für die Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung „Musikpädagogisches Projekt“ ein Konzept zu entwickeln, das Schülerinnen und Schüler selbst zu Komponistinnen und Komponisten werden lässt. Elementares Komponieren experimenteller Musik findet oft auf Alltagsgegenständen statt. Nicht so beim klangspuren mobil 2.0, bei dem eine breite Palette an Instrumenten vom Kontrabass bis zum Fagott, vom Cello bis zur Hakenharfe mit geeigneten Spieltechniken zum Einsatz kommt. Im Verlauf der Workshops haben die Schülerinnen und Schüler Naturphänomene, Gegenständliches und Gefühlsstimmungen auf den Instrumenten ausgedrückt, sie wurden in die grafische Notation eingeführt und erfanden selbst eine Geschichte, deren Vertonung sogleich aufgeschrieben, geprobt und zur Aufführung gebracht wurde. Beide Ansätze „education in the arts“ als auch „education through the arts“ sind in diesem Konzept zu finden: „education in the arts“ findet durch die Handhabung und Erprobung der Instrumente sowie im gemeinsamen Klassenorchester beim direkten Muszieren statt, „education through the arts“ erfolgt bei der Verantwortungsübernahme für ein Instrument, beim gemeinsamen Spiel in der Gruppe, bei der Selbstermächtigung im Rahmen des Dirigierens oder beim Erleben der Selbstwirksamkeit während des Komponierens. Die Idee Wolfgang Welschs „Kunst als Pluralitätstraining“ und als „Schule der Toleranz“ wahrzunehmen, schimmert auch bei der Neuauflage des Projekts wieder durch (vgl. Welsch 2017, 23f).

 

Lernzuwachs auf Seiten der Studierenden:

Auf inhaltlicher Ebene profitierten die Studierenden durch die Auseinandersetzung mit der Thematik des Komponierens, durch Fragen nach der adäquaten Herangehensweise für die Altersgruppe der 10-15jährigen, durch die Ergebnisorientierung trotz der Kürze der gebotenen Zeit und zum anderen durch die Rahmenbedingungen außerschulischer Einrichtungen (wie Jugendzentren), die bei der Ausarbeitung der didaktischen Bausteine für schulische wie auch außerschulische Gegebenheiten mitgedacht werden mussten. Zudem werden in diesem Projekt die Schülerinnen und Schüler als mündiges Gegenüber adressiert und es galt, ihnen eine Aufgabe zuzutrauen und anzuvertrauen. Nicht das Vormachen und Zeigen prägte die didaktische Herangehensweise, sondern ein Eröffnen eines Raums der Möglichkeiten für ästhetisches Erfahren und Erleben. Dies bedeutete für die Studierenden ihre eigenen anfänglichen Berührungsängste mit „fremdem“ Instrumentarium und dem Komponieren abzubauen, ihre Erwartungshaltungen sowie den künstlerischen Perfektionsanspruch des universitären Alltags kritisch zu hinterfragen, um die Definitionsgrenzen der eigenen fachlichen Expertise neu zu ziehen.

Die musikpädagogische Projektarbeit führten sie selbstständig von der Planungs- bis zur Auswertungsphase durch, sodass die Beschäftigung der Studierenden mit der Thematik weit über die Lehrveranstaltung hinauszeigt. Es erwuchsen Themen für Diplomarbeiten , Portfolioarbeiten, ebenso wie die Gelegenheit zur Teilnahme am ersten Aktionstag der österreichischen Berufsorchester zum Thema „Orchester für alle“ daraus. Der größte Mehrwert ergibt sich jedoch aus den unzähligen Praxisstunden, die die Studierenden als selbständige Workshopleiterinnen und -leiter im Namen der klangspuren mit dem klangspuren mobil bzw. klangspuren mobil 2.0 sammeln und damit einen niederschwelligen Einstieg in den (musik-)pädagogischen Berufsalltag erfahren. Das klangspuren mobil hat damit seit seinem Relaunch 2015 mit dem Workshopprogramm knapp 2.700 und mit dem klangspuren mobil 2.0 allein 2017 über 1.000 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren erreichen können. Angelika Schopper, Geschäftsführerin der klangspuren Schwaz fasst diese Win-Win-Situation wie folgt zusammen: „Das war eigentlich ein Geschenk, muss man wirklich sagen, dass (…) wir da in Kontakt gekommen sind (…). Ich glaube, man kann sagen, dass es für alle Beteiligten, also sowohl Studierende, als auch klangspuren, als auch für die Abteilung Musikpädagogik der Universität Mozarteum Standort Innsbruck ein Gewinn ist, weil es auch für das Mozarteum ein neues Feld ist, sich aktiv in bestehende Musikvermittlungsprojekte einzubringen.“

Lernzuwachs auf Seiten der Schülerinnen und Schüler:

Die Schülerinnen und Schüler erleben den Workshop als Einheit von eigenverantwortlichem Erfinden, Proben und Aufführen, was sie zu Komponistinnen und Komponisten werden lässt. Die Vorrausetzung hierfür ist das (An-)Erkennen der Intention, das Sich-Einlassen auf das Komponieren, auf das Experimentelle in der Musik aber auch auf den Experimentierprozess selbst sowie Aushandlungsprozesse in der Gruppe zuzulassen und zu gestalten und sich vor der Klassengemeinschaft in ungewohnten Rollen zu zeigen. Der Zugang zu einem Instrumentarium, das üblicherweise nicht in den Musiksälen vorhanden ist oder an Laien ausgehändigt wird und die Möglichkeit sich unabhängig der musikalischen Vorbildung als Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten zu erleben, zeichnet dieses Projekt aus. Zusätzlich gelten, wie schon aus den ersten Workshopreihen des klangspuren mobils bekannt, die Verantwortungsübernahme über ein Instrument und das Erleben der Selbstwirksamkeit im Klassenorchester als Erfahrungsmoment kultureller Teilhabe als positive Aspekte des Projekts auf Schülerinnenseite.

