Pocket Lectures & Flipped Classroom

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Umsetzung des Flipped Classroom Konzeptes in einem berufsbegleitenden Studiengang zur Sicherung der Lernergbenisse und vertiefenden Kompetenzerwerb

Beschreibung

Der Name "Pocket Lectures" steht für Vorlesungen, die jederzeit, orts-und deviceunabhängig und in kleinen thematischen Einheiten von den Studierenden konsumiert werden können. Bisher beschränkten sich Theorieinputs auf die Präsenzzeit. Das Projekt trägt dazu bei, dass in Zukunft diese Inhalte zur Lösung von Beispielen und zur Prüfungsvorbereitung jederzeit abrufbar und auch außerhalb der Lehrveranstaltung zur Verfständigung stehen. Das erleichtert die Studierbarkeit für Studierende und entspricht erwachsenengerechtem Lernen und zeitgemäßen didaktischen Methoden. Darüber hinaus soll durch diese Lernmethode bei den Studierenden die Lust an und der sichere Umgang im Umgang mit neuen Medien gefördert werden.

Insgesamt trägt das Projekt zu einer besseren Verteilung der Lehr- und Lerninhalte zwischen Präsenz- und Distanzphase bei. Durch die Planung und Abstimmung der Inhalte der Videos kommt es zu einer verstäkten Abgrenzung der Inhalte der einzelnen Lehrveranstaltungen. Dadurch werden Doppelgleisigkeiten verhindert. Die Zufriedenheit der Studierenden mit a) ihrer eigenen Leistung und b) mit den Inhalten und der Vermittlung der Lehrinhalte kann gesteigert werden. V.a. der Studiengang SOWOSEC beschäftigt sich inhaltlich mit der Nutzung neuer Medien (z.B. Sozialmarketing, Öffentlichkeitsarbeit) und bietet studieng So entstand die Idee, Kurzlernvideos für die beiden Studiengänge zu produzieren und diese im didaktischen Setting des Flipped Classrooms umzusetzen.
 

Das Projekt Pocket Lectures wurde von Peter Stepanek (hauptamtlich Lehrender) initiiert. Bei ihm lag die Leitung und die Koordination für das Projekt. Er konzipierte und produzierte 13 Pocket Lectures. Ina Tschabuschnig (nebenberuflich Lehrende) beteiligte sich als Projektmitglied an der Umsetzung des Projekts. Sie konzipierte und produzierte 7 Pocket Lectures. Tom Christl vom Teaching Support Center stand als technischer Support zur Verfügung.

Die 20 Pocket Lectures wurden für 8 Lehrveranstaltungen in zwei Studiengängen des Department Soziales produziert.

Im Masterstudienlehrgang „Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit“ kommen sie ab dem Wintersemester 2015/16 in 4 Lehrveranstaltungen zum Einsatz.

  • Grundlagen Rechnungswesen
  • Rechnungswesen in sozialwirtschaftlichen Organisationen
  • Controlling
  • Finanzierung und Förderwesen
    Im Bachelorlehrgang „Sozialmanagement in der Elementarpädagogik“ werden sie ab dem Wintersemester 2015/16 in 4 Lehrveranstaltungen eingesetzt.
  • Grundlagen Buchhaltung & Bilanzierung
  • Grundlagen Kostenrechnung
  • Finanzierung und Investition
  • Controlling

Diese Lehrveranstaltungen werden von den beiden Projektmitgliedern Peter Stepanek und Ina Tschabuschnig betreut.

Problemstellung und Anlass des Projektes
Durch das neue Curriculum für den Masterstudienlehrgang „Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit“ und die damit verbundene Reduzierung der SWS/ECTS in den vier betroffenen Lehrveranstaltungen, stellte sich die Frage, wie man in weniger Zeit, die für die Kompetenzziele erforderlichen Inhalte vermitteln kann. Gleichzeitig sollte den berufsbegleitenden Studierenden die Möglichkeit geboten werden, sich zeit- und ortsunabhängig auf die Lehrveranstaltungen vorzubereiten bzw. Inhalte zu wiederholen oder vertiefen. Durch eine Recherche im Bereich Projektmanagement wurde Peter Stepanek auf Videoclips aus den USA aufmerksam, wo vor einem Whiteboard Aspekte des Projektmanagement erklärt wurden. So entstand die Idee, eben solche Videos für die beiden Studiengänge zu produzieren.

Projektumsetzung und Projektschritte
Das Projekt wurde zwischen 1.2. und 10.7.2015 umgesetzt.
Februar-März Konzept-Phase
In zwei Workshops wurden Inhalte und Form der Pocket Lectures besprochen.
April-Mai Test-Phase
Aus der Themenliste wurden 4 Themen ausgewählt, die vorab produziert wurden. Die ca. 160 StudentInnen aus beiden Studiengängen wurden über Moodle eingeladen, dazu Feedback zu geben. Eine detaillierte Auswertung des Feedbacks der StudentInnen liegt bei.
Juni-Juli Umsetzungsphase
Die restlichen 16 Pocket Lectures wurden produziert.

Insgesamt entstanden 20 Pocket Lectures in unterschiedlichen Formanten. Einige wurden vor einem White-Board oder einer Pinwand aufgenommen, einige mit Hilfe eines Flip-Charts oder als Flip-Chart-Ausstellung und andere in Form von Excel-Tabellen mit Desktop-Recording.

Didaktisches Konzept
Durch die Auslagerung einiger Theoriethemen in die Distanzphase, bleibt mehr Zeit für Übungen und Diskussionen in den Präsenzphasen. Die StudentInnen können sich mit den Pocket Lectures auf den Unterricht vorbereiten oder die Inhalte noch einmal wiederholen. Die Theorieinputs und Übungen können jederzeit, ungeachtet von Zeit und Ort, angesehen werden, wiederholt werden oder zur Lösung für Aufgaben herangezogen werden. Sie können auch nach Ende der Lehrveranstaltungen bzw. in folgenden Semestern, vielleicht sogar nach Ende des Studiums, herangezogen werden.

Die Videos bilden eine Brücke zwischen der Präsenz-Phase, in der man mit dem LehrveranstaltungsleiterIn und KollegInnen Fragen besprechen kann und der Moodle-Phase, in der die Studierenden alleine Aufgaben bewältigen und sich auf die Prüfung vorbereiten müssen. Statt dem One-to-Many Setting der Vorlesung, bietet die Pocket Lecture eine One-to-One Situation, die noch dazu orts- und zeitunabhängig konsumiert werden kann. Diese Form ermöglicht den Studierenden, in ihrem Tempo Inhalte vermittelt zu bekommen.

Mehrwert

Steigerung der Qualität der Lernergebnisse berufsbegleitend Studierender

Profitierende

  • Studierende

Aufwand

Der zeitliche Mehraufwand der durch Produktion der Pocketlectures entstand wurde durch die interne E-Learning Förderschiene "E-Learning Best Practice Projekte" des Teaching Support Centers der FH Campus Wien abgefedert.