Konzertpädagogisches Seminar mit Kinderkonzert "Die schrecklichen Sechs"

Umgesetztes Projekt

Ziele

- Entwicklung eines Studienangebots, welches sich gleichermaßen an alle Studierenden verschiedener Studienrichtungen der Universität Mozarteum richtet

- (Internationale) Kooperation zwischen der Universität Mozarteum Salzburg, dem Staatstheater Nürnberg, der Hochschule für Musik Nürnberg und Volks- bzw. Grundschulen im Raum Nürnberg und Innsbruck

- Synergieeffekte zwischen verschiedenen Institutionen und Personen

- Brückenschlag zu verschiedenen möglichen künftigen Arbeitsfeldern der Studierenden (Opernhaus, Schule, Kinderchöre, Konzertanbieter)

- Große Außenwirkung und Erfüllung des öffentlichen Bildungsauftrags der Universität Mozarteum Salzburg (Kooperation mit Schule, Fortbildung von Lehrern)

- Optimale Verzahnung von Theorie und Praxis innerhalb der Lehrveranstaltung

- Praxisnahe und berufsfeldorientierte Ausbildung der Studierenden

Kurzzusammenfassung

Angehende Künstler, Instrumentalpädagogen und Musiklehrende benötigen Kompetenzen, um ästhetische Erfahrungsräume zu inszenieren, denn jeder Musiker ist immer auch ein Musikvermittler und jeder Konzertierende auf gewisse Weise ein Pädagoge. Das Seminar Konzertpädagogik wurde für Studierende des Konzertfaches ebenso wie für Studierende der Instrumental- und Gesangspädagogik sowie der Schulmusik (A1 und A2) konzipiert. Somit wurde sämtlichen Studierenden des Mozarteums ein konkretes, innovatives und praxisnahes Studienangebot gemacht, um ihre künstlerisch-pädagogischen Kompetenzen zu erweitern und praktisch zu erproben. Neben der Vermittlung von theoretischen Grundlagen zur Konzertpädagogik stand auch die praktische Entwicklung und Durchführung eines Kinderkonzertes mit dem Titel „Die schrecklichen Sechs“ im Zentrum der Lehrveranstaltung, welche zudem eine Exkursion enthielt. Dabei wurden zum einen Synergien zwischen verschiedenen Institutionen (Staatstheater Nürnberg, Universität Mozarteum, Hochschule für Musik Nürnberg) hergestellt und personelle Ressourcen (Zusammenarbeit von Dr. Heike Henning und Konzertpädagogin Marina Pilhofer) gemeinsam genutzt. Die Studierenden erhielten umfassend Einblick in den Betrieb des Opernhauses, erlebten wie professionelle Licht- und Tontechnikerteams arbeiten und wurden durch das Opernhaus geführt. Am Ende des Projekts standen mehrere Aufführungen des Kinderkonzerts, welche auf verschiedene Altersgruppen und Räumlichkeiten adaptiert wurden.

Nähere Beschreibung

In einem theoretischen Blockseminar im November 2015 wurden Grundlagen der Musikvermittlung gemeinsam erarbeitet. Dabei standen insbesondere Kinderkonzerte als ein spezieller Bereich der Konzertpädagogik im Mittelpunkt. Am folgenden Wochenendseminar wurde auf Grundlage eines Bilderbuches von Wolf Erlbruch (Die fürchterlichen Fünf) ein Plot entwickelt und mit den Studierenden szenisch-musikalisch umgesetzt. Dabei wurden die Kompetenzen der Studierenden in den Bereichen Schauspiel, Improvisation, Interpretation, Zusammenspiel und Körperschulung erweitert. Außerdem erlernten sie Aspekte der Moderation und Animation von Kinderkonzerten. In den folgenden vier Wochen trafen sich die Studierenden selbstständig in Kleingruppen zur Weiterarbeit an ihren Rollen. Parallel dazu wurden Kinderlieder in verschiedenen Kinderchören und Schulklassen einstudiert. Ein zweites finales Wochenendseminar fand im Februar 2016 im Staatstheater Nürnberg statt. Hier probten die Studierenden insgesamt zwei Tage, bekamen Einblicke ins Opernhaus und führten das Konzert im Anschluss daran insgesamt drei Mal auf. In einem letzten Block wird das Kinderkonzert im April 2016 auf mehrere Innsbrucker Bühnen und Zielgruppen angepasst.

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.