Erwachsenenbildung, Lehrveranstaltung

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Die Fachhochschule Kärnten – Weiterbildungszentrum (WBZ) – bietet mit ihren Weiterbildungslehrgangsangeboten, die Möglichkeit der Teilhabe am (beruflich orientierten) lebenslangen/lebensbegleitenden Lernen. Es gibt verschiedene Weiterbildungsangebote, die von Master Lehrgängen bis hin zu Zertifikatslehrgängen reichen. Seit 2008 wird an der Fachhochschule Kärnten der Weiterbildungslehrgang „Pädagogik für Gesundheitsberufe“ angeboten. Ausgangsidee ist, auf Masterebene eine Ausbildung speziell für Lehrkräfte im Bereich Gesundheit und Pflege zu schaffen. Mit diesem Weiterbildungslehrgang wird ein für die Praxis anerkannter Lehrgang für die Übernahme von Lehr- und Leitungsaufgaben im Gesundheits- und Pflegebereich angeboten. Der FH-Lehrgang ist berufsbegleitend ausgerichtet, die zeitliche Organisation reicht von Blockveranstaltungen mit Präsenzphasen bis hin zu Fernstudienelementen. Der Lehrgang, der insgesamt 4 Semester dauert, wird von erfahrenen Lehrpersonen der FH-Kärnten sowie von Vortragenden aus verschiedenen Praxisfeldern (u.a. Erwachsenenbildung/Weiterbildung, Gesundheitswesen, Betriebswirtschaft) begleitet. Ziel ist es, den Studierenden nicht nur ein theorie- und forschungsgeleitetes Wissen, sondern auch ein Praxiswissen für die Berufsausübung „Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege“ oder für Lehr- und Leitungsaufgaben im Bildungs- und Gesundheitswesen zu geben (siehe Link 2).

 

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die pädagogische (Bildungs-)Arbeit. Dafür wird u.a. die Lehrveranstaltung „Erwachsenenbildung“ angeboten. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist eine allgemeine Einführung in das breite Feld der Erwachsenenbildung.

Beschreibung

Primäres Ziel des Lehrprojektes ist, dass erwachsenenpädagogische Leitsätze und Prinzipien im Rahmen der Lehrveranstaltung „gelebt“ werden; Form und Inhalt korrespondieren (u.a. Anwendungsbezug, Prozeduralisierung des Wissens). Leitend als Gesamtkonzept ist die Handlungsorientierung mit all ihren abwechselnden Anforderungsprofilen (neben: Wissenschaftsorientierung, Exemplarischen, Strukturiertheit). Handlungsorientiertes Lernen ist ein mehrdimensionales Konzept mit unterschiedlichen Planungs-, Gestaltungs- und Zieldimensionen, wo verschiedene didaktisch-methodische Arbeitsformen (mit entsprechenden Handlungsspielräumen) zum Einsatz gebracht werden, um neben dem kognitiven Aspekt auch den methodisch-instrumentellen (kreativen) Aspekt des Lernens zu begegnen. Handlungsorientierung zielt auf die Einübung von Handlungsformen, wo die Informationsbeschaffung/-aufbereitung genauso dazugehört wie die Erarbeitung von Lerntechniken, die Abstimmung von (Lern-)Interessen oder die Erprobung von Vortragstechniken. Darüber hinaus zielt der handlungsorientierte Unterricht – und damit auch das Lehrprojekt – auf eine reflexive Haltung, auf eine Reflexion des (eigenen) Tuns und Handelns, wodurch die Handlungsorientierung wiederum eine Rückkoppelung erfährt (vgl. Kaiser 1992, Riedl 2004).

