Intensive Project (IP): Negotiation in a global context and Crisis Communication

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Unter dem Fokus „Verhandlungsführung in einem globalen Kontext“, lud die Ecole de Management de Normandie (EMN) in Kooperation mit der FHWien der WKW rund 80 Studierende aus acht verschiedenen Ländern ein, um zwei Wochen lang Interkulturalität zu erfahren, zu erlernen und zu leben (jährlich 2011-2013). Generell waren fünf MA-Studierende von jeder beteiligten Universität wie z.B. FHWien, Masaryk-Universität, Universität von Alcalá, Universität Vilnius, Hogeschool Haarlem Inholland, HU Hochschule für Angewandte Wissenschaften Utrecht, UBS Universität Hertfordshire und Universität Southampton eingeladen, um in Caen, Normandie (F) in einem multikulturellen Umfeld unvergessliche Momente zu erleben. ProfessorInnen und LektorInnen aus Europa – für die FHWien der WKW FH-Prof. Mag. Dr. Martin Pittner, MA vom Institut für Kommunikation, Marketing & Sales - waren eingeladen, ein Curriculum zu konzipieren, das dem heute bestehenden dynamischen, globalen Umfeld gerecht wird.

Beschreibung

Eine wichtige Fähigkeit, um effektiv in einem multikulturellen Umfeld zu arbeiten, ist jene, klar zu kommunizieren und zu verhandeln. Die zentralen vermittelten Themen waren demgemäß interkulturelles Wissen und Kommunikation, Konfliktmanagement-Skills, gruppendynamische Prozesse UND Praxis. Um diese Fähigkeiten im Zuge der Projektarbeit in einer multikulturellen Gruppe zu verbessern, hielt Martin Pittner, Bereichsleiter Marketing, PR & Neue Medien (FHWien der WKW), einen Vortrag über Krisenkommunikation und präsentierte eine herausfordernde Fallstudie zum internationalen Krisenmanagement. Die interkulturellen Teams waren aufgefordert, einen Krisenkommunikationsplan aufzustellen, der in vier Ländern umgesetzt werden kann.

 

Die TeilnehmerInnen hatten vier Stunden Zeit, um ein umfassendes Konzept zu entwerfen. Um das Beispiel möglichst lebensnah zu halten, wurde die Krisensituation während des Arbeitsprozesses der Studierenden dynamisch angepasst. Die BeobachterInnen wie z.B. im Jahr 2013 Joke van Zon (Haarlem, NL), Diana Santistevan (EMN, FR) und Martin Pittner (Wien, A) evaluierten jede TeilnehmerIn in Bezug auf Teamverhalten, gruppendynamische Prozesse, Kommunikationsmuster sowie Lösungsorientierung. Am nächsten Morgen mussten die Studierenden-Gruppen ihre Konzepte vor einer Jury präsentieren. Außerdem absolvierten sie Sitzungen zum Thema Gruppen-Interaktionen und hatten eine detaillierte Nachbesprechung in punkto kulturelle Aspekte bei der Arbeit in multikulturellen Teams.

Unter dem Fokus „Verhandlungsführung in einem globalen Kontext“, lud die Ecole de Management de Normandie (EMN) in Kooperation mit der FHWien der WKW rund 80 Studierende aus acht verschiedenen Ländern ein, um zwei Wochen lang Interkulturalität zu erfahren, zu erlernen und zu leben. Diese Kooperation wurde jährlich von 2011 bis 2013 durchgeführt. Generell waren fünf MA-Studierende von jeder beteiligten Universität wie z.B. FHWien, Masaryk-Universität, Universität von Alcalá, Universität Vilnius, Hogeschool Haarlem Inholland, HU Hochschule für Angewandte Wissenschaften, UBS Universität Hertfordshire, Universität Southampton und EMN eingeladen, um in Caen, Normandie (F) in einem multikulturellen Umfeld unvergessliche Momente zu erleben. ProfessorInnen und LektorInnen aus Europa – für die FHWien der WKW FH-Prof. Mag. Dr. Martin Pittner, MA vom Institut für Kommunikation, Marketing & Sales - waren eingeladen, ein Programm zu konzipieren, das dem heute bestehenden dynamischen, globalen Umfeld gerecht wird.

 

Krisenkommunikation in einem internationalen Umfeld

 

Eine wichtige Fähigkeit, um effektiv in einem multikulturellen Umfeld zu arbeiten, ist die Fähigkeit, klar zu kommunizieren und zu verhandeln. Die zentralen vermittelten Themen waren demgemäß interkulturelles Wissen und Kommunikation, Konfliktmanagement-Skills, Gruppendynamik UND Praxis. Um diese Fähigkeiten im Zuge der Projektarbeit in einer multikulturellen Gruppe zu verbessern, hielt Martin Pittner, Bereichsleiter Marketing, PR & Neue Medien sowie Programmleiter Berufsakademie Marketing und Verkauf (FHWien der WKW) einen interaktiven Vortrag über Krisenkommunikation und präsentierte eine herausfordernde Fallstudie zum internationalen Krisenmanagement (in englischer Sprache; aktuell wie z.B. beim Abgasskandal von Volkswagen/VW sichtbar). Die interkulturellen Teams waren aufgefordert, einen Krisenkommunikationsplan aufzustellen, der in vier Ländern umgesetzt werden kann. Der Fokus lag auf Strategie, interkulturelle Beziehungen, internationales Krisenmanagement und Organisation sowie Controlling. Diese Themenbereiche wurden im Zuge des Gesamtprojekts von internationalen LektorInnen der beteiligten zehn Universitäten interaktiv mit den Studierenden vorab abgehandelt (hierzu zählten z.B. auch die Entstehung von Stereotypen, Emotionale Intelligenz und Konflikttypen).

