Das Modul Finanzierung und Investition im berufsbegleitenden Fernstudium: Studierende und Lernergebnisse ins Zentrum stellen

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Fernstudienangebote, die mittels E-Learning oder Blended Learning ein berufsbegleitendes Studium an einer Hochschule ermöglichen, erfordern die aktive Gestaltung innovativer Lernsettings und die laufende Erprobung und Anpassung neuer Lehrmethoden und didaktischer Designs. Im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie an der Ferdinand Porsche FernFH kam es im Rahmen der kontinuierlichen Qualitätsentwicklungsprozesse zu einer Neukonzipierung des inhaltlichen und didaktischen Designs des sechs ECTS umfassenden Moduls Finanzierung und Investition, welches im zweiten Semester angeboten wird. Die Konzeptentwicklung musste sich hierbei einerseits an den Studierenden orientieren - es sind die Forderungen des Bologna-Prozesses wie die Beschäftigungsfähigkeit, die Kompetenzentwicklung und das Festschreiben von Lernergebnisse sicherzustellen - und andererseits am Charakteristika des Fernstudiums - also der ausschließlich berufsbegleitenden Form, der internetbasierten Kommunikation und dem selbstregulierten Lernen.

 

Das Modul Finanzierung und Investition vermittelt wichtige theoretische Grundlagen und Anwendungen der Betriebswirtschaft, wodurch zukünftige Absolvent_innen schwerpunktmäßig im Hinblick auf ihre Fach- und Methodenkompetenzen (d.h. betriebswirtschaftliche Kompetenzen, interdisziplinäres Fachwissen, Kompetenzen im Umgang mit Komplexität und Veränderung von Organisationen, strategische Kompetenzen), aber auch hinsichtlich ihrer Selbst- und Sozialkompetenzen (d.h. Kommunikationsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Selbstorganisationsfähigkeit, Reflexionsfähigkeit) gefördert werden sollen. Studierende sollen dadurch jene Kompetenzen erlangen, die sie unter anderem für berufliche Positionen und Funktionen in Bereichen des Managements und der strategischen Beratung qualifizieren. Die Modulgestaltung folgt den im Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR), sowie den im darauf aufbauenden Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) verankerten Kompetenzniveaus eines Bachelorabschlusses (EQR-Niveaustufe 6).

 

Eine gelungene Weiterentwicklung erfolgt unter umfassender Berücksichtigung zentraler Elemente auf allen Handlungsfeldern - beginnend beim Kompetenzerwerb der Studierenden, den Lernergebnissen, der Lernarchitektur, der Leistungsfeststellung und der Evaluierung. Dementsprechend war es das Ziel eine Lernarchitektur umzusetzen, die die Kompetenz- und Studierendenorientierung optimal fördert. Dabei wurde ein besonderer Stellenwert auf die eingesetzten Tools und Methoden gelegt, da die Lehreinheiten zu Finanzierung und Investition und die damit verbundenen Rechenaufgaben aus Erfahrung bei Studierenden oftmals mit diffusen „Matheängsten“ verbunden sind.

Beschreibung

Die Ferdinand Porsche FernFH nutzt das Konzept des Blended Learnings, dabei ergänzen sich klassische Vorlesungsformate und Zeit des intensiv betreuten Fernstudiums. Die damit einhergehende Lernarchitektur des betriebswirtschaftlichen Grundlagenmoduls Finanzierung und Investition umfasst eine einmalige Präsenzphase, eine anschließende virtuelle Phase des betreuten Fernstudiums und sowohl formative, als auch summative Prüfungsleistungen. Eine umfassende Evaluierung begleitet den gesamten Prozess und berücksichtigt sowohl den Einsatz didaktischer Methoden, als auch die Kompetenzorientierung und das Erreichen der intendierten Lernergebnisse.

 

Im Sommersemester 2016 absolvierten 78 Studierende erstmalig das neugestaltete Modul Finanzierung und Investition. Anhand dessen wurde im Sinne einer qualitativ nachhaltigen Studiengangsentwicklung evaluiert, dass das festgelegte und sorgfältig geplante Konzept auch umgesetzt wird.

