Fit for reality: Instrumental(Gesangs)pädagogik 02 - Interdisziplinäre Vorlesung und Übung mit Fokus auf Projektarbeit zwischen Theorie und Praxis

Umgesetztes Projekt

Ziele

Im Rahmen des Studiums der Instrumental(Gesangs)pädagogik (IGP) werden zukünftige Instrumental- und Gesangslehrkräfte ausgebildet. Diese vermitteln vielfältige Musizier- und Hörerfahrungen, die nicht nur einen immanenten Wert haben, sondern auch als Indikatoren für eine bessere Gesundheit, größeres Wohlbefinden, sozialen Zusammenhalt und ökonomisches Wachstum gelten. Instrumental- und Gesangspädagog/innen tragen zur Persönlichkeitsbildung von Schülerinnen und Schülern bei, indem sie in deren Lebenswelten individuelle Bedeutsamkeiten initiieren und fördern, wobei die Partizipation der Lernenden eine Schlüsselrolle spielt. Es braucht Vermittler/innen, die jenen Prozess leiten und Instrumental- sowie Gesangslehrende sind zunehmend aufgefordert, diese Rolle zu übernehmen. Um so individuell als möglich auf Lernende eingehen und damit nachhaltige musikalische Bildung implementieren zu können, ist es notwendig, den Einfluss der gesellschaftlichen Diversifizierung auf die IGP in die universitäre Lehre zu integrieren. Die mannigfaltigen und einem dynamischen Wandel unterzogenen Praxisfelder der IGP erfordern – im Sinne der Employability – neben der (Weiter-)Entwicklung der künstlerischen und pädagogischen Kompetenz auch jene der sozialen, personalen und organisatorischen sowie der reflexiven, forschenden und wissenschaftlichen Kompetenz IGP-Studierender.

Die Kunstuniversität Graz reagierte auf diese Anforderungen mit der Einführung eines neuen IGP-Curriculums, das mit dem Studienjahr 2016/2017 in Kraft getreten ist. Eine neue Lehrveranstaltung im Rahmen des aktuellen Curriculums ist die Vorlesung/Übung „Instrumental(Gesangs)pädagogik 02“, deren Ziel es ist, Studierende auf verschiedene Herausforderungen der Berufspraxis vorzubereiten. Gefördert werden insbesondere die berufliche Selbstorganisation, die Kooperations- und Kollaborationsfähigkeit sowie Schlüsselkompetenzen, Fantasie und Engagement hinsichtlich der Gestaltung und Durchführung innovativer künstlerischer Projekte.

 

Kurzzusammenfassung (dt.)

Der zentrale Aspekt der Lehrveranstaltung „Instrumental(Gesangs)Pädagogik 02“ ist Kollaboration, fokussiert werden die Unterbereiche Skills, Praxis und Rahmenbedingungen. Die Skills (Fähigkeiten, die Kollaboration ermöglichen) umfassen sowohl die Schulung der Kommunikationsfähigkeit durch Intervision, Argumentationen und Diskussionen als auch selbstständige Recherchen zu (Selbst-)Marketing, Sponsoring und Konzertpädagogik. Im Rahmen des sich über das gesamte Semester erstreckenden Praxisbereichs zeichnen die Studierenden für die inhaltliche sowie organisatorische Konzeption und Durchführung eines öffentlichen Konzertes verantwortlich; die Lehrveranstaltungsleiterinnen geben hier lediglich Hilfestellungen und theoretischen Input bezüglich Musikvermittlung, Projektorganisation/-entwicklung. Besonders hervorzuheben ist hier die Kooperation mit der Lehrveranstaltung „Forum Lehrpraxis“ (Organisation von Lehrpraxiskonzerten), die zur Zusammenarbeit von Lehrpraxislehrenden und Studierenden der ganzen Universität sowie Lehrpraxisschüler/innen führt. Zu den Rahmenbedingungen zählt die Auseinandersetzung mit Elternarbeit, Verhaltensauffälligkeiten und Kooperationsmodellen. Die Lerninhalte werden sowohl von den Dozentinnen selbst als auch gemeinsam mit den Studierenden kontinuierlich reflektiert, was eine Anpassung der wiederkehrenden Themen hinsichtlich Reihenfolge, Umfang und spezifischer Fragestellungen an die Bedürfnisse der Studierenden und an das dynamische Berufsfeld ermöglicht.