Die eng verzahnte Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Musikvermittlung und Musikpädagogik als Kooperation zwischen Kulturfestival und Ausbildungsinstitution ist österreichweit in Bezug auf Gestaltungsmöglichkeiten und Kontinuität einzigartig. Als Kooperationsprojekt zwischen Festival und Ausbildungsstätte kann dieses Projekt als Beispiel für „Aneignungsformen und -möglichkeiten“ gelten, die nach Schneider „mehr einen konstruktivistischen Prozess der Aneignung von Werten, Erfahrungen, Kenntnissen und Fertigkeiten ins Zentrum rücken und somit mehr Wert darauf legen, Wege und Möglichkeiten der Annäherung und Auseinandersetzung – z.B. mit Neuer Musik – aufzuzeigen“ (Schneider 2012, 14). Für diese Form der produktiven Auseinandersetzung und Aneignung wird in diesem Zusammenhang bewusst die Begrifflichkeit des Komponierens verwendet, um einen niederschwelligen Zugang zu dieser künstlerischen Ausdrucksmöglichkeit zu schaffen und die Selbstwirksamkeit in diesem Bereich zu steigern. Dies gilt gleichermaßen für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Studierenden, denn „durch eigenes Komponieren [kann man] sehr viel über Musik lernen und musikalisch-ästhetische Erfahrungen machen (…) – wenn man sich in der musikpädagogischen Praxis an Schulen und Hochschulen an das Thema Kompositionspädagogik nur mal heran wagen würde“ (Roszak 2014, 2). Dieser Forderung Roszaks kommt diese Lehrveranstaltung als Form eines zeitgemäßen Unterrichts, sowohl auf universitärer als auch auf schulischer Seite, nach.

Literatur:

Allwardt, Ingrid (2012): Musikvermittlung. Deutsches Musikinformationszentrum in der Kulturstadt Bonn (m!z). Online verfügbar: www.miz.org/static_de/themenportale/einfuehrungstexte_pdf/01_BildungAusbildung/allwardt.pdf [eingesehen am 07.08.2017]

Frey, Karl (2007): Die Projektmethode: der Weg zum bildenden Tun. Neu ausgestattete Sonderausgabe. Weinheim, Basel: Beltz (Pädagogik).

Kounin, Jacob S. (2006): Techniken der Klassenführung. Münster (u.a.): Waxmann (Standardwerke aus Psychologie und Pädagogik, reprints,3)

Morre, Gabriel (2017): Die Vermittlung zeitgenössischer Musik am Beispiel der Klangspuren Schwaz. Workshopreihen der Klangspuren Schwaz zwischen Musikpädagogik und Musikvermittlung. (=unveröffentlichte Diplomarbeit eingereicht an der Universität Mozarteum Salzburg, Department für Musikpädagogik Standort Innsbruck, September 2017)

Roszak, Stefan (2014): Elementares Komponieren. Ein kompositionsdidaktisches Modell zum Erfinden experimenteller Musik. In: Zeitschrift ästhetische Bildung. Jahrgang 6/ Nr. 2. Online verfügbar unter: www.zaeb.net/index.php/zaeb/article/viewFile/86/83 [eingesehen am 07.08.2017]

Schneider, Hans (Hrsg.) (2012): Neue Musik vermitteln. Ästhetische und methodische Fragestellungen, Olms-Verlag, Hildesheim u.a.

Venus, Dankmar (1969): Unterweisung im Musikhören. Noetzel, Wilhelmshaven

Welsch, Wolfgang (2017): Ästhetische Welterfahrung. In: Schwarzbauer, Michaela/ Oebelsberger, Monika (Hrsg.): Ästhetische Kompetenz – nur ein Schlagwort? Dokumentation einer Tagung der SOMA an der Universität Mozarteum Salzburg. LIT Verlag, Wien (=Einwürfe: Salzburger Texte zu Musik – Kunst – Pädagogik, Band 1)

Wieneke, Julia (2011): Musik vermitteln in Kompositionsprojekten. Eine qualitative Untersuchung schulischer Projekte. In: Clausen, Bernd (Hrsg.): Vergleich in der musikpädagogischen Forschung. Die Blaue Eule, Essen, S. 216-294

Positionierung des Lehrangebots

Bei der Lehrveranstaltung handelt es sich um ein Pflichtfach (musikpädagogisches Projekt), dessen Besuch ab dem 8. Semester empfohlen wird. In der konkreten Realisation bietet das Projekt zum Ende des zweiten Studienabschnittes durch die kontinuierlichen Praxiserfahrungen einen fließenden Übergang zwischen Studium und Berufseinstieg. An der Schnittstelle zwischen Musikvermittlung und Musikpädagogik werden durch die Kooperation mit einem Kulturfestival weitere Facetten des Berufsfeldes sichtbar, was die Studierenden zur kritischen Auseinandersetzung anregt. Als angehende Lehrpersonen sind die Studierenden wichtige Multiplikatoren zwischen Bildungs- und Kultureinrichtungen. Die Resonanz, die von Seiten des Festivals, aus den Feedbacks der Schulen und Jugendzentren sowie via Presse an die Studierenden dringt, lässt sie spüren, dass sie ein aktiver Teil der Tiroler Kulturlandschaft sind, die sie durch das Projekt aktiv mitgestalten.

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2018 nominiert.