Team Building (Outdoor Training) im Masterstudiengang SKVM MA VZ15

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Die Studierenden lernen sich im Rahmen der Lehrveranstaltung zuerst selbst und anschließend gegenseitig außerhalb des Campus, im alpinen Raum nahe des Studienorts kennen und können dann gemeinsam in das Projekt "Masterstudiengang SKVM Vollzeit" starten. Die Berge dienen sowohl als Metapher als auch als physische Herausforderung, den "Gipfel" und somit den Abschluss des Masterstudiums jeder für sich und gemeinsam als Studiengang erfolgreich zu meistern.

Beschreibung

Vision

Die Studierenden lernen sich im Rahmen der Lehrveranstaltung zuerst selbst und anschließend gegenseitig außerhalb des Campus, im alpinen Raum nahe des Studienorts kennen und können dann gemeinsam in das Projekt "Masterstudiengang SKVM Vollzeit" starten. Die Berge dienen sowohl als Metapher als auch als physische Herausforderung, den "Gipfel" und somit den Abschluss des Masterstudiums jeder für sich und gemeinsam als Studiengang erfolgreich zu meistern.

 

Persönlichkeitsbildung

Das Erkennen der eigenen Fähigkeiten und die der anderen anhand von Gruppen-, und Rangdynamikmodellen wurde zum zentralen Lehrinhalt des Studienauftaktes. Die Studierenden konnten die eigene Wahrnehmungsfähigkeit schärfen und das Verhaltensrepertoire anhand von Aufgaben in der Natur als Gruppe erweitern. All dies erstmals im Kontext des neuen Studienganges SKVM MA VZ 15.

 

Leadership und Management

Anhand der primär erörterten Persönlichkeitswahrnehmung lautete das Motto anschließend: „Sich selbst und andere führen“. Die Natur und die Berge rund um Kufstein boten dafür zahlreiche Parallelen und Erfahrungsmöglichkeiten. Motivation, Perspektivenwechsel, Problemlösungstechniken, in Grenzsituationen handlungsfähig bleiben etc. waren wesentliche Komponenten, um zukünftige Herausforderungen bewältigen zu können.

 

Zeitraum

SKVM Master Berufsbegleitend – Unterrichtssprache Englisch

Donnerstag, 24.09.15 – Samstag, 26.09.15

PRÄAMBEL

 

„Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt“ (im Sinne von Laotse)

Von dieser Idee wurde der Auftakt der Lehrveranstaltung „Team Building (Outdoor Training)“ im Masterstudiengang Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement der FH-Kufstein, Tirol getragen. Im Oktober 2015 fand diese für den neu gestarteten englischsprachigen Masterstudiengang „Sports, Culture & Events Management“ erstmals statt. Die Studierenden verbrachten drei Tage gemeinsam auf einer Hütte im Wilden Kaiser Gebirge, die sie zu Fuß vom Campus aus erreichen mussten.

 

Team Building als Lehrveranstaltung? Ein Kritiker könnte denken – Wozu?

Eine Lehrveranstaltung mit Teambuilding Prozess im studentischen Umfeld? Worin liegt der Sinn, einen Haufen von Studierenden, außerhalb des Campus, die sich noch nicht mal kennen, ja sogar mitten in den Bergen in einem Einführungsseminar zu begleiten?

 

Hier sei nur eine entscheidende Gegenfrage gestellt: „Warum nicht?“

 

DIE VISION

 

Es sollte darum gehen, möglichst zentrale Elemente für zukünftige EventmanagerInnen, wie zB. Flexibilität, Durchhaltevermögen, physische Leistungsfähigkeit, Stressfähigkeit, etc. in die Lehrveranstaltung zu integrieren, neue Formen des Lernens kennenzulernen, einen nachdenklichen und kritischen Ansatz zu verfolgen und dabei doch einen kreativen Weg zuzulassen... Keine leichte Aufgabe(n)! In herkömmlichen Einheiten von Wissensvermittlung wird vielfach gelehrt, was als „State of the Art“ angesehen oder von der Masse als notwendig erachtet wird. Diese Lehrveranstaltung setzte sich zum Ziel sich von herkömmlichen Ansätzen distanzieren, um bewusst einen neuen Weg zu beschreiten. Und das tat sie!

 

 

ZIEL DER LEHRVERANSTALTUNG

 

Die Studierenden sollten von Beginn an erkennen und verstehen, dass das Studium IHR Studium sein wird und welchen Beitrag sie sowohl als Einzelpersonen als auch als Gruppe dazu leisten können/müssen.