Kurzzusammenfassung (engl.)

The central aspect of the course "Instrumental/Vocal Pedagogy 02" is collaboration, the sub-areas skills, practice and framework are being focused in particular. The skills (that enable collaboration) include the training of communication skills through intervision, reasoning, discussions as well as individual research concerning the fields of sponsoring and concert education. As part of the practice area, which extends over the entire semester, the student team take on the content and organizational planning and execution of a public concert. The course leaders provide assistance and theoretical input regarding music education, pro-ject organization and development, but the main responsibility for the conception and its realization lies with the students. Particularly noteworthy is the cooperation with the course "Forum teaching practice", which enables the cooperation between teaching practice teachers and students throughout the university and teaching practice students. The framework conditions include the interaction with parental work, behavioral problems and cooperation models. The learning contents are continuously reflected by the lecturers themselves as well as together with the students, which allows an adaptation of the recur-ring topics with regard to sequence, scope and specific questions to the needs of the stu-dents and the dynamic field of instrumental/vocal pedagogy.

Nähere Beschreibung

Inhalte

Das Fach Instrumental(Gesangs)pädagogik gliedert sich in drei Teilbereiche, auf deren Basis das aktuelle IGP-Curriculum an der Grazer Kunstuniversität konzipiert wurde: Praxisebene (z.B. Unterrichtsgeschehen und Musizieren), Planungs- und Reflexionsebene (Musikdidaktik, z.B. Handlungskonzepte für Musikunterricht/-vermittlung) sowie Forschungsebene sind gleichberechtigt und stehen im Idealfall in Wechselwirkung miteinander. Während in der Lehrveranstaltung „Instrumental(Gesangs)pädagogik 01“ v. a. die forschungsgeleitete Theorie der Vermittlungsdimensionen im Fach fokussiert wird, bildet „Instrumental(Gesangs)pädagogik 02“ die stärker praxisgeleitete Planungs- und Reflexionsebene ab. Einerseits reflektieren und vertiefen die Studierenden hier bereits erlerntes Wissen, andererseits transferieren sie dieses in die Praxis. Die Auseinandersetzung mit Theorien geht also stets Hand in Hand mit praktischen Aufgaben; der zentrale, die Lehrveranstaltung rahmende Aspekt ist Kollaboration.

