Doktoratskolleg „Imaging the Mind“

Umgesetztes Projekt

Ziele

AUSGANGSLAGE

Die kognitiven Neurowissenschaften stellen einen höchst interdisziplinären Forschungsbereich im Schnittbereich von Biologie, Psychologie und Neurologie/Medizin dar. Neurokognitive Forschung erfordert daher fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung verschiedenster Methoden aus diesen Bereichen. Ein Doktoratskolleg, das der Ausbildung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dient, spiegelt idealerweise diese Interdisziplinarität wider und ermöglicht Doktorand/inn/en eine umfassende Ausbildung gemäß ihrer Bedürfnisse. Die Universität Salzburg mit dem FB Psychologie und dem angegliederten Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften („Centre for Cognitive Neuroscience Salzburg“, CCNS), an dem neben dem FB Psychologie auch der FB Biowissenschaften sowie die Neurologische Universitätsklinik beteiligt sind, ideale Voraussetzungen für eine solche Ausbildung im Rahmen eines Doktoratskollegs.

 

ZIELE/MOTIVE

Daher wurde am FB Psychologie der Universität Salzburg ein internationales Doktoratskolleg (DK) eingerichtet, das sich genau diese fundierte und umfassende Ausbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Ziel gesetzt hat. Als Vorbild für das DK dienten „Doctoral Schools“ wie sie an namhaften Institutionen (z.B. Cambridge, MIT) zu finden sind.

Die Ausbildung der jungen Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern erfolgt durch ein eigens konzipiertes Curriculum. In diesem geht es nicht nur um die rein fachliche Ausbildung, sondern auch um eine grundlegende fachdidaktische Ausbildung in der Lehre, die Entwicklung kommunikativer Kompetenzen („Public Relations“, Präsentieren, „Scientific Writing“) und die Begleitung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Karriereentwickung und -planung.

Kurzzusammenfassung (dt.)

Das Doktoratskolleg „Imaging the Mind“, gefördert durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF, W1233-G17), bildet seit 2011 unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Manuel Schabus 32 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den kognitiven Neurowissenschaften aus. Die Ausbildung im Doktoratskolleg umfasst drei Jahre, im Falle eines mind. sechsmonatigen Auslandsaufenthaltes vier Jahre. Während dieser drei Jahre müssen 30 ECTS Punkte im Rahmen des Curriculums erworben werden. Dieses Curriculum wurde spezifisch für das Doktoratskolleg entwickelt mit dem Ziel, die Doktorand/inn/en sowohl in der notwendigen fachlichen Tiefe, jedoch auch in einer der Interdisziplinarität der kognitiven Neurowissenschaften angemessenen Breite auszubilden. Zusätzlich zu fachlicher Kompetenz sollen außerdem fachübergreifende Kompetenzen wie beispielsweise analytisches Denken, Kommunikative Kompetenz, Interkulturelle Kompetenz und Lehrkompetenz aufgebaut und gefördert werden. Neben der Weitergabe der fachlichen Kompetenz der Hauptbetreuerinnen und Hauptbetreuer (die „Faculty“) steht auch die Ausgestaltung des Curriculums durch die Studierenden selbst bzgl. ihrer Bedürfnisse im Vordergrund. Außerdem wird ein längerer Auslandsaufenthalt von mind. drei Monaten explizit gefördert, in diesem Fall verlängert sich das Doktorat um ein viertes vollfinanziertes Jahr.

Kurzzusammenfassung (engl.)

In the Doctoral College (DC) „Imaging the Mind“, which is funded by the Austrian Science Fund FWF (W1233-G17), 32 young scientists have been or are being educated in the cognitive neurosciences since 2011. The Doctoral Collegue is headed by Univ.-Prof. Dr. Manuel Schabus and education within the DC lasts three years (four years in case a student spends at least six months abroad). During this time students have to earn 30 ECTS in the curriculum. The curriculum has been developed specifically for the College aiming at educating doctoral students with the necessary professional depth, but also with the breadth that is adequate for an interdisciplinary research field as the cognitive neurosciences. In addition to professional competence the curriculum also focusses on cross-interdisciplinary competences such as analytical thinking, communicative competence, intercultural competence and competence in teaching. Besides passing on professional competence from advisors to students (i.e. the faculty), students are encouraged to also actively participate in designing the curriculum according to their needs. Moreover, the DC explicitly supports and funds a longer stay abroad (min. 3 months), in which case the doctoral studies are prolonged by a fully-funded fourth year.

