Innovatives-kompetenzbasiertes Roadmapping in einem interdisziplinären Studium der Humanmedizin

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

Um den Standard an der Medizinischen Universität Graz transparent für Studierende, Lehrende aber auch im Gesundheitssystem integrierten Stakeholder zu gestalten, wurde im Zuge der laufenden Curriculumsentwicklung Humanmedizin das Qualifikationsprofil für Absolventinnen und Absolventen überarbeitet. Theoretische Grundlagen und praktische Fertigkeiten sowie Grundzüge des professionellen ärztlichen Handelns werden in integrativer, themenzentriert- modularer und patientenorientierter Form vermittlet. Das Ziel bzw. die Herausforderung ist es, dieses Ausbildungsprofil an nationale Bedürfnisse anzupassen und die vermittelten Lehrinhalte transparent in ein Gesamtausbildungskonzept (bis zur Erlangung der FachärztInnen-Reife) einzubetten. Das Projekt kann in 4 Phasen eingeteilt werden: Phase 1 - Der Grazer interdisziplinäre klinische Lernzielkatalog (LZK); Phase 2 - Modulentwicklung auf Basis kompetenzbasierter und fächergebündelter Lernziele; Phase 3 - Kompetenzbasiertes Roadmapping des klinischen Abschnitts des Studiums für Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz; Phase 4 - Ausblick für Nationale Entwicklungen (internationales Benchmarking des Curriculums für Humanmedizin)

Beschreibung

Im Zuge der laufenden Curriculumsentwicklung Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz wurde das Qualifikationsprofil für AbsolventInnen überarbeitet. Das Ziel ist es, das Ausbildungsprofil an nationale Bedürfnisse anzupassen und die vermittelten Lehrinhalte transparent in ein Gesamtausbildungskonzept (bis zur Erlangung der FachärztInnen- Reife) einzubetten. Nach Erstellung des Grazer interdisziplinären klinischen Lernzielkatalog (LZK) in einem 2 stufigen Bewertungsverfahren wurden die fächerzentrierten Lernziele der einzelnen Fachbereich zu „gemeinsamen Lernzielen“ im Sinne eines interdisziplinären Arbeits- und Lehransatz gebündelt und statistisch aufgearbeitet. Daraus ergab sich die Möglichkeit, die Dichte von Lerninhalten für einzelne Fachbereiche und deren Verbindungen zueinander graphisch darzustellen. Diese graphische Darstellung diente in weiterer Folge als Grundlage für die Modulentwicklung und es entstanden Kombinationen zwischen einzelnen Fachbereichen, welche in einem „Kompetenzbasierte Roadmapping“ zur weiteren Orientierung für Lehrende und Studierende gesammelt hinterlegt wurden. Dabei ist für jedes der angeführten Lernziele klar dargestellt, in welchem der Module oder Tracks im klinischen Abschnitt Lehr- bzw. Lerninhalte zu einem genannten Ziel vermittelt und gefordert werden. Lehrende und Studierende haben in Zukunft einen transparenten „Fahrplan“ durch die Unterrichtsmodule. Der erwartete Lernerfolg ist definiert und sollte sich in einem Kompetenzbasierten Assessment abbilden.

Profitierende

  • Studierende
  • Lehrende

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2015 nominiert.