Multidimensionales Webinar.Buddy Konzept: synchrone Online-Treffen als Baustein didaktisch sinnvoller Lehre selbstständig nutzen lernen

Umgesetztes Projekt

Ziele

Wie kann qualitätsvolles E-Learning für Studierende ermöglicht werden?

 

Diese Frage verbindet das einreichende Team Lene Kieberl (NCoC (National Center of Competence) Virtuelle PH/PH Burgenland) und Gerlinde Schwabl (PH Tirol). Unsere gemeinsame Antwort: Durch Multiplikator/innensysteme und Schneeballeffekte. E-Learning-Didaktik und Bewusstsein für den sinnvollen Einsatz der Tools sollte dabei im Vordergrund stehen. Webinare, bei Blended Learning-Lehrgängen oder Fernstudien eingesetzt, sind eine offensichtliche Antwort auf die Frage, wie flexible Lehr- und Lernformen für heterogene Studierendengruppen berufsbegleitend angeboten werden können. Sie bedeuten bessere Accessability und Studierbarkeit für Berufstätige, Bewegungseingeschränkte oder Leistende von Care-Arbeit durch Flexibilisierung und wegfallende Anreisen, Kosten, Raummieten, etc. (vgl. Kieberl 2018). Die sich stetig ändernden technischen Anforderungen, die unterschiedlichen digitalen Skills aller Beteiligten und auch die Synchronizität bei mehreren Interaktionskanälen (Schrift, Sprache, Videos) machen gerade das Webinar aber auch zu einer besonderen Herausforderung (ebd.). Um Webinare umzusetzen, ist Professionalisierung also zentral. Lehrende müssen hier sehr unterschiedliche Rollen synchron wahrnehmen (vgl. Bett 2005). Die nachfolgend beschriebenen und aufeinander aufbauenden Unterstützungskonzepte, die unter einer CC-Lizenz stehen, versuchen, eine frei adaptierbare Hilfestellung für Hochschullehrende in ganz Österreich zu bieten.

Kurzzusammenfassung

Das multidimensionale Konzept Webinar.Buddy befähigt mittels professioneller Unterstützung von Expert/innen Hochschullehrende zum selbstständigen Einsatz von synchronen Online-Treffen (Webinare) in der Lehre. Es handelt sich dabei um einen vorgegebenen Ablauf von gemeinsamen Beratungs- und Reflexionsterminen sowie drei Praxiseinheiten mittels Videokonferenzsoftware, bei der das nötige Rüstzeug erworben, eingeübt und reflektiert wird. Webinare als Baustein didaktisch bewusst konzeptionierter Lehre einzusetzen macht Sinn. Um mit den Herausforderungen der Digitalisierung Schritt halten zu können ebenso, wie um die Studierbarkeit für immer heterogener werdende Studierendenpopulationen zu erhöhen. Das Format Webinar gehört aufgrund der Rollenkomplexität, benötigter Infrastruktur und Anwender/innenskills bei allen Beteiligten zu den anspruchsvolleren E-Learning-Formaten. Das stellt derzeit Hochschulen, Lehrende und auch Studierende aller Altersstufen vor Herausforderungen. Um Webinare selbstständig und didaktisch sinnvoll einsetzen zu können, aber auch, um diese Kompetenzen nachhaltig an der Hochschule zu verankern, braucht es also ein durchdachtes und vor allem skalierbares Selbstbefähigungskonzept, angepasst an die Bedürfnisse und Gegebenheiten der jeweiligen Hochschule. Genau das ermöglicht dieses in Kooperation zwischen NCoC Virtuelle PH (PH Burgenland) und PH Tirol immer weiter verfeinerte Konzept – in geschützter Atmosphäre und mit strukturierter Wissensdokumentation.

Summary

The multidimensional concept Webinar.buddy enables university lecturers to use synchronous online meetings (webinars) autonomously in their teaching via professional support from experts. It consists of a set sequence of consultation and reflection sessions as well as 3 practical units using video conferencing software, in which the necessary skills are acquired, practiced and reflected. Using webinars as one of many tools for didactically meaningful teaching makes sense: to keep up with the challenges of digitalisation as well as studiability for increasingly heterogeneous student populations. However, due to the complexity of roles, required infrastructure and user skills, the webinar format is one of the more demanding eLearning formats for all parties involved, which poses challenges for universities as well as teachers and students of all ages. In order to be able to use webinars autonomously and in a didactically meaningful way, a well-structured and scalable concept, adapted to the needs and conditions of the respective university, is necessary. This would also in the long term anchor these competencies in the university. This is exactly what this concept, continuously refined in cooperation between two universities, facilitates: in a protected atmosphere and with structured knowledge documentation.