Lernergebnisse:

 

Die im Modul geforderten Kompetenzen wurden durch die Formulierung von Lernergebnissen operationalisiert. Dies erfolgte auf drei unterschiedlichen Niveaustufen kognitiver Leistungsanforderungen nach Metzger und Nüesch (2004), um einerseits eine Differenzierung im Hinblick auf Komplexität und Leistungsanspruch des Problemlösens, andererseits eine klare und nachvollziehbare Gestaltung berufspraktischer Inhalte zu gewährleisten. Nachfolgende Formulierungen stellen einen Auszug der insgesamt 21 Lernergebnisse des Moduls Finanzierung und Investition dar:

- Studierende systematisieren unterschiedliche Finanzierungsformen (Niveaustufe 1 - wiedergeben).

- Studierende beziehen Ertragssteuern ins Investitionskalkül mit ein (Niveaustufe 2 - verstehen und anwenden).

-Studierende reflektieren statische und dynamische Verfahren der Investitionsrechnung kritisch im Hinblick auf die Vorteilhaftigkeit einer Investition (Niveaustufe 3 - Probleme bearbeiten).

 

Lernarchitektur:

 

Die FernFH hat einen Blended Learning Ansatz gewählt. Blended Learning meint die Vielfalt der Lehr-Lernmethoden in optimaler Kombination im Sinn der Lernergebnisse einzusetzen. Es kommen dabei konventionelle Lernmethoden mit Technologieunterstützung (nicht Technologieorientierung) zum Einsatz und Phasen der Wissensvermittlung werden mit Phasen des selbstgesteuerten Lernens kombiniert (Ehlers, 2011). Blended Learning ist laut Garrison und Vaughan (2008) definiert als "wohlüberlegte Fusion von Face-to-Face und Online-Lern Erfahrungen". Dadurch werden die Heterogenität, Selbständigkeit und Selbststeuerung der Studierenden begünstigt und gefördert und eine hohe Zielgruppenzustimmung erreicht, aber bei der Konzeption der Lernumgebungen ist darauf zu achten, Studierenden ausreichend eigene Möglichkeiten und Freiheitsgrade der Gestaltung zur Verfügung zu stellen (Gerholz, 2012; Mürner, Polexe & Tschopp, 2015). Empfehlungen aus der Literatur werden anhand des mehrphasigen zeitlichen Ablaufs des Moduls berücksichtigt.

 

Präsenzphase:

 

Eingebettet in einem verpflichtenden zweitägigen Präsenzblock startet das Modul mit einer einführenden Vorlesung als persönlicher Face-to-Face-Kontakt aller Teilnehmenden. Studierende erhalten organisatorische und fachliche Einblicke und Informationen zu einer angemessenen Zeiteinteilung. Die Aktivierung der Studierenden im Hörsaal stellt dabei eine wichtige Herausforderung dar. Im Sinne einer konsequenten Umsetzung der Studierendenorientierung und der beabsichtigten Einbettung elektronischer Tools in die Lehre erfolgte der Einsatz eines Audience Response Systems (ARS). Der damit einhergehende direkte Einbezug der Studierenden sollte einerseits deren Motivation und Interesse fördern und andererseits Lehrenden ein Instrument für unmittelbares Feedback geben (Graham & Tripp, 2007). Das Softwaretool Kahoot! bereicherte die Einführungsvorlesung, indem inhaltsbezogene Fragen inklusive vorgegebener Antwortmöglichkeiten via Beamer im Hörsaal projiziert wurden. Die Studierenden konnten unter Einsatz eines webfähigen Endgeräts (z.B. Smartphone, Tablet, Notebook) anonym ihre präferierte Antwort eingeben und die Ergebnisse wurden umgehend dargestellt und diskutiert. Inhaltlich wurde das Fragenrepertoire genutzt, um einerseits Schätz- und Wissensfragen zu stellen (z.B. Welche Finanzierungsform liegt beim Kauf einer Maschine auf Zahlungsziel vier Monate vor?) und andererseits Feedback einzuholen (z.B. Ich beschäftige mich im beruflichen Umfeld mit dem Bereich der Investition und Finanzierung.). Da zu diesem Zeitpunkt noch weniger der Lernerfolg, als vielmehr ein Generieren des Interesses der Studierenden im Vordergrund standen, erscheint der Einsatz eines Game-Based-ARS als sinnvolle Ergänzung des didaktischen Mix.

