Introduction to Multilingualism with English: Language Awareness and Language Acquisition; studierendenzentrierte Vorlesung mit problem-based Ansatz

Umgesetztes Projekt

Ziele

Studierende werden in einer Lehrveranstaltung des Fachbereichs Englisch Primarstufe durch die Vermittlung von spezifischem pädagogisch-psychologischem Wissen im Kontext von Mehrsprachigkeit auf den Unterricht in Volksschulklassen mit hoher sprachlicher sowie kultureller Diversität vorbereitet.

Kurzzusammenfassung

Die Lehrveranstaltung kann als studierendenzentrierte Vorlesung mit problem-based Ansatz beschrieben werden. Zu Beginn der Lehrveranstaltung wird via Textvignetten-Test ermittelt, inwiefern pädagogisch-psychologisches Handlungswissen (Handlungsentscheidung und -begründung) in Bezug auf Mehrsprachigkeit bereits vorhanden ist. Dabei werden die Studierenden aufgefordert, Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit sechs schulspezifischen Problemsituationen im Kontext von Mehrsprachigkeit zu formulieren (Wie würden Sie handeln? Wie begründen Sie ihr Handeln?) Gleichzeitig werden die Studierenden anhand der in den Vignetten beschriebenen authentischen Unterrichtssituationen für die Themenfelder der Lehrveranstaltung sensibilisiert. Die Lehrveranstaltung greift dann die einzelnen Themen der Textvignetten auf mit dem Ziel, den Studierenden spezifisches Wissen im Kontext von Mehrsprachigkeit zu vermitteln, das ihnen hilft, zielführende Handlungsentscheidungen zu treffen und diese auch theoriebasiert begründet zu können. Am Ende der Lehrveranstaltung wird mit demselben Textvignetten-Test das pädagogisch-psychologische Handlungswissen erneut evaluiert und die Ergebnisse den Studierenden mitgeteilt. Die Fragen zu den Vignetten wurden im Vorfeld von einem Expertenteam theoriebasiert beantwortet und den Studierenden zum Abgleich mit den eigenen Antworten zur Verfügung gestellt.

Summary

The course can be described as a student-centred lecture with a problem-based approach. At the beginning of the course a case study test is used to determine the extent to which pedagogical-psychological knowledge of action (decision and justification of action) with regard to multilingualism is already available. Students are asked to formulate answers to questions in connection with six school-specific problem situations in the context of multilingualism (How would you act? How do you justify your actions?). At the same time, students are sensitised to the subject areas of the course using the authentic teaching situations described in the cases. The course then takes up the individual topics of the cases with the aim of providing students with specific knowledge in the context of multilingualism, which helps them to make goal-oriented decisions and to be able to justify these decisions on the basis of theory. At the end of the course, the pedagogical-psychological knowledge of action is re-evaluated with the same case study test and the results are communicated to the students. The questions to the cases were answered in advance by a team of experts on the basis of theory and made available to the students for comparison with their own answers.

