eDidactics – Ein Fortbildungsprogramm der Steirischen Hochschulkonferenz für den Einsatz von Technologien in der Hochschullehre

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Im September 2014 installierte die Steirische Hochschulkonferenz die Arbeitsgruppe „Technologiegestütztes Lehren und Lernen“. Die Arbeitsgruppe hatte den Auftrag, ein Fortbildungsprogramm für Hochschullehrende im Bereich „E-Learning“ zu entwickeln. Das Fortbildungsprogramm verfolgt das Ziel, Lehrende dabei zu unterstützen, ihre Lehrqualifikation mit Kompetenzen beim Einsatz neuer Medien anzureichern und so den aktuellen Bedürfnissen der Studierenden in Hinblick auf eine innovative Lehre gerecht zu werden.

Die Arbeitsgruppe setzte sich aus E-Learning-Expertinnen und -Experten aller neun steirischen Hochschulen zusammen. In einem ersten Schritt wurden von September bis De-zember 2014 Vorbereitungsarbeiten für die Entwicklung des Fortbildungsprogramms durchgeführt. Dazu zählten insbesondere eine Analyse der Ist-Situation, die Definition der Zielgruppen und möglicher Anreizsysteme für den Einsatz von E-Learning sowie ein basa-ler Vorschlag für die technische Umsetzung.

Von Jänner bis Mai 2015 wurden die Struktur und die Inhalte des Fortbildungsprogramms erarbeitet. Die Ergebnisse konnten am 27. Mai 2015 im Rahmen des Symposiums „Good Practice der Hochschuldidaktik“ vorgestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Webseite www.edidactics.at schon fertiggestellt. Die Webseite informiert nicht nur über die Programminhalte und die Voraussetzungen für die Absolvierung des Programms, Teilnehmer/innen können sich auch zum Fortbildungsprogramm bzw. zu dessen Modulen anmelden.

Die Steirische Hochschulkonferenz hat 2017 beschlossen „eDidactics“ nach einer Pilotphase in den Regelbetrieb überzuführen. Pro Studienjahr wird jedes der acht Module des Fortbildungsprogramms einmal angeboten.

Beschreibung

eDidactics ist ein hochschuldidaktisches Fortbildungsprogramm für den Einsatz von Technologien in der Hochschullehre. Zielgruppe sind Hochschullehrende (des steirischen Hochschulraums), die Zusatzqualifikationen im Bereich der Verwendung von neuen Medien erwerben möchten.
Das Programm ist modular aufgebaut. Es besteht aus insgesamt acht Modulen, die eine Arbeitslast von je einem ECTS-Punkt aufweisen – ausgenommen davon ist ein Modul mit zwei ETCS-Punkten. Unter sieben Modulen können die Teilnehmer/innen frei wählen, ein Modul ist für alle Teilnehmer/innen verpflichtend. Um eDidactics erfolgreich abzuschließen, müssen die Teilnehmer/innen Module mit einer Gesamt-Arbeitslast von mindestens sechs ECTS-Punkten absolvieren. Die Module finden grundsätzlich als Kombination von Präsenz- und Online-Phasen statt. Folgende Module werden angeboten:

• Umgang mit Elementen eines Lernmanagementsystems
• Mediendidaktik
• E-Moderation und Kommunikation mit digitalen Medien
• Kooperation und Kollaboration mit digitalen Medien
• Multimediaproduktion
• Leistungsfeststellung
• Rechtsfragen im Bereich der technologiegestützten Lehre
• Umgang mit die lehr-/lernrelevanten hausinternen Hard- und Software

Das Programm wird von der Steirischen Hochschulkonferenz und damit von allen neun steirischen Hochschulen gemeinsam angeboten. Die Module wurden von den einzelnen Hochschulen entwickelt und werden auch von diesen betreut. Die zentrale Verwaltung liegt bei der Universität Graz.
Webseite: www.edidactis.at

