Zertifikat Hochschuldidaktische Kompetenz

Umgesetztes Projekt

Ziele

- Weiterentwicklung des hochschuldidaktischen Handlungsrepertoires der Lehrenden

- Begleitung und Unterstützung von NeueinsteigerInnen in der Lehre

- Intensive interdisziplinäre Vernetzung der Lehrenden

Kurzzusammenfassung

Das „Flagschiff“ der hochschuldidaktischen Weiterbildungsangebote für Lehrende an der FH St. Pölten ist der Lehrgang zum „Zertifikat Hochschuldidaktische Kompetenz“. Es handelt sich dabei um ein Blended-Learning-Programm mit einer zu absolvierenden Workload von 7 ECTS über zwei Semester. Für nebenberuflich Lehrende wurde ein auf 3 ECTS verkürzter Pfad geschaffen.

 

Der Lehrgang ist ein Blended-Learning-Angebot und integriert

• sieben Präsenzmodule,

• vertiefende Arbeitsaufträge innerhalb der begleitenden Lernplattform eCampus,

• die Durchführung und Auswertung wechselseitiger Kollegialer Hospitationen,

• vertiefende Einzelberatungen bei SKILL,

• eine schriftliche Abschlussarbeit („Teaching Portfolio“) sowie

• kontinuierliches Peer-Learning innerhalb der Lehrgangsgruppe

zu einem umfassenden hochschuldidaktischen Basis-Curriculum.

Nähere Beschreibung

Insgesamt sieben - in etwa sechswöchigem Abstand angebotene - Präsenzmodule strukturieren das Curriculum, das jeweils von Oktober bis Juli läuft:

- Kickoff-Modul

- Modul „Didaktische Planung“

- Modul „Effektive Prüfungsmodelle entwickeln"

- Modul „Methodenrepertoire erweitern“

- Modul „Blended Learning / Inverted Classroom“

- Modul „Betreuung von Projekt- und Abschlussarbeiten“

- Modul „Evaluierung & Transfer“

 

Kernzielgruppe für den Lehrgang sind neu eintretende hauptberufliche Lehrende. Das Kollegium der FH St. Pölten empfiehlt neu eintretenden Kolleginnen und Kollegen ausdrücklich die Teilnahme am Lehrgang. Nach Maßgabe verfügbarer Plätze sind aber auch bereits erfahrenere Lehrende oder nebenberuflich Lehrende gerne willkommen. Schließlich hat sich in der konkreten Durchführung gezeigt, dass Vielfalt durchaus auch hier eine Erfolgsformel ist. Die richtige Durchmischung von „Neuen“ und Erfahrenen, haupt- und nebenberuflichen Lehrenden, die darüber hinaus die fachliche Breite der FH St. Pölten meist recht gut abbilden, sorgt für ausreichend Motivation und Material für wechselseitig gewinnbringenden Erfahrungsaustausch. Die Feedbacks im Anschluss an die jeweilige Durchführung betonen jedes Mal den besonderen Mehrwert, der durch die kontinuierlich vernetzte Lern-Community entsteht.

 

Somit kann hier von einer sehr effektiven und auch nachhaltigen Umsetzung von Peer Learning unter Lehenden gesprochen werden. Zumal die hier geknüpften studiengangsübergreifenden Kontakte in vielen Fällen auch über das Lehrgangsende hinaus bestehen bleiben und das jeweilige individuelle Netzwerk in und um die FH St. Pölten wesentlich erweitern. Der Aufbau und die Entwicklung der Lern-Community wird durch Aufgabenstellungen in der begleitenden Moodle-Plattform, die auf Erfahrungsaustausch und voneinander lernen ausgelegt sind, kontinuierlich unterstützt.

 

Die wechselseitigen Hospitationen, die entsprechend strukturiert vor- und nachbereitet sowie abschließend dokumentiert werden, sind für die meisten Teilnehmenden ein Highlight im Rahmen des Lehrgangs. Insofern war es nur folgerichtig, dass aus dieser „Testumgebung“ der wesentliche Impuls für einen flächendeckenden Einsatz der "Kollegialen Hospitation" an der FH St. Pölten ausging (vgl. dazu die entsprechende Projektbeschreibung auf www.gute.lehre.at).

Weiterführende Information