Nähere Beschreibung

Struktur der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung befasst sich mit sprachlicher Bildung sowie Persönlichkeitsbildung im Kontext von Mehrsprachigkeit. Sie umfasst 8 Unterrichtseinheiten zu je 90 Minuten (mit 80%iger Anwesenheitspflicht) und kann als studierendenzentrierte Vorlesung mit problem-based Ansatz beschrieben werden. Bei der Planung der Einheiten wurde in Anlehnung der fünf Bausteinen für Vorlesungen mit problemorientierten Design nach Mandl, Schnurer & Winkler (2006) vorgegangen. Der zeitliche Ablauf wiederholt sich in jeder Einheit und beginnt mit der Klärung der Lernziele und der Frage, ob die Lernziele der vorhergehenden Einheit erreicht wurden. Somit wird eine klare Struktur des Aufbaus der Lehrveranstaltung sichtbar und eine Wiederholung der Inhalte erreicht. Als Vorbereitung auf die jeweils folgende Einheit muss ein Workload im Selbststudium erarbeitet werden. Dieser kann die Beschäftigung mit Literatur sowie die Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen beinhalten. Am Ende jeder Einheit wird eine gemeinsame Reflexion angeleitet und Feedback eingeholt. Die Lehrveranstaltungsleiterin kann aus der Reflexion jeder Einheit sowie aus den Rückmeldungen ableiten, ob die Inhalte und Methoden zielführend waren und gegebenenfalls weitere Einheiten entsprechend modifizieren und arbeitet somit nach Prinzipien der Aktionsforschung (Altrichter & Posch, 2007). Nach Mandl et al. (2006) können für die Planung von problemorientierten Vorlesungen fünf Bausteine hilfreich sein. Es sind dies der „problemorientierte Einstieg“, die „systematische Wissensvermittlung“, die „Integration von Beispielen/Falldarstellungen“, die „Eigenaktivität der Studierenden“ und die „Zusammenfassung/Ergebnisdarstellung“. Die Planung und Durchführung der Lehrveranstaltung orientiert sich an den Bausteinen, bleibt jedoch in der Reihenfolge ihrer Anwendung sowie in ihrer Gewichtung flexibel. Die Schaffung von Lerngelegenheiten zur Eigenaktivität der Studierenden wird jedoch durchgängig realisiert. Der studierendenzentrierte Ansatz der Lehrveranstaltung zeigt damit den `shift from teaching to learning´, der die Neuausrichtung in der Hochschullehre hin zu einer kompetenzorientierten Hochschullehre beschreibt (Bachmann, 2014). Die eigenaktiven Lerngelegenheiten können unterschiedlich gestaltet sein, da sich manche Inhalte besonders dafür eignen, durch konkrete Erfahrungen erlebbar gemacht und andere dafür, theoriegeleitet abstrakt alleine oder in Kleingruppen bearbeitet zu werden. In der Lehrveranstaltung wird je nach Themenschwerpunkt zwischen unterschiedlichen Methoden der Vermittlung gewechselt. Ein gemeinsames Merkmal zieht sich durch sämtliche Einheiten: Die inhaltlichen Themen der Lehrveranstaltung werden alle bilingual (englisch-deutsch) angeboten, um einerseits die englische Terminologie einzuführen und um andererseits bei den Studierenden das Gefühl, nicht alles immer sofort verstehen zu können, und den Wunsch, die Erstsprache zur Partizipation im Unterrichtsgespräch verwenden zu können, zu evozieren. Dabei wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler im Unterricht ähnlich ergeht. Die vielfältigen eigenen Erfahrung sollen zur Entwicklung von Empathie gegenüber Kindern mit anderen Erstsprachen beitragen.

 

Inhalte und Methoden der Vermittlung

Die Lehrveranstaltung beginnt mit dem Textvignetten-Test. Die Vignetten beschreiben authentische, problematische Unterrichtssituationen, die sich aus der Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler ergeben. Die Vignetten dienen dann im Laufe der Lehrveranstaltung als „problemorientierter Einstieg“ und deren Inhalte werden mittels deklarativen theoretischen Theoriewissens verschränkt mit konditional-prozeduralem Erfahrungswissen bearbeitet. Dabei ist essentiell, dass die Problemsituation nicht im Sinne von Rezeptlernen (Neuweg, 2011) während der Lehrveranstaltung unter Anleitung gelöst werden, sondern sich die Lösung aus der Verknüpfung verschiedener Wissensaspekte, die im Laufe der Lehrveranstaltung vermittelt werden, und den dadurch veränderten Haltungen ableiten lässt. Eine Erweiterung des Handlungsrepertoirs und die Fähigkeit des Transfers soll dadurch erreicht werden. Die Wirksamkeit dessen wird am Ende des Lehrveranstaltung überprüft.

