Kollegiale Hospitation

Umgesetztes Projekt

Ziele

- Förderung der Vernetzung der Lehrenden

- Förderung von Peer Learning als Instrument der Weiterbildung und Qualitätssicherung in der Lehre

- Förderung des Stellenwerts der Lehre und der Weiterentwicklung von Lehrkompetenz durch hochschulweite Verbindlichkeit regelmäßiger kollegialer Hospitationen

Kurzzusammenfassung

Im SS 2014 wurde an der FH St. Pölten im Kollegium ein fhweites verbindliches Projekt der "Kollegialen Hospitation beschlossen. Seit dem WS 2014/15 erfolgt die Umsetzung, d.h. unsere Lehrenden sind aufgefordert ihren KollegInnen bei der Gestaltung von Lehrveranstaltungen „über die Schulter zu schauen“. Die stärksten AHA-Effekte stellen sich dabei ein, wenn bewusst Hospitationspartner aus fachfremden Bereichen gewählt werden.

Nähere Beschreibung

Schon seit etlichen Semestern führten die TeilnehmerInnen des Lehrgangs zum „Zertifikat Hochschuldidaktische Kompetenz“ Kollegiale Hospitationen (KH) durch. In den abschließenden Feedbacks zum Lehrgang wurden die erlebten AHA-Effekte aus Hospitationen von vielen der beteiligten Lehrenden geradezu euphorisch beschrieben. Somit lag es nahe das Potential von KH auf breiterer Basis für die hochschuldidaktische Kompetenzentwicklung zu nutzen. Ende des Sommersemesters 2014 wurde daher im FH-Kollegium eine verbindliche Strategie der Kollegialen Hospitation von Lehrveranstaltungen beschlossen. Seither gilt die Regelung, dass alle hauptberuflichen Lehrenden mindestens einmal innerhalb von zwei Jahren eine Lehrveranstaltung durch einen Kollegen bzw. eine Kollegin hospitieren lassen. Externe Lehrbeauftragte, die eine Lehrverpflichtung von mehr als 4 SWS pro Studienjahr haben, werden ebenfalls von hauptberuflich Lehrenden hospitiert.

 

Im Sinne der Qualitätssicherung des Hospitationsprozesses wird ein vierteiliger Prozess durchlaufen:

a) das gemeinsame Vorgespräch

b) die Lehrveranstaltungsbeobachtung

c) das gemeinsame Auswertungsgespräch

d) eine abschließende kurze schriftliche Dokumentation aus beiden Perspektiven.

 

Das „Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren und Lernen“ („SKILL“) ist für das Prozessdesign, die Entwicklung unterstützender Leitfäden sowie bedarfsgerechter Fortbildungen und Beratungen verantwortlich. Im Einzelfall stehen SKILL-Mitarbeiter auch als Hospitationspartner zur Verfügung. Primär ist es jedoch das Ziel, Lehrende – idealerweise aus unterschiedlichen Fachrichtungen – miteinander zu vernetzen und so das „Voneinander Lernen“ in Sachen didaktischer Konzepte und Strategien systematisch auf der Organisationsebene zu verankern.

 

SKILL hat begleitend zum Prozess ein kurzes Video erstellt, in dem Lehrende ihre ersten Hospitationserfahrungen beschreiben. Das Video darf gerne geteilt werden. Wir freuen uns über Erfahrungsberichte aus anderen Hochschulen und Hinweise für die Weiterentwicklung unseres Modells.

Weiterführende Information