„Raum für Fanny Hensel“ - Veranstaltungsreihe mit Kompositionswettbewerb für Studierende

Umgesetztes Projekt

Ziele

Beim Projekt „Raum für Fanny Hensel“ handelte es sich um eines der forschungsgeleiteten Lehre: Denn es besteht immer noch ein Ungleichgewicht darin, dass Fanny Hensel (geb. Mendelssohn Bartholdy) einerseits in musikwissenschaftlichen Fachkreisen mittlerweile sehr wohl als ‚kanonisiert‘ gilt, ihre Musik aber andererseits noch nicht jenen Kanon erreicht hat, der regelmäßig im Konzertbetrieb berücksichtigt wird. Eine Ausbildungsstätte vom Rang der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst muss es sich daher angelegen sein lassen, ihren Studierenden einen gleichermaßen aktuellen historischen Kenntnisstand wie eine zeitgemäße künstlerische Repertoirekenntnis und Praxis zu vermitteln – zumal das Haus eine Spielstätte sein eigen nennt, die der Komponistin gewidmet ist. Die Kenntnis eines möglichst umfassenden historischen Musikrepertoires sollte darüber hinaus dazu Anlass bieten, dass sich Studierende im Studiengang Komposition nicht nur in eine Genealogie männlicher Heroen einschreiben, sondern auch Beiträge von Frauen zum kompositorischen Diskurs berücksichtigen.

 

Der Plattform Gender_mdw als Veranstalterin der des Projekts war es dabei wichtig zu betonen, dass Gender nicht allein ‚Frauensache‘ ist, sondern Männer und Frauen gleichermaßen betrifft. Daher wurde die Komponistin Fanny Hensel (1805-1847) in künstlerischer Zusammenarbeit mit ihrem Bruder, dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), und ihrem Ehemann, dem Maler Wilhelm Hensel (1794-1861), dargestellt.

Kurzzusammenfassung

Das Projekt „Raum für Fanny Hensel“ war als Repertoire-Initiative für Studierende und Lehrende gedacht: Am Beispiel von Kompositionen, für die es noch wenige Vorbilder an sehr guten Einspielungen gibt, sollten eigenständige Interpretationen entwickelt werden. Im Hinblick auf die Professionalisierung der Studierenden war ein wichtiger Aspekt, dass diese in ihrem späteren Berufsleben als konzertierende Künstler_innen und Musiklehrer_innen Einfluss auf das Konzertrepertoire nehmen können: Die Kompositionen, die im Rahmen des Projekts kennen gelernt wurden, können dabei ebenso ‚verwertet‘ werden wie die neu erworbenen Erfahrungen im Umgang mit noch wenig bekannter Musik.

 

Durch die Moderation der öffentlich zugänglichen Konzerte und die Programmhefte zu den einzelnen Konzerten, die in einer eigens vorbereiteten Sammelmappe zum Konvolut verbunden werden konnten, ergab sich auch eine Breitenwirkung über die mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst hinaus: Auch das externe Publikum erhielt so historisch zuverlässige Informationen in zeitgemäßer Darbietungsform.

 

Mit dem von Anfang bis zur letzten Minute anonym durchgeführten Kompositionswettbewerb verband und verbindet sich die Hoffnung, dass er als Modell eines Beurteilungsmodus‘ dienen kann, mit dem auch Studienleistungen von angehenden Komponist_innen unabhängig vom Geschlecht der Prüflinge evaluiert werden können.

Nähere Beschreibung

FORSCHUNGSSTAND und SETTING AN DER MDW

Als Ende der 1990er Jahre die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien den Campus am Anton von Webern Platz 1 im dritten Wiener Gemeindebezirk bezog, wurde einer der neuen Konzertsäle der Komponistin Fanny Hensel gewidmet und trug seither den Namen Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal.

