Seminar zu Technical English I

Würdigung der Jury

Das Lehrprojekt "Technical English" verbindet traditionelle Lehrformen mit digitalen Methoden auf höchst gewinnbringende Weise.
Das didaktische Grundkonzept der prämierten Lehrveranstaltung setzt auf einen hohen Anteil von Selbststudium, um Zeit für die gerade in der Sprachpraxis so wichtige Präsenzphase auf der einen Seite zu gewinnen, gleichzeitig aber auch Studierenden, die den Kurs berufsbegleitend belegen, die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben. 'Studierbarkeit' und 'Kompetenzorientierung' sind somit zwei entscheidende Mehrwerte, die durch den hohen Grad an Digitalisierung und die Teilinvertierung ("Inverted Classroom") in der prämierten Lehrveranstaltung generiert werden.
Durch zusätzliche Peer-to-Peer Interaktion sowie die Kommunikation mit den Kursverantwortlichen über die Plattform wird auch in den Phasen des Selbststudiums Kontakt zu den Teilnehmenden gehalten.
Frau Archan gelingt in ihrem Konzept somit eine fast ideale Umsetzung des Inverted Classroom Konzepts, das nicht nur die auf einem Arsenal digitaler Elemente und Szenarien beruhenden selbstständigen Inhaltsvermittlungs- und -erschließungsphasen vor die Präsenzphasen setzt, sondern zusätzlich auch noch die digital erworbenen Inhalte auf den Prüfstand stellt. Letzteres geschieht mit Audience-Response-Systemen im Präsenzgeschehen. Zusätzlich setzt das Gesamtkonzept auf Social Media, ein heute in der modernen Lehre eminent wichtiger Bestandteil zur digitalen Kooperation und Kommunikation
Neben dem Kurskonzept zeigen die verschiedenen von Frau Archan genutzten Entwicklungstools sowie die eingesetzten Hörsaaltechnologien, die hohe Fertigkeit der Preisträgerin im Umgang mit modernen Technologien.
Evaluationen, die eigene Beforschung des Lehrkonzepts und die positiven Meinungen von Studierenden und Kolleginnen und Kollegen runden das Gesamtbild nicht nur ab, sondern sind permanente Motivation für die würdige Preisträgerin, ihr Gesamtkonzept stets an neue Gegebenheiten anzupassen.
Ich bin mir sicher, dass Dagmar Archan den Preis als Ansporn für weitere Verfeinerungen ihres gelungen Lehrkonzepts sieht.

Auszug aus dem Gutachten von
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Handke
Universität Marburg

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Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Die Fachhochschule CAMPUS 02 hat mehr als 1200 Studierende in fünf Studienrichtungen, wobei die Mehrheit einem berufsbegleitenden Studium nachgeht. Dies bedeutet, dass die Studierenden ihre Ausbildung zusätzlich zu einer haupt- oder nebenberuflichen Tätigkeit absolvieren. Für berufsbegleitend Studierende stellt dies, vor allem wegen der geforderten Präsenzzeiten, oftmals eine erhebliche Belastung dar. Zudem zeigen Untersuchungen, dass Digital Natives, also Personen, die mit neuen Medien aufgewachsen sind und diese häufig nutzen, den Einsatz dieser Medien im Unterricht auch verlangen. Aus diesem Grund wird die Lehrveranstaltung Technical English I, die im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Innovationsmanagement der FH CAMPUS im 5. Semester abgehalten wird, seit dem Wintersemester 2015/16 im Blended Learning-Design angeboten. Dies bedeutet, dass im Vergleich zu vorherigen Semestern die Anzahl der Präsenzeinheiten um rund die Hälfte reduziert wurde, die Lehrziele jedoch gleich geblieben sind. Verbunden damit führt die Lektorin ein vergleichendes Dissertationsprojekt durch, um herauszufinden, ob und wie Blended Learning-Lehrveranstaltungen Seminare mit reinem Präsenzcharakter ersetzen können. Ergebnisse dieser Untersuchung sollen in die Planung anderer Lehrveranstaltungen der FH CAMPUS 02, sowie, in weiterer Folge, in die Curriculumserstellung einfließen. Mit dem Konzept der Lehrveranstaltung Technical English I verfolgt die Lektorin das ehrgeizige Ziel einer für Studierende ansprechenden, interaktiven und individuell betreuten Lehrveranstaltung, die nach didaktischen Überlegungen in Präsenz- und Onlinephasen eingeteilt ist. Diese Lehrveranstaltung hat Pioniercharakter, da es sich dabei um die erste Sprach-Lehrveranstaltung an der FH CAMPUS 02 handelt, die nach diesem Konzept aufgebaut ist.