 

Einführung: Mehrsprachigkeit mit Englisch

In einem Vortrag über Mehrsprachigkeit werden anhand aktueller Erkenntnisse aus der Hirnforschung Mythen und Fehlannahmen über Mehrsprachigkeit ausgeräumt. Der Vortrag lebt von Beispielen der Vortragenden, aber auch von Erlebnissen der Studierenden in Bezug auf Sprachenlernen und Mehrsprachigkeit, die in Partnerarbeit besprochen und dann im Plenum gemeinsam diskutiert werden. Dabei ist es wichtig, Aha-Erlebnisse bei den Studierenden zu erzeugen und gleichzeitig eine Verknüpfung mit eigenen Erlebnissen in Bezug auf Sprache zu ermöglichen und anzuleiten. Im Anschluss werden die Studierenden mit den eigenen Erinnerungen an den Fremdsprachenunterricht konfrontiert. Dafür bearbeiteten sie in Vierergruppen die Bildungs- und Lehraufgaben für die lebende Fremdsprache Englisch des Lehrplans der Volksschule mit der Aufforderung, gemeinsam zu überlegen, ob sie diese im Nachhinein im eigenen Sprachenlernen in der Schule wiederfinden. Die Abwechslung aus Vortrag, selbstständiger Bearbeitung und Diskussion soll gewährleisten, dass das neue Wissen mit eigenen Erlebnissen und Emotionen verknüpfen wird.

 

Themenfeld 1: Sprache(n) und Identitäte(n), Sprachenpolitik

Die Studierenden sollen auf Basis des Bewusstwerdens der Wichtigkeit von Sprache(n) für die eigene Identität in der Entwicklung von Empathie mit Sprachenlernenden unterstützen werden. Bevor die Studierenden sich mit ihrer eigenen Sprachbiographie auseinandersetzen, arbeiten sie mit Vorarlberger Dialekten. Durch die Auseinandersetzung mit Mundarttexten und die gemeinsame Reflexion über die Emotionen, die diese Arbeit auslöst, werden die Studierenden dafür sensibilisiert, was Sprache für jede/n Einzelne/n bedeutet. Ein Transfers der Wertschätzung der eigenen Erstsprache (Dialekt) auf die mitgebrachten Erstsprachen der Schülerinnen und Schüler wird dabei erkannt. In einem nächsten Schritt wird mit dem Sprachenportrait gearbeitet, um die eigene Sprachlichkeit mit all seinen Implikationen für Identität, Gruppenzugehörigkeit, emotionales Erleben und sprachenideologische Wertung zu ergründen. So können Einstellungen sichtbar gemacht und gemeinsam bearbeitet sowie Vorurteile entkräftet werden. Dadurch rückt eine isolierte Betrachtung von Sprachkompetenz in den Hintergrund und das emotionale Erleben gewinnt an Bedeutung. Bezieht man diese Erkenntnis auf den Beruf Lehrerin bzw. Lehrer, gilt es nicht nur Defizite in der Sprache zu entlarven und auszumerzen, sondern das Kind als sprechendes und fühlendes Individuum in seiner Ganzheit zu respektieren. Nach dieser subjektiven, emotionalen Erfahrung werden die Studierenden aufgefordert, die Thematik aus einer objektiveren Perspektive zu betrachten. Sie erhalten den Auftrag, im Selbststudium den Artikel „Sprachliche und kulturelle Vielfalt – nach wie vor eine Herausforderung für die Schule“ (Krumm, 2002) zu lesen und drei gewählte Auszüge als Zitate zu kommentieren. Auf diese Weise reproduzierten sie nicht die Aussagen des Autors, sondern müssen sich bewusst mit dem Text auseinandersetzen und diesen in Beziehung zu ihren eigenen Erfahrungen bringen. Die mitgebrachten Zitate werden in der folgenden LV nach Inhalten geclustert und in die Beweggründe er Auswahl bzw. die Kommentare in der jeweiligen Gruppe besprochen.