 

Wer die Biographie Hensels kennt, weiß, dass sie diesen Namen so nie geführt hat: Geboren wurde sie unter dem Namen Fanny Zippora Mendelssohn. Bei der Taufe der Zehnjährigen wurde Zippora durch Cäcilia ersetzt, und die Familie nahm später (zusätzlich zu Mendelssohn) den weniger jüdisch klingenden Nachnamen Bartholdy an. Fanny Cäcilia Mendelssohn Bartholdy führte nach ihrer Hochzeit 1829 mit dem preußischen Hofmaler Wilhelm Hensel dessen Nachnamen und ergänzte ihren Ehenamen Fanny Hensel um „geb. Mendelssohn Bartholdy“, als sie beispielsweise ihr Opus 1 im Druck veröffentlichte. Der 210. Geburtstag der Komponistin am 14 November 2015 bot Gelegenheit, ihr ein besonderes Geschenk zu machen: Der bislang als Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal bekannte Spielort wurde historisch korrekt in Fanny Hensel-Saal umbenannt.

 

Damit sich dieser Name auch im Bewusstsein der Öffentlichkeit verstetige, veranstaltete die Plattform Gender_mdw mit Unterstützung von Vizerektorin Ulrike Sych, der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies und dem Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen eine einjährige Veranstaltungsreihe, die am 209. Geburtstag der Komponistin begann. Ihr Motto „Raum für Fanny Hensel“ spielt einerseits auf die neue Bezeichnung des Konzertsaales an; andererseits soll deutlich werden, dass Räume kulturellen Handelns erst dadurch entstehen, dass Menschen mit- und füreinander musizieren oder in anderer Weise dafür sorgen, dass Musik gespielt und gehört werden kann.

 

Die Reihe umfasste insgesamt fünf Veranstaltungen: Zwei moderierte Konzerte zeichnen jene historischen Orte und kulturellen Räume nach, in denen sich Fanny Hensel künstlerisch verwirklichen konnte. Hier wären an erster Stelle der Garten sowie der Gartensaal und die Räumlichkeiten ihrer Mutter Lea in der Leipzigerstraße 3 in Berlin als Aufführungsorte zu nennen, denen das Konzert am 20. Mai 2014 gewidmet ist. Im Zentrum stehen Fanny Hensels Gartenlieder und ihre „Cantate nach Aufhören der Cholera nach 1831“.

 

Jene Räume, die sich Fanny Hensel durch die künstlerische Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann nicht nur in Berlin, sondern auch auf einer einjährigen Italienreise 1839/40 eröffneten, waren am 14. Januar 2015 nachzuvollziehen. Das selten komplett dargebotene „Reise-Album“ (MA Ms. 163) wurde bei dieser Gelegenheit ebenso aufgeführt wie die dramatische Szene „Hero und Leander“ nach der originalen Klavierfassung, die aus Anlass des 210. Geburtstags der Komponistin im Jahr 2015 auch im Furore Verlag Kassel publiziert worden war. Diese beiden Veranstaltungen sollten Fanny Hensels Saal mit ihrer Musik füllen.

 

Mit dem Konzert am 25. März 2015 wird das Wirken der weiblichen Familienmitglieder in Berlin und Wien gewürdigt: Lea Mendelssohn – die Mutter Fanny Hensels – stammte aus einer Familie, in der die Musikausbildung der Töchter einen hohen Stellenwert besaß; zwei von Leas Tanten – Fanny Arnstein und Cäcilie Eskeles – verheirateten sich nach Wien und führten hier die familiäre Tradition der Musikpflege fort. An sie und ihre Schwestern Sara Levy und Bella Salomon, die Mutter Leas, erinnert die renommierte Fanny Hensel-Forscherin Cornelia Bartsch (Basel/Hamburg), die das Konzert kuratierte und moderierte.

 

Den großen Rahmen um diese Konzerte bildete jedoch ein Kompositionswettbewerb für Studierende aller Musikuniversitäten in Österreich. Ausgelobt wird er am 14. November 2014 im Rahmen einer Lecture Performance. Das Finale, der in zwei Runden durchgeführten Konkurrenz, findet genau ein Jahr später am 210. Geburtstag der Komponistin als Matinee statt. Das Auswahlverfahren war von Anfang bis Ende anonym durchgeführt worden, damit allein die künstlerische Qualität (und nicht das Geschlecht der Teilnehmenden) Grundlage für die Beurteilung der Jury darstellen konnte. Auch die Jury hatte erst nach ihrer Entscheidung erfahren, welche Personen die preisgekrönten Werke komponiert hatten. Schirmherrin des Wettbewerbs war die Mendelssohn Gesellschaft Berlin e.V.

