Feedback-Runde

Konzept

Ziele

Das Instrument verfolgt generell das Ziel die Lehre bzw. die Lehrveranstaltungen an der Akademie der bildenden Künste Wien zu verbessern und weiterzuentwickeln. Konkret geht es auch darum Beteiligte zu Akteur/inn/en zu machen und zu selbstkritischem und reflektiertem Handeln anzuregen. Dieser Anspruch wendet sich gleichermaßen an Lehrende und Studierende.

Das LV-Feedback soll Teil eines vielseitigen, kontinuierlichen Qualitätsprozesses in der Lehre sein, der sich in einer offenen und lebendigen Qualitätskultur, in einem produktiven Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden sowie einer reflexiven Haltung niederschlägt. Weiters soll das eingesetzte Verfahren den vielseitigen Formen des Lernens und Lehrens der Akademie der bildenden Künste Wien gerecht werden, und daher kein standardisiertes, von den tatsächlichen Lehr- und Lernbedingungen isoliertes Instrument sein.

Das Lehrveranstaltungs-Feedback an der Akademie der bildenden Künste Wien ermöglicht Studierenden in einem geschützten Rahmen Rückmeldungen bzw. Verbesserungsvorschläge zu ihren Lehrveranstaltungen einzubringen. Adressat ist die jeweilige Lehrperson sowie – wenn z.B. strukturelle Bedingungen thematisiert werden – das Institut.

Beschreibung

Die Feedback-Runde ist ein Feedback-Instrument von Studierenden an ihre Lehrenden bzw. an das entsprechende Institut. Sie stellt eine Gruppendiskussion unter den Studierenden dar, die in Abwesenheit der/des Lehrenden 45 Minuten lang im Rahmen der Lehrveranstaltung, mitten im Semester stattfindet und von der Studierendengruppe eigenverantwortlich organisiert wird. Es wird ein Protokoll über die wesentlichen Diskussionsergebnisse erstellt, welches dem/der entsprechenden Lehrenden sowie der Institutsleitung zur Verfügung gestellt wird.

Ziel der Feedback-Runde ist Stärken und Schwächen sowie insbesondere auch Änderungswünsche und Verbesserungspotenziale für Lehrveranstaltungen aufzuzeigen. Wesentlicher Ansatzpunkt der Maßnahme ist, Beteiligte zu Akteurinnen und Akteure zu machen und zu Selbstkritik und Reflexion anzuregen. Dieser Anspruch wendet sich gleichermaßen an Lehrende und Studierende. Weiters soll das eingesetzte Verfahren den vielseitigen Formen des Lernens und Lehrens der Akademie der bildenden Künste Wien gerecht werden, und daher kein standardisiertes, von den tatsächlichen Lehr- und Lernbedingungen isoliertes Instrument sein.

Entwicklung:
Im Vorfeld wurden mit Akademieangehörigen aus dem Bereich Lehre Leitfaden-Interviews durchgeführt. Deren Erfahrungen in der Lehre stellten einen wichtigen Input für die Konzeption des Vorhabens dar. Der Leitfaden für die Studierenden-Diskussion wurde gemeinsam mit der Abteilung Qualitätsmanagement und der Studierendenvertretung entwickelt.

Beschreibung / Durchführung
Die Feedback-Runde stellt eine Gruppendiskussion unter den Studierenden dar, die in Abwesenheit der/des Lehrenden 45 Minuten lang im Rahmen der Lehrveranstaltung, mitten im Semester stattfindet. Die Studierendengruppe organisiert diese eigenverantwortlich, sie wählt vorab aus ihrer Mitte eine/n Moderator/in, welche/r die Diskussion leitet, sowie eine/n Protokollant/in, die/der relevante Punkte notiert. Als Hilfestellung wird eine Handreichung für die Moderation sowie ein Template für das Protokoll bereitgestellt. Außerdem findet ein Moderationsworkshop statt, zu denen Studierende eingeladen werden. Das Protokoll wird dann den entsprechenden Lehrenden zur Verfügung gestellt. Außerdem erhält die Institutsleitung alle Ergebnisse. Die Rückmeldungen der Studierenden können hier Qualität sichtbar machen oder Veränderungsprozesse anregen.

Dauer der Maßnahme:
An der Akademie der bildenden Künste Wien wird das LV-Feedback aus Studierendenperspektive als kontinuierliches, begleitendes Instrument zur Qualitätssicherung und -verbesserung der Lehre implementiert.

Wirksamkeit / Effektivität / Nachhaltigkeit:
Über ein Plakat werden die Studierenden zur Teilnahme aktiviert. Wie bereits erwähnt wird außerdem ein Moderations-Workshop für Studierende angeboten, der ebenfalls die Partizipation erhöhen sollte. Die enge Einbindung der Studierendenvertretung trägt darüber hinaus wesentlich dazu bei, dass das Vorhaben breit diskutiert und kommuniziert wird bzw. an Akzeptanz gewinnt.

Das LV-Feedback ist als prozessuales Vorhaben realisiert, das fortlaufend verbessert und ausgebaut wird. Insbesondere die Erfahrungen der Studierenden und Lehrenden sind dafür wichtige Impulse. In diesem Sinne wird die Maßnahme begleitend evaluiert. Die Studierenden werden im Rahmen ihrer Diskussion auch um ihre Meinung zum Verfahren bzw. um Verbesserungsvorschläge befragt. Die Rückmeldungen der beteiligten Lehrenden werden über eine Online-Erhebung eingeholt. Die Erfahrungen der Studierenden und Lehrenden stellen eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des LV-Feedbacks dar und fließen in dessen fortlaufende Verbesserung ein.

Schwierigkeiten / Herausforderungen:
Das Qualitätsmanagement agiert unterstützend im Hintergrund, Ziel ist eine möglichst wenig standardisierte Form des LV-Feedbacks. Die Rahmenbedingungen erfordern insbesondere von den beteiligten Studierenden eine hohe Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Notwendig sind gute Kommunikationsstrukturen. Multiplikator/inn/en wie Studienrichtungsvertretungen oder auch Institutssekretariate können hier unterstützend wirken. Notwendig ist es auch die Lehrenden für das Vorhaben zu gewinnen, sodass sie ihre Studierendengruppe über das LV-Feedback informieren oder auch dafür motivieren. Sie stellen eine relevante Mittlerrolle zwischen Administration und Durchführung dar.

Transferfähigkeit für andere Universitäten:
Auch wenn die Feedback-Runde speziell für Lehrveranstaltungen an Kunstuniversitäten konzipiert wurde, ist grundsätzlich eine Adaptierung des Instruments an jeder anderen Universität ohne größere Schwierigkeiten möglich. Insbesondere für Kleingruppen (ca. 20 Studierende) ist es gut einsetzbar. Da das Verfahren nicht zuletzt von einer aktiven Partizipation der Studierenden lebt, erfordert die Durchführung eine nicht zu unterschätzende Eigenverantwortung und Organisationsfähigkeit der jeweiligen Studierendengruppe. Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung sind kleine Studierendengruppen, eine eher hohe Identifikation mit der Universität aufseiten der Studierenden, ein länger andauerndes Lehrenden-Studierendenverhältnis sowie die Präsenz von Multiplikator/inn/en (z.B. Studienrichtungsvertreter/inne/n, Lehrenden).