Integrierte Kompetenzvermittlung Projektmanagement

Konzept

Ziele

Ziel der integrierten Lehrveranstaltungskonzeption ist, den Studierenden nicht nur die Basismethoden und Instrumente des Projektmanagements zu vermitteln, sondern das theoretisch erworbene Wissen erfahrungsorientiert umzusetzen und dabei individuelles Coaching zu erhalten.

Beschreibung

Projektmanagement ist eine im Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenkende Kernkompetenz, die die Studierenden im dritten Semester lernen sollen. Neben der theoretischen Kenntnis der Methoden und Instrumente hängt die erfolgreiche Umsetzung eines Projektes an verschiedenen extrafunktionalen Kompetenzen wie Führungskompetenz, Reflexionskompetenz, personale Kompetenz, die ebenfalls Gegenstand der Lehrveranstaltung sein sollen. Gelöst wurde diese Ausgangssituation durch die Kombination verschiedener Veranstaltungsformen wie Vorlesung, Selbststudium, Coaching, Planspiele zur Vertiefung einzelner Inhalte und Lessons Learned zur Reflexion. Die von BLOOM (1972) entwickelte Lernzieltaxonomie wird im Rahmen dieser Veranstaltungskonzeption berücksichtigt.
1. Stufe WISSEN: Vorlesungseinheiten
2. Stufe VERSTEHEN: erfahrungsorientiert einsetzen im Rahmen von Planspielen
3. Stufe ANWENDEN: Eigenes Projekt mit den Methoden des Projektmanagements planen
4. Stufe ANALYSE: Controlling der Projektplanung in der Projektumsetzung
5. Stude SYNTHESE: Lessons Learned und Reflexion
6. Stufe EVALUIEREN: Bewertung des Projekterfolges in Vergleich der Gruppenergebnisse, Feedback der Dozenten.

Im 3. Studiensemester steht die Einführung in Projektmanagement auf dem Studienplan. Die Veranstaltung hat einen Umfang von 3 ECTS. Die Veranstaltung ist folgendermaßen aufgebaut:
1.  LV-Einheit: Theoretische Einführung in das Projektmanagement (Vorlesung) mit anschließenden erfahrungsorientierten Anteil (Planspiel SysteamsProject)
2.  LV-Einheit: Vergabe eines Projektauftrages und Bildung von Projektgruppen. Der Auftrag an die Studierenden ist die Erstellung eines Lehrfilmes zu einem (zugeteilten) Kapitel des Projektmanagement-Klassikers von Wilfried Reiter „Die nackte Wahrheit über Projektmanagement“. Überlegung dabei ist, dass die Filmerstellung für alle Studierenden eine komplexe, neuartige und zeitlich klar abgegrenzte Aufgabe darstellt und dabei in idealer Weise den Kriterien für Projekte entspricht.
3.  LV-Einheit: Coaching der Studierenden in Fragen der Filmerstellung (Drehbuch, Filmdreh, Schnitttechniken). Dieses Coaching kann von den Studierenden wiederholt angefordert werden.
4.  LV-Einheit: Vertiefung Projektmanagement-Instrumente anhand der bisherigen Arbeitsergebnisse der Projektgruppen. Grundlage bildet das Projektmanagement-Handbuch, das die Studierenden anfertigen müssen. Feedback zum bisherigen Planungsstand.
5.  LV-Einheit: Vertiefung und Reflexion der Erfahrungen im Projektverlauf bezogen auf die Themen Aufgabenverteilung und Teamkompetenz. Einsatz eines Mini-Planspiels (Turmbau-Übung, vgl. Nöbauer/Kriz 1996)
6.  LV-Einheit: Vertiefung und Reflexion der Erfahrungen im Projektverlauf bezogen auf das Thema Projektleitung. Einsatz eines Mini-Planspieles zu Kompetenzen  des Projektleiters (Name Planspiel) und zu Ö-Norm 21500 Projektmanagement (CS-I Iso-Puzzle).
7.  LV-Einheit: Abschlusspräsentation der 6 Filme zu Teilaspekten im Projektmanagement. Eine fachkundige Jury bewertet die Filme (Anteil am Gesamtleistungsnachweis 50%) und verleiht den Golden WING (analog zum Oskar). Bewertungskriterien sind fachliche Genauigkeit, Vermittlung der zentralen Botschaft, filmische Umsetzung.
8. Abschlussbewertung: Die Projektplanung und deren Controlling wird anhand des Projekthandbuches bewertet (50% der Gesamtleistung). Besonderer Augenmerk wird dabei auf die Lessons Learned gelegt (Methodeneinsatz, Teamzusammenarbeit).