 

 

KONZERTPROGRAMME

 

1. Kompositorisches Experimentallabor I

Fanny Hensel Kompositionspreis – Auslobung/ Lecture Performance

Freitag, 14. November 2014

 

Als Abraham Mendelssohn Bartholdy 1825 ein Palais in der Leipziger Straße 3 in Berlin kauft, gehört dazu auch ein Gartensaal. Im selben Jahr endet auch der Kompositionsunterricht seiner Kinder Fanny und Felix bei Carl Friedrich Zelter. So wird der Gartensaal zum Ort für Werkstattkonzerte des nun selbständig komponierenden Felix Mendelssohn Bartholdy. Ab 1831 stellt dort Fanny Hensel im Rahmen ihrer Sonntagsmusiken u.a. „die besten [Werke] der neueren Zeit in sorgfältigster Ausführung" vor und bietet damit der zeitgenössischen Musikszene ein Forum. Es ist eine Zeit des Experimentierens: Die Geschwister diskutieren und komponieren neue Gattungen der Musik mit Referenzen zu anderen Künsten (wie das „Lied ohne Worte"); auch die Auseinandersetzung mit der Kontrapunktik Bachs führt zu neuen kreativen Ansätzen. Für den Kompositionswettbewerb 2014/15 wurde daraus die Aufgabe „Experimentelles Komponieren zwischen den Künsten" abgeleitet.

 

Programm

„Experimentelles Komponieren zwischen den Künsten"

Lecture: Annegret Huber

 

Performance:

Fanny Hensel (Komponistin): Alina Hagenschult

Felix Mendelssohn Bartholdy (Bruder, Komponistenkollege): Andrey Reimann

Lea Mendelssohn Bartholdy (Mutter von Fanny und Felix): Maria Huber

Stimme(n) der Musikkritik (in Wien, Berlin und an anderen Orten): Rene Peckl

Regie: Mira Stadler

 

Musikbeispiele

Fanny Hensel (geb. Mendelssohn Bartholdy): Lied für das Pianoforte op. 2/1 (1836)

Sofija Asgatovna Gubajdulina: Lied ohne Worte für Trompete und Klavier (1977)

Heinz Holliger: No. 1 aus: Vier Lieder ohne Worte I (1982-83)

Felix Mendelssohn Bartholdy: Fuge f-moll op. 35/5 (1834)

Kristi McGarity: AM Fugue for violin and electroacoustic music (1998)

 

 

 

2. Szenen einer Ehe

Vortragskonzert mit Werken des Ehepaars Hensel

Mittwoch, 14. Januar 2015

Dienstag, 24. März 2015 (Wiederaufführung im Schlosstheater Schönbrunn, veranstaltet vom Institut für Gesang und Musiktheater)

 

Moderation: Annegret Huber

 

Die dramatische Szene „Hero und Leander" ist eines der frühesten Beispiele für die künstlerische Zusammenarbeit der Eheleute Fanny und Wilhelm Hensel: Er dichtete den Text, den sie vertonte. Weit anschaulicher sind die ‚Szenen‘, die beide in ihrem „Reise-Album" (MA Ms. 163) nach einer einjährigen Italienreise 1839/40 festhielten: Darin notierte Fanny Reinschriften von Stücken, die sie auf der Reise oder in Erinnerung an diese komponiert hatte; Wilhelm verzierte jedes einzelne Stück mit einer Vignette. Beide Werke belegen neben vielen anderen, dass Musik, Malerei und Dichtung integraler Bestandteil ihrer Lebenswelt waren. Dabei kam der Kunst des professionellen Malers und Ehemannes keinesfalls größere Bedeutung zu; schon früh hatte Wilhelm für ihre eheliche Gemeinschaft festgestellt: „Grundbedingung von Allem bleibt ganz uneingeschränkte Übung Deiner Kunst." Gesellschaftliche Einschränkungen hingegen, denen Fanny als Frau in Berlin unterworfen war, konnte sie auf der Italienreise hinter sich lassen: In Rom etwa verkehrte sie als Kollegin unter Kollegen mit den Preisträgern der Académie de France in der Villa Medici.