Nähere Beschreibung

ALLGEMEINES

Das Doktoratskolleg (DK) „Imaging the Mind“ wurde 2011 dank Förderung durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF, W1233-G17) ins Leben gerufen. Bis heute wurden bzw. werden insgesamt 32 junge Wissenschaftler/innen aus neun Nationen ausgebildet.

 

DIVERSITÄT

Die erste Förderperiode startete 2011, wobei alle 14 Doktorand/inn/en (70% weiblich) dieser Periode das Doktorat mittlerweile abgeschlossen haben. In der aktuellen zweiten Förderperiode (Start 03/2015) wurden 18 Studierende (60% weiblich) aus acht Nationen (D, AT, ES, NL, PL, RO, UK, LBN) aufgenommen. Besonderes Augenmerk wurde neben der akademischen Exzellenz der Studierenden auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis und die Internationalität der Kohorte gelegt.

 

AUSWAHLVERFAHREN

Das Hauptauswahlkriterium war die akademische Exzellenz unter Berücksichtigung der Diversität der Kohorte. Die Auswahl erfolgte während eines zweitägigen Verfahrens an der Universität Salzburg. Eine Aufgabe im Rahmen dieses Verfahrens bestand in der Entwicklung eines Forschungsprojekts für das erste Jahr des Doktorats (im Vorfeld anhand zur Verfügung gestellter Literatur vorzubereiten) und dessen Vorstellung und Diskussion mit der „Faculty“ am Auswahltag selbst. Folgende Kompetenzen wurden im Rahmen dieser Aufgabe evaluiert: (i) Theoretisches- und Hintergrundwissen, (ii) wissenschaftliche Qualität der Forschungsfrage, (iii) Angemessenheit und Qualität des Studiendesigns sowie der Methodik, (iv) Antworten auf Fragen/Diskussion und (v) die englische Sprachkompetenz. Die zweite Aufgabe bestand darin, einen wissenschaftlichen Artikel wie es in einer klassischen Publikationsbegutachtung üblich ist, kritisch zu beurteilen. Beurteilt wurden die analytischen Fähigkeiten sowie dem wissenschaftlichen Schreibstil in der englischen Fachsprache. Im Anschluss an das Verfahren wurden die besten Kandidat/innen in einer Sitzung der „Faculty“ unter Einbeziehung der persönlichen Eindrücke gereiht und ausgewählt.

 

CURRICULUM

Im Fokus des gesamten Curriculums steht die kontinuierliche Kompetenzentwicklung der Doktorand/inn/en im Verlauf der Ausbildung im DK. Insgesamt müssen im Rahmen des Curriculums 30 ECTS erworben werden. Der Kern des Curriculums wird von den regelmäßigen „Journal Clubs“ (6 Semester x 1 ECTS), der Vorlesung und dem zugehörigen Seminar „Neue Methoden der kognitiven Neurowissenschaften“ (2 Semester, 3 ECTS insgesamt), den „Spezialisierungen“ (0,5 ECTS pro „Spezialisierung“, 4 ECTS insgesamt) sowie der „Betreuten Lehrerfahrung“ (2 Semester, je 1,5 ECTS) gebildet. Zusätzlich müssen auch noch an der Universität Salzburg angebotene Lehrveranstaltungen auf Doktoratsniveau oder spezielle vom DK organisierte Vorlesungen externer Lehrender im Umfang von 3 ECTS besucht werden. Vervollständigt wird das Curriculum durch jährliche DK-interne Sommer- sowie Winterakademien. Im Folgenden werden die einzelnen Inhalte des Curriculums sowie die verwendeten didaktischen Methoden detaillierter dargestellt.

