Evaluation von Lehrveranstaltungen

Umgesetzte Maßnahme

Ziele

- Reflexion der Lehrveranstaltungsleiter/innen über Form und Inhalt ihrer Lehrveranstaltung
- Grundlage für die Planung des universitären Lehrveranstaltungsangebots - Umsetzung des gesetzlichen Auftrags (UOG93, EvalVO, UG02 QM-System)

Beschreibung

Die Lehrveranstaltungsevaluierung wird an der Universität Wien seit dem Jahr 2000 flächendeckend umgesetzt. Alle Lehrveranstaltungen sind in einem dreisemestrigen Zyklus verpflichtend zu evaluieren. Weiters können Studienprogrammleiter/innen in ihrem Wirkungsbereich ebenfalls LV- Evaluationen veranlassen. Darüber hinaus besteht für alle LV-Leiter/innen die Möglichkeit, ihre Lehrveranstaltung freiwillig durch die Studierenden beurteilen zu lassen.

Im Zuge der Lehrveranstaltungsevaluierung werden sowohl die Studierenden wie auch die Lehrenden befragt. Die Fragebögen für die Studierenden beinhalten einen knappen universitätseinheitlichen und einen Teil, der auf das jeweilige Studienprogramm angepasst ist. Insgesamt kommen bei der Evaluierung rund 250 unterschiedliche Fragebogentypen zum Einsatz. Die Erhebungen selbst können sowohl in einer Papier-Bleistift-Variante, als auch Online erfolgen, wobei eine klare Präferenz in Richtung Papier-Bleistift festzustellen ist (ca. 20% Online-Evaluierungen). Die Fragebögen sind in der Papier-Bleistift-Variante zumeist Deutsch; in der Online-Variante wird Mehrsprachigkeit angestrebt.
Der Rücklauf bei der verpflichtenden Evaluierung hat sich in den letzten Jahren auf 88% eingependelt (6.646 der 7.711 Lehrveranstaltungen). Stark gestiegen sind die freiwilligen und die Kursevaluierungen. In der Evaluierungsperiode SS 2012 - SS 2013 wurden insgesamt 10.460 Veranstaltungen evaluiert. Die Zahl ausgewerteter Fragebögen betrug 195.820.
Die Lehrveranstaltungsevaluierung an der Universität Wien findet breite Resonanz: 78% der Lehrveranstaltungsleiter/innen sehen in ihr ein nützliches Feedbackinstrument. 84% der Studienprogrammleiter/innen geben an, dass sie Ergebnisse bei Bedarf mit betroffenen Lehrveranstaltungsleiter/inne/n besprechen und ggf. in die Vorbereitung von Vorschlägen für die Lehrbetrauung einfließen lassen.