Innenarchitektur & 3D Gestaltung

Konzept

Ziele

Herr Dr. Gronegger begleitet bereits die StudienanfängerInnen der Bachelorstudiengänge "Innenarchitektur & 3-dimensionale Gestaltung" sowie "Design, Handwerk & Materielle Kultur" mit seiner Formenwerkstatt. Sie lehnt sich gerade nicht an den Vorkurs des Bauhauses an, sondern sucht jenseits einer elementaren Materialsprache nach grundlegenden Praxisformen, die Gronegger auch gleichzeitig als Erfahrungsmodi versteht. In den intensiven Workshops entsteht bei den jungen Studierenden ein erstes Gefühl für die Zwänge und Freiheiten eines häufig vom Laien als „spontan“ empfundenen schöpferischen Prozesses. Dr. Gronegger ist es gelungen, einen solchen ersten gestalterischen „Einstieg'“ zu einem das gesamte Bachelorstudium begleitenden Erfahrungszusammenhang auszubauen. Dazu gehören wesentlich die Exkursionen nach Rom, die – wiederum in der programmatischen Verbindung aus praxeologischer Erfahrung und kunsthistorischer Reflexion – den schöpferischen Umgang mit historischer und zeitgenössischer Bauform lehrt.

Beschreibung

Die Lehrarbeit von Thomas Gronegger gründet auf drei Bereiche, die eine sich gegenseitig durchdringende und ergänzende Konstellation künstlerisch-analytischer und künstlerisch-produktiver Lehre mit verschiedenen Schwerpunkten aufspannt: Formenwerkstatt, Wahrnehmungsmethoden und Zeichnen und Dörfliches und Ländliches - Orte stärke, Raum beleben.

 

In der Lehre von Dr. Gronegger verbinden sich Leitmotive heutiger Überlegungen der Kulturwissenschaften, Ästhetik und der material culture ohne akademisch zu bleiben.

A) Formenwerkstatt / Entwicklung seit 2009

 

Thomas Gronegger leitet die Formenwerkstatt in den Bachelorstudiengängen „Design, Handwerk & materielle Kultur / Manual & Material Culture“ sowie „Innenarchitektur & 3-dimensionale Gestaltung“. Die Formenwerkstatt wurde dabei auch zu einer Plattform des gestalterischen Austauschs zwischen Studierenden der Innenarchitektur und des Studiengangs Manual & Material Culture. Sie entstand aus dem Interesse des Dozenten für die Integration handwerklichen Wissens in den Kontext einer Universität.

 

Zentraler Ausgangspunkt der Curricularentwicklung war dabei nicht, die „Lehre handwerklicher Disziplinen“ umzusetzen, sondern die Frage danach „Wo entspringt handwerklich gestalterisches Denken und Tun“ ernst zu nehmen.

 

B) WAHRNEHMUNGSMETHODEN UND ZEICHNEN

 

Eine jährlich wiederholte Studienreise bringt Studierende unter der Leitung von Univ.-Doz. Gronegger seit 2002 nach Rom.

 

Die Studierendengruppe versucht durch konzentriertes Wahrnehmen und begleitendes Zeichnen über Untersuchungen vor Ort aus Geschichte und deren Veränderung einen Begriff baulicher Kultur zu erarbeiten.

 

Die Stadt Rom bietet ein bauliches Panorama, das von Urbildern beziehungsweise Prototypen klassischer Architektur bis hin zu den verschiedenen Strömungen der frühen Moderne und großartigen Architekturbeispielen der Nachkriegsarchitektur reicht.

 

C) DÖRFLICHES UND LÄNDLICHES – ORTE STÄRKEN, RAUM BELEBEN

 

DEALU FRUMOS / RUMÄNIEN

 

Jährliche Studienreise mit rund zwölf Studierenden der NDU nach Rumänien und Zusammenarbeit mit zwölf bis 15 Studierenden aus Bra?ov und Bukarest (für jeweils sieben Tage) seit 2011.

 

Das laufende Forschungsprojekt entwickelte sich primär aus der Zusammenarbeit mit den rumänischen Partneruniversitäten Transilvanian University Bra?ov UTBV und University of Architecture and Town Planning, Ion Mincu, Bucharest UAUIM sowie der seit 2010 bestehenden Forschungspartnerschaft mit dem Lehrstuhl Caminada/ETH Zürich. Die intensive Einbindung der Studierenden in die Gratwanderung der Entwicklung und Erprobung „künstlerisch-wissenschaftlicher“ Ansätze und Methoden war und ist eine wesentliche Arterie des langfristigen Projekts. Inzwischen entwickeln sich auch enge Beziehungen zur Donau Universität Krems und zur BAU-HTL Krems.

Positionierung des Lehrangebots

Bachelor

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.