 

Des Weiteren sollte den Studierenden eine Möglichkeit gegeben werden, sich selbst mit ihrer Einstellung und Rolle innerhalb einer Gruppe positionieren zu können, Werte und Moral der Gruppe von innen heraus zu definieren und somit die Chance zu nutzen, möglichst rasch und effizient als sozial agierende Gruppe den Weg des Studiums und darüber hinaus zu begehen.

 

 

PERSÖNLICHKEITSBILDUNG

 

Das Erkennen der eigenen Fähigkeiten und die der anderen anhand von Gruppen-, und Rangdynamikmodellen wurde zum wichtigsten Lehrinhalt zu Beginn des Wochenendes in den Bergen. Die Studierenden konnten die eigene Wahrnehmungsfähigkeit schärfen und das Verhaltensrepertoire anhand von Aufgaben in der Natur als Gruppe erweitern. Durch komplexe Aufgabenstellungen musste rasch und lösungsorientiert im Team gearbeitet werden und Schlüsselqualifikationen erkannt und praktisch eingesetzt werden. Dies führte im kompetitiven Vergleich der Teams zu Diskussionen und Reibungspunkten, die anschließend im Plenum diskutiert wurden. Die Moderation und Begleitung erfolgte durch die Lektoren/Trainer, die aber nicht in den wesentlichen Team Building Prozess eingrif-fen.

 

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

 

Anhand der primär erörterten Persönlichkeitswahrnehmung lautete das Motto anschließend: „Sich selbst und andere führen“. Somit wurde im zweiten Teil des Seminares Motivation, Stressfähigkeit, Problemlösungstechniken, in Grenzsituationen handlungsfähig bleiben etc. zu wesentlichen Lehrinhalten. Diese Erfahrungen wurden anschließend respektive der am Vortag erfahrenen Rangdynamikmodelle erläutert.

 

KREATIVITÄT UND LEITBILD

 

Zum Abschluss des Seminars wurde der Studiengang in mehrere kleine Gruppen unterteilt (die Gruppen konnten sich frei zusammen finden). Das Erlebte der vergangenen drei Tage sollte in Form einer Theateraufführung vor laufender Kamera dargestellt werden. Anschließend wurden alle Einzelteile zu einer Gesamturaufführung zusammengeführt und somit ein Leitbild erstellt.

 

METHODE

 

Integrierte Lehrveranstaltung, Case Studies, Diskussionen, Gruppenarbeiten

 

INHALTE

 

Die Lehrveranstaltung kombiniert Erfahrungslernen durch Outdoor- und Indoor Anteile mit Impulsvorträgen und Reflexion. Die Studierenden sehen die Entwicklung von Teams in ihren Zusammensetzungen, Zielperspektiven und Risiken. Führung im Team, Organisation von Zusammenarbeit und sozialen Kohärenzen, Phasen im Zeitablauf sowie die Zuordnung und Einschätzung von Rollen und ihren Parametern führen zum tieferen Verständnis von Erfolgs- und Misserfolgsparametern. Vor allem Konfliktpotenziale werden für spezifische Teamsituationen angesprochen und Ursachen und Lösungen in gemeinsamen Darstellungen analysiert. Outdoor-Anteile werden reflektiert und in ein Gesamtmodell integriert.

 

 

KRITIK/VERBESSERUNG

 

Das Seminar war sehr arbeitsintensiv und von langen Tagen in der Natur geprägt. Zudem herrschte während des gesamten Seminars Alkohol- und Rauchverbot, um die Zurechnungsfähigkeit der TeilnehmerInnen stets zu gewährleisten. Dies war für einige nicht einfach zu akzeptieren und könnte in Zukunft von vorn herein deutlicher kommuniziert werden. Wie sich aber im Nachhinein herausstellte, waren die Tage für ALLE Studierenden machbar und im Nachhinein ein positiver Beitrag zum Studienstart.

 

 

CONCLUSIO

 

Die „etwas andere“ Auftaktlehrveranstaltung „Team Building (Outdoor Training)“ im Masterstudiengang Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement der FH-Kufstein, inmitten des Wilden Kaiser Gebirges konnte innerhalb von drei Tagen einen Haufen unbekannter Studierender zu einer Gruppe formen. Sowohl die eigene Persönlichkeitsbildung als auch Führungskompetenzen sind zentrale Eigenschaften für zukünftige EventmanagerInnen, die anhand der Lehrveranstaltung gleich von Beginn an kommuniziert wurden.

 

Das Kaiser Gebirge rund um Kufstein bot dafür ausgezeichnete Parallelen und Erfahrungsmöglichkeiten.

 

 

 

 

 

Positionierung des Lehrangebots

1. Semester des Masterstudiengang Sports, Culture & Event Management, Vollzeit, in englischer Sprache

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.