Im September 2014 beschloss die Steirische Hochschulkonferenz als Dachorganisation derneun steirischen Hochschulen, ein gemeinsames Fortbildungsprogramm fu?r den Einsatz von Technologien durch Hochschullehrende zu entwickeln. Dieser Beschluss erfolgte im Rahmen des allgemeinen Schwerpunktes „Hochschuldidaktische Aus- und Weiterbildung“ und verfolgte die Zielsetzung, ein möglichst niederschwelliges Fortbildungsangebot mit einem fu?r Hochschullehrende neben ihren Kerntätigkeiten bewältigbaren Arbeitsaufwand zu schaffen, mit dem sowohl die technischen als auch die (medien-)didaktischen Kompetenzen der Hochschullehrenden gestärkt werden. An der Entwicklung sowie an der Umsetzung des Fortbildungsprogramms mit dem Namen „eDidactics“ sollten alle steirischen Hochschulen gleichermaßen beteiligt sein. Diese Anforderung stellte eine gesonderte Herausforderung dar, da die Hochschulen sowohl hinsichtlich ihrer Lehr- und Forschungsschwerpunkte als auch in Hinblick auf ihre Größe, ihre damit verbundenen verfu?gbaren Ressourcen und ihre Lehrenden- und Studierendenzahlen sehr heterogen ausgeprägt sind. Folgende Hochschulen haben sich am Projekt beteiligt:

• Fachhochschule CAMPUS 02
• Fachhochschule Joanneum
• Kirchliche Pädagogische Hochschule Graz
• Kunstuniversität Graz
• Medizinische Universität Graz
• Montanuniversität Leoben
• Pädagogische Hochschule Steiermark
• Technische Universität Graz
• Universität Graz

Um den potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Fortbildungsprogramm eDidactics einen möglichst niederschwelligen Zugang zu bieten, wurde das Fortbildungsprogramm modular aufbereitet. Dieser Aufbau gewährleistet die größtmögliche zeitliche Flexibilität bei der Absolvierung der einzelnen Module. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass der mit den Modulen verbundene Arbeitsaufwand in der Höhe von grundsätzlich 25 Arbeitsstunden pro Modul ein für Hochschullehrende bewältigbares Ausmaß nicht übersteigt. Der Workload wurde in Analogie zu Lehrveranstaltungen in Punkten nach dem European Credit Transfer System (ECTS) bemessen. Letztendlich wurden sieben der insgesamt acht Module ein ECTS-Punkt zugewiesen, ein Modul wurde mit zwei ECTS-Punkten versehen.

Der Umstand, dass die Teilnehmer/innen unterschiedliche Vorqualifikationen mitbringen, wurde insofern berücksichtigt als dass sich die Module als Wahlpflichtfächer verstehen. (Eine Ausnahme bildet das Modul „Umgang mit der lehr-/lernrelevanten hausinternen Hard- und Software“, das alle Teilnehmer/innen verpflichtend besuchen mu?ssen, um zu gewährleisten, dass sie mit der technischen Infrastruktur ihrer jeweiligen Hochschule vertraut sind.) Fu?r den positiven Abschluss des gesamten Fortbildungsprogrammes wurde demnach die Absolvierung von Modulen im Mindestausmaß von insgesamt sechs ECTS-Punkten festgelegt. Sieben der acht Module werden als Kombination von Präsenz- und Online-Phasen, also als „Blended Learning“ angeboten, ein Modul findet als reines Online-Angebot statt. Einerseits können Teilnehmer/innen so zeitlich und örtlich flexibel agieren, andererseits ist die gewählte Form des „Blended Learning“ den Inhalten des Fortbildungsprogrammes geschuldet.
Auf Basis mehrerer Konzepte, die von einzelnen beteiligten Hochschulen bereits im Vorfeld und unabhängig von der Entwicklung von „eDidactics“ erarbeitet worden waren, wurden folgende acht Module definiert und mit entsprechenden Lernzielen versehen:

Umgang mit Elementen eines Lernmanagementsystems (1 ECTS-Punkt):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • die Anwendungsgebiete eines Lernmanagementsystems und dessen wesentliche Funktionen beschreiben;
  • didaktische Möglichkeiten und den didaktischen Mehrwert eines Lernmanagementsystems sowie dessen Funktionen erklären;
  • selbstständig Funktionen eines Lernmanagementsystems verwenden;
  • die Funktionen des Lernmanagementsystems in Hinblick auf Lehr-/Lernszenarien in ihrem Unterricht adäquat auswählen und anwenden;
  • eine Lehrveranstaltung im Lernmanagementsystem unter Berücksichtigung von didaktischen Aspekten strukturell aufbereiten.