Ausgehend von der Tatsache, dass die Konzertorganisation fester Bestandteil des Berufslebens von Musiker/innen und Instrumental-/Gesangslehrkräften – sehr oft in Personalunion – ist, erarbeiten die Studierenden die Konzeption eines Konzert-Projektes, das der Öffentlichkeit am Ende des Semesters als Universitätsveranstaltung zugänglich gemacht wird. Das Konzert findet in Zusammenarbeit mit der Lehrveranstaltung „Forum Lehrpraxis“ statt, die an der Kunstuniversität die Plattform für die verpflichtenden Auftritte von Studierenden mit ihren Lehrpraxisschüler/innen ist. Es gibt keinerlei gestalterische Vorgaben, die kreative Konzeption und Umsetzung des Konzertes liegt ganz in den Händen der Student/innen. Weiterhin zeichnen sie für die organisatorischen Rahmenbedingungen wie z.B. die Kommunikation mit Lehrpraxislehrenden, den Entwurf, die Fertigstellung und die Verteilung von Werbematerialien (Flyer, Plakate, E-Mail, Social Media), eine reibungslose Zuteilung von Einspielzeiten, die Raumbestuhlung, den Bühnenaufbau, Moderationen, Programmdruck, ggf. die Bereitstellung eines Buffets verantwortlich. Der Termin, die räumlichen Gegebenheiten sowie Anzahl und Art der Beiträge werden von Universitätsseite bzw. den Anmeldungen für das jeweilige Konzert fixiert, woraus eine besondere Herausforderung für die Lehrveranstaltungsteilnehmer/innen resultiert: Es gilt, die angemeldeten Beiträge in den zuvor festgelegten thematischen Rahmen sinnvoll einzubetten. Schon in den ersten beiden Semestern, in denen die Lehrveranstaltung abgehalten wurde, bildeten die Studierenden Teams, indem sie auf Basis des theoretischen Inputs und diverser Besprechungen Zuständigkeitsbereiche (Kommunikation, Dekoration, Werbung) definierten. Um eine möglichst schnelle und reibungslose Kommunikation der einzelnen Arbeitsgruppen sowie des gesamten Teams zu gewährleisten, setzten sie weiterhin auf eigene Initiative Organisationsstrategien wie die Gründung von WhatsApp-Gruppen, die Arbeit mit Google Docs-Dokumenten und Treffen außerhalb der Lehrveranstaltung um. Neben den Student/innen kooperieren im Rahmen der Organisation des institutsübergreifenden Konzertes auch Lehrende und Studierende, die die „Lehrpraxis“ der verschiedenen Instrumente betreuen. Die Kommunikation mit den Lehrpraxislehrenden stellt hier insofern eine große Herausforderung für die Studierenden dar, als dass sie Lehrenden, die innerhalb der Universität „hierarchisch höhergestellt“ sind, Vorgaben zu Programmgestaltung und Deadlines machen müssen. Dabei lernen sie, gleichermaßen sensibel wie deutlich zu formulieren, sich zu behaupten und auch zu argumentieren, denn nicht immer treffen ihre kreativen Ideen auf uneingeschränkte Zustimmung bei den Lehrpraxislehrer/innen. Und auch Studienkolleg/innen, die nicht an der Lehrveranstaltung teilnehmen, sondern Konzertteilnehmer/innen sind, müssen häufig erst von einer kreativen Beteiligung überzeugt werden. Um dies zu erreichen, braucht es ein klares Konzept sowie eine überzeugende Darstellung des Projektes in der, meist schriftlich verfassten, Konzerteinladung. Doch nicht nur im Rahmen der Konzertkonzeption ist die Kreativität der Studierenden gefragt, auch beim Konzert selbst bringen sie sich als Moderator/innen und/oder Musiker/innen selbst ein. Das Verfassen von adäquaten, d.h. zu Stück, Interpret/in und Motto des Konzertes passenden, Moderationstexten und die Moderation auf der Bühne erfordern weitere, für die Musikvermittlung unabdingbare Schlüsselkompetenzen.

Die ganzheitliche Verantwortung für solch ein musikalisches Großprojekt soll den Studierenden ermöglichen, erlernte und reflektierte theoretische Grundlagen in die Praxis umzusetzen, praktische und realistische Erfahrungen in der Organisation zu machen, ihre Teamarbeitsfähigkeiten auszubauen sowie neue Tätigkeitsfelder kreativ zu erkunden – kurz: sie sollen umfassende Kompetenzerfahrungen sammeln, die über den künstlerischen bzw. pädagogischen Bereich hinaus gehen. Während des Arbeitsprozesses sowie beim Konzert selbst werden die Studierenden immer wieder mit Rückschlägen konfrontiert (z. B. unbeantwortete E-Mails, nicht eingehaltene Deadlines, verstimmte Instrumente, kurzfristige Absagen von Kommiliton/innen und Musiker/innen), woraus die Notwendigkeit resultiert, manche Aspekte neu zu denken bzw. neu zu konzipieren. Da die Studentinnen und Studenten von den beiden Dozentinnen kontinuierlich begleitet werden, können sie sich in einem geschützten Rahmen kreativ und in für sie teilweise neuen Rollen/Bereichen (z. B. Marketing, Lukrieren finanzieller Mitte, Erstellen eines Grundkonzeptes, Kommunikation/Teamführung, Dekoration) ausprobieren. Der Entstehungsprozess des Konzert-Projektes mit seinen Herausforderungen, Zielen, Problemen und Rahmenbedingungen wird durch regelmäßige Besprechungen und kollaborative Reflexionen in den Lehrveranstaltungssitzungen sowie der Studierenden untereinander nachvollziehbar – er ist gleichermaßen prozess- wie ergebnisorientiert.

