Creativity in Business (Seminar)

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Das Masterprogramm „Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung“ adressiert Beratungs- und Führungskompetenzen der Studierenden durch Absolvierung eines Leadership-Programms. Es umfasst die Fähigkeiten und Haltungen, in Organisationen wirksam zu werden – als externe/r BeraterIn, in Stabs- und Projektfunktionen und als Führungskraft. Dabei werden im Rahmen des Leadership-Programms Faktoren, die eine ideale Führungskraft ausmachen, aufgegriffen und Studierende erlernen, sich als Führungskraft zu bewegen. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Handhabung von Veränderungsprozessen in Organisationen zu schärfen, wobei bspw. Topics wie Entscheidungsprozesse, Handhabung von Veränderungsprojekten und Umgang hoher Umfeldkomplexität sowie Persönlichkeitsentwicklung thematisiert werden.

Das Leadership-Programm schlägt zwei Brücken:

- einerseits werden die Studierenden ihre Kompetenzen mit Hilfe des KODE®-Kompetenzatlas weiterentwickeln können,

- andererseits werden sich die Studierenden im Laufe des Leadership-Programms von einer Handlungsfähigkeit auf operativer Ebene zu einer Handlungsfähigkeit auf strategischer Ebene entwickeln.

 

Im Rahmen von Seminaren (im zweiten und dritten Semester) vertiefen die Masterstudierenden im Zuge des Leadership-Programms zu unterschiedlichen Wahlthemen die für das angestrebte Berufsbild erforderlichen Kompetenzen und entwickeln Pläne zur weiterführenden Vertiefung ihrer persönlichen Stärken und Lernfelder.

 

Eine dieser Wahlthemen ist die Lehrveranstaltung „Creativity in Business“.

 

Die Zielfelder dieser Lehrveranstaltung werden wie folgt definiert: einerseits wird der Fokus auf die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden hinsichtlich des übergeordneten Ziels des Leadership-Programms, Führungskräfte für die Wirtschaft auszubilden, gelegt und andererseits werden die Studierenden auf die Wirtschaft und deren Rolle als Führungskraft vorbereitet, um die Wirtschaft durch das eigene Tun positiv zu verändern, indem Werte und Haltungen vermittelt werden, die sich an den europäischen Idealen orientieren. Daraus ableitend ergeben sich die in der Lehrveranstaltung behandelten Themenfelder:

Themenblock 1: Kreativität (individuelle Ebene)

- Entwicklung und Förderung von persönlicher Kreativität

Themenblock 2: Kreativität (Gruppe-/Team-Ebene)

- Verständnis über die Rolle der Führungskraft hinsichtlich MitarbeiterInnenförderung, sich im Unternehmen kreativ einzubringen

- Erleben der eigenen Fähigkeit, MitarbeiterInnen zu fördern, sich kreativ einzubringen

Themenblock 3: Kreativität (Unternehmens-Ebene)

- Verständnis über die Rolle der Führungskraft, wie im beruflichen Umfeld Innovationsbestrebungen erfolgreich umgesetzt werden können

 

Die Lehrveranstaltung selbst wurde im Sinne einer forschungsgeleiteten Lehre aus dem seit 2013 laufenden Forschungsprojekt "Business meets Art" (unter der Projektleitung Frau Dr. Meisenberger) heraus entwickelt.

Unternehmen stehen der Herausforderung gegenüber innovativ zu sein, um den sich schnell ändernden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. In der Literatur sehen wir, dass Unternehmen einerseits ihr bestehendes Wissen verwerten sollten bzw. sich gleichzeitig neues Wissen anschaffen müssen, um einen langfristigen Erfolg sicher zu stellen. Künstler, die ebenfalls herausgefordert sind, kreativ und oftmals auch innovativ zu sein, mögen helfen, Wege zu finden, wie man im Management Innovationen anregen und fördern kann. Ein interdisziplinärer und qualitativer Forschungszugang wurde gewählt und bis dato wurden Künstler wie Gottfried Helnwein, Robert Schöller sowie die namhaften Fotografen Manfred Baumann, Inge Prader, Elfie Semotan etc. interviewt, um Schlüsse für Unternehmen zu ziehen, ihre Kreativitätspotentiale auszuschöpfen und diese in Wettbewerbsfähigkeit zu transformieren. Aus den Ergebnissen der Interviews konnten drei Schlüssel-Kriterien abgeleitet und das „Kreativitäts-Innovations-Dreieck“ gebildet werden:

- Vorstellungskraft (imagination)

Kenne den Markt - lerne von den Besten und aus der Geschichte!

Gestalte den Markt und lasse den Markt nicht dich gestalten!

Sei wißbegierig und interessiert an allem, was um dich herum geschieht!

- Kommunikation (communication)

Lerne zu sehen, wie deine Kunden und MitarbeiterInnen sehen!

Gib den Menschen eine Sinnhaftigkeit!

Lasse die Menschen zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels beitragenl!

- Beharrlichkeit (persistency)

Es gibt 95 Gründe aufzugeben und fünf Gründe weiterzumachen! Fokussiere dich auf diese fünf Gründe!

