24-Stunden-Challenge

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

 Durch den herausforderungsorientierten Lehransatz sollen International Business Management-Masterstudierende bestmöglich auf die Herausforderungen in der internationalen Unternehmenspraxis vorbereitet werden.

 Erwerb von Problemlösungskompetenz in interkulturellen Teams.

 Fördern des strategischen und integrativen Denkens (Umgang mit komplexen Situationen und Systemen)

Beschreibung

Teams von 5-6 Studierenden des FH-Masterstudiengangs „International Business Management“ bekommen am Beginn der zweitägigen Veranstaltung eine Aufgabenstellung (entweder eine Fallstudie oder eine praktische Aufgabe, die von einem Unternehmen zur Verfügung gestellt wird). Innerhalb von 24 Stunden erarbeiten die Teams dabei eine detaillierte Situationsanalyse, einen strategischen Entwicklungsplan, einen konkreten Aktionsplan sowie ein mehrjähriges Budget für das entsprechende Unternehmensprojekt.

Während der Arbeit an der Aufgabenstellung erhalten die Studierenden zusätzliche Informationen über die aktuelle Situation des Unternehmens (ca. 4-5 Stunden nach Start der Veranstaltung). Außerdem werden die Studierendenteams regelmäßig von der Lehrperson besucht, die mit ihnen verschiedene strategische Optionen diskutiert bzw. die Teams auch vor neue Herausforderungen stellt, indem sie bewusst gegen die vom Team aktuell bevorzugte strategische Option argumentiert.

Am Morgen des zweiten Tages müssen alle Teams zur gleichen Zeit ihre Präsentationen abgeben. Danach gibt es im Halbstundentakt die Ergebnisvorstellung der einzelnen Teams vor einem Panel, das aus Lehrenden und Unternehmensvertreter/inne/n besteht (jeweils 15 Minuten Präsentation gefolgt von 10 Minuten Fragen & Antworten). Danach wird eine Feedbackrunde organisiert, in deren Rahmen die Studierenden eine Möglichkeit zur strukturierten Reflexion über den Strategieentwicklungs- und Teamarbeitsprozess bekommen.

Die wesentlichen Ziele dieses Lehransatzes sind:

- Den Studierenden die Möglichkeit zu bieten, Konzepte und Fähigkeiten, die sie in früheren Lehrveranstaltungen gelernt haben, integriert anzuwenden.

- Die Fähigkeit der Studierenden zu stärken, Wissen aus verschiedenen funktionalen Disziplinen (Strategisches Management, Internationales Management, Finanz- und Rechnungswesen, Organisationslehre und Marketing) ganzheitlich zu verbinden.

- Die Teamarbeitsfähigkeit der Studierenden zu fördern, insbesondere auch im Bereich der interkulturellen Kommunikation (die Teams werden so kulturell divers wie möglich zusammengesetzt) oder auch im Konfliktmanagement (Konflikte im Team entstehen oft dann, wenn die Lehrperson die ersten vom Team vorgebrachten Lösungsvorschläge kritisch hinterfragt).

- Studierenden die Möglichkeit zu geben, unter realistischen Zeitdruck-Bedingungen zu arbeiten.

Kontext des Projektes:
Die „24-Stunden-Challenge“ ist Teil eines umfassenderen herausforderungsorientierten Lehr- und Lernkonzepts, das im Rahmen des Masterstudiengangs „International Business Management“ an der Fachhochschule Kärnten angewandt wird. Die Studierenden durchlaufen dabei über drei Semester einen Lernprozess, in welchem sie in interkulturellen Teams praxisnahe Herausforderungen und Problemstellungen mit ansteigendem Komplexitäts- und Anspruchsniveau lösen müssen (von textbasierten Fallstudien, Videofallstudien und Simulationen im ersten Semester über Problem-based Learning-Aufgaben, einem internationalen Supply-Chain-Analyseprojekt und der hier beschriebenen „24-Stunden-Challenge“ im zweiten Semester bis hin zu einem vier Monate dauernden Consultingprojekt im dritten Semester, im Rahmen dessen von den Studierenden in Zusammenarbeit mit Unternehmen eine Internationalisierungsstrategie erarbeitet wird).

Ausgewähltes Studierenden-Feedback zur Effektivität dieser Lehrmethode (in der Lehrveranstaltungssprache Englisch):

“After this challenge 1 can say that 1 know myself better how 1 perform under extreme time pressure […]. the most important learning for me was that 1 really improved my strategic or critical thinking and presentation skills.“
(Studentin aus Slowenien)

“Case studies have always been an important way for me to understand the different topics because for me it is impossible to learn everything by heart, 1 have to get practical examples to dive into topics and to see its application. […] Actually this is one of the most intensive experiences in my life.“
(Student aus Osterreich)

“1 think that this method of teachang is very useful and brings to students more practical information and also gives them realistic view of the world.“
(Studentin aus der Tschechischen Republik)

“This was one of the biggest and important experiences in this course — Learning by doing [...] although we all came from similar backgrounds and we knew each other much longer. This brought my mind to think critical about cross-cultural differences and 1 had to ask myself if they are as crucial as I thought.“
(Student aus Österreich)

“For me, the overnight case study is quite an excellent experience which 1 never had before, as it not only pushes us to work within a Iimited time, but also, more importantly, to work and discuss with people who are not so close.“
(Studentin aus China)

“The case challenge was a real opportunity to test our ability to put into practice the concepts learned, to take into consideration all necessary elements in order to achieve a successful decision.“
(Studentin aus Rumänien)

“That it was one of the most challenging experiences I have ever had in my study. [...] I can say that it was a good chance for us to dive deeply in the reality of doing business, as in future all might face with working on such projects within multinational team. I learned a lot within those 24 hours.“
(Studentin aus der Ukraine)

“For us, the feedback was a very important part of this overnight case study.“
(Studentin aus der Tschechischen Republik)

Profitierende

  • Studierende