Mediendidaktik (1 ECTS-Punkt):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • unterschiedliche theoretische Lehr-/Lernszenarien des technologiegestu?tzten Lehrens und Lernens beschreiben;
  • den didaktischen Mehrwert des Medieneinsatzes in Hinblick auf definierte Lehr-/Lernziele beschreiben;
  • praktische Lehr-/Lernarrangements in der eigenen Lehre entwickeln, einsetzen und evaluieren;
  • Möglichkeiten und Risiken des Einsatzes digitaler Medien in der Hochschullehre einschätzen und die Studierenden in Hinblick auf Mediennutzung sensibilisieren.

E-Moderation und Kommunikation mit digitalen Medien (1 ECTS-Punkt, das Modul wird als reine Online-Veranstaltung angeboten):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • unterschiedliche Kommunikationstools (z.B. Chats, Diskussionsforum, Videoconferencing) mit deren Vor- und Nachteilen beschreiben;
  • Kommunikationstools im Rahmen synchroner und asynchroner Kommunikation für Lehr-/Lernprozesse adäquat einsetzen;
  • Basisbegriffe der E-Moderation beschreiben;
  • E-Moderation in der eigenen Lehre anwenden;
  • Möglichkeiten und Grenzen der Kommunikation mittels digitaler Medien in der Hochschullehre nennen und beschreiben;
  • die Netiquette und Regeln der virtuellen Kommunikation anwenden.


Kooperation und Kollaboration mit digitalen Medien (1 ECTS-Punkt):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • unterschiedliche Kooperations- und Kollaborationstools (z.B. Weblogs, Wikis, Filesharing, Mindmapping) mit deren Vor- und Nachteilen beschreiben;
  • Kooperations- und Kollaborationstools für Lehr-/Lernprozesse adäquat einsetzen;
  • unterschiedliche Methoden beim Einsatz von Kooperations- und Kollaborationstools auf Lernsituationen anwenden;
  • Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation und Kollaboration mit digitalen Medien in der Hochschullehre nennen und beschreiben;
  • kollaborative und kooperative Lernsituationen betreuen und deren Ergebnisse beurteilen.

Multimediaproduktion (2 ECTS-Punkte):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • Möglichkeiten der Multimediaproduktion (z.B. Präsentationen, E-Books, Videos, Podcast/Webcast, Animationen, Simulationen, Apps, Augmented Reality) sowie deren Vor- und Nachteile im Zusammenhang mit der Hochschullehre beschreiben;
  • die Eignung einzelner Multimediaprodukte generell und für die eigene Lehr-/Lernsituation einschätzen;
  • die einzelnen Schritte einer Medienproduktion benennen (z.B. Drehbuch, Story-board) und ein Erstellungskonzept entwickeln;
  • ein Multimediaprodukt (z.B. Präsentation, Video oder E-Book) unter didaktischen Aspekten und unter Berücksichtigung audiovisueller Grundregeln erstellen.

Leistungsfeststellung (1 ECTS-Punkt):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • gängige Methoden (z.B. elektronische Pru?fung, Peer Review, ePortfolio) zur technologiegestützten Leistungsfeststellung und (Selbst-)überprüfung der Lernfortschritte anhand von Praxisbeispielen beschreiben;
  • die Eignung sowie die Vor- und Nachteile technologiegestützter Leistungsfeststellungen zur Überprüfung definierter Lernziele und Kompetenzen beurteilen;
  • automatisierte elektronische Prüfungen erstellen, die Auswertungsmöglichkeiten nutzen sowie die Feedbackmöglichkeiten sinnvoll einsetzen;
  • gängige Methoden zur (Selbst-)Überprüfung der Lernfortschritte anwenden.

Rechtsfragen im Bereich der technologiegestützten Lehre (1 ECTS-Punkt):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • die aktuellen Rechtsgrundlagen benennen und die rechtlichen Rahmenbedingungen (z.B. Urheberrecht, Datenschutzrecht, Persönlichkeitsrecht, Dienstrecht) bei der Verwendung von Technologien in der Lehre berücksichtigen;
  • freie Bildungsressourcen (OER) für Lehr-/Lernsituationen auffinden und adäquat einsetzen;
  • eigene Lehr-/Lernmaterialien unter geeignete Lizenzmodelle (z.B. Creative Commons) stellen;
  • die Rechtsfolgen der Missachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen beschreiben und Studierende sowie Dritte über diese informieren.