 

Phase des betreuten Fernstudiums:

 

In der anschließenden virtuellen Phase der Betreuung im Fernstudium sind begleitende Maßnahmen der Beratung und Unterstützung, sowie der Förderung der sozialen Eingebundenheit der Studierenden von zentraler Bedeutung (Hinze & Blakowski, 2003; Schaper, Schlömer, & Paechter, 2012). Dementsprechend gewährleistete eine sowohl in elektronischer, als auch gedruckter Form verfügbare Lernunterlage als Basisliteratur die schriftliche Fixierung der Lernergebnisse und die strukturierte Darstellung der Lehrinhalte. Der sogenannte Online-Campus (OC) ergänzte die Lehre um einen virtueller Raum, in dem zusätzliche Lernmaterialien zur Verfügung gestellt wurden und der als zentrale Austauschplattform den Studierenden rund um die Uhr die Möglichkeit bot, mit dem Lehrenden und Studienkolleg_innen in Verbindung zu treten. Im Modul Finanzierung und Investition erfolgte die strukturelle Gliederung des virtuellen Raums in Bereiche für organisatorische Belange, inhaltlich-fachliche Abschnitte, sowie für die Prüfungsvorbereitung. Durch Links zu den jeweiligen Bereichen war eine rasche Navigation möglich.

 

Der Organisationsbereich beinhaltete ein verbindliches Lehrveranstaltungskonzept mit allen studienrechtlich und beurteilungsrelevanten Informationen, mit einem Vorschlag für die zeitliche Planung des Lernens, die Präsentationen der Einführungsvorlesung zur Nachschau, Vorlagendokumente, Nachrichten- und Diskussionsforen, sowie einen jederzeit nutzbaren virtuellen Meeting-Raum für Chats und Videokonferenzen. Die inhaltlichen Bereiche vervollständigten die Arbeitspakete der Lernunterlagen (z.B. Klassische Finanzmathematik, Sonderfragen der Investitionsrechnung, Finanzierung) und stellten die verpflichtenden Übungen inklusive Abgabemöglichkeit, Multiple-Choice-Tests und Übungsbeispiele inklusive der Erklärungen zu Lösungswegen im Videoformat zur Verfügung. Die beiden letztgenannten Elemente waren freiwillige Leistungen der Studierenden und sollten zur persönlichen Lernkontrolle stimulieren. Die Prüfungsvorbereitung ermöglichte Studierenden die (freiwillige) Teilnahme an Webkonferenzen zu fixen Terminen, die für eine individuelle Betreuung und Unterstützung im Lernprozess genutzt werden sollten. Die Sitzungen wurden aufgrund der Berufstätigkeit der Studierenden abends durchgeführt, aufgezeichnet und als Video im OC zur Verfügung gestellt, um die Informationen auch im Nachhinein für alle bereit zu stellen. Zudem wurden die Studierenden durch eine Probeklausur mit anschließender Veröffentlichung der Lösungswege auf die abschließende Prüfung vorbereitet.

 

Der Einsatz von Videos als Gestaltungselement im Lernprozess zeigte insbesondere im Bereich der Methodenlehre seine Stärke. So ermöglichten sie es, orts- und zeitungebunden, Studierenden durch den Einsatz von Bild und Ton methodische Abläufe darzustellen und zu erläutern. Komplexe Vorgänge, wie z.B. spezifische Rechenwege der Finanzmathematik, konnten so nachvollziehbar und beliebig wiederholbar in den Lernprozess eingebunden werden.