Im Rahmen des Weiterbildungslehrganges, sowie auch im Kontext der Lehrveranstaltung „Erwachsenenbildung“, erwerben die Studierenden verschiedene pädagogisch-didaktische Handlungskompetenzen, die sie befähigen Lehr- und Leitungsaufgaben im Bildungs- und Gesundheitswesen (Aus- und Weiterbildung) zu übernehmen. Es erfolgt einerseits eine Orientierung an die im Rahmen des Weiterbildungslehrganges definierten Ziele und Kompetenzprofile (siehe Link 2). Andererseits werden im Lehrprojekt – authentisch und praxisorientiert – Merkmale und Besonderheiten (Leitlinien) der erwachsenenpädagogischen Bildungsarbeit vermittelt. Ziele der Lehrveranstaltung sind neben der reflexiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Bildungsverständnis (Bildungszugang), das Kennenlernen des Handlungsfeldes der Erwachsenenbildung und der dafür notwendigen Anforderungs- und Kompetenzprofile sowie der verschiedenen bildungstheoretischen Zugänge, Ausrichtungen und Auseinandersetzungen. Leitend als Gesamtkonzept ist die Handlungsorientierung mit all ihren Anforderungsprofilen, wodurch das Lehrprojekt nicht nur lerner/innenorientiert wird, sondern auch didaktische und methodische Flexibilität und Innovation ermöglicht. Im Wintersemester 2016/2017 fand die Lehrveranstaltung z.B. an folgenden Terminen mit folgenden thematischen Schwerpunktsetzungen statt (Tage und Zeiten variieren pro Semester, es sind jedoch immer 24 Lehreinheiten (LE); 2 Lehreinheiten entsprechen 1,5 Stunden; 15 oder 30 Minuten Pause nach jeweils 2 LE bzw. flexible Pausengestaltung je nach Arbeitsprozess; zu Mittag 60 Minuten Mittagspause):

 

1. LV-Tag – 16.12.2016 (6 LE):

 

- 14:30-16:00 Uhr (2 LE): Begrüßung und Kennenlernen, Einführung in Lehr-Lernziele und die didaktisch-methodische LV-Planung sowie reflexive Auseinandersetzung mit dem eigenen Bildungsverständnis und mit anderen Zugängen/Verständnissen

- 16:30-18:00 Uhr (2 LE): Einführung das Handlungsfeld der Erwachsenenbildung sowie Entwicklungen in der österreichischen Erwachsenenbildung

- 18:15-19:45 Uhr (2 LE): Auseinandersetzung mit spezifischen Anforderungs- und Kompetenzprofilen eines Erwachsenenbildners/einer Erwachsenenbildnerin

 

2. LV-Tag – 17.12.2016 (6 LE):

 

- 08:30-10:00 Uhr (2 LE): Kennenlernen der Zielgruppe und Teilnehmer/innen der Erwachsenenbildung (Erwachsene, Ältere, Bildungsbeteiligungen)

- 10:15-11:45 Uhr (2 LE): Kenntnisse in Bezug auf die Angebots- und Seminarentwicklung sowie didaktische Prinzipien

- 12:45-14:15 Uhr (2 LE): Einführung in das Forschungsprojekt „Intergenerationelles Lernen“ in der wissenschaftlichen Weiterbildung und in der Erwachsenenbildung in der nachberuflichen Lebensphase sowie „kleine Weihnachtsfeier“

 

3. LV-Tag – 25.01.2017 (4 LE):

 

- 12:45-14:15 Uhr (2 LE): Einführung in vier bildungstheoretische Texte sowie Kennenlernen (Einzelarbeit) eines Textes (Textauswahl: Negt 1998, Lenz 1999, Liessmann 2006, Arnold o.J., Meueler 2009)

- 14:30-16:00 Uhr (2 LE): Erarbeitung eines bildungstheoretischen Textes in einer von insgesamt vier Kleingruppen (Leitende Punkte: Autor/in, Jahr, Titel, Haupt-/Kernaussagen, Thesen)

 

4. LV-Tag – 27.01.2017 (8 LE):

 

- 08:30-10:00 Uhr (2 LE): Präsentation und inhaltlich-methodische Diskussion der erarbeiteten bildungstheoretischen Texte ­– Lernen in einer Welt gesellschaftlicher Umbrüche (Text Negt – Analyse-Modell)

- 10:15-11:45 Uhr (2 LE): Präsentation und inhaltlich-methodische Diskussion der erarbeiteten bildungstheoretischen Texte – Bildungstheorien und bildungstheoretische Zugänge (Text Lenz – On the Road/Straßenkarte und Liessmann – Fantasie der Buchstaben)

- 12:45-14:15 Uhr (2 LE): Präsentation und inhaltlich-methodische Diskussion der erarbeiteten bildungstheoretischen Texte – Bildungstheorien und Subjektorientierung (Text Arnold – Fallendes Laub und Meueler – Annahmen-Puzzle)

- 14:30-16:00 Uhr (2 LE): Reflexive Auseinandersetzung mit den (kennen-)gelernten Inhalten, Lernzielüberprüfung und Evaluation (Transfersicherung und LV-Evaluation)