 

Themenfeld 2: Sprachenlernen – Sprachenunterricht

Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von Language Awareness und Awarness of Languages. Language Awareness steht nicht nur für inhaltliche, sondern auch für konzeptionelle Aspekte wie ganzheitlicher Sprachzugang, fächerübergreifende Sprachsensibilisierung, Berücksichtigung des Zusammenhangs von Sprache und Kultur und nicht zuletzt auch der Einbeziehung sprachlicher Vielfalt in den Unterricht. Alle Schülerinnen und Schüler bringen ein gewisses Maß an Language Awareness mit in den Unterricht, es ist daher wichtig, Anzeichen dafür zu erkennen. Die Studierenden erhalten eine Auflistung metasprachlicher Verhaltensweisen als Signale von spontaner Language Awareness mit dem Auftrag, in Partnerarbeit zu jeder Verhaltensweise ein fiktives oder reales Beispiel aus dem Schulalltag in Sinnen von `case studies´ zu formulieren (Hammerness & Darling-Hammond, 2002). Danach werden die Ergebnisse vorgestellt und die gemeinsame Arbeit reflektiert. Das Thema Sprachenlernen bzw. Language Learning Awareness wird mit einem Vortrag über die bekanntesten Second Language Acquisition Theories und deren Methoden werden anhand von Unterrichtsbeispielen durchgespielt. Die Studierenden sollten so Einblick bekommen, wie abwechslungsreich und lustvoll Sprachenlernen gestaltet werden kann und dass Sprachenunterricht für alle Schülerinnen und Schüler, ob mit Deutsch oder anderen Erstsprachen, gleichermaßen eine Bereicherung darstellt. Mehrsprachige Schülerinnen und Schüler verfügen über Sprachlernerfahrung, nämlich in Deutsch, und damit über Sprachlernstrategien. Diese Strategien sind auf alle Sprachen übertragbar und anwendbar, daher gilt es sie zu aktivieren und die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, sie für das Lernen einer weiteren Sprache zu nutzen. Die Studierenden sollen erleben, wie sie selbst Sprachlernstrategien unbewusst anwenden. Dafür wird ihnen ein kurzes Video in Portugiesisch mit portugiesischen Untertiteln gezeigt. Mit Hilfe der Untertitel können Wörtern identifiziert und Eigennamen von Personen und Städten sowie Wörter, die Ähnlichkeiten mit Wörtern in bekannten Sprachen haben, verstanden werden. Auch kann der Inhalt teilweise über den Kontext erschlossen werden. Das Wissen über und das Erleben eigener Sprachlernstrategien ist für Lehrpersonen von Bedeutung, da sie deren Entwicklung auch bei den Schülerinnen und Schüler unterstützen sollen. Die Studierenden werden im Rahmen ihrer Unterrichtspraxis und im Berufsleben auf unterschiedliche Sprachen treffen. Um das Sprachenlernen bestmöglich zu fördern, ist es notwendig, einige Merkmale und Besonderheiten der meistgesprochenen Sprachen an Österreichs Schulen und die Schwierigkeiten, die sich aus den Besonderheiten der Erstsprachen für das Deutschlernen ergeben können, zu kennen (Schader, 2007). Dafür bekommen die Studierenden den Auftrag, im Selbststudium die häufigsten Sprachen der Schülerinnen und Schüler (Türkisch, Arabisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Farsi ….) auf diese Merkmale hin zu untersuchen und in einer der Sprachen „Wie geht es dir?“ zu lernen (Sprachen werden zugeteilt). In der nächsten Einheit werden sie aufgefordert, ihren Mitstudierenden diese Floskel beizubringen, um das Sprachenlehren und –lernen und die damit verbundenen Herausforderungen erfahrbar zu machen.

 

Themenfeld 3: Gesamtsprachige Förderung in der Primarstufe

Die Ansätze `Content and Language Integrated Learning CLIL´ und „sprachsensibler Unterricht“ werden gleichzeitig behandelt und beschreiben das Verknüpfen von Sach- und Sprachinhalten und das gleichzeitige Lernen mehrere Sprachen. Die Studierenden sollen erkennen, dass es für das Sprachenlernen in der Schule und auch für das weitere Sprachenlernen wichtig ist, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren und ihr Selbstvertrauen zu stärken, damit sie sich neuen Sprachlernerfahrungen stellen. Dies kann durch das Einbeziehen der Erstsprachen sowie die gezielte integrative Förderung der Schulsprachen erreicht werden. Ein neuer Aspekt ist dabei das gemeinsame Vermitteln einer Fremdsprache und der Bildungssprache Deutsch. Gerade die Verbindung der Sprachen miteinander zeichnet kindgerechten Unterricht und ökonomisiertes Lernen aus. Dieses „neue“ Wissen wird anhand eigener Erfahrungen für die Studierenden erlebbar gemacht. Zu diesem Zweck werden sie aufgefordert, einen physikalischen Versuch, der ihnen ohne auditive oder schriftliche Unterstützung als Video gezeigt wird, auf Englisch zu beschreiben. Durch die Übung erleben sie, dass selbst wenn sie den Versuch verstehen, ihnen das Fachvokabular und spezifische Strukturen in der Fremdsprache fehlen und sie an der Aufgabe scheitern. Eine Verbindung zum Sachunterricht in der Volksschule und die Notwendigkeit der Planung von sprachlichen Unterstützungsmaßnahmen werden so erkennbar.

Insgesamt hat die Lehrveranstaltung den Anspruch, spezifisches Wissen im Kontext von Mehrsprachigkeit zu vermitteln und verknüpft mit Erfahrungen Haltungen zu ändern. Es wird angenommen, dass dadurch Handlungsentscheidungen getroffen werden, die den Studierenden in schulischen Problemsituationen im Zusammenhang mit der Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler helfen und diese Entscheidungen auch begründet werden können. Dies wird durch einen erneuten Textvignetten-Test am Ende der Lehrveranstaltung überprüft und die Ergebnisse mit den Studierenden besprochen.

Mehrwert

Lernerleichterung für Studierende

Integration von Theorie und Praxis

Umgang mit sprachlicher wie kultureller Diversität im Primarbereich

Ist das Konzept auf andere Lehrveranstaltungen bzw. Lehrsituationen übertragbar? Wird das Konzept längerfristig eingesetzt und weiterentwickelt?

Die Lehrveranstaltung ist Teil des aktuellen Curriculums für das Lehramt Primarstufe und für alle Studierenden im Grundstudium verpflichtend. Die Arbeit mit Fällen und der problem-based Ansatz ist auf andere Lehrveranstaltungen des Lehramtsstudiums Primarstufe übertragbar.

Ist die Akzeptanz des Projekts gegeben? Welche Evidenzen (z.B. Evaluierungsergebnisse) gibt es hierfür?

Die Lehrveranstaltung wurde sowohl auf Akzeptanz als auch auf Wirksamkeit hin untersucht.

 

Akzeptanz:

Die Lehrveranstaltung wurde im Sommersemester 2017 mittels Fragebogen intern fremdevaluiert. Dabei stuften die Studierende (N=57) auf einer siebenstufigen Skala die Relevanz der Inhalte der Lehrveranstaltung sowohl für ihr Studium („Die Inhalte dieser Lehrveranstaltung sind wichtige Bestandteile meines Studiums“) mit einem Wert von 6,7 Punkten (M= 6,7; SD=0,7) als auch insgesamt („Das Thema dieser Lehrveranstaltung als solches ist relevant“) mit einem Wert von 6,8 (M=6,8; SD=0,5) als sehr hoch ein. Die Redundanz der Inhalte („Es treten oft unnötige Überschneidungen mit anderen Lehrveranstaltungen auf“) hingegen stuften sie mit 1,4 Punkten (M=1,4; SE=0,9) als sehr niedrig ein.

 

Wirksamkeit:

Mittels Textvignetten-Test wurde die Wirksamkeit im Rahmen einer Dissertation überprüft. Die statistische Analyse der erreichten Punkte für Codiereinheiten, die pädagogisch-psychologisches Handlungswissen im Kontext von Mehrsprachigkeit zeigen, ergibt einen signifikanten Wissenszuwachs vom Messzeitpunkt t1 vor der Lehrveranstaltung zum Messzeitpunkt t2 nach der Lehrveranstaltung.

 

Die Befunde lassen den Schluss zu, dass pädagogisch-psychologisches Handlungswissen im Kontext von Mehrsprachigkeit durch die Inhalte der Lehrveranstaltung von Studierenden erworben wird.

Aufwand

Keine

Positionierung des Lehrangebots

Bachelor/3. Semester

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2020 nominiert.