Entwickle Pläne und verwandle deine Vorstellung in Realität um!

Beschreibung

Die Lehrveranstaltung „Creativity in Business“ stellt eine von mehreren Wahlmöglichkeiten dar, die Studierende des Masterprogramms „Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung“ im Rahmen des Leadership-Programms im zweiten und dritten Semester an der Fachhochschule Wiener Neustadt wählen können.

 

Der Fokus dieser Lehrveranstaltung wird auf die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden hinsichtlich des übergeordneten Ziels des Leadership-Programms, Führungskräfte für die Wirtschaft auszubilden, gelegt und andererseits werden die Studierenden auf die Wirtschaft und deren Rolle als Führungskraft vorbereitet, um die Wirtschaft durch das eigene Tun positiv zu verändern, indem Werte und Haltungen vermittelt werden, die sich an den europäischen Idealen orientieren.

 

Die Lehrveranstaltung hat sich aus dem seit 2013 laufenden Forschungsprojekt „Business meets Art“ heraus entwickelt und zeigt einen Weg auf, sich als Führungskraft mit dem Schlüsselthema „Kreativität“ auseinanderzusetzen.

 

So sollen durch die Erschließung der Künste neue Wege geschaffen werden, bei sich selbst und den MitarbeiterInnen Kreativität zu fördern, was als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit im 21. Jahrhundert angesehen wird.

Lehrveranstaltung „Creativity in Business“

Die Lehrveranstaltung „Creativity in Business“ stellt eine von mehreren Wahlmöglichkeiten dar, die Studierende des Masterprogramms „Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung“ im Rahmen des Leadership-Programms im zweiten und dritten Semester an der Fachhochschule Wiener Neustadt wählen können.

 

Der Fokus dieser Lehrveranstaltung wird auf die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden hinsichtlich des übergeordneten Ziels des Leadership-Programms, Führungskräfte für die Wirtschaft auszubilden, gelegt und andererseits werden die Studierenden auf die Wirtschaft und deren Rolle als Führungskraft vorbereitet, um die Wirtschaft durch das eigene Tun positiv zu verändern, indem Werte und Haltungen vermittelt werden, die sich an den europäischen Idealen orientieren.

 

Die Lehrveranstaltung umfasst 28 Lehreinheiten (à Lehreinheit 45 Minuten) und wird blockweise jeweils freitagabends (zu je vier Lehreinheiten) sowie samstagvormittags (ebenfalls zu je vier Lehreinheiten) angeboten. Die Lehrveranstaltung wird maximal für jeweils 25 Studierende abgehalten.

 

Die Freitag-Lehreinheiten werden zur fachlichen Orientierung verwendet, indem die behandelten Themenfelder theoretisch seitens der LV-Leiterin erläutert und im Zuge dessen ein Diskussionsprozess angeregt wird. Es wird darauf geachtet, dass der dialogische Austausch in Verbindung mit den beruflichen Umfeldern der Studierenden steht. Eingeflochten werden Übungen, wodurch die Studierenden ihre Persönlichkeiten weiterentwickeln können. Dabei wird darauf geachtet, dass jeder/jede Studierende die Übungen bis zur persönlichen Zufriedenheit durchführen können (unabhängig der Zeit, die dafür benötigt wird). Auch dem unmittelbaren Feedback durch die KollegInnen sowie durch die LV-Leiterin wird ausreichend Zeit eingeräumt, sodass den Studierenden die Möglichkeit geboten wird, unmittelbar ihre Verbesserungspotentiale wie auch Stärken festzustellen und selbstgesteuert Lernfelder abzuleiten.

 

Da sich die Lehrveranstaltung aus dem Forschungsprojekt „Business meets Art“ abgeleitet hat, ist die thematische Grundausrichtung der Lehrveranstaltung interdisziplinär angelegt.

 

Die Erschließung der Künste, um für das Management Handlungsempfehlungen zu definieren, wird als eine der Schlüsselkompetenzen von heutigen Führungskräften angesehen. So ist es unumgänglich geworden, bei sich selbst kreative Potentiale zu erkennen und diese zielgerichtet für das jeweilige Unternehmen einzusetzen (individuelle Ebene). Der MitarbeiterInnenförderung wird eine weitere tragende Rolle zugesprochen (Gruppe/Team-Ebene). So werden erfolgreiche Führungskräfte Wege finden, die kreativen Potentiale der MitarbeiterInnen zu fördern und im Sinne der definierten Unternehmensziele einzusetzen, um langfristig eine Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen (Unternehmens-Ebene).

Die Inhalte werden in einen volkswirtschaftlichen Rahmen eingebettet, sodass sich die Studierenden vorbereitet fühlen, in unserer heutigen Wirtschaft als Führungskraft tätig zu werden und sich der übergeordneten Aufgabe von Führungskräften bewusst zu werden, ihren Teil zur Verbesserung der Wirtschaft und folglich der Gesellschaft beizutragen.