Umgang mit der lehr-/lernrelevanten hausinternen Hard- und Software (1 ECTSPunkt,
Pflichtmodul):
Nach Absolvierung des Moduls können die Teilnehmer/innen

  • die zur Verfügung stehende Infrastruktur beschreiben;
  • die zur Verfügung stehende Infrastruktur bedienen;
  • die Möglichkeiten und Restriktionen der zur Verfügung stehenden Infrastruktur beschreiben.

Die für alle Module geltenden Beurteilungskriterien für die positive Absolvierung des jeweiligen Moduls wurden wie folgt definiert:

  • Die Teilnehmer/innen müssen in den Präsenzphasen zumindest zu 75 Prozent anwesend sein. Ersatzleistungen für fehlende Präsenzzeiten sind nicht möglich.
  • Alle Arbeitsaufträge des jeweiligen Moduls müssen positiv erledigt werden.
  • Etwaige notwendige Nacharbeiten (bei negativer Erledigung einzelner Arbeitsaufträge) müssen bis spätestens zwei Monate nach Modulende abgegeben werden.

Mit der Festlegung der Module und deren Lernzielen ist garantiert, dass die Teilnehmer/innen in allen relevanten Belangen des technologiegestützten Lehrens und Lernens ein adäquates Angebot erhalten, aus dem sie sich jene Bereiche auswählen können, in denen sie zusätzliche Kompetenzen erwerben wollen. Der Gleichstellungsaspekt wurde über alle Module hinweg als Querschnittsthema definiert, um sicher zu stellen, dass die Teilnehmer/innen sich in jedem Fall insbesondere mit den Themen „Gender“ und „Barrierefreiheit“ auseinandersetzen.

Organisation des Fortbildungsprogrammes
Hinsichtlich der Organisation des Fortbildungsprogramms wurde rasch deutlich, dass die dafür notwendigenRessourcen nur durch die egalitäre Kooperation aller neun beteiligten Hochschulen bereitgestellt werden können, und dass sich die Kosten für die Entwicklung und Durchführung des Fortbildungsprogrammes nicht durch Teilnahmegebühren in jener Höhe decken lassen, die für hochschulinterne Fortbildungsprogramme üblicherweise bezahlt werden. Zudem wird eben die hochschulübergreifende Zusammenarbeit als ein wesentlicher Mehrwert von „eDidactics“ gesehen, der es ermöglicht, hochschuldidaktische Stärken im Bereich des Einsatzes von Lehr-/Lerntechnologien im steirischen Hochschulraum zu bündeln.

Die Entwicklung und die Durchführung der Module erfolgt daher im Partizipationsprinzip: Jedes Modul wurde von jeweils einer Hochschule entwickelt, die auch für dessen Durchführung zuständig ist. Ausgenommen davon ist das Modul „Leistungsfeststellung“, das in der Verantwortung von zwei Hochschulen liegt. Das Modul „Umgang mit der lehr-/lernrelevanten hausinternen Hard- und Software“ wird als Pflichtmodul von allen neun Hochschulen angeboten und wendet sich an jene Teilnehmer/innen, die an der jeweiligen Hochschule beschäftigt sind. Einer Hochschule kommt die Gesamtorganisation des Fortbildungsprogrammes zu. Diese Hochschule ist unter anderem für die Teilnehmerverwaltung, den Betrieb der Webseite www.edidactics.at und die Bewerbung des Programms zuständig und bietet daher (abgesehen vom Pflichtmodul) kein Modul an.

Das Partizipationsprinzip kommt auch bei der Beschickung des Fortbildungsprogrammes mit Teilnehmer/innen zur Anwendung. Als Gegenleistung für die eingebrachten Ressourcen kann jede Hochschule zunächst pro Jahr zwei Hochschullehrende entsenden, die kostenlos am Fortbildungsprogramm teilnehmen. Damit ist gleichzeitig eine entsprechende Grundauslastung sichergestellt. Mit dem Partizipationsprinzip wird versucht, eine weitest gehende Gleichstellung aller beteiligten Hochschulen zu erreichen. Die unterschiedlichen Größen der einzelnen Hochschulen (und damit das quantitative Potenzial der Teilnehmer/innen) müssen jedoch unberücksichtigt bleiben. Zudem muss der mit der Gesamtorganisation des Fortbildungsprogrammes verbundene Mehraufwand extra abgegolten werden.

