VU Modul "Technische Grundlagen der Informatik" (6 ECTS)

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Ausgangslage

 

Das Modul „Technische Grundlagen der Informatik“ ist Teil der Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) für Bachelorstudien der Informatik an der TU Wien und wird jährlich von ca. 1000 Studierenden besucht. Die Vorkenntnisse der Studierenden auf dem Gebiet der technischen Informatik variieren aufgrund der unterschiedlichen Vorbildung sehr stark. Weibliche Studierende sind in den Informatikstudien an der TU Wien unterrepräsentiert und sollen durch Einbeziehung von Gender- und Diversitätsaspekten gezielt gefördert werden.

 

Ziele

 

- Entscheidungsgrundlage für die persönliche Beurteilung der Studienwahl seitens der Studierenden im Sinne der StEOP

- Aufzeigen von Verknüpfungen mit anderen Fachdisziplinen der Informatik

- Einsatz neuartiger Lehrkonzepte, um die Betreuungsqualität in der Massenlehre zu erhöhen

- Berücksichtigung der unterschiedlichen Vorkenntnisse der Studierenden und Unterstützung im individuellen Lernprozess

- Gezielte Motivation und Förderung von weiblichen Studierenden

- Kompetenzorientierung durch Verbindung von Theorie und praktischer Anwendung

- Berücksichtigung von studentischem Feedback zur laufenden Qualitätssicherung und Verbesserung der Lehrveranstaltung des Moduls

 

Beschreibung (nachfolgend)

 

Mehrwert (nachfolgend)

 

Profitierende (nachfolgend)

 

Aufwand (nachfolgend)

 

 

Liste aller Lehrenden die seit Beginn tätig waren:

 

Kastner, Wolfgang; Ao.Univ.Prof. Dr.techn. (2011-lfd.) Matiasch, Johannes; Senior Lecturer Mag. Dipl.-Ing. (2011- lfd.) Haas, Walter; Senior Lecturer Dipl.-Ing. (2012-2013) Podlipnig, Stefan; Senior Lecturer Dr.techn. (2014-2015)

 

Blieberger, Johann; Ao.Univ.Prof. Dr.techn. (2011-lfd.) di Angelo, Monika; Ass.Prof. Dr.techn. (2011-lfd.) Bader, Markus; Univ.Ass. Dr.techn. (2015-lfd.) Gridling, Günther; Univ.Ass. Dipl.-Ing. (2013-lfd.) Preyser, Franz Josef; Univ.Ass. Dipl.-Ing. (2015-lfd.) Seifried, Stefan; Univ.Ass. Dipl.-Ing. (2015-lfd.)

 

Platzer, Christian; Dr.techn. (2011-2014) Reinisch, Christian; Dr.techn. (2011) Krammer, Lukas; Dr.techn. (2012-2015) Scholz, Marion; Senior Lecturer Dipl.-Ing. Mag. (2011-2012) Dolezal, Dominik; Senior Lecturer MSc (2015) Kammerstetter, Markus; Dipl.-Ing. (2012) Weidinger, Jürgen; Dipl.-Ing. (2014-2015)

 

Czech, Brygida; BSc, Tutor (2013-lfd.) als Vertreterin aller TutorInnen.

 

 

Beschreibung

Beschreibung

 

Das Modul „Technische Grundlagen der Informatik“ besteht aus Vorlesungs- und Übungseinheiten, die durch einen E-Learning Kurs auf der Plattform TUWEL (TU Wien E-Learning) begleitet werden. Innerhalb der Lehrveranstaltung kommt eine Vielzahl von unterschiedlichen Konzepten und Methoden zum Einsatz, die im Nachfolgenden auszugsweise angeführt werden:

1) Live-Streaming und Aufzeichnungen der Vorlesungen: Aufgrund der hohen Anzahl an LehrveranstaltungsbesucherInnen reicht speziell am Semesteranfang die Kapazität keines Hörsaals der TU Wien für alle Teilnehmenden aus. Mit Unterstützung des Zentralen Informatikdienstes der TU Wien sowie des Teaching Support Centers werden Live-Streams in einen weiteren Hörsaal sowie über die E-Learning Plattform angeboten. Darüber hinaus werden den Studierenden im Anschluss Aufzeichnungen der Vorlesungen samt begleitendem Folienbild und Sprungstellen zur besseren Navigation im E-Learning Kurs bereitgestellt.

 

2) Interaktive Gestaltung der Vorlesungen: Die Vorlesungen werden durch Wiederholungs- und Zwischenfragen interaktiv gestaltet. Um die Studierenden zur aktiven Mitarbeit zu motivieren, werden Mitarbeitspunkte vergeben. Bei den Vorlesungen sind grundsätzlich zwei Vortragende vor Ort anwesend, sodass einerseits schneller und gezielter auf Fragen eingegangen werden kann und andererseits inhaltlich schwer verständliche Lehrinhalte bei Bedarf von einer zweiten Person mit anderen Worten erklärt werden können. Aufgrund der doppelten Präsenz vor Ort kann zudem auf individuelle Fragen eingegangen werden, die Studierende aus verschiedenen Gründen nicht vor dem gesamten anwesenden Publikum stellen möchten. Bei einigen Studierenden ist die Hemmschwelle

 

für Fragen vor einem derart großen Publikum sehr hoch. Das betrifft vermehrt Studierende aus nicht- traditionellen Einzugsbereichen für ein Informatikstudium, wie etwa Frauen und AHS- AbsolventInnen.