 

Internationale Fallstudie

 

Die Studierenden mussten in sechs multikulturellen Teams eine anspruchsvolle Aufgabe lösen: als verantwortliche Public Relations Netzwerk-Agentur mussten sie einen „Global Player“ in der Schokoladenproduktion in Österreich beraten. "In mehreren Packungen eines Kernprodukts wurden Spuren von Blausäure gefunden. Eine Frau, 19 Jahre alt, wurde mit schweren Bauch- und Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert - insbesondere medizinische Ergebnisse würden in den nächsten Tagen folgen“, kündigte die Fallstudie an. Das Produkt besteht seit vielen Jahren auf dem Markt. Das Produkt ist Teil einer Produktlinie. Die klassische Werbung konzentrierte sich in besagtem Jahr auf die Produktlinie.

 

Studierendenzentrierung

 

Die TeilnehmerInnen hatten vier Stunden Zeit, um ein umfassendes Krisenkommunikationskonzept zu entwerfen. Um das Beispiel möglichst lebensnah zu halten, wurde die Krisensituation während des Arbeitsprozesses der Studierenden dynamisch angepasst. Die BeobachterInnen wie z.B. Jutta Berninghausen (Bremen, GER), Viktor Kulhavy (Masaryk, CZ), Jakub Procházka (Masaryk, CZ), Joke van Zon (Haarlem, NL), Diana Santistevan (EMN, FR) und der Leiter der Lehrveranstaltung Martin Pittner evaluierten jede TeilnehmerIn in Bezug auf Teamverhalten, gruppendynamische Prozesse, Kommunikationsmuster sowie Lösungsorientierung. Letzteres war besonders wichtig, da ein Lösungsfokus zwar das einzelne Teammitglied bei der Durchsetzung ihrer/seiner Ziele voranbringt, nicht aber die Teamlösung fördert.

Am nächsten Morgen mussten die Studierenden-Gruppen ihre Konzepte vor einer Jury aus zwei Personen des internationalen Lehrkörpers präsentieren. In diesem Zuge erfolgte auch eine Evaluation sowie Benotung der Konzepte. Außerdem absolvierten sie Sitzungen zum Thema Gruppen-Interaktionen und hatten eine detaillierte Nachbesprechung in punkto kulturelle Aspekte bei der Arbeit in multikulturellen Teams.

 

Kompetenzorientierung

 

Der Kompetenzerwerb der Lehrveranstaltung umfasst im Wesentlichen folgende Bestandteile: die Schlüsselelemente für das erste komplexe multikulturelle Projekt zu erkennen, die Kernkonzepte in der Krisenkommunikation zu verstehen, die Konzepte in punkto kulturelles Bewusstsein, die in den vorangegangenen Workshops gelernt wurden, zu üben, die Werkzeuge in multikulturellem Konfliktmanagement anzuwenden, das eigene fachliche Wissen zu reflektieren und sich bewusst zu machen, wie andere Personen das eigene „Selbst“ wahrnehmen. In Summe trägt dies zu folgendem Gesamtziel bei: die Entwicklung von interkultureller Kommunikation und Verhandlungsgeschick bei Studierenden zu verbessern, damit diese in internationalen Verhandlungssituationen erfolgreicher agieren sowie die Studierenden mit theoretischen sowie praktischen Kenntnissen zum verborgenen Einfluss der Kultur auf Verhalten und Werte der GesprächspartnerInnen auszustatten, welches wiederum Auswirkungen auf die Kommunikation, die Wahrnehmung und die Verhandlungsergebnisse hat.

 

Von Forschung geleitete Lehre

 

Da die Case Study im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) „angesiedelt“ ist, konnten vorläufige Ergebnisse der eigenen Dissertation zur Nachhaltigkeit und strategischen Kommunikation im LEH in die Aufgabenstellung einbezogen werden.

 

Innovative Hochschuldidaktik

 

Der Innovationsgehalt der Lehre besteht insbesondere in der Zusammenstellung der multikulturellen Master-Studierendenteams, der Vernetzung der beteiligten zehn Universitäten bzw. Fachhochschulen in Lehre und Didaktik, in der über drei Jahre gewonnenen Expertise durch Feedback von Studierenden und Lehrkörper, die in die Konzeption des Intensive Project (IP)-Curriculums jedes Folgejahr einbezogen wurde.

 

Feedback der Studierenden/des Lektors

 

Dieter Krupitza, Master-Studierender Marketing- und Salesmanagement der FHWien der WKW, und mittlerweile Absolvent: "Im Namen aller Teilnehmer der österreichischen Master-Studierenden möchten wir erwähnen, dass sowohl der Inhalt des IP-Projekts als auch das Lernen über und die Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen sehr interessant war. Wir sind auch davon überzeugt, viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen zu haben, die uns im Berufsleben nützlich sein werden." Weitere Teilnehmer waren bspw. Martyna Gressel, Arni Zechmeister, Mariann Krausz, Martin Wolf, Daniela Derntl, Stefan Rehm und Hans-Jürgen Hemza.

 

"Ich muss zugeben, dass ich von den präsentierten Krisenkommunikations-Konzepten der TeilnehmerInnen sehr beeindruckt war - wenn ich das betroffene, krisen-geschüttelte Unternehmen aus der Fallstudie wäre, würde ich jedenfalls einige von ihnen mit der Unternehmenskommunikation beauftragen", resümiert Pittner seine Eindrücke der Jahre 2011-2013.

Positionierung des Lehrangebots

Master / 1. Studienabschnitt

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.