Beschreibung

Im Rahmen der Blended Learning-Lehrveranstaltung Technical English I wechseln sich Präsenztermine mit Onlinephasen ab. Die Präsenztermine dienen der Festigung des in den Onlinephasen Gelernten (im Sinne eines flipped classrooms) sowie der Vermittlung neuer Inhalte. Die Onlinephasen sind studierendenzentriert und geprägt von kleinen Aufgaben, die die Lektorin den Studierenden via Facebook oder im Blogbereich der Kurswebsite stellt. Die Studierenden entscheiden eigenverantwortlich, wann, wo und wie sie lernen. Die Lektorin gibt zeitnah individuelles Feedback zu jedem Eintrag der Studierenden. Die gestellten Aufgaben sind kompetenz- und praxisorientiert und häufig zu weiterführenden Quellen verlinkt – die Einbeziehung des World Wide Web erlaubt die Forderung leistungsstarker Studierenden. Leistungsschwächere Studierende profitieren von selbstbestimmten Lernwegen und -tempo. Einige der Aufgaben werden gemeinsam bearbeitet und ermöglichen kollaboratives Lernen. Die Lektorin fungiert als Unterstützerin der Studierenden; sie gibt individuelles Feedback, weist auf Termine und Deadlines hin und ermutigt zu Diskussionen. Die Vorteile der Lehrveranstaltung ergeben sich aus dem innovativen Ansatz der Verwendung von Social Media und interaktiven Tools, sowie aus der individuellen Betreuung durch die Lektorin. Das Blended Learning-Design verbindet die Berücksichtigung der zeitlichen Verfügbarkeit berufsbegleitender Studierender mit den Vorteilen des Mikrolernens.

Die Bachelorstudierenden des Studiengangs Innovationsmanagement werden im Rahmen der Lehrveranstaltung Technical English I im 5. Semester sprachlich für eine Vielzahl an technischen und wissenschaftlichen Aufgaben ihres Berufs- und Studienlebens gerüstet. Die Note der Studierenden setzt sich aus folgenden Teilbereichen zusammen: schriftliche Klausur (40%), Erstellen eines Abstracts inklusive Peer Review (20%), mündliche Präsentation (20%), Mitarbeit (20%). Die Lehrveranstaltung wird seit dem Wintersemester 2015/16 als Blended Learning-Seminar abgehalten. Traditionelle Präsenztermine (diese wurden, im Vergleich zu reinen Präsenzlehrveranstaltungen, um die Hälfte verkürzt) werden dabei mit Onlinephasen didaktisch sinnvoll verknüpft. Auf diese Art und Weise wird die Flexibilität und Effektivität von E-Learning mit den Vorteilen der Face-to-Face-Kommunikation im Rahmen der Präsenzphasen kombiniert. Zu Beginn steht eine Präsenzphase (Kennenlernen der Studierenden, Erklärung des Ablaufs der Lehrveranstaltung). Es folgen vier E-Learning-Phasen, wobei nach jeder Onlinephase (eine Ausnahme bildet die letzte Onlinephase) eine Präsenzeinheit steht. In den Präsenzeinheiten werden bei Bedarf Fragen zu den in den Onlinephasen erarbeiteten Inhalten beantwortet und Inhalte gefestigt (im Sinne eines flipped classrooms). Des Weiteren werden ausgewählte Inhalte (z.B. abstract writing, poster presentations) in den Präsenzeinheiten erarbeitet, andere wiederum im Rahmen der Onlinephasen (z.B. Grammatik). In den Onlinephasen ist die Lektorin täglich online, um mit den Studierenden zu kommunizieren. Der abstract writing Prozess (Studierende schreiben Abstracts, geben ihren Kolleginnen und Kollegen Feedback, arbeiten das erhaltene Feedback ihrer Peers ein und erhalten Feedback von der Lektorin) wird zur Gänze online abgewickelt. Im Rahmen der Mitarbeitsnote können die Studierenden online gestellte Aufgaben beantworten. Außerdem werden zwei freiwillige, synchrone Onlinesessions angeboten, um offene Fragen klären zu können.