 

Phase der Leistungsfeststellung:

 

Entsprechend dem Constructive Alignment-Modell müssen Prüfungsmethoden, Lehr- und Lernmethoden, sowie Lernergebnisse aufeinander abgestimmt sein (Biggs & Tang, 2009). Aufbauend auf die Frage, was die Studierenden nach der Absolvierung der Lehrveranstaltung in der Lage sind zu tun, müssen adäquate Lehr- und Lernmethoden zum Erreichen der Lernergebnisse beitragen und die Leistungsbeurteilung so gestaltet werden, dass evaluiert werden kann, inwieweit die angestrebten Lernergebnisse auf individueller Ebene erreicht wurden. Eine derartige Abstimmung stellt stets die Studierenden in den Mittelpunkt der Betrachtung. Im Modul Finanzierung und Investition erfolgte die Leistungsfeststellung anhand verpflichtender Aufgaben in der Phase des betreuten Fernstudiums und einer (schriftlichen) Prüfungsleistung in einer der Selbststudienphase zeitlich nachgestaffelten Präsenzphase. Gewichtung und Beurteilungskriterien der einzelnen Leistungsteile waren den Studierenden von Beginn der Lehrveranstaltung an bekannt. Die verpflichtenden Aufgaben schlossen eine kollaborative Glossarerstellung von Fachbegriffen der Finanzwirtschaft (z.B. Kalkulationszinssatz, Factoring), sowie die Bearbeitung mehrerer fachmethodischer Problemstellungen ein. Erstes stellte eine gemeinsame Erarbeitung einer Wissengrundlage dar und repräsentierte ein Anspruchsniveau kognitiver Lernleistungen auf der ersten Stufe (Wiedergabe). Höherwertige Anspruchsniveaus (Verstehen und Anwenden, Probleme bearbeiten) wurden mittels praxisnaher Aufgabenstellungen der verschiedenen fachmethodischen Inhalte überprüft (z.B. Investitionsrechnung, Wahl einer Finanzierungsform). Die das Modul beschließende Prüfung deckte in Abstimmung mit den Lehr-/Lernmethoden und den formulierten Lernergebnissen alle Niveaustufen kognitiver Lernleistungen ab und stellte dadurch auch ein geeignetes objektives Evaluierungsverfahren dar, ob und inwieweit Lernergebnisse tatsächlich erreicht wurden.

 

Begleitende Evaluierung:

 

Das Modul Finanzierung und Investition wurde umfassend evaluiert. Dabei sollten sowohl der Einsatz didaktischer Methoden, als auch die Kompetenzorientierung und das Erreichen der Lernergebnisse Berücksichtigung finden. Ergänzend zur bislang eingesetzten Modul-Evaluierung seitens des Qualitätsmanagements über die eingesetzten didaktischen Methoden im Hinblick auf Anreiz, Akzeptanz und Effizienz erfolgte die Überprüfung, ob die Lernergebnisse erreicht wurden nicht nur durch handlungs- und kompetenzorientierte Leistungsfeststellungen (auf die Lehr-/Lernmethoden und Lernergebnisse abgestimmte schriftliche Aufgaben und Prüfungen), sondern auch durch eine wiederholte Selbsteinschätzung der Studierenden. Dies erlaubte sowohl den Einbezug der subjektiven internen Perspektive der Studierenden (Selbstreflexion), als auch der objektiven externen des Lehrenden (Fremdevaluation). Die technische Umsetzung der Selbstreflexion erfolgte unter Anwendung des webbasierten Softwaretools Google Forms. Verdichtet auf acht Aussagen (z.B. Ich kann finanzmathematische Rechenaufgaben lösen.) schätzten Studierende ihre persönlichen Kompetenzen im Hinblick auf die der Lehrveranstaltung zugrundeliegenden Lernergebnisse auf einer siebenstufigen Skala ein (von 1= „Stimme völlig zu“ bis 7= „Stimme überhaupt nicht zu“). Studierende erhielten diese Befragung per E-Mail kurz vor Beginn der Lehrveranstaltung (erster Befragungszeitpunkt), im Laufe der Betreuung im OC (zweiter Befragungszeitpunkt) und zum Abschluss der Lehrveranstaltung (dritter Befragungszeitpunkt). Die Betrachtung im Längsschnitt ermöglichte Erkenntnisse über die Qualität und Wirksamkeit des didaktischen Konzepts. Ferner lieferte auch der OC auf Moodle-Basis eine Vielzahl an verwertbaren Informationen, die (anonymisiert) über die Teilnahme der Studierenden am „virtuellen Leben“ und Nutzung der dort vorhandenen Angebote, Rückschlüsse auf Attraktivität und Akzeptanz der didaktischen Methoden zuließen.