Nähere Beschreibung

WIE KANN QUALITÄTSVOLLES E-LEARNING FÜR STUDIERENDE ERMÖGLICHT WERDEN … UND IN WELCHER FORM?

Unsere Antwort: zunehmend in Form von Webinaren, also synchronen Online-Treffen, die über eine Videokonferenzsoftware virtuell abgehalten werden. Der Begriff setzt sich aus dem englischen “Web” und “seminar” zusammen, wird aber unscharfer Weise im Alltagsgebrauch nicht nur für Formate mit tatsächlichem Seminar-Charakter verwendet. (vgl. Creelman et al 2017, Ertl & Helling 2013) Teilnehmende können sich ortsunabhängig via Browser zuschalten: meist mit (Webcam-) Bild und Ton (Mikrofon), sowie via Chat. Klassisch können Präsentationen, Videos oder auch ganze Desktops via Freigabe übertragen bzw. Dateien bereitgestellt werden. Ebenso kann oft gemeinsam interaktiv auf einem Whiteboard gearbeitet, kleinere Abfragen (Polls) und Interaktionen können via Emoticons (z.B. Hand heben) getätigt werden.

 

WIE KÖNNEN WEBINARE FÜR DIE LEHRE RELEVANT SEIN?

All diese und noch weitere Möglichkeiten der Webinargestaltung können auf vielfältige Weise fruchtbar gemacht werden (vgl. Buchner & Fikisz, 2018). Zum Beispiel als virtuelles Seminar mit starkem Diskussionscharakter, als kurzes Meeting oder Hybrid-Session, bei der einige Teilnehmende vor Ort, andere nur online zugeschaltet sind. Oder in Online-Sprechstunden (Betreuung von Qualifizierungsarbeiten), für Videoprüfungen, Studierendentreffen (Virtuelle Gruppenarbeit) bis hin zu ganzen Online-Tagungen, Bildungs-Messen und Barcamps. Ganz nebenbei erwerben Studierende zudem Anwender/innenkenntnisse, die für ein späteres Berufsleben (auch außerhalb des Bildungsbereichs) zentral sein können.

 

Salmon (2000) beschreibt in ihrem Fünf-Stufen-Modell zum Online-Lehren und -Lernen einen strukturierten mehrstufigen Prozess, mit dessen Hilfe alle Beteiligten – Lehrende und Lernende – einen erfolgreichen Einstieg finden sollen, egal ob synchron oder asynchron. Bett (2005) beschrieb in Ihrem Vier-Rollen-Modell der E-Moderation die vielfältigen Rollen und Herausforderungen, die bei Webinaren zu berücksichtigen sind. Die nachfolgend dargestellten und aufeinander aufbauenden Unterstützungskonzepte, die unter einer CC-Lizenz stehen, beziehen sich auf die beiden genannten Modelle.

 

HILFESTELLUNGEN

Das NCoC (National Center of Competence) Virtuelle PH (seit 2011 an der PH Burgenland angesiedelt) versteht sich als Unterstützungspartner der Pädagogischen Hochschulen. Das NCoC Virtuelle PH berät bei der Umsetzung von digital-innovativen Lehr- und Lernkonzepten und bietet in Form der eLectures seit 2011 Online-Fortbildung via Webinare für österreichische Hochschul-/Lehrende an. Hierbei wurde Expertise zum Thema Webinardidaktik und -abhaltung gesammelt, systematisiert und für alle Beteiligten in Form eines Ablaufdiagramms für das daraus entstandene Begleitkonzept “Rent-a-CoMod" visualisiert: www.virtuelle-ph.at/Ablaufdiagramm/RentACoMod/

 

Es dient der Klärung von Rollen sowie der Strukturierung und didaktisch sinnvollen Planung von Webinaren als einem Teilelement von Blended Learning Lehrveranstaltungen einer Hochschule. Die Rent-a-CoMod Begleitung besteht (nach einer Anbahnungs- und Vorbereitungsphase seitens der beteiligten Institutionen) aus vier zentralen Phasen:

 

* Termin 1: Vorgespräch mit anschließender Planungsphase zur Abklärung von Vorhaben, Abläufen und Rollen, das bereits in Form eines Webinars stattfindet. Damit kommt der/die Begleitete frühzeitig mit der Videokonferenzsoftware in Kontakt und erlebt selbst die Teilnehmendenperspektive, was für späteren Support der Studierenden zentral ist.