 

In Hinblick auf die zu erfüllenden Auswahlkriterien lässt sich die Arbeit in der Lehrveranstaltung folgend beschreiben:

 

- Innovative Hochschuldidaktik: Es werden verschiedene Sozialformen und Lehrmethoden zum Einsatz gebracht, welche die Studierenden zum aktiven Mittun und Mitdenken sowie zum (kritischen) Reflektieren anregen; insgesamt wird – im Rahmen der Handlungsorientierung – das Konzept des lebendigen und interaktiven Lernens verfolgt. Grundidee ist, die klassische Präsenzzeit nicht nur als Zeit zur reinen Vermittlung von Wissen und Inhalten zu verstehen, sondern als eine gemeinsame (Gruppen-)Zeit, die verstärkt die praktische Anwendung der Theorie mittels didaktisch-methodischer Aufbereitung betont. Die zu erarbeiteten theoretischen Inhalte werden in die Lehrzeit als Einzel- und Gruppenphasen eingebettet, sodass in der Präsenzzeit (Plenumsphase) die Anwendung, Übung, Reflexion und Klärung offengebliebener Fragen im Vordergrund bleibt. Die Lerninhalte werden in Form von Lernmodulen zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsaufträge sind so organisiert, dass sie Eigenverantwortung fördern und selbstgesteuertes/selbstorganisiertes Lernen ermöglichen. Jede/r Studierende kann sich auf diese Weise die Inhalte einerseits individuell und andererseits durch Teamarbeit (voneinander Lernen, miteinander Lernen) erarbeiten. Unterstützt wird der Erarbeitungsprozess durch gezielte Vorgaben zur Bearbeitung und zum Verständnis (z.B. Textarbeit, Thesenpapiere, Fragenkataloge). Der Lernprozess wird für die Studierenden durch dieses Konzept einerseits „geteilt“, andererseits aber auch auf verschiedenen Ebenen individualisiert, wodurch die Lernenden mehrere Anschlussmöglichkeiten zum Lernen erfahren.

 

- Von Forschung gelehrte Lehre: In das Lehrprojekt werden eigene Forschungsarbeiten und (Praxis-) Erfahrungen eingebracht; leitend – im Rahmen der Handlungsorientierung – ist das Konzept des Beobachtungslernens (Vorbildlernen, Lernen am Modell). Die Studierenden sollen durch „Beobachtung“ des jeweiligen „Leitbildes“ bzw. Forschungsprojektes einerseits die Bedeutung des wissenschaftlichen Arbeitens und der empirischen Forschung kennenlernen. Andererseits sollen die ausgewählten Beispiele auch die erwachsenenpädagogische Bildungspraxis widerspiegeln und einen Theorie-Praxis-Transfer ermöglichen. Es werden durchgeführte und/oder laufende Projekte, Forschungsmethoden und Forschungserkenntnisse vorgestellt sowie Forschungsprodukte (Broschüren) verteilt. Highlights, Herausforderungen und Misserfolge werden so offen wie möglich präsentiert. Die Studierenden werden durch Fragen angeregt mitzudenken, Lösungswege und Lösungsvorschläge zu finden und die Forschungsarbeit kritisch zu beleuchten; es soll zu einem interaktiven, diskursiven Austausch zwischen der Lehrperson und den Lernenden kommen. Die Studierenden sollen sich nicht nur als Lernende verstehen, sondern auch als Forscher/innen erfahren und in Hinblick auf die eigene Forschungsarbeit (Master Thesis) vorbereitet und motiviert werden.

 