 

- Journal Clubs: Im Fokus steht insbesondere während der ersten Hälfte des Studiums die kritische Analyse und Diskussion wissenschaftlicher Artikel zu ausgewählten Themen der kognitiven Neurowissenschaften zwischen Studierenden und den jeweiligen Experten aus der „Faculty“. Doch auch beispielsweise Diskussionen über ethisch relevante Aspekte der Forschungsarbeit sind Teil der „Journal Clubs“. In der zweiten Hälfte des Studiums rückt dann die Präsentation und Diskussion von Daten und Ergebnissen der Studierenden mit der gesamten „Faculty“ in den Fokus. Diese dienen letztendlich auch der Heranführung und Vorbereitung auf die Defensio zum Studienabschluss.

 

- Neue Methoden der kognitiven Neurowissenschaften: Diese (Ring-)Vorlesungen und Seminare dienen der theoretischen und praktischen Erweiterung bzgl. des Wissens um Methoden und Kompetenz in deren Anwendung. Ziel der Vorlesungen und Seminare ist, dass alle Studierenden alle Methoden kennenlernen und prinzipiell anwenden können, unabhängig davon, ob sie diese in ihren aktuellen Studien verwenden. Nach Absprache unter den „Faculty“-Mitgliedern bzgl. der Inhalte und Anforderungen, werden die Vorlesungen von den jeweiligen Expert/inn/en der Methoden gelehrt. Durch die Vielfalt der von den „Faculty“-Mitgliedern verwendeten Methoden, erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich ein breit gefächertes Repertoire aufzubauen. Die Seminare werden ebenfalls von den jeweiligen Experten angeleitet, doch hier wird auch Wert darauf gelegt, dass Studierende von Studierenden lernen, weshalb die Studierenden, die eine bestimmte Methodenkompetenz erreicht haben, auch ihre Forschungsdaten präsentieren. Dadurch wird den Studierenden die Angst vor der Verwendung komplexer neurowissenschaftlicher Methoden genommen, da sie lernen, dass auch andere Kommilitoninnen und Kommilitonen in kurzer Zeit Erfolgserlebnisse hatten.

 

- Spezialisierungen: In den sog. „Spezialisierungen“, die ein Kernstück des Curriculums darstellen, treffen sich interessierte Studierende in Kleingruppen von durchschnittlich vier bis sechs Studierenden mit mind. zwei „Faculty“-Mitgliedern, um ein Semester lang verschiedene Aspekte eines bestimmten Themas zu erarbeiten. Dabei steht einerseits eine interdisziplinäre Betrachtung des Forschungsgegenstandes, aber auch eine Wissenserweiterung über das spezifische eigene Forschungsthema hinaus im Vordergrund. Dies unterstreicht, dass ein wichtiger Aspekt der Ausbildung im DK nicht nur die Vertiefung fachspezifischen Wissens, sondern auch eine Wissensvermittlung in der den kognitiven Neurowissenschaften angemessenen Breite ist. Die Wichtigkeit der Stellung der „Spezialisierungen“ im Curriculum spiegeln sich auch in der Tatsache wider, dass die Studierenden insgesamt acht Spezialisierungen begleitend zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit absolvieren müssen.

 

- Betreute Lehrerfahrung: Hier übernehmen die Studierenden ausgewählte Lehrveranstaltungen in Seminaren und Vorlesungen von ihrer Hauptbetreuerin oder ihrem Hauptbetreuer. Dieser unterstützt bei der didaktischen Vor- und Aufbereitung der Veranstaltungen, ist während der Lehrveranstaltungen anwesend und bespricht diese mit den Studierenden nach. Ziel ist, ein Austausch von „Best Practices“ zwischen Betreuer/in und Studierenden und das Heranführen an begeisternde und didaktisch wertvolle Lehre als wichtiger Teil einer akademischen Laufbahn. Außerdem sollen die Studierenden erfahren, dass Lehre nicht nur ein „notwendiges Übel“ ist, wie sie leider allzu oft gesehen wird, sondern auch eine belohnende und bereichernde Erfahrung sein kann: zum einen, um selbst die Materie besser zu durchdringen, aber auch um anregendes Feedback von Seiten der Studierenden in die eigene Forschungsarbeit mit einfließen lassen zu können.