 

* Termin 2: Gemeinsamer Testtermin kurz vor der Webinar-Abhaltung. Dieser Termin ist unumgänglich, um ein reibungsloses technisches Setup und passende Materialienaufbereitung zu gewährleisten und Abläufe und Rollen zu fixieren.

 

* Termin 3: Abhaltung des eigentlichen Webinars, unterstützt im Hintergrund durch die CoModeration. In dieser Phase ist es wichtig, unter "kontrollierten" Bedingungen Fehler machen zu dürfen und Selbstvertrauen in der neuen Arbeits- und Lernumgebung aufzubauen – die CoModeration fungiert als Sicherheitsnetz und kollegiale Hospitation.

 

* Termin 4: Nachbesprechung zur Reflexion der Veranstaltung und Festigung von Gelerntem.

 

Das Ablaufdiagramm erwies sich als ein Leitfaden, auf dem schnell aufgebaut werden kann und der zum Weiterentwickeln und Kooperieren einlädt, wie sich im Folgenden zeigen soll.

 

WEITERENTWICKLUNG INSTITUTIONSÜBERGREIFEND ERWÜNSCHT!

Über die Website des NCoC Virtuelle PH steht das Rent-a-CoMod-Ablaufdiagramm als Unterstützungsangebot zum Download zur Verfügung. Gerlinde Schwabl (PH Tirol) erkannte das Potenzial für die Implementierung an der eigenen Hochschule und passte das unter einer CC-BY-Lizenz stehende Dokument an die Bedürfnisse ihrer Hochschule an.

Bei diesem multidimensionalen Selbstbefähigungs-Konzept und Coaching werden interessierte Lehrende bei ihrem Webinar-Vorhaben von einer Expertin/einem Experten (Buddy) am Hochschulstandort begleitet und unterstützt. Lehrende sollen Webinare als Baustein didaktisch sinnvoller Lehre selbstständig nutzen lernen.

 

DIMENSION 1: Selbstständiges Planen und Abhalten von Webinaren

Nach erfolgter zeitgerechter Interessensbekundung mit Hilfe eines Online-Formulars und unmittelbar nach Genehmigung stellt der/die Buddy den Kontakt her und vereinbart einen Termin für das erste Online-Vorgespräch. Begleitend zum Coaching gibt es einen Moodle-Kurs mit aktuellen Handreichungen, Checklisten, Planungshilfen, und einem Austauschforum. Der/die Begleitete lernt die hochschulweiten Webinar-Standards kennen und erhält gezielt technischen Support. In dieser Einstiegsphase sind positive Erlebnisse (z. B. schnelles und erfolgreiches Troubleshooting) wichtige Motivationsfaktoren für den weiteren Verlauf der Begleitung.

 

Analog zu Termin 1 des Rent-a-CoMod Ablaufdiagramms wird beim ersten Planungstreffen der Umgang mit der Videokonferenzsoftware aus der Teilnehmendenperspektive erlernt. Begleitete erhalten basierend auf übermittelten Vorüberlegungen gezielte Beratung. Im Fokus stehen zum einen (studien)organisatorische Themen (z.B. Terminfindung, Abbildung in PH-Online, Reservierung des virtuellen Lernraums), zum anderen die e-didaktische Beratung. Hierbei werden die Zielgruppe, Lehr- und Lernziele sowie der didaktisch sinnvolle Mix von (online) Lehr-/Lernformaten berücksichtigt. Ziel ist es, gemeinsam mit der/dem Begleitete/n ein durchdachtes didaktisches E-Learning-Szenario zu entwickeln: maßgeschneidert für ihr/sein konkretes Blended-Learning-Konzept, den eigenen Lehrstil und die Bedürfnisse aller Beteiligten. Ausgehend von diesen Überlegungen werden weitere Schritte besprochen und Termine vereinbart – sowie in diesem Fall, abweichend vom Ausgangskonzept, auch ein Technik-Check für die Studierenden. Dieser zusätzliche Check auf freiwilliger Basis erwies sich angesichts der heterogenen Studierendengruppen als sinnvoll, um (in jeder Altersstufe) geäußerten Bedenken bezüglich des Meisterns dieses besonderen Lernsettings zu begegnen. (Ob es diese Checks nach einer gewissen Zeit vielleicht nur noch für Erstsemestrige brauchen wird, wird die Zukunft zeigen.)

