Educational Working Groups (EWG’s)

Konzept

Ziele

Abstimmung der Lehrinhalte bei interdisziplinären Lehrveranstaltungen

Kurzzusammenfassung

Für die Qualitätssicherung in der Abstimmung der Lehrinhalte der Lehrmodule bzw. Kurse ist die Einrichtung von Educational Working Groups unbedingt notwendig. Pro Kurs ist eine Gruppe von Lehrenden aus den verschiedenen Organisationseinheiten für die Abstimmung der Inhalte verantwortlich, wobei Expert/inn/en aus dem klinischen und nicht klinischen Bereich unbedingt vertreten sein sollten. Erstrebenswert ist eine maximale Teilnehmer/innenzahl von 3-5 Personen pro Gruppe.

Die EWGs sind verantwortlich für die
• Definition der learning outcomes;
• Entwicklung eines Kurses - Constructive Alignment ;
• Lehrmethoden während der Kontaktstunden;
• Prüfung und Prüfungsmethoden;
• Evaluierung des Kurses;
• Berichte an die Curriculums-Kommission Veterinärmedizin.


Die Arbeitsaufträge an die EWG‘s erstrecken sich von den obengenannten Tätigkeiten bis zur Endformulierung und dem Layout nach den Anforderungen für das ECTS Label.
 

Nähere Beschreibung

Für nachhaltige Qualitätssteigerung gilt die intrinsische Motivation als wichtiger, wenn nicht als der wichtigste Treiber. Ausgehend von dem Umstand, dass insbesondere die Möglichkeit der Mitgestaltung und das Einbringen der eigenen Ideen und Vorstellungen ein wesentlicher Faktor für die Förderung der intrinsischen Motivation ist, hat die Vetmeduni bei der Gestaltung des neuen Curriculums auf einen möglichst breite Beteiligung der Lehrenden gesetzt. Dazu wurden insgesamt 16 "Educational Working Groups" (EWGs) gebildet, die jeweils ein Lehrmodul betreuen. Die EWGs sind interdisziplinär zusammengesetzt und sowohl für die Ausarbeitung und Abstimmung der Inhalte wie auch die Organisation des jeweiligen Lehrmoduls verantwortlich. Die Curriculum-Kommission, die bis dahin vor allem den Ablauf, aber auch die Gewichtung der Inhalte bestimmte, übernimmt in diesem Setting nunmehr die Aufgabe der Koordination der EWGs. Die EWGs wurden institutionalisiert, sodass die Teilnahme an den entsprechenden Sitzungen zu den dienstlichen Obliegenheiten gehört. Damit wird sichergestellt, dass sich die entsprechenden Lehrenden über die Abhaltung von Lehrveranstaltungen hinaus auf strategischer Ebene mit den Zielen und Inhalten des Curriculums und damit der Lehre beschäftigen und gestalterisch tätig werden. Die Identifikation mit den Zielen der Lehre soll so gestärkt werden. Bei einer durchschnittlichen Besetzung von 5 aktiven Mitgliedern pro EWG ergibt sich nach Abzug der Mitglieder, die in mehr als einer EWG (max. 3) tätig sind, eine Beteiligung von über 50 Lehrenden an der Gestaltung und Durchführung des Curriculums. Bei einer Gesamtzahl von ca. 360 Lehrenden ergibt dies einen Anteil von knapp 14%. Der im Qualitätsmanagment für einen Change-Prozess notwendige Anteil von "Change-Agents" wird mit 10-15% angegeben. Daher kann – unterstützt durch Weiterbildungsangebote im Bereich Didaktik und Personal Skills, z.B. Train the Trainer – davon ausgegangen werden, dass der Prozess der Selbstgestaltung auch in die restliche Lehrorganisation weiter getragen werden kann, was letztlich in einem professionelleren und positiven Zugang zur Lehre resultieren sollte.