Die letzten Semester haben gezeigt, dass die Studierenden einerseits im Hinblick auf ihre Employability von der Konzeptionierung und Organisation des Konzert-Projektes profitieren, andererseits birgt dieser Prozess die Chance, neue Wege der Musikvermittlung kennenzulernen sowie das eigene Mindset zu reflektieren. Für viele Studierende war es z.B. eine wichtige und nachhaltige Erkenntnis, dass „musikferne“ Titel wie jener des ersten, im Zeichen der Fußball-WM 2018 stehenden Konzertes – „Do-Re-Mi-Fa-So-La-Si-Tooooooooor“ – große Resonanz hervorrufen und Neugier wecken können ohne dabei das musikalische Niveau aus den Augen zu verlieren. Und nicht zuletzt können auch die auftretenden Schülerinnen und Schüler selbst durch solche musikalischen Erlebnisse motiviert werden, da diese durch ihre Einzigartigkeit nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Die umfangreiche Konzertkonzeption/-organisation wird durch eine große Bandbreite an weiteren Themen ergänzt. Ausgehend vom vielfältigen Berufsfeld der IGP, gestaltet sich deren Auswahl sehr abwechslungsreich: So findet eine Beschäftigung mit den Bereichen Konzert-/Projektkonzeptionen, Instrumentenvorstellung, Marketing und Sponsoring, Eltern-arbeit, Intervision, Verhaltensauffälligkeiten und Portfolio-Karrieren auf theoretischer Ebene und im Rahmen praktischer Aufgaben und Übungen statt. Um die Thematik der Verhaltensauffälligkeiten umfassend zu beleuchten, arbeitet eine Schulpsychologin eine Sitzung lang mit den Studierenden. Pro Semester wird außerdem eine weitere Expertin/ein weiterer Experte eingeladen – in der Vergangenheit wurden dabei Konzepte zur Gründung eigener Festivals und Musikschulen sowie weitere Herausforderungen und Chancen des IGP-Berufes vorgestellt. Den Interessen und Bedürfnissen der Studierenden wird auch im Rahmen der Gastvorträge Raum gegeben, da sie einerseits im Vorfeld in die jeweilige konkrete thematische Ausrichtung einbezogen wurden. Andererseits sind die gemeinsam mit den Gästen gestalteten Sitzungen zeitlich so konzipiert, dass es genügend zeitliche Ressourcen für Fragen, Erfahrungsberichte und Diskussionen gibt. Mithilfe dieser Expert/innengespräche soll der Blick der Studierenden dahingehend geöffnet werde, dass eine ausschließlich künstlerische oder pädagogische Karriere um andere Tätigkeitsfelder erweitert werden kann oder vielleicht sogar muss. Im Sinne des Life Long Learning sollen die Studierenden zusätzlich dazu befähigt werden, durch Kommunikation mit Kolleg/innen, Schüler/innen und mit sich selbst eine Qualitätssicherung sowie -steigerung ihrer beruflichen Aktivitäten zu erreichen. Dementsprechend ziehen sich praktische Aufgaben wie selbstständige Recherchetätigkeiten, das Analysieren bestehender und eigener Ideen, die Entwicklung von Konzeptionen, das Verfassen und Vorbringen eigener Argumentationen sowie Diskussionen in Kleingruppen und in der ganzen Gruppe durch alle in der Lehrveranstaltung behandelten Themenbereiche.

Sämtliche beschriebenen Varianten von Kollaboration/Kooperation sind im heutigen Berufsfeld der Instrumental(Gesangs)Pädagogik bedeutsam, da Instrumentalpädagog/innen in einem hart umkämpften und übersättigten Markt multiplexe Rollen bekleiden müssen. Es ist, wohl mehr denn je, notwendig, neue Betätigungsfelder erkennen, wahrnehmen und erschließen zu können; Erfahrungen mit Kollaborationen, Kooperationen und Teamwork sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Erkenntnis, dass durch Offenheit, Flexibilität und Mut berufliche Bereiche erschlossen werden können, die nicht im primär erdachten Betätigungsprofil aufscheinen, trägt zur Minimierung von Zukunftssorgen bei. Von besonderer Bedeutung sind hier die frühzeitige Vorbereitung auf sowie die praktische Erprobung von möglichen neuen Arbeitsfeldern wie sie in „Instrumental(Gesangs)Pädagogik 02“ stattfinden.