 

Der Mini-Probedurchlauf (basierend auf dem Rent-a-CoMod Testtermin) findet eine Woche vor dem Webinar statt. Dabei übernimmt die/der Begleitete bereits die technisch-organisatorische Rolle und erhält bei Bedarf Unterstützung. Es wird der Ablauf inkl. der verwendeten Materialien besprochen und die Rollenverteilung und Moderationsaufgaben während des Webinars geklärt.

 

Beim Webinar selbst (entsprechend Termin 3) nimmt der/die Begleitete bereits selbstständig alle vereinbarten Rollen wahr. Der/die Buddy (CoModeration) hält sich unterstützend im Hintergrund.

 

In einer anschließenden Nachbesprechung (analog zu Termin 4) reflektieren der/die Begleitete und der/die Buddy gemeinsam die durchlaufenen Lernprozesse. Auch hier wurde das Rent-a-CoMod um einen für die Hochschule wesentlichen Schritt erweitert: Im selben Studienjahr hält der/die Begleitete zusätzlich selbstverantwortlich ein weiteres Webinar. Dies festigt die Fähigkeit zur selbstständigen Abhaltung. Der/die Buddy nimmt daran im Sinne einer kollegialen Hospitation teil und steht informell für Rückfragen zur Verfügung.

 

DIMENSION 2: Vielfältige Kompetenzentwicklung "on the job” (Online-Kommunikation und Organisation)

Jede dieser Phasen verlangt besondere Fähigkeiten, Fertigkeiten und Rollenbewusstsein von allen Beteiligten (vgl. Bett 2005). Insbesondere Lehrende müssen ihre vielfältigen Rollen in diesem Lehr-/Lernsetting sehr bewusst ausfüllen: Neben jener der/des Inhaltsexpertin/en sind das hier z.B. die technisch-organisatorische, didaktisch-vermittelnde und, oft unterschätzt: die motivational-soziale Rolle, die nicht nur, aber gerade bei Distanzlernen großen Einfluss auf Gruppenkohäsion und Lernmotivation hat (vgl. Garrison, 2006).

 

DIMENSION 3: Kollegiale Hospitation und Rollenwechsel verändern Habitus und Lern-/Lehrkultur

Gerade zu Beginn ist die Lernkurve bei der Organisation, Planung und Durchführung eines Webinars steil und Berührungsängste sind groß. Abwehrhaltung gegenüber E-Learning kann erfolgreich mit einem geschützten Übungssetting in vertraulich-intimer Atmosphäre begegnet werden: Fehler machen dürfen – mit Sicherheitsnetz und ausgesuchten Zeug/innen! Eine neue Fehlerkultur und kollegiale Hospitation als Ressource statt Einzelkämpfer/innentum finden so Eingang in die Hochschullehre. Wie motivierend und positiv gemachte Erfahrungen sich auswirken können, wurde in beigefügtem Padlet visualisiert.

 

DIMENSION 4: Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit

Prozessdokumentation: Die schriftliche Dokumentation (E-Mail-Verkehr, Beratungsprotokolle, Zeitabläufe, Workflows und CC-lizenzierte Materialen) erfolgt durch den/die Buddy und dient als Arbeitsnachweis. Darüber hinaus dienen die verschriftlichten Erfahrungen dazu, das Konzept und die begleitendenden Organisations- und Planungshilfen stetig weiterzuentwickeln und bestehendes Wissen im E-Learning-Team zu disseminieren.

 

Austauschbereich Moodle-Kurs: Der begleitende Moodle-Kurs dient als Lern- und Austauschplattform für Lehrende und Buddies. Ab dem Zeitpunkt der Begleitung erhalten die Dozierenden Zugriff und können sich so auch untereinander austauschen – auch über die Begleitung hinaus! So reißt der Kontakt nicht ab und das Gefühl eines Sicherheitsnetzes besteht in dieser Community of Practice (vgl. Wenger, 2011) weiter fort. Das Forum wird auch dazu genutzt, um (kurzfristige) Änderungen in den Prozessabläufen zu kommunizieren.