- Studierendenzentrierung: Im Rahmen des Lehrprojekts werden die Studierenden in einen dialogischen sowie selbstreflexiven Austausch gebracht z.B. indem sie Inhalte im Einzelstudium, in Kleingruppen erarbeiten und im Plenum darlegen/präsentieren/diskutieren; es wird – im Rahmen der Handlungsorientierung – das Konzept des lebendigen und interaktiven Lernens (siehe „Innovative Hochschuldidaktik“) verfolgt sowie das Konzept des integrierten Lernens berücksichtigt. Beispielsweise wird die Erarbeitung theoretischer Inhalte auf Online-Lerneinheiten (Blendend Learning) ausgelagert, damit in der Präsenzphase die Anwendung, Übung, Reflexion und Klärung offener Fragen im Vordergrund steht. Die Studierenden erhalten dadurch besonders in berufsbegleitenden Lehrgängen eine hohe zeitliche und örtliche Autonomie, wodurch auch ihre Selbstlernkompetenz gefördert und gefordert wird. Die Lehrende versteht sich in diesem Prozess als (Lern-)Begleiterin und Unterstützerin. Die Lerninhalte werden in Form von Texten, Artikeln, Fragekatalogen usw. vorbereitet und online (mit klarem Arbeitsauftrag) zur Verfügung gestellt. Fragen, die bei den Studierenden während des Erarbeitungsprozesses auftreten, können flexibel an die Lehrperson gerichtet werden. In jedem Fall wird der Erarbeitungsprozess sowie der Umgang mit der Selbstlernkompetenz im Rahmen der Präsenzphasen besprochen und reflektiert (reflexives Lernen).

 

- Kompetenzorientierung: Die Kompetenzorientierung erfolgt einerseits in Anlehnung an die im Rahmen des Weiterbildungslehrganges definierten Ziele und Kompetenzprofile (siehe Fußnote 3). Andererseits werden im Lehrprojekt Merkmale und Besonderheiten der erwachsenenpädagogischen Kompetenzen vermittelt, die in Verbindung zu Bildungstheorien, Gesellschaftstheorien und Menschenbild gesetzt sind; es wird – im Rahmen der Handlungsorientierung – nach dem Konzept der interaktiven Lehre (siehe „Innovative Hochschuldidaktik“) sowie nach dem Konzept der reflexiven Kompetenz und konstruktivistischen Didaktik gearbeitet. Grundidee ist die Schulung des vernetzten Denkens (Zusammenhangkompetenz) und der Gewinn einer eigenen Urteilskraft bzw. der eigenen Klarsicht bezüglich Handlungsvermögen und -möglichkeiten. Darüber hinaus soll von den Lernenden auch erkannt werden, dass es neben der „eigenen Realität“ noch andere Wahrnehmungen, Perspektiven und Erfahrungen gibt. Es ist ein vertieftes, ausgeweitetes Nachdenken/Überlegen über Hintergründe, Anlässen, Zusammenhänge, Auswirkungen eines (Sach-)Verhaltes und/oder einer Handlung. Die zu erarbeitenden Lerninhalte werden in Form von Lernmodulen vermittelt und in Kombination mit Arbeitsaufträgen (z.B. Kleingruppenarbeit mit Kartenabfrage) gebracht, sodass auch Bezüge zu bereits kennengelernten Inhalten/Theorien (z.B. Lehrveranstaltungen „Pädagogik“, „Präsentationstechniken“ usw.) hergestellt werden können. Die Studierenden lernen, sich in der inhaltlichen Vielfalt und dem Bedeutungsreichtum denkend zu orientieren. Durch die Kleingruppenarbeit und die Verknüpfung mehrerer Erfahrungswelten erfahren die Lernenden eine Perspektivenverschränkung, die wiederum für das eigene zukünftige pädagogische Tun und Handeln von Bedeutung ist.

 

- Strukturiertes Planungskonzept: Dem gesamten Unterricht liegt ein strukturiertes Planungskonzept vor, wo im Vorfeld der didaktisch-methodische Unterricht geplant wird; bei der Planung wird primär nach dem Konzept der Handlungsorientierung bzw. des handlungsorientierten Lernens (siehe „Kurzzusammenfassung“) gearbeitet. Grundüberlegung ist, strukturiert und exemplarisch mit ausgewählten Inhalten (u.a. Leittexten, Leitfragen) wissenschaftsorientiert zu arbeiten, sodass die Lernenden Gegebenheiten kennenlernen und/oder erkennen, die ein inhaltliches Schaffen und/oder Kombinieren ermöglichen. Die Planungsarbeit stellt dabei keine geschlossene, rezeptartige Lernkonzeption dar, sondern sie ist immer „probeweise“ und offen gehalten. Das Planungskonzept wird daher auch jedes Semester neu aufbereitet und entsprechend nach Feedback, Erfahrungen, Eindrücken usw. adaptiert.