 

Studierendenzentrierung

Wie obige Ausführungen zeigen, ist die Lehrveranstaltung „Instrumental(Gesangs)Pädagogik 02“ studierendenzentriert ausgerichtet. So resultieren die Weiterentwicklung und Spezifizierung der inhaltlichen Schwerpunkte aus der kontinuierlichen Wechselwirkung zwischen Lehrenden und Studierenden. Durch die offene Feedbackkultur, Diskussionsrunden sowie Reflexionen lernen die Studierenden, ihre persönlichen und professionellen Bedürfnisse und Anliegen zu artikulieren. Ihre individuellen Stärken, Interessen und Vorerfahrungen können sie im Rahmen der Konzertgestaltung einbringen und weiterentwickeln sowie vom vielfältigen Austausch mit anderen Student/innen und den Lehrveranstaltungsleiterinnen lernen. Die Studierenden erkennen Chancen und Potentiale von Vernetzungen mit teilweise sehr verschiedenen Persönlichkeiten, die häufig über die Lehrveranstaltung hinaus fortgeführt werden. Durch den hohen Anteil der Selbstorganisation der Studierenden erfolgt das Arbeiten/Lernen in großen Teilen orts- und zeitflexibel und kann so optimal in deren Alltag integriert werden. Trotz der Offenheit der Lehrenden gegenüber den Student/innen gibt es ein klares und transparentes Konzept, das diesen zu Beginn eines jeden Semesters vorgestellt wird. Alle Zieldefinitionen und Unterlagen sowie weiterführende Informationen können auf einer moodle-Plattform jederzeit eingesehen und nachvollzogen werden.

 

Team-Teaching

Der Fokus der Lehrveranstaltung „Instrumental(Gesangs)Pädagogik 02“ ist nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptionell auf den Aspekt der Kollaboration gerichtet. Die Abhaltung im Team-Teaching hat einerseits für die Studierenden Modellcharakter, andererseits erfordert diese von den Lehrveranstaltungsleiterinnen ein hohes Maß an Abstimmung, eigenes und gemeinsames Reflektieren sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, voneinander sowie von den Studierenden zu lernen. Jede Sitzung wird intensiv vor- bzw. nachbereitet und die Lehrveranstaltung wir am Ende eines jeden Semesters durch die Student/innen schriftlich evaluiert. Die Anregungen, Hinweise und Ideen aus den Evaluationsbögen fließen unmittelbar in die Planung des nächsten Semesters ein. Eine Besonderheit von „Instrumental(Gesangs)-Pädagogik 02“ ist, dass die beruflichen Profile der beiden Lehrenden die inhaltliche Ausrichtung der Lehrveranstaltung an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis deutlich abbilden: Diese sind als Musikschullehrerinnen und konzertierende Musikerinnen (Praxis), Lehrende an der Kunstuniversität Graz (Didaktik) sowie Wissenschaftlerinnen (Pre-/Post-Doc) tätig.

 

Arbeitsaufwand und Prüfungsmodus

Der Workload von 3 ECTS bildet klar den Arbeitsaufwand der Lehrveranstaltung sowie der anfallenden Heimarbeit der Studierenden ab. „Instrumental(Gesangs)Pädagogik 02“ hat impliziten Prüfungscharakter, die Bewertung erfolgt auf Basis der Anwesenheit, erledigter Hausübungen und aktiver Beteiligung an der Lehrveranstaltung.

 

Positionierung des Lehrangebots

Die Lehrveranstaltung ist als Pflichtlehrveranstaltung im Bachelorstudium "Instrumental(Gesangs)pädagogik" in den Bereichen Jazz, Klassik und Volksmusik für alle Instrumente positioniert. Diese Lehrveranstaltung thematisiert die beruflichen Aspekte des Instrumentalpädagogen/der Instrumentalpädagogin im kultur- und bildungspolitischen Kontext. Weiterhin ist diese LV um Unterschied zu IGP 1 mehr auf die Projektarbeit und die pädagogischen Herausforderungen in der pädagogischen Berufspraxis ausgerichtet. Es sollen grundlegende pädagogische Einstellungen, Bildungs- und Erziehungsziele und Probleme der Lehrer-Schüler-Beziehung, sowie die verschiedenen Kompetenzbereiche des Instrumentalpädagogen/der Instrumentalpädagogin angesprochen werden. Den Studierenden wird empfohlen, diese Lehrveranstaltung gegen Ende des Studiums zu absolvieren um ihr praktisches Erfahrungswissen und theoretisches Wissen anwenden zu können und um sich noch besser in die Lehrveranstaltung einbringen zu können.

Das Beispiel wurde für den Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre 2019 nominiert.