Hochschuldidaktisches Weiterbildungsportfolio

Konzept

Ziele

Erstellung eines hochschuldidaktischen Weiterbildungsangebots, das innerhalb von drei (oder mehr) Jahren absolviert werden kann (hochschuldidaktisches Weiterbildungsportfolio) und
Weiterbildungsangebot für externe Lehrende in Form von Abendseminaren
Zum Ziele der

- nachhaltigen Förderung guter Lehre an der Fachhochschule Salzburg
- Begleitung und Unterstützung von Lehrenden in ihrer Arbeit
- Schaffung eines Zugangs zu neuen Erkenntnissen und Methoden in der Lehre
- Förderung des hochschuldidaktischen Diskurses
- interdisziplinären Vernetzung unter den Lehrenden 
- Entwicklung der fachlichen sowie der personalen und sozialen Kompetenzen.

Beschreibung

Das hochschuldidaktische Weiterbildungsprogramm richtet sich an alle Personen, die an der Fachhochschule Salzburg in der Lehre tätig sind:
- hauptberuflich Lehrende
- externe Lehrbeauftragte
- Mitarbeiter/innen in den Services und Forscher/innen, die teilweise in der Lehre tätig sind.

Das Programm ist modular aufgebaut und kann als dreijähriger Ausbildungszyklus mit Zertifikatsabschluss oder in Form von Einzelseminaren absolviert werden. Für das Hochschuldidaktik-Zertifikat werden die Fortbildungsaktivitäten in einem Portfolio dokumentiert und reflektiert. Das Portfolio unterstreicht die Möglichkeit der autonomen und individuellen Gestaltung der Weiterbildung und die Einbeziehung von Aktivitäten und Fortbildungsveranstaltungen, die außerhalb des Angebots an der Fachhochschule Salzburg wahrgenommen werden.

Zusätzlich zu den Tagesseminaren werden manche Themen in Form von Abendseminaren abgehalten, mit diesem Angebot wenden wir uns insbesondere an nebenbeschäftigte Lehrende, um auch sie auf dem Wege zur Professionalisierung der Lehre zu unterstützen.

Ergänzend zu den hochschuldidaktischen Seminaren findet dreimal im Studienjahr das Forum:Didaktik statt. Im Forum:Didaktik treffen sich Personen, die an hochschuldidaktischen Fragen interessiert sind, es ist als Beratungsmodul konzipiert und lädt zum kollegialen Austausch über immer wiederkehrenden Themen und Problemfelder in der Lehre ein.

Das hochschuldidaktische Weiterbildungsangebot findet an der Fachhochschule Salzburg seit dem Studienjahr 2011/2012 statt.  Das hochschuldidaktische Weiterbildungsangebot erstreckt sich über zwei Kompetenzlinien des gesamten Personalentwicklungsprogramms der Fachhochschule Salzburg: die hochschuldidaktische und die soziale Kompetenzlinie.

Die hochschuldidaktische Kompetenzlinie ist folgendermaßen strukturiert:

- Einführungsmodul (2 ECTS) mit einer Seminarauswahl aus folgenden Themen: Planung von  Lehrveranstaltungen und Lehreinheiten; Grundlagen zu Lehr- und Lernprozessen an Fachhochschulen (Hochschuldidaktik I); Autonomie und soziales Lernen fördern; Präsentation und Medien in der Hochschullehre; Kommunikation in der Hochschullehre.

- Vertiefungsmodul (2 ECTS) mit Seminaren zu den Themen: Lehr- und Lernprozessen an Fachhochschulen gestalten (Hochschuldidaktik II); Innovative Leistungsbeurteilung; Selbstbestimmung und Kontrollreduzierung in Lehr- und Lernprozessen (Coaching); Interkulturalität, Lernkulturen, Internationalisierung; Kommunikation und Gesprächsführung in der Lehre.

- Themenspezifisches Modul (1 ECTS): Besuch von Kongressen und Symposien

- Beratungsmodul: Forum:Didaktik

Aus der sozialen Kompetenzlinie werden Fortbildungsaktivitäten im Ausmaß von 1 ECTS im Portfolio dokumentiert, an der Fachhochschule Salzburg wird in diesem Rahmen ein Seminar zu Stimme, Körpersprache und Rhetorik angeboten.

Im Weiterbildungsportfolio ist auch ein Lehrenden-Aufenthalt im Ausland (z. B. Erasmus Teacher Mobility) verankert.

Die Veranstaltungen für das hochschuldidaktische Weiterbildungsportfolio werden zum Großteil direkt an der Fachhochschule Salzburg angeboten. Im Portfolio werden sie auf diese Weise dokumentiert:

- Seminarprotokoll (z.B. Fotoprotokoll das vom Seminarleiter bzw. der Seminarleiterin zur Verfügung gestellt wird)
- Teilnahmebestätigung
- Logbuch (Reflexion zum Seminarverlauf / Evaluierung): was war besonders relevant, was will ich konkret in der eigenen Lehre umsetzen, wie war das Arbeitsklima, was bleibt mir besonders in Erinnerung (1-2 Seiten)
- Anwendungsbeispiel: Beschreibung eines Inhalts aus dem Seminar, den ich konkret in der eigenen Lehre umgesetzt habe und Reflexion: wie ist es gegangen, war die Planung aufwändig, bin ich mit dem Resultat zufrieden, woran messe ich den Erfolg…?

Im Rahmen des themenspezifischen Moduls liegt die Erstellung des geeigneten Weiterbildungsprogramms in der Eigenverantwortung der einzelnen Lehrenden. Themenspezifische Seminare werden im Rahmen von Kongressen und Symposien angeboten. Im Portfolio werden mindestens zwei Veranstaltungen, die dem themenspezifischen Modul zuzuordnen sind, dokumentiert: z.B. Kongressprogramm, ggf. eigener Kongressbeitrag; Teilnahmebestätigung.

In das Weiterbildungsportfolio können selbstverständlich auch Fortbildungsveranstaltungen mit hochschuldidaktischer Relevanz, die außerhalb des FHS-Angebots absolviert wurden, eingearbeitet werden.

Der Weiterbildungszyklus startet jeweils im Juli mit dem Seminarmodul „Dramaturgie der Lehre – Planen von Lehrveranstaltungen und Lehreinheiten“. Dieses Seminar begleitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des gesamten Wintersemesters mit drei Reflexionsabenden und einem abschließenden Reflexions- und Evaluierungsseminar im Februar, bei dem die Teilnehmenden über die Semesterplanung einer Lehrveranstaltung berichten und reflektieren und anschließend kollegiales Feedback entgegen nehmen. Zusätzlich werden den Teilnehmenden im Wintersemester zwei weitere eintägige Seminare aus den Themenbereichen des Einführungsmoduls angeboten.
Im darauffolgenden Sommersemester werden hauptsächlich Seminare aus dem Vertiefungsmodul angeboten, die überwiegend zweitägig sind.

Das hochschuldidaktische Weiterbildungsprogramm trägt dazu bei, Lehrende aus unterschiedlichen Fachrichtungen zu vernetzen und den hochschuldidaktischen Diskurs zu fördern. Es steht den Lehrenden an der Fachhochschule Salzburg frei, das Angebot zu nützen. Lehrenden, die neu an die Institution kommen, wird die Nutzung des Programms besonders nahe gelegt.