 

3) Foren-Betreuung durch vorwiegend weibliche TutorInnen: Den Studierenden steht im E-Learning Kurs ein Diskussionsforum zur Verfügung, in dem jederzeit Fragen gestellt werden können, wobei die durchschnittliche Antwortzeit im Bereich von wenigen Stunden (teilweise sogar im Minutenbereich) liegt. Die Betreuung des Forums erfolgt vorwiegend durch weibliche TutorInnen, wobei sich mehrere Vorteile ergeben: Den Studierenden wird vor Augen geführt, dass Informatik keine reine Männerdomäne ist, sondern es genauso hervorragende weibliche InformatikerInnen gibt. Durch Diversifikation und Achten auf soziale Kompetenzen bei der Forumsbetreuung verbessert sich das Gesprächsklima. Damit einhergehend sinkt die Hemmschwelle für Studierende sich aktiv im Forum zu beteiligen, wodurch ein äußerst konstruktives Umfeld geschaffen wird (Studierende helfen Studierenden). Sollten Fragen ungeklärt bleiben, werden diese an Vortragende weitergereicht und von diesen innerhalb eines Werktages beantwortet.

 

4) Geleitete Kleingruppen: Der Großteil der Übungseinheiten wird in geleiteten Kleingruppen zu ca. 20 Studierenden durchgeführt, die an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten stattfinden, sodass auch berufstätige Studierende die Übungstermine bestmöglich wahrnehmen können. Die Übungsangaben stehen den Studierenden mindestens eine Woche im Voraus auf der E-Learning Plattform zur Verfügung. Die Abgabe der Lösungen erfolgt in digitaler Form ebenfalls über die E-Learning Plattform, wobei aus Gründen der Fairness für alle Studierenden die gleiche Abgabe-Deadline gilt. In den Kleingruppen – geführt durch ÜbungsgruppenleiterInnen – präsentieren die Studierenden ihre Lösungen auf Basis der digitalen Abgaben. Durch die kleine Gruppengröße wird der dialogische Austausch im Lehr- und Lernprozess zusätzlich unterstützt.

 

5) Forschungsgetriebene Lehre: Die geführten Kleingruppen werden vorwiegend durch wissenschaftliche MitarbeiterInnen betreut, die aktiv in die Forschung eingebunden sind. Um den ÜbungsgruppenleiterInnen zeitliche und inhaltliche Flexibilität zu ermöglichen, erfolgt die Einteilung zu den Übungsgruppen wochenweise und nicht gruppenweise. Dadurch wird zudem eine objektivere Bewertung gewährleistet, da die/der einzelne Studierende in der Regel von verschiedenen Personen beurteilt wird.

 

6) Praxisnahe Aufbereitung der Lehrinhalte: Im Rahmen von Studierendenprojekten wurden unter anderem ein Digital-Simulator sowie eine veranschaulichende Hardware-nahe Realisierung eines Mikroprozessors entwickelt. Der Digital-Simulator wird von Studierenden laufend weiter entwickelt und über die E-Learning Plattform allen LVA-TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt. Zur Hardware- nahen Realisierung werden optionale Praxis-Sessions angeboten, bei der interessierte Studierende vertiefend in die Materie eintauchen können.

 

7) Kooperatives Wiki: Im E-Learning Kurs steht den Studierenden ein Wiki zur Verfügung, über das Mitschriften und weitere Lehrunterlagen zur inhaltlichen Vertiefung erstellt und untereinander ausgetauscht werden können. Dadurch wird einerseits der Wissensaustausch zwischen den Studierenden gefördert, andererseits werden Studierende durch Mitarbeitspunkte für die aktive Mitwirkung zusätzlich motiviert, sich mit den Lehrinhalten auch in vertiefender Form auseinanderzusetzen.

 

8) Mehrdimensionale Leistungsbewertung: Die Leistungsfeststellung setzt sich aus mehreren Teilprüfungen (mit Wiederholmöglichkeit), Übungsleistungen und Mitarbeitsleistungen zusammen. Sowohl bei Prüfungs- als auch Übungsbeispielen erfolgt vorab eine kompetenzorientierte Einordnung der Aufgabenstellungen, mit dem Ziel, sämtliche Handlungsdimensionen innerhalb der einzelnen Themengebiete abzudecken. Bei den Prüfungen kommen sowohl Single-/Multiple-Choice Fragen als auch offene Fragen zum Einsatz. Um sprachlichen Barrieren entgegenzuwirken, werden bei der Formulierung der Aufgabenstellungen Studierende mit nicht-deutscher Mutterspracheeingebunden. Sämtliche Leistungsbewertungen werden den Studierenden innerhalb einer Woche über die E- Learning Plattform zur Verfügung gestellt und ermöglichen laufende Einsicht in den persönlichen Leistungsfortschritt.

 

9) Interaktive Repetitorien: Im Vorfeld der Prüfungen werden Repetitorien angeboten, deren Inhalte die Studierenden über das Diskussionsforum im E-Learning Kurs aktiv mitbestimmen können. Es können sowohl allgemeine inhaltliche Themen als auch konkrete Übungs- oder Prüfungsaufgaben vorangegangener Semester nominiert werden.

 

10) Multiple Feedbackmöglichkeiten: Im E-Learning Kurs gibt es Feedbackmöglichkeiten zu den einzelnen Übungen und Prüfungen, wodurch eine laufende Qualitätskontrolle und Aufwandsabschätzung auf Aufgaben-Ebene ermöglicht wird. Über das Informationssystem TISS (TU Wien Informations-Systeme & Services) können seitens der Studierenden Rückmeldungen zu einzelnen Vortragenden sowie am Semesterende eine umfassende Lehrveranstaltungsbewertung abgegeben werden.

Positionierung des Lehrangebots

Bachelor - StEOP

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.