Modul „Lebensmittelbiotechnologie“ mit Vorlesung/Seminar und Labor

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

interdisziplinärer, überregionaler Lehr- und Kompetenzaustausch

Beschreibung

Studierende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil (ZHAW) und des Management Center Innsbruck treffen sich seit 2011 einmal jährlich zu einem bilateralen Workshop, bei dem unterschiedliche Themenbereiche der Lebensmittel- und Rohstoffwirtschaft bzw. –technologie behandelt werden. Die zukünftigen Experten/-innen setzten sich sechs Tage lang intensiv mit einem speziellen Thema auseinander und präsentieren ihre Ergebnisse einer interessierten Expertenrunde. Im Zentrum des Workshops stehen die Entwicklung eines Verständnisses zur nachhaltigen, lokalen Produktion von Lebensmitteln und das Erkennen von Trends und Systemanalysen unter Einbeziehung kultureller und traditioneller Werte der Konsumenten. Der Austausch zwischen den beiden Hochschulen wird durch die Durchführung des Workshops an beiden Standorten gefördert (3 Tage in Zürich, 3 Tage Innsbruck). Der Wirtschaftstransfer wird durch die aktive Beteiligung von Unternehmen beider Standorte sichergestellt (z.B. Einbeziehung als Experte, Werksbesuche und –führungen)

Seit 2011 besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen Schweizer und Österreichischen Master-Studierenden. Die Lehrveranstaltungen, die als Workshops an beiden Standorten abgehalten werden, stehen dabei immer unter verschiedenen Themenschwerpunkten. Die behandelten Themen reichen von „Alternative Proteinquellen“ bis hin zu „Nachhaltigkeit“, „Food System am Beispiel Brot“ und „Energy / Functional Food“ Dabei wird in den Workshops nicht nur eine Bestandsaufnahme zum Gegenstand der Thematik anhand verschiedener Produkte ausgearbeitet sondern auch sämtliche Gesichtspunkten des erweiterten Themengebietes beleuchtet (z.B. Anwendungsbezug, Forschungsfragen, Innovationsfragen etc.) In Zuge dessen werden die Studierenden insbesondere mit Einflussfaktoren auf Produktkategorien vertraut gemacht. Die Einbindung von Partnern aus der Wirtschaft ist ebenfalls Teil des inhaltlichen Konzeptes. Durch die Zusammenarbeit mit einer ausländischen Hochschule werden nicht zuletzt die Sozialkompetenzen der Studierenden gefördert.

 

Die Lernziele umfassen:

• Erwerb von Methoden sowie Organisationsfähigkeit zum Lösen heterogener / mehrstufiger Aufgabenstellungen sowie diese aus verschiedenen Perspektiven zu beurteilen

• Dabei sind vor allem folgende Perspektiven interessant:

- technisch (Verfahren, Verpackung, Waste Management)

- gesellschaftlich (Konsument, Marktzugang)

- biochemisch (Ernährungsphysiologie, Zusammensetzung)

• Erstellung einer sensorischen Prüfung von verschiedenen Produkten der zu analysierenden Produktkategorie

• Analyse von Produkten aus vielfältigen Gesichtspunkten und Bearbeiten ausgewählter Faktoren. Dabei sind mind. zwei konkrete Aufgaben zu bearbeiten.

 

Publikationen in Verbindung mit dem Projekt:

 

Bach, K., Qvortrup, J.J., Schwendimann, L., Kilic, B.T. (2013). Grenzüberschreitender Workshop, Lebensmittel-Technologie 6/13; S. 2-3

 

Müller, C., Brombach, C., Qvortrup, J.J. and Bach, K. (2011). Länderübergreifender Workshop zum Thema Nachhaltigkeit, Lebensmittel-Technologie 5/11; S. 12

 

Qvortrup, J.J., Brombach, C. und Bach, K. (2011). Nachhaltigkeit- am Beispiel Lebensmittel, Poster

Positionierung des Lehrangebots

MCI-Masterstudium „Biotechnologie“und „Lebensmitteltechnologie & Ernährung“ 2. Semester

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.