 

- Weitere Lehrveranstaltungen auf Doktoratsniveau: Zusätzlich haben die Studierenden die Möglichkeit entsprechend ihrer Interessen und Bedürfnisse weitere Lehrveranstaltungen, auch an anderen Fakultäten, zu besuchen. So kann es zum Beispiel durchaus wertvoll sein, sich als angehende/r Neurowissenschaftler/in mit Themen wie „Ethische Aspekte in den Humanwissenschaften“ oder „Wissenschaftsphilosophie“ auseinander zu setzen. Die Studierenden haben außerdem die einzigartige Möglichkeit, Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland für Workshops einzuladen, um auch von wegweisenden internationalen Forschungspersönlichkeiten zu lernen. Diese werden für 1-2 Tage nach Salzburg eingeladen und geben ihr theoretisches und praktisches Wissen während dieser Zeit an interessierte Studierende weiter. Dadurch entstanden auch bereits Kooperationsprojekte bzw. absolvierten Studierende ihren Auslandsaufenthalt an den Instituten dieser Experten. Weitere Themen für solche Lehrveranstaltungen fokussieren auch auf die Ausbildung fachübergreifender Kompetenzen wie z.B. „Wissenschaftliches Schreiben“ oder „Wissenschaftliche Karriereplanung“. Letztere finden auch häufig im Austausch mit den anderen Doktoratskollegs am FB Biowissenschaften und dem FB Geowissenschaften im Rahmen sog. „Career Days“ statt.

 

- Sommer- und Winterakademien: Als weiteres zentrales Element findet außerdem jedes Semester eine zweitägige Sommer- bzw. Winterakademie statt. Während Winterakademien der Erweiterung und Vertiefung fachspezifischer Kompetenzen dienen, wird bei den Sommerakademien auf fachübergreifende Themen wie beispielsweise „Gut Präsentieren“, „Projektmanagement“ oder „Karriereplanung in der Wissenschaft“ fokussiert. Bei allen Akademien werden auch immer nationale und internationale Experten eingeladen, um einen Austausch und Wissenstransfer von außerhalb in das Doktoratskolleg zu ermöglichen. Die Akademien dienen darüber hinaus dem fachlichen sowie sozialen Austauschs zwischen Studierenden und „Faculty“. Nicht selten entstehen so auch neue interdisziplinäre Forschungsideen, die dann in Projekten aufgegriffen und umgesetzt werden.

 

Neben diesen Kernelementen des Curriculums nehmen die Studierenden zudem an internationalen Symposien und Konferenzen teil, und werden angehalten aktiv zu partizipieren, d.h. mit Poster- oder Vortragsbeitrag.

 

FACHSPEZIFISCHE KOMPETENZEN

Im Rahmen der Ausbildung im Doktoratskolleg lernen die Studierenden aus theoretischer Perspektive die Methoden kennen, derer sich die kognitiven Neurowissenschaften bedienen. Sie können diese Methoden, zumindest in den Grundzügen, auch in der Praxis einsetzen. Für die Methoden, die sie in ihrer eigenen Forschungsarbeit einsetzen, werden sie zu Experten. Sie haben ein grundlegendes Verständnis, welche Methoden für welche Forschungsfragen geeignet sind und können diese kreativ einsetzen, um innovative Forschungsfragestellungen zu beantworten. Sie kennen außerdem wichtige Theorien und Konzepte der kognitiven Neurowissenschaften sowie aktuelle Probleme und Herausforderungen (z.B. Replikationskrise) und wissen, wie diesen zu begegnen ist. Feedback zu ihrem aktuellen Kompetenzzustand erhalten die Studierenden von ihren Hauptbetreuern und in der jährlichen Generalversammlung wo der Studienfortschritt mit der gesamten „Faculty“ offen diskutiert wird.