Mehrwert

Der Mehrwert des Lehrprojektes bezieht sich in erster Linie auf die erwachsenenpädagogische/-gerechte und persönlichkeitsorientierte Arbeit; Form und Inhalt korrespondieren. Das heißt, die Studierenden lernen im Lehrprojekt die erwachsenenpädagogischen Prinzipien und Leitsätze nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch kennen. Den Studierenden wird mit diesem Konzept einerseits auf Augenhöhe begegnet, andererseits werden sie dort abgeholt, wo sie gerade stehen (1. Semester). Darüber hinaus wird ihnen ein kreatives, lebendiges und reflektiertes Lernen sowie der Einstieg in neue (andere) Lebens- und Lernwelten ermöglicht. Die detaillierte didaktisch-methodische Planung sowie die Orientierung am Konzept der Handlungsorientierung bieten Struktur und (Lern-)Orientierung, nicht nur für die Lehrbeauftragte, sondern auch für die Studierenden. Bei Bedarf kann der Plan jederzeit flexibel umstrukturiert werden, es können neue Themen aufgegriffen, Inhalte verschoben oder vertieft werden. Damit wird auch der Teilnehmer/innen/orientierung Rechnung getragen, wo Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmenden beachtet werden. Der Mehrwert dieser Maßnahme ist, dass sich die Studierenden/Lernenden durch das Konzept der Handlungsorientierung „angesprochen“ und sich als lernende Wesen mit all ihren (Lern-)Stärken, (Lern-)Schwächen und (Lern-)Ängsten wahrgenommen fühlen. Außerdem wird ihnen dadurch die Perspektive eröffnet, dass auch Lehrende selbst stets Lernende sind und bleiben. Folglich kann ein Lernen, ein gemeinsames Lernen, ein miteinander und voneinander Lernen stattfinden, was wiederum eine Lehr-Lern-Erleichterung für alle Beteiligten – für Studierende und die Lehrende – mit sich bringt.

Profitierende

  • Studierende
  • Lehrende

Aufwand

In der Vorbereitung (u.a. Planung/Konzeptionierung des Konzepts, Erstellung von Arbeitsmaterialien/-unterlagen, Vorbereitung der Methoden) zeigt sich ein deutlich höherer (Zeit-) Aufwand, als in der Durchführung selbst. In der Mikrodidaktik (direkt im Unterricht/in der Lehre) profitieren Lerner/innen (Student/inn/en, Teilnehmer/innen) und Lehrer/innen durch die Handlungsorientierung gleichermaßen (siehe „Mehrwert“). Beispielsweise geben aktivierende, innovative und kreativitätsfördernde Ansätze nicht nur den Lerner/innen eine Abwechslung, sondern auch Lehrer/innen (Trainer/innen) erhalten dadurch einen inhaltlich und methodisch abwechslungsreichen Unterricht, den sie dann als „fachkompetente/r Moderator/Moderatorin“ begleiten (Lernbegleiter/in, Lernberater/in, Lernunterstützer/in). Je nach Konzeptionierung gibt es auch noch einen Zeitaufwand in der Nachbereitungsphase (z.B. Erstellung von Fotoprotokollen – siehe Link 3, Nachreichung von Unterlagen, Sichtung schriftlicher (Abschluss-)Arbeiten z.B. Learning Logs). Zudem versteht sich die Lehrbeauftragte als Lernbegleiterin. Da Fragen oft erst im tatsächlichen Tun (z.B. beim Schreiben des Learning Logs, beim Verfassen des Exposés für die Masterthesis) aufkommen, haben die Studierenden auch über die Lehrveranstaltung hinaus die Möglichkeit Fragen zu stellen (telefonisch und/oder via E-Mail). Dadurch entsteht nach der tatsächlichen LV-Durchführung doch noch ein bestimmter Zeit-/ Arbeitsaufwand, der (je nach Gruppe und je nach Interessen bzw. Fragen der Studierenden) nicht abschätzbar und schon gar nicht im Vorfeld kalkulierbar ist.

Positionierung des Lehrangebots

Das Lehrprojekt wird im Rahmen des Weiterbildungslehrganges „Pädagogik für Gesundheitsberufe“ an der Fachhochschule Kärnten (Standort Feldkirchen) angeboten. Der Weiterbildungslehrgang ist ein berufsbegleitender Lehrgang, der 4 Semester (120 ECTS) dauert und mit einem „Master of Education“ (M.Ed.) abschließt. Die Lehrveranstaltung „Erwachsenenbildung“ findet (mittlerweile) gegen Ende des 1 Semesters, meist im Dezember und Jänner, statt.

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2017 nominiert.