 

Die eingesetzten neuen Technologien zur Umsetzung des Blended Learning-Konzepts werden nun im Detail erläutert:

 

Website

Für den Kurs Technical English I wurde von der Lektorin eine eigene Website erstellt. Sie erfüllt drei Funktionen:

 

• Information

Auf der Website finden die Studierenden sämtliche Informationen zu Kursablauf, Terminen und Benotung sowie relevante Links. Erinnerungen und Informationen zu Terminen werden auf der Website selbst, aber auch mittels Blogfunktion bzw. in den Facebookgruppen veröffentlicht.

 

• Download / Lernvideos

Im Downloadbereich können die Studierenden Lernvideos ansehen bzw. die dazugehörigen pdf-Dokumente downloaden. Die Lernvideos wurden von der Lektorin eigens für die Lehrveranstaltung erstellt.

 

• Kommunikation

In den Onlinephasen findet die Kommunikation mit der Lektorin sowie der Studierenden untereinander wahlweise auf dem Blog der Webseite bzw. in den Facebookgruppen statt. Auf der Website gab es im WS 2016/17 außerdem eine live Chatfunktion, die synchrone Kommunikation mit der Lektorin ermöglichte.

 

Facebook

Facebook ist, gemeinsam mit dem Blog, das Kommunikationsmedium in den E-Learning-Phasen. Es wurde gewählt, da viele Studierende (nicht nur am Computer, sondern z.B. auch mit dem Smartphone) täglich darauf zugreifen und es in der Handhabung einfach und dynamisch ist. Während der Onlinephasen werden von der Lektorin beinahe täglich kleine Aufgaben gepostet, die die Studierenden bis zum Ende der jeweiligen E-Learning-Phase erledigen können, um Mitarbeitspunkte zu „verdienen“. Somit wird ein selbstbestimmtes Lernen der Studierenden ermöglicht. Die Studierenden müssen nicht alle Aufgaben beantworten, sondern können selbst wählen, wann sie welche Aufgaben bearbeiten möchten (eigenverantwortliche Auswahl jener Aufgaben, mit welchen die Studierenden sich befassen möchten um ihr Wissen zu erweitern bzw. verstärktes Arbeiten in jenen Bereichen, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt, sowie orts- und relativ zeitunabhängiges Lernen). Außerdem sollen sich die Studierenden regelmäßig und in kleinen Dosen mit der englischen Sprache beschäftigen. Die Lektorin ist regelmäßig online und kommentiert alle Einträge der Studierenden.

 

Quizlet

Quizlet ist eine Online-Plattform, die Studierenden das Lernen von Vokabeln ermöglicht. Für den Kurs werden, gegliedert nach Themenbereichen, verschiedene Vokabellisten angelegt, wobei die Lektorin die Vokabel, Definitionen, sowie selbst aufgenommene Beispielsätze als Hörbeispiele zur Verfügung stellt. Die Studierenden können mit Hilfe verschiedener Funktionen, die die Plattform anbietet (vom Ausdruck von Vokabellisten bis hin zur Erstellung von Tests oder Spielen) ihre Vokabelkenntnisse selbständig verbessern und testen. Die Lektorin kann bei Bedarf die Lernfortschritte der Studierenden in Quizlet beobachten.

 

Office 365 (OneDrive)

Office 365 ermöglicht das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten. In dieser Lehrveranstaltung wird OneDrive für den Peer Review Prozess verwendet. Der Vorteil für die Lektorin besteht darin, einfach nachvollziehen zu können, ob die Studierenden die jeweiligen Deadlines einhalten, da das verwendete Programm alle Änderungen an den Dokumenten übersichtlich darstellt.

 

Google Tabellen

Um die Übersicht über die bereits erreichten E-Learning-Punkte nicht zu verlieren, wird ein Google Tabellenfile angelegt – einen Link dazu finden die Studierenden auf der Website. Die Studierenden können die Tabelle einsehen, nicht aber bearbeiten. Sie wird nur dann verwendet, wenn alle Studierenden der öffentlichen Darstellung ihrer Ergebnisse zustimmen.