 

Programm

REISE-ALBUM DEUTSCHLAND-ITALIEN 1839/40 (MA Ms. 163)

Klavierkompositionen, klavierbegleitete Lieder und Duette sowie zwei Vokalquartette

 

„HERO UND LEANDER" (MA Depos. Lohs 4, S. 41-45)

Dramatische Szene für Sopran & Klavier

 

 

 

3. Musikräume Berlin – Wien

Themenkonzert kuratiert von Cornelia Bartsch

Mittwoch, 25. März 2015

 

Moderation: Cornelia Bartsch

 

Neben der Achse zwischen den kompositorischen Experimentallaboren im historischen Berlin und dem heutigen Wien entsteht eine weitere durch die weibliche Verwandtschaft Fanny Hensels: Lea Mendelssohn und Bella Salomon als direkte Vorfahrinnen, ihre Großtanten Fanny von Arnstein, Cäcilie von Eskeles und Sara Levy sowie ihre Schwester Rebecka Dirichlet. Das Programm zeigte, dass diese Frauen nicht nur auf höchstem Niveau selbst musizieren konnten, sondern demonstrierte auch, dass musikbezogene Praktiken mehr umfassen als allein das Komponieren und Aufführen von Musik. Die Bachpflege und –rezeption in Berlin wurde ebenso erläutert wie die Förderung der klassischen Musik in Wien sowie die Rolle von Musik und Bildungsideale der Aufklärung im jüdischen Akkulturationsprozess.

 

 

Programm

Prolog

Johann Sebastian Bach: Präludium d-Moll BWV 851 (Wohltemperiertes Klavier I)

 

Musik im jüdischen Akkulturationsprozess

Carl Philipp Emanuel Bach: aus der Sonata in h-Moll für Clavier und Violine Wq (I Allegro moderato und Poco andante)

 

„Eure Wiener Klassiker"

Wolfgang Amadeus Mozart: aus dem Klaviertrio G-Dur KV 564 (I Allegro)

Joseph Haydn: aus dem Streichquartett op. 76/6 (II Fantasia)

Johann Sebastian Bach: Präludium E-Dur BWV 854 (Wohltemperiertes Klavier I)

 

Musik und Bildung

Muzio Clementi: Duo für Clavier zu vier Händen, Es-Dur op. 3/2 (II Minuett)

Felix Mendelssohn Bartholdy: aus dem Konzert für Klavier, Violine und Streicher D-Dur (1823) MWV 04 (III Allegro molto)

 

Die neuen Sonntagsmusiken

Ludwig van Beethoven: aus dem Klaviertrio D-Dur op. 70/1 (II Largo assai ed expressivo)

Fanny Hensel: aus dem Klaviertrio d-Moll op. 11 (IV Allegro moderato)

 

Lebe Wohl

Ludwig von Beethoven: aus der Klaviersonate Es-Dur op. 81a „Les Adieux" (II Abwesenheit)

Johannes Brahms: aus dem Klaviertrio H-Dur op. 8 (II Scherzo)

Felix Mendelssohn Bartholdy: aus dem Streichquartett f-Moll op. 80(IV Finale)

 

 

 

4. "Im Freien" & im Wohnzimmer

Werke der Geschwister Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy

Mittwoch, 20. Mai 2015

 

Moderation: Annegret Huber

 

Das Mai-Konzert führte in den privaten Bereich der Familie Mendelssohn Bartholdy, denn die Musik für die Toten der Cholera-Epidemie wurde am 10. Dezember 1831 im Rahmen der Geburtstagsfeier von Fanny Hensels Vater uraufgeführt. Dabei wurde auch der Verstorbenen aus Verwandtschaft und Freundeskreis gedacht. Gartenlieder wiederum – „die natürlichste Musik […], wenn 4 Leute zusammen spazieren gehen […] und gleich die Musik mit sich und in sich tragen“ – erzeugen auch „im Freien“ einen (sozialen) Raum. In diesen wurde das Publikum, das bei ausgewählten Sätzen mitsingen durfte, an diesem Abend einbezogen.