 

Feedbackkultur: Die Feedbacks im Zuge der kollegialen Hospitation und bei der Nachbesprechung sind zentrale Konzeptelemente und erfolgen in mündlicher und schriftlicher Form. Der/die Begleitete gibt im Anschluss Feedback zum Ablauf und zur inhaltlichen Gestaltung des Coachings. Dies geschieht in Form eines standardisierten Fragebogens. Die Studierenden geben ebenfalls in dieser Form Feedback zum Webinar.

 

Standards und Rollen: Erst nachdem jemand das E-Learning-Coaching ‚Webinar-Buddy‘ durchlaufen hat, können selbstverantwortlich und daher nachhaltig Webinare in der eigenen Lehre eingesetzt werden. Buddies sind Botschafter/innen dieser Standards: Sie stehen im engen Kontakt mit dem E-Learning-Team, kennen interne Abläufe und besuchen regelmäßig PH-interne Fortbildungen. Bei (oft auch informeller) Weitergabe des Gelernten und der eigenen Motivation an Kolleg/innen tritt ein positiver Multiplikator/inneneffekt ein. Dazu und um dieses “Training on-the-job" mit hoher Eigenverantwortlichkeit leisten zu können, müssen Buddies eine offiziell sichtbar gemachte Position an der PH haben.

 

DIMENSION 5: Digitaler Kompetenzerwerb der Studierenden (professionelle Online-Kommunikation)

Studierende müssen ebenso ihre digitalen Kompetenzen ausbilden. Online-Kommunikation wird auch in der Schule zunehmend wichtiger, sowohl innerhalb der Institution als auch in der Elternkommunikation. Die Formulierung professioneller E-Mails gehört hierzu ebenso, wie professionelles Auftreten in diversen zukünftigen Online-Kommunikationskanälen durch Wort, (Webcam)Bild und Schrift.

Ist das Konzept auf andere Lehrveranstaltungen bzw. Lehrsituationen übertragbar? Wird das Konzept längerfristig eingesetzt und weiterentwickelt?

Ja! Angelehnt an das Rent-a-CoMod Konzept wurde an der PH Tirol im Studienjahr 2019/20 das Webinar.Buddy-Konzept entwickelt, umgesetzt und ausgebaut. Sowohl seitens des NCOC Virtuelle PH, das alle österreichischen Pädagogischen Hochschulen bei der Implementierung von Blended-Learning-Formaten unterstützt, als auch seitens der PH Tirol sind weitere Begleitungen bereits in Planung. Beide Ablauf-Dokumente sind unter einer Creative Commons Lizenz (CC-BY) online verfügbar. Alle österreichischen Hochschulen sind aufgerufen, von dem Konzept Gebrauch zu machen und es für ihre Zwecke und Bedürfnisse zu adaptieren.

Ist die Akzeptanz des Projekts gegeben? Welche Evidenzen (z.B. Evaluierungsergebnisse) gibt es hierfür?

Ja, an der PH Tirol wurde großer Bedarf erkannt und die Buddy-Begleitung per Rektoratsbeschluss zum Ausbau empfohlen. Es wurden dafür Ressourcen bereitgestellt.

 

Interessent/innen an der Rent-a-CoMod Begleitung des NCoC Virtuelle PH für das kommende Studienjahr sind vorhanden, erste Zwischenevaluierungen zeigen bereits, dass Lehrende das Angebot sehr schätzen und, dass eine engere Kooperation mit den entsprechenden Hochschulen wünschenswert wäre.

Positionierung des Lehrangebots

Die fünf Begleiteten haben Webinare im Bachelor- und Masterstudium Lehramt Primarstufe, Bachelor- und Masterstudium Berufsbildung und Hochschullehrgang Freizeitpädagogik selbstverantwortlich durchgeführt. (Stand 03/2020) Das Webinar.Buddy-Konzept ist ein E-Learning-Coaching im Rahmen der internen Fort- und Weiterbildung an der PH Tirol. Das Konzept wurde im Institut für Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Qualitätsentwicklung auf Grundlage eines Ablaufdiagramms des NCoC Virtuelle PH entwickelt. Das zugrundeliegende Rent-a-CoMod-Konzept ist ein reines Online-Fortbildungsangebot der Virtuellen PH, das auch als Instrument zur Hochschulentwicklung zu verstehen ist. Es wird on-demand durch die Operativen Multiplikator/innen je PH beantragt.

Weiterführende Information


Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2020 nominiert.