 

Literatur:

 

Biggs, J. B., & Tang, C. (2009). Teaching for quality learning at university: what the student does (3.Auflage). Maidenhead: McGraw-Hill

 

Ehlers, U.-D. (2011). Qualität im E-Learning aus Lernersicht. Wiesbaden: Springer.

Garrison, D. R., & Vaughan, N. D. (2008). Blended learning in higher education: Framework, principles, and guidelines. San Francisco: Jossey-Bass.

 

Gerholz, K.-H. (2012). Selbstreguliertes Lernen in der Hochschule fördern - Lernkulturen gestalten. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 7(3): 60-73.

 

Graham, C. R., & Tripp, T. R. (2007). Empowering or compelling reluctant participators using audience response systems. Active Learning in Higher Education, 8(3): 233–258.

 

Hinze, U., & Blakowski, G. (2003). Soziale Eingebundenheit als Schlüsselfaktor im E-Learning – Blended Learning und CSCL im didaktischen Konzept der VFH. In A. Bode, J. Desel, S. Rathmeyer, & M. Wessner (Hrsg.), Tagungsband der 1. e-Learning Fachtagung Informatik. Bonn: Köllen.

 

Metzger, C., & Nüesch, C. (2004). Fair prüfen: ein Qualitätsleitfaden für Prüfende an Hochschulen. St. Gallen: IWP-HSP, Institut für Wirtschaftspädagogik.

 

Mürner, B., Polexe, L., & Tschopp, D. (2015). Es funktioniert doch - Akzeptanz und Hürden beim Blended Learning. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 10(2): 39–50.

 

Schaper, N., Schlömer, T., & Paechter, M. (2012). Kompetenzen, Kompetenzorientierung und Employability in der Hochschule. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 7(4): I–X.

Mehrwert

Die Durchführung des neukonzipierten Moduls Finanzierung und Investition und die begleitenden und abschließenden Evaluierungen erlauben Erkenntnisse für die Gestaltung von virtuellen Lernprozessen zu generieren.

 

Die Ergebnisse der erstmaligen Umsetzung im Sommersemester 2016 dokumentieren eine angemessene durchschnittliche Benotung (MD=2), sowie einen im Zeitablauf signifikant steigenden Mittelwert der Selbsteinschätzung der Studierenden im Hinblick auf ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen. Auch die Analyse der Logdaten der Online-Campus–Datenbank spricht dafür, dass die eingesetzten Tools und Methoden seitens der Studierenden gut angenommen wurden, das Interesse für das Fach, die Themen und die praktische Relevanz für den unternehmerischen Alltag aber auch private Finanzierungs- und Investitionsfragen geweckt werden konnte. Zweifelsfrei profitierten die Studierenden durch das Erreichen der intendierten Lernergebnisse von der Neugestaltung des Moduls.

 

Für Lehrende bestätigte sich, dass eine gelungene Weiterentwicklung bestehender Lehrangebote eine umfassende Berücksichtigung und Veränderung zentraler Elemente auf allen Handlungsfeldern einer Lehrveranstaltung, insbesondere der Lehr-/Lerngestaltungen, der Unterstützung und Begleitung der Studierenden, des Prüfens, sowie der Evaluationsverfahren, bedingt. Der Einsatz an Ressourcen seitens des/der Lehrenden bei der Konzeption von Lehrveranstaltungen und die darauffolgende Evaluierung ist aber als ungleich zeitaufwendiger einzuschätzen. Wenn jedoch die einmalige Planungs- und Entwicklungszeit gut genutzt wird, kann ein umfassendes Konzept entworfen werden. Dieses stellt dann eine gute Ausgangsbasis für allfällige Änderungen fachlicher oder inhaltlicher Art dar, die aber wiederum evaluiert werden sollten.

Profitierende

  • Studierende
  • Lehrende

Positionierung des Lehrangebots

Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie | 2.Semester

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2017 nominiert.