 

Die Thematik Leadership wird neben der Verknüpfung zu den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, Kunst und Volkswirtschaftslehre auch in Verbindung mit den Disziplinen allgemeine Managementlehre sowie den wirtschaftlichen Disziplinen der Strategielehre, Personal- und Organisationsforschung gebracht. Die Studierenden werden somit in Richtung einer interdisziplinären, wirtschaftlich fundierten Wertehaltung ausgebildet, indem durch die Lehrveranstaltung Raum zur Persönlichkeitsentwicklung als Führungskraft geschaffen wird.

 

Die Freitag-Einheiten werden geschlossen, indem den Studierenden die Eigenverantwortung übertragen wird, sich mit den Bezugsmaterialien tiefergehend auseinanderzusetzen und diese inhaltliche Fundierung in die Reflexionsarbeiten einfließen zu lassen.

 

Die jeweiligen Samstag-Lehreinheiten sind thematisch immer an die davor liegenden Freitag-Einheiten gekoppelt. Durch diese Verknüpfung kann ein Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis hergestellt werden.

 

Erster Gastreferent war der international bekannte Künstler VOKA. Im Zuge einer Exkursion zu seiner Galerie in Puchberg/Schneeberg erarbeitete der Künstler VOKA mit den Studierenden in einem Künstler-Gespräch, wie sie bei sich selbst ihre kreativen Potentiale erkennen, fördern und einsetzen können (individuelle Ebene).

 

Als zweite Gastreferentin stand Frau Dr. Oestreich, die auf eine Karriere als Künstlerin sowie als Managerin zurückblicken kann, zur Verfügung. So erarbeitete Frau Dr. Oestreich mit den Studierenden in einem offenen Diskurs, wie sie selbst ihre kreativen Potentiale für ein Unternehmen einsetzen und ihre zukünftigen MitarbeiterInnen fördern können, selbst auch kreativ zu wirken. Vor allem neue Herausforderungen an das heutige Leadership im Sinne einer optimalen Teamsteuerung wurden thematisch erläutert und diskutiert (Gruppe-/Team-Ebene).

 

Mit Herrn DI Ewald Babka wurde der dritte Gastreferent benannt, der als Innovations-Experte federführend Innovations-Initiativen im Raum Wiener Neustadt einleitete, mit denen Klein- und Mittelbetriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig verbessern können. Er adressierte mit den Studierenden in einer offenen Gesprächsrunde v.a. welche Wege heutigen Führungskräften offenstehen, um kreative Ideen in verwertbare Innovationen umzusetzen und welche neuen Herausforderungen Führungskräfte begegnen müssen (Unternehmens-Ebene).

 

Didaktisches Konzept „Creativity in Business“

Das Lehr-Lern-Modell (© Josef Leisen) bildet im Studiengang Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung einen Referenz- und Strukturierungsrahmen. Die didaktische Gestaltung des Curriculums und der Module bauen auf dieses Referenzmodell auf, um die intendierten Lernergebnisse des Masterstudiums zu erreichen. Somit liegt auch der Lehrveranstaltung „Creativity in Business“ dieses Referenzmodell zugrunde.

 

Es wird klar zwischen Lehrprozessen und Lernprozessen unter Beachtung der gegenseitigen Wechselwirkung unterschieden. Die ReferentInnen steuern, moderieren und fördern die Lernprozesse und übernehmen die volle Verantwortung für die professionelle Gestaltung der Lernumgebungen und für die Ermöglichung optimaler Lernprozesse. Den Studierenden wird der Raum zum Lernen geboten. Dies beginnt bei den zu bearbeitenden Aufgabenstellungen. Es wird darauf geachtet, dass die Studierenden mit den zu behandelten Themenstellungen einen klaren Bezug zu ihrem beruflichen Umfeld herstellen können. So werden Studierende aufgefordert und ermuntert, proaktiv Frage- und Aufgabenstellungen aus ihrem beruflichen Umfeld in die Lehrveranstaltungen einzubringen.

 

Im Zuge dieses Seminars wird den Studierenden neben dem Wissenserwerb die Möglichkeit geboten, sich intensiv, aktiv und selbst gesteuert mit den jeweiligen Lernfeldern auseinanderzusetzen. Unterstützt wird das Lernen durch den Austausch der Studierenden mit Praktikern aus Kunst und Management. Diskurse werden von den ReferentInnen gefördert, indem sie unter anderem die zur Verfügung stehenden Lernmaterialien moderierend in den Lernprozess einbinden. Die Reflexionen über die Lernvorgänge, sodass Studierende sich über ihren Kompetenzzugewinn oder aber über dessen Mangel bewusst werden, sind Teil jeder Lehrveranstaltung und werden durch die Prüfungsmodalitäten abgebildet.

 

Prüfungsmodalitäten „Creativity in Business“

Die Prüfungsmodalitäten wurden von den Lehrveranstaltungszielen im Sinne einer kompetenzorientieren Lehre abgeleitet. So fließen in die Endnote nicht nur die Mitarbeit seitens der Studierenden, sondern ebenfalls die Ergebnisse von Reflexionsarbeiten sowie einer Schlusspräsentation ein.

Positionierung des Lehrangebots

Master/ zweites und drittes Semester

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.