Da die einzelnen Module an unterschiedlichen Hochschulen angeboten werden, kommen im Bereich der Online-Phasen bisher unterschiedliche Lernmanagementsysteme zum Einsatz. Auf die Entwicklung eines zentralen Systems zur Ablage der Lehr-/Lernmaterialien und zum kollaborativen Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bzw. zur Kommunikation zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den Vortragenden wird aus Kostengründen zunächst verzichtet. Jedoch steht mit der Webseite www.edidactics.at eine gemeinsame Plattform zur Verfügung, auf der zumindest alle Informationen rund um das Fortbildungsprogramm gebündelt abrufbar sind.

Der Text der näheren Beschreibung entspricht – in leicht editierter Form – einem Auszug aus folgender Publikation: Kopp, M., Ebner, M., Rehatschek, H., Schweighofer, P., Sfiri, A., Swoboda, B., Teufel, M., (2016) Entwicklung von „eDidactics“: Ein Fortbildungsprogramm fu?r den Einsatz von Technologien in der Hochschullehre. In: Qualität in Studium und Lehre - Kompetenz- und Wissensmanagement im steirischen Hochschulraum. Springer. S. 305-321.

Mehrwert

eDidactics ist das erste systematisierte hochschulübergreifende Fortbildungsprogramm für den Einsatz für Technologien in der Hochschullehre in Österreich. Durch die Kooperation von neun Hochschulen werden deren hochschuldidaktische Stärken gebündelt, was einerseits einen inhaltlichen Mehrwert mit sich bringt und andererseits die Zusammenarbeit unterschiedlicher Hochschultypen (Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen) stärkt.

Die Akzeptanz von „eDidactics“ bei den Lehrenden ist eng mit entsprechenden Anreizen fu?r die Teilnahme am Programm verbunden. Ein wesentlicher Anreiz – und damit ein wesentlicher Mehrwert - besteht in der Ausstellung eines Teilnahme-Zertifikates durch die Steirische Hochschulkonferenz. Alle steirischen Hochschulen erkennen das Zertifikat als zu beru?cksichtigende Zusatzqualifikation bei Stellenbewerbungen an. Das Zertifikat unterstu?tzt somit Hochschullehrende, die im steirischen Hochschulraum zu einer anderen Hochschule wechseln möchten.

Mit Stand Dezember 2016 zählt das Fortbildungsprogram 40 Teilnehmer/innen, zwei Teilnehmerinnen haben das Programm bereits erfolgreich abgeschlossen. Nach Ende des ersten Studienjahres wurde das Programm einer umfangreichen Evaluation unterzogen. Das Evaluationsergebnis ist sehr positiv: Die Teilnehmer/innen empfinden das Fortbildungsangebot in Hinblick auf ihre Tätigkeit als Lehrende als sehr nützlich und sie sind sehr gerne bereit, eDidactics Kolleginnen und Kollegen weiterzuempfehlen.

Profitierende

  • Studierende
  • Lehrende

Aufwand

Die Entwicklung des Fortbildungsprogramms erfolgte kooperativ unter der Beteiligung aller neun steirischen Hochschulen. Obwohl die Entwicklung und Durchführung der Module von den handelnden Personen im Rahmen ihrer herkömmlichen Tätigkeitsprofile er-folgt, wurde zu Projektbeginn eine Kostenkalkulation erstellt. Im Durchschnitt betragen die Kosten pro Modul und Durchführung (inklusive eines eingerechneten Entwicklungsanteils) 3.500 Euro. Da die Module von unterschiedlichen Hochschulen erstellt und betreut werden, verteilt sich die Finanzierung der notwendigen Ressourcen auf alle beteiligten Hochschulen weitgehend gleichmäßig. Zusätzlich wurde eine Stelle für die zentrale Organisation des Fortbildungsprogramms im Ausmaß von fünf Wochenstunden eingerichtet.

Die Kosten für die Teilnahme am Fortbildungsprogramm betragen 900 Euro. Allerdings haben alle beteiligten Hochschulen die Möglichkeit, jeweils zwei Teilnehmer/innen pro Studienjahr unentgeltlich zu entsenden. Die Finanzierung des Programm erfolgt daher im überwiegenden Maß durch Inkind-Leistungen (Erstellung und Durchführung der Module). Die zentrale Koordinationsstelle wird von der Steirischen Hochschulkonferenz finanziert.