 

VERALLGEMEINERBARE BZW. FACHÜBERGREIFENDE KOMPETENZEN

- Kritisches Denken & Diskutieren: Die Studierenden können nach Absolvierung des Curriculums Erkenntnisse, Theorien und Konstrukte kritisch hinterfragen und angemessen mit Kolleginnen und Kollegen diskutieren. Sie können außerdem Möglichkeiten und Erfordernisse zur Verbesserung der Forschungsarbeit ableiten und neue Forschungsideen generieren.

- Selbstreflexion und Metawissen: Die Studierenden können einschätzen, wie viel sie wissen, doch auch Wissenslücken erkennen und geeignete Strategien (z.B. Selbststudium, Kontaktieren von Kolleginnen und Kollegen) anwenden, um diese zu schließen. Dafür grundlegend ist, dass ihr Wissen ist nicht auf ihr spezifisches Thema begrenzt ist, sondern sie über ein breites Grundlagenwissen im Bereich der kognitiven Neurowissenschaften und angrenzenden Gebieten verfügen.

- Kommunikative Kompetenz: Die Studierenden haben die kommunikative Kompetenz, um bei Vorträgen und durch ihre schriftliche Arbeit zu überzeugen. Sie wissen, wie Vorträge zu strukturieren sind und wie sie durch den gekonnten Einsatz von Rhetorik und Sprache überzeugen.

- Interkulturelle Kompetenz: Durch die Internationalität des Doktoratskollegs erwerben sie außerdem interkulturelle Kompetenz. Sie kennen Eigenheiten anderer Kulturen sowie der eigenen und wissen, entsprechend damit umzugehen.

- Lehrkompetenz: Die Studierenden verfügen über zumindest grundlegende Lehrkompetenzen. Sie wissen, wie Vorlesungen und Seminare didaktisch aufzubereiten sind, welche didaktischen Methoden sie anwenden können. Sie sollen außerdem erfahren, dass Lehre bereichernd sein und eine weitere Quelle der Motivation für eine akademische Laufbahn darstellen kann.

- Lernen durch Lehren: Im Doktoratskolleg wird außerdem explizit der Wissenstransfer unter den Studierenden und damit das „Lernen durch Lehren“, z.B. in den Seminaren „Neue Methoden der kognitiven Neurowissenschaften“ gefördert.

 

AUSLANDSERFAHRUNG

Explizit erwünscht und gefördert wird auch ein Auslandsaufenthalt der Studierenden im Rahmen ihrer Ausbildung im DK. Die Studierenden haben die Möglichkeit, bis zu 6 Monate ihres Doktorats an einer selbstgewählten Institution im Ausland zu verbringen. Sie können dann ihr Doktoratsstudium auf 4 Jahre verlängern, d.h. ein viertes Jahr wird unter der Voraussetzung, dass min. drei (nach Möglichkeit ? 6) Monate innerhalb der ersten drei Jahre im Ausland verbracht wurden, finanziert. Der Auslandsaufenthalt dient der internationalen Vernetzung der Studierenden und der Erweiterung und dem Austausch von Wissen. Darüber hinaus können die Studierenden auch ihre interkulturelle Kompetenz verbessern. Schließlich sollen sie auch Einblicke in andere Bildungssysteme und Organisationen (d.h. Universitäten, außeruniversitäre Forschungsinstitutionen) gewinnen und Vergleiche zum Doktoratsstudium in Salzburg ziehen können.

Positionierung des Lehrangebots

Das Angebot richtet sich an Doktoratsstudierende, wobei jede Hauptbetreuerin und jeder Hauptbetreuer, die/der ein Mitglied der sog. „Faculty“ ist, Doktorand/inn/en für die Aufnahme in das Doktoratskolleg vorschlagen kann. Da das Doktoratskolleg ein eigens konzipiertes Curriculum umfasst, muss das gesamte Doktoratsstudium im Rahmen des Kollegs absolviert werden. Das Thema der Dissertation muss aus dem Bereich der kognitiven Neurowissenschaften bzw. aus dem Interessensgebiet eines der „Faculty“-Mitglieder stammen.

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2018 nominiert.