 

Programm

Jugendchor der Wiener Chorschule

Dirigat

Bernhard Jaretz (Klasse: Alois Glaßner)

Nikolaus Pesl (Klasse: Alois Glaßner)

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

Nr. 2-4 aus Sechs Lieder im Freien zu singen op.41

 

Fanny Hensel (geb. Mendelssohn Bartholdy)

Nr. 1 aus Gartenlieder op. 3: „Hörst du nicht die Bäume rauschen“

 

 

Singalong mit dem Publikum

Dirigat

Luiz Guilherme Pereira dos Santos Euzébio de Godoy (Klasse: Ingrun Fußenegger)

Jera Petri?ek Hrastnik (Klasse: Ingrun Fußenegger)

 

Fanny Hensel (geb. Mendelssohn Bartholdy)

Nr. 5 aus Gartenlieder op. 3: „Abendlich schon rauscht der Wald“

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

Nr. 3 aus Sechs Lieder im Freien zu singen op.59: „O Täler weit, o Höhen“

 

 

Pause

 

WebernStudioChor

Wiener Barock Orchester

 

Soli

Sopran: Maria Theresia Gruber (Klasse: Robert Holl, Rannveig Braga-Postl)

Alt: Anna-Katharina Tonauer (Klasse: Karlheinz Hanser, Gabriele Fontana)

Tenor: David Jagodic (Klasse: Claudia Visca)

Bass: Sreten Manojlovic (Klasse: Sebastian Vittucci)

 

Dirigat

Ingmar Beck (Klasse: Mark Stringer)

Marcell Dénes-Worowski (Klasse: Mark Stringer)

Seung-You Park (Ingrun Fußenegger, Simeon Pironkoff)

 

 

Fanny Hensel (geb. Mendelssohn Bartholdy)

CANTATE (nach Aufhören der Cholera in Berlin, 1831)

(MA Ms. 39, bekannt geworden als: „Oratorium nach Bildern der Bibel“) für Soli, achtstimmigen gemischten Chor und Orchester

 

 

 

5. Kompositorisches Experimentallabor II

Fanny Hensel Kompositionspreis – Finalkonzert

Samstag, 14. November 2015

 

Moderation: Nadja Kayali

 

Mit der Uraufführung der kompositorischen Wettbewerbsexperimente schloss sich der Kreis: Der genius loci, der am 209. Geburtstag Fanny Hensels beschworen worden war, kehrte am 210. Geburtstag ein in den ihr gewidmeten Saal an der mdw. Aus den Konzepten zum „Experimentellen Komponieren zwischen den Künsten", die für die erste Runde eingereicht worden waren, hatte die Jury zwei ausgewählt, damit sie für das Finale fertig komponiert werden konnten. Darüber hinaus waren auf Empfehlung der Jury zwei Auftragswerke an Alumni der mdw vergeben worden.

 

Programm

1. Platz: Daniel SERRANO GARCIA, Mobile für Holzbläserquintett

2. Platz: Tanja Elisa GLINSNER, GrundRISS. 100 wässrige Grundgedanken

Auftragswerk 1: Hui YE, Étude très bien (Relation ? Stereo ? NOTHING)

Auftragswerk 2: Alejandro DEL VALLE-LATTANZIO, Gesättigte Gedanken

 

Betreuung der Uraufführungen: Simeon Pironkoff

 

 

Positionierung des Lehrangebots

Grundsätzlich richtete sich das Projekt an alle prägradual Studierenden der Musikstudiengänge des Hauses – vom Instrumentalstudium (‚Konzertfach‘), Bühnen-/Konzertgesang, Kirchenmusik über die pädagogischen Studien und Komposition bis hin zum Studium Tonm

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2016 nominiert.