 

Skype

Die freiwillige, synchrone Lehreinheit wird mittels Skype abgehalten. Dieses Tool ermöglicht Videokonferenzen mit mehreren Studierenden.

 

Socrative

Socrative ist eine kostenlose Web-App, die Lektorinnen und Lektoren die Erstellung von Quizzes ermöglicht. Für die Lehrveranstaltung Technical English I werden z.B. zu Grammatikkapiteln Quizzes erstellt, die den Studierenden während der Onlinephasen zugänglich sind. Die Studierenden erhalten nach Abgabe ihrer Antworten meist Erklärungen zu den richtigen Antworten.

Kahoot

Kahoot ist eine Freeware, mit der die Lektorin im Sinne einer Gamification des Unterrichts Quizzes erstellt, die live im Unterricht gespielt werden. Die Studierenden loggen sich dabei auf der Website ein und beantworten Fragen mit ihren Mobiltelefonen. Kahoot wird im Unterricht sowohl zur Überprüfung bereits gelernter Inhalte (z.B. in den Onlinephasen) also auch zur Erarbeitung neuer Inhalte verwendet.

 

Camtasia

Camtasia ist eine Software zur Erstellung und Bearbeitung von Lernvideos. Sie wird nicht nur zur Erstellung der Lernvideos verwendet, sondern kommt auch bei der Beurteilung von schriftlichen Texten zum Einsatz (die Studierenden geben Texte ab, erhalten ein im Word-Korrekturmodus korrigiertes Dokument sowie ein Video (Screencast), das ihren Text inklusive Korrekturen zeigt, und von erklärendem Kommentaren der Lektorin begleitet wird).

 

Im Folgenden werden die Vorteile des Blended Learning-Designs für diese Lehrveranstaltung dargestellt:

 

Die Onlinephasen zielen darauf ab, im Sinne einer Ermöglichungsdidaktik Lernarrangements zu schaffen, in welchen die Studierenden ihre Lernprozesse selbst bestimmen können (Lernen in Selbstorganisation). Die Studierenden entscheiden selbst, wann (im Rahmen der jeweiligen Onlinephasen), wo (die oftmals kleinen Aufgaben können in Pausen während der Arbeit bzw. auch am Smartphone gelöst werden) und wie sie lernen (Lernplattformen wie Quizlet bieten verschiedene Möglichkeiten, Vokabel zu lernen; Lernvideos können bei Bedarf ein- oder mehrmals angesehen werden und da nicht alle E-Learning-Aufgaben beantwortet werden müssen, können die Studierenden selbst entscheiden, in welchen Bereichen sie noch mehr üben möchten; vor allem für leistungsschwächere Studierende kann dies von Vorteil sein). In den Onlinephasen versucht die Lektorin als Unterstützerin der Studierenden zu fungieren, indem mit Hilfe vieler kleiner Aufgaben, aber auch durch die Zurverfügungstellung von Online-Materialien (z.B. für den Kurs erstellte Lernvideos) studierendenzentrierte Lernarrangements geboten werden, in welchen die Studierenden sich aktiv Wissen aneignen können. Die Lektorin gibt zeitnahes Feedback auf alle Einträge der Studierenden, wobei Fehler angesprochen werden, jedoch nicht zu Punkteabzügen führen. Die Studierenden sind bei der Wahl des Mediums selbstbestimmt – sie können Ihre Einträge entweder per Facebook oder im Blog veröffentlichen.

Die gestellten Aufgaben sind, sofern der Kontext dies erlaubt, praxis- und kompetenzbezogen, um die Studierenden darauf vorzubereiten, zukünftige berufsrelevante Aufgaben in Bezug auf die englische Sprache zu lösen. Wann immer sich die Gelegenheit ergibt wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich auf ihre eigenen beruflichen Lebenswelten zu beziehen; sie sollen Sprache so verwenden, wie dies auch in ihrem eigenen Berufsalltag der Fall ist. Eine derartige Aufgabenstellung wäre ohne Onlinetools nur schwer möglich.

Auch im Rahmen von Grammatikübungen produzieren die Studierenden aktiv Sprache, anstatt z.B. die richtige Verbform in einen Lückentext einzusetzen. Die meisten Aufgaben verlangen die praxisnahe Produktion von Sprache, oftmals kombiniert mit authentischen Videos oder Links, mit welchen sich die Studierenden vorab beschäftigen müssen.

Die Studierenden werden von der Lektorin ermutigt, Informationsquellen des World Wide Web zu verwenden, um die gestellten Aufgaben zu lösen Die Lernprozesse können und sollen somit (vor allem für leistungsstärkere Studierende) über das curriculare Angebot hinausgehen (weiterführende Recherche, Diskussion mit anderen Studierenden und der Lektorin). Die Lektorin versucht, die Studierenden dazu anzuregen, sich über die definierten Lernziele hinaus mit einem Thema zu beschäftigen, indem sie den Studierenden in einem vorgegebenen Rahmen die Wahl des Themas überlässt. Wiederum wären diese Rechercheprozesse ohne den Einsatz neuer Medien nur schwer durchführbar.

Im Rahmen der Onlinephasen kommt es mitunter zu kollaborativem Lernen. Die Studierenden bearbeiten Aufgaben gemeinsam, lesen die Einträge der anderen Studierenden, kommentieren diese und helfen sich gegenseitig. Der Lernprozess wird somit zu einem kooperativen Prozess für Studierende und die Lektorin, die, wie auch die Studierenden selbst, Verantwortung für die Erreichung der Lernziele übernimmt, indem sie Feedback gibt, aber die Studierenden auch an Deadlines, Aufgaben und Lernziele erinnert.

Die verwendeten Tools ermöglichen Transparenz (z.B. sind die Studierenden über Google Tabellen immer in Echtzeit über ihren Mitarbeitspunktestand informiert; die Verwendung von Tools wie OneDrive (Office 365), mit welchem der gesamte Abstract und Peer Review Prozess gesteuert wird, erleichtert die Arbeit der Studierenden, die sich nicht treffen müssen, um die Dokumente auszutauschen, jedoch auch die Arbeit der Lektorin, da Abgabe und Bearbeitung von Dokumenten durch die Studierenden einfach und übersichtlich dargestellt werden). Außerdem wirken diese Tools durch eine sogenannte Gamification motivierend auf die Studierenden (spielerisches Lernen zum Beispiel durch die Lernplattform Quizlet).

Berufsbegleitend Studierenden kommen die Onlinephasen durch verringerte Präsenzzeiten an der FH CAMPUS 02 (Anfahrt, Parkplatzsuche, etc. werden eingespart) bei gleichem Lernaufwand (und häufigerer Arbeit mit der Sprache – viele Studierenden lösen fast täglich online gestellte Aufgaben, anstatt z.B. einmal in zwei Wochen für einen LV-Block an die FH zu kommen) entgegen; für die Fachhochschule können somit Engpässe in Bezug auf Parkplatz und Hörsäle entschärft werden.

Die in den E-Learning-Phasen gestellten Aufgaben zielen auf Lernprozesse im Sinne eines Constructive Alignments von Lernzielen, Lehr- und Lernmethoden und Prüfungsmethoden ab. Im Sinne einer didaktischen Analyse der Lehrinhalte und Lernergebnisse und zur weiteren Verbesserung dieser, im Blended Learning-Design durchgeführten Lehrveranstaltung, wurden von Wintersemester 2014/15 bis Sommersemester 2016 von der Lektorin umfassende Erhebungen (Onlineverhalten der Studierenden, Zufriedenheit, Lernerfolg) durchgeführt, die nach finalisierter Auswertung zu einer Modifizierung der Lehrveranstaltung im Sinne einer weiteren Qualitätssteigerung beitragen werden. Bisherige Auswertungen der Interviews mit Studierenden haben ergeben, dass die Studierenden die Lerninhalte in ihrem Berufsleben gut umsetzen können und die reduzierten Präsenzzeiten sowie den vielfältigen Medieneinsatz schätzen.

Positionierung des Lehrangebots

5. Semester Bachelorstudiengang Innovationsmanagement

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2017 in der Kategorie Digitale Lehr- und Lernelemente in Verbindung mit traditionellen Vermittlungsformen nominiert.