Biomedical Project Exchange

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Die Motivation für die Entwicklung der Project Exchange war, dass Studierende über ein Jahr lang Projekte bearbeiten. Dadurch ergeben sich im Team oft sehr gute Projektartefakte. Leider geht dieses umfangreiche Wissen über die Projekte der Studierenden nach Beendigung der Lehrveranstaltung, oder des Studiums wieder verloren. Abhilfe schafft nun die Biomedical Project Exchange. Die Themen werden nun so aufbereitet, dass nachfolgende Studierende diese Projekte übernehmen und weiterentwickeln können.

Beschreibung

Studierende arbeiten kooperativ innerhalb der Hochschule über mehrere Semester hinweg an einem Forschungs- oder Industriethema und nützen im BBE und MBE die gemeinsamen Vorstellungsveranstaltungen der „Biomedical Project Exchange“ als Einstieg und zum Erfahrungsaustausch.

 

Nähere Informationen und die Proceedings siehe die MBE Homepage: www.technikum-wien.at/mbe, www.technikum-wien.at/file/1004/download/, www.technikum-wien.at/file/1003/download/

Team der Biomedical Project Exchange:

FH-Prof DI Dr Stefan Sauermann (Leitung)

DI Michael Windisch (Koordination)

Mathias Forjan, MSc (Koordination)

FH-Prof Dr. Andreas Drauschke (Wissenschaftlicher Beirat)

 

 

Die „Biomedical Project Exchange“ bietet Studierenden Unterstützung und Praxiserfahrung in integrativen und multidisziplinären Projekten zu biomedizinischen Themen. Die Projekte finden in Lehrveranstaltungen über je 2 Semester hinweg im Bachelor Studiengang Biomedical Engineering (BBE) und im Master Studiengang Biomedical Engineering Sciences (MBE) statt. Studierende bearbeiten Themen aus Wirtschaft, Medizin und Forschung in Kleingruppen, finden, bewerten und dokumentieren adäquate Lösungen und bereiten sie wissenschaftlich auf.

 

Forschungsfragen aus laufenden Forschungsprojekten gehen so in die Lehre ein und bieten den Studierenden die Möglichkeit sich bereits innerhalb der regulären Studienzeit mit Forschung auseinanderzusetzen. Andererseits werden Kooperationspartner aus der Industrie jedes Semester eingeladen, eigene Problemstellungen einzubringen, die unter Supervision einer FH Lektorin / eines FH Lektors und durch Firmenbetreuung von den Studierenden bearbeitet werden.

 

In beiden Studiengängen werden die Projekte in Teams von 2-4 Studierenden durchgeführt. Daher sind gerade auch Teammanagement und Sozialkompetenz wichtig. Im MBE unterstützen Fächer aus den Bereichen Team- und Project Management Skills die Studierendengruppen, parallel zur fachlichen Betreuung. In der Modularisierung wurde das entsprechend berücksichtigt.

 

Die Studierenden verfassen in jedem Semester ein wissenschaftliches Kurzpaper, das nach einem mehrstufigen Reviewprozess in „Proceedings“ veröffentlicht wird. Zur Abschlusspräsentation erstellen alle Gruppen ein wissenschaftliches Poster und stellen es im Rahmen der Project Exchange als Kongresspräsentationen den anderen Studierenden vor.

 

Die Besonderheit dieser Lehrveranstaltung besteht in der gemeinsamen Organisation der BBE und MBE Projekte, die versetzt zueinander starten. MBE Studierende beginnen das Projekt im September, während BBE Studierende im Februar beginnen. Dadurch lassen sich bei den gemeinsamen Präsentationsterminen sowohl die Zwischenstände der Projekte als auch die Endergebnisse der Projekte vor allen Studierenden beider Studiengänge darstellen. Für die Studierenden des MBE ist die Project Exchange gleichzeitig die Kickoff Veranstaltung in das neue Studium und dient damit auch gleichzeitig dem vereinfachten Kennenlernen der eigenen Studienkolleginnen und Kollegen, sowie der älteren Jahrgänge. BBE Studierende lernen so die Aktivitäten in höheren Semestern des BBE, im MBE Studiengang und die Forschungsaktivitäten der FH kennen.

 

Spezifische Plattformen unterstützen die Lernerfahrung: Die Studierenden dokumentieren ihren Lernweg, reflektieren ihren Lernprozess laufend im Lerntagebuch, stellen ihre Artefakte im ePortfolio der Projektgruppe als Reflexionsportfolio auf der Maharaplattform dar. Durch diese explorative Lehrform sind alle Beteiligten gleichermaßen im Prozess involviert, die Lehrperson tritt als Coach /Mentor auf. Studierende bekommen somit auch einen besseren Eindruck wie es ihren Kolleginnen und Kollegen beim Studieren geht und können sich somit besser untereinander vernetzen und kollaborieren.

Positionierung des Lehrangebots

3., 4. & 5. Semester im Bachelorstudiengang Biomedical Engineering (BBE) in den Spezialisierungsrichtungen Medizin- & Krankenhaustechnik und Medizinische Informatik 1. & 2. Semester des Masterstudiengangs Biomedical Engineering Sciences (MBE)

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.