Bridging Diversity - Maßnahmen für Diversität auf dem Weg in und durch das Studium

Umgesetztes Projekt

Ziele

Zur Umsetzung der Ziele der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung (BMWFW, 2017) wurde u. a. das Teaching and Learning Center (TLC) als Servicestelle für sämtliche am Bildungsgeschehen Beteiligten an der FHTW implementiert. Es unterstützt Studieninteressierte und Studierende durch inkludierende Maßnahmen, die geeignet sind, diversitätsbegründete Nachteile auszugleichen. Mit diesem „Bridging Diversity“- Programm wird die konsequente Umsetzung der "Gender Mainstreaming & Managing Diversity" Strategie aus dem Jahr 2016 verfolgt.

Kurzzusammenfassung (dt.)

Die Schwerpunkte der Arbeit des TLC in der Umsetzung der "Bridging Diversity"Maßnahmen sind die gezielte Vorbereitung einer in verschiedenen Diversitäts-Dimensionen heterogenen Gruppe von StudienanfängerInnen auf das Studieneingangsniveau sowie die bedarfsorientierte Förderung über die Studieneingangsphase hinaus. Um diese zum Teil in den letzten Jahren auf wissenschaftlicher Basis entwickelten und evaluierten Maßnahmen in einem Servicecenter zu bündeln und ihren Einsatz effizient im Sinne der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung umzusetzen, wurden die für diese Maßnahmen zuständigen MitarbeiterInnen in das neue TLC integriert.

 

Es soll keine Kategorisierung und Förderung "in Schubladen" geschaffen werden, sondern die individuelle Situation jedes bzw. jeder Studieninteressierten (an)erkannt und alle für die jeweilige Person nötige Hilfestellung zur optimalen Unterstützung für das selbstständige Erreichen des Studienerfolges geschaffen werden. Zu diesem Zweck wurde (und wird) ein breites Repertoire an Maßnahmen konzeptioniert und umgesetzt, welches nach individuellem Bedarf einzeln oder kombiniert in Anspruch genommen werden kann.

Kurzzusammenfassung (engl.)

Gender mainstreaming and managing diversity of the student (as well as employee) body is relevant for every institution of higher education. Some subject areas, such as STEM or social sciences, are even less probable to attract all genders or minorities than other subjects. In these fields, it is the responsibility of institutions of higher education to identify and lower barriers for the underrepresented groups to take up these subjects, to provide a gender and diversity adequate education, and to offer services to prevent dropout due to these factors. The measures of the Bridging Diversity program include personal peer-support, as well as coaching’s with lecturers in different group sizes and independent online-learning tools.

 

Nähere Beschreibung

Eine Übersicht über die Maßnahmen:

 

1. Blended Learning-Plattformen: Die Blended Learning-Plattformen für Mathematik und Physik sind ein Angebot des TLC, welches Studieninteressierte und Studierende auf ihrem jeweiligen Vorkenntnislevel abholt und individuell fördert. Hierbei werden durch eine medial breite Aufbereitung der Inhalte verschiedene Lernzugänge abgedeckt. Neben der Vermittlung fachlicher Kompetenzen wird hier auch der Grundstein für selbstständiges Lebenslanges Lernen (LLL) gelegt. Die Plattformen stehen Studieninteressierten sowie Studierenden uneingeschränkt zum selbstständigen Lernen auf freiwilliger Basis zur Verfügung. Darüber hinaus können die Plattformen in beliebigem Ausmaß in Lehrveranstaltungen integriert werden. Die Blended Learning Plattformen wurden durch diverse Förderprojekte der Stadt Wien aufgebaut und wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet. Aufgrund der inhaltlich wie methodisch breiten Nutzbarkeit und zeitlich wie örtlich uneingeschränkten Zugänglichkeit ist dieses Angebot geeignet, Individuen jeglicher bildungstechnischer Benachteiligung und somit jeglicher Diversität bedarfsorientiert zu fördern. Diese Maßnahme stellt mit ihrer Universalität der Inklusion einen Idealfall inklusiver Fördermaßnahmen dar.

2. Vorstudienprogramm/ Pre-College-Programm (PCP): Die Förderung der internationalen Durchlässigkeit der tertiären Ausbildung hat zur Implementierung des PCP geführt. In diesem werden bildungsausländische Studieninteressierte sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich ihrer praktischen Studienkompetenzen gezielt auf ein Studium an der FHTW vorbereitet. Dabei wird mit einer breiten Methodik und Blended Learning-Schwerpunkt gearbeitet, was sich im Studium fortsetzt. Besonders gefördert durch diese Maßnahme werden nicht-österreichische und nicht-muttersprachliche Studieninteressierte.

3. TLC-Kurse: Um außercurricularen Kompetenzentwicklungsbedürfnissen zu entsprechen, entwickelt das TLC derzeit Förderkurse für klassische Studierendenproblematiken. Diese sollen gezielt die Diversitätsgruppen an der FHTW unterstützen.

4. Qualifikationskurse: An der FHTW werden Qualifikationsprüfungen in den Fächern Mathematik, Physik, Deutsch und Englisch abgehalten, die für ein Studium an der FHTW berechtigen. Für diese Prüfungen werden jedes Sommersemester Vorbereitungskurse angeboten. Daran schließen die Qualifikationsprüfungen für StudienbewerberInnen an. Damit unterstützt diese Maßnahmen neben den durch die Warmup-Kurse unterstützten Gruppen, gezielt auch Studieninteressierte im zweiten Bildungsweg und fördert die Durchlässigkeit.

5. Warm-up-Kurse: StudienanfängerInnen haben die Möglichkeit, in den Sommermonaten zwischen Schulabschluss und Studienbeginn das für den Studienstart vorausgesetzte Wissen zu trainieren, Wissenslücken zu schließen und sich aktiv auf den fordernden Lernprozess einzustellen. Die Kurse werden in studienrelevanten Grundlagenfächern angeboten. Neben der fachlichen Auffrischung bieten die Warm-upKurse erste Möglichkeiten, Kontakt zu Mitstudierenden und Lehrenden zu knüpfen sowie die Methoden und Blended Learning- Elemente der FHTW kennen und anwenden zu lernen. Durch das Angebot verschiedener Formate sind die Kurse auch mit Berufstätigkeit gut zu vereinbaren. Die Kurse stellen speziell für Frauen, ältere Studieninteressierte sowie BildungsausländerInnen und Berufstätige eine inkludierende Maßnahme dar.

6. Welcome Days: Die Welcome Days binden, als neue ServiceInfoveranstaltungen, StudienanfängerInnen an die verschiedenen Angebote der FHTW an. Dieses Angebot ist Teil der Förderung des Klimas der gelebten Diversität und kommt damit mittel- und unmittelbar allen Zielgruppen zu Gute.

7. Buddy-System: Studienanfängerinnen bekommen bei Bedarf im BuddySystem erfahrene Studierende zur Seite gestellt, welche ihnen helfen, den Einstieg in das Studium erfolgreich zu bewältigen. Durch die engmaschige persönliche Betreuung und die direkte Verbindung mit Peers werden Unsicherheiten wirkungsvoll wie unkompliziert überwunden. Diese Maßnahme wurde entwickelt, um den Frauenanteil an der FH TW zu erhöhen und Bildungs-ausländerinnen leichter zu integrieren. Zugleich bietet die Maßnahme auch alleinerziehenden sowie älteren Studienanfängerinnen und Menschen mit Behinderung durch eineN direkteN AnsprechpartnerIn benötigte Hilfestellung, die die Organisation eines erfolgreichen Studiums vereinfacht oder sogar erst ermöglicht. Den betreuenden Buddy-Studierenden nützt diese Maßnahme im Zuge der Persönlichkeits- und Soft-Skill-Entwicklung.

8. FiT- Vorbereitungslehrgang: Das AMS-Programm FiT (Frauen in Handwerk und Technnik) bereitet arbeitssuchende Frauen in einem Lehrgang gezielt auf den Bachelorstudiengang "Smart Homes Und Assistive Technologien" vor. Erfolgreich abschließende Teilnehmerinnen werden bei folgender Aufnahmen des Studiums finanziell durchd as AMS unterstützt